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TV Programm für HR Fernsehen am 05.05.2026

Jetzt

Leben im Krieg - Tagebuch aus dem Iran 22:30

Leben im Krieg - Tagebuch aus dem Iran

Zeitgeschehen

Diese Bilder hätten uns nie erreichen sollen: Inmitten des Krieges im Iran filmen zwei Männer heimlich ihren Alltag. Vom Tod Khameneis bis zum Neujahrsfest Noruz zeigen sie ein Leben im Ausnahmezustand, zwischen Repression im Inneren und Angriffen von außen. Die 30-minütige Reportage "Leben im Krieg - Tagebuch aus dem Iran" zeigt nie zuvor veröffentlichte Aufnahmen aus dem Alltag im Land während der anhaltenden Bombardierungen. Im Januar 2026 ließ das iranische Regime landesweite Proteste blutig niederschlagen, nach Wochen voller Drohungen starteten die USA und Israel am 28. Februar einen Krieg gegen den Iran. In den ersten Kriegswochen filmen zwei Männer für uns exklusiv, wie das Leben im Inneren des Landes aussieht. Der eine ermöglicht uns einen Blick in die Hauptstadt, Teheran, der andere filmt in Belutschistan, im Südosten des Landes, an der Grenze zu Pakistan. Mit ihren Mobiltelefonen halten sie ihren unsicheren Alltag fest - aus der eigenen Perspektive, ohne ihre Gesichter zu zeigen, im Wissen um das Risiko jeder Aufnahme. Das iranische Regime kontrolliert Medien, blockiert das Internet und verhindert systematisch, dass unabhängige Bilder nach außen dringen. "Leben im Krieg - Tagebuch aus dem Iran" setzt dem eine authentische Nahaufnahme entgegen.

Danach

Die Tochter des Spions - Eine wahre Geschichte aus dem Kalten Krieg 23:00

Die Tochter des Spions - Eine wahre Geschichte aus dem Kalten Krieg: Eine wahre Geschichte aus dem Kalten Krieg

Dokumentarfilm

Den Vater verraten oder das Vaterland? Vor diese Wahl wird die 19-jährige Studentin Ieva aus der Lettischen Sowjetrepublik gestellt, als sie mitten im Kalten Krieg ihren Vater und dessen neue Frau in den Semesterferien in den USA besucht. Offiziell arbeitet ihr Vater bei der UNO. Doch dann offenbart er ihr, dass er als Doppelagent für den KGB und für die CIA arbeitet. Jetzt will er ganz die Seiten wechseln und zu den Amerikanern überlaufen. Ieva muss sich sofort entscheiden: Will sie bei ihm in den USA bleiben oder wieder zurück in die UdSSR? "Ich war wie betäubt - alles war so unwirklich, wie in einem Spionagefilm." Ieva entscheidet sich zu bleiben, ohne zu wissen, ob sie jemals wieder ihre Freunde, ihre Mutter und ihre Heimat sehen wird. "Die Tochter des Spions" erzählt ein berührendes Einzelschicksal aus dem Kalten Krieg, einer kaum noch real erscheinenden Epoche des Kräftemessens zwischen zwei Supermächten - einer Zeit, deren politischer Ernst uns heute tragisch, absurd und komisch zugleich erscheint.

WIR WOLLEN MEHR - Arbeit ohne Barrieren 23:45

WIR WOLLEN MEHR - Arbeit ohne Barrieren

Menschen

Der Film begleitet Menschen mit Beeinträchtigungen beim Kampf um ihr Recht auf eine Arbeit, die sie frei wählen können und ihnen den Lebensunterhalt sichert. Als Pioniere suchen Alma und Sam nach neuen Wegen: Obwohl es in Berlin für Menschen mit geistiger Behinderung keine Ausbildung für die Arbeit im Kindergarten gibt, will Alma ihren Berufswunsch nicht aufgeben. Im Wetteraukreis in Hessen nimmt Sam an einem alternativen Bildungsangebot zur Werkstatt teil, an dessen Ende ein richtiger Arbeitsvertrag stehen soll. Andere hinterfragen die bestehenden Strukturen und wollen nicht länger auf Veränderung warten: Während Dirk und Petra von außen um eine Reform der Werkstätten ringen, setzen sich in Bielefeld im Stadtteil Bethel die Werkstatträte Sarah und Kazim von innen für eine bessere Bezahlung der Beschäftigten ein. Ein Einblick in ein System, das auch im Film kontrovers diskutiert wird: Martin Berg, ehemaliger Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen, glaubt: "Das Werkstattsystem ist für die Menschen, die sich darauf einlassen, sicherlich auch ein gutes System." Anne Gersdorff, Sozialhelden e.V., sieht darin hingegen "eine bequeme Lösung für uns als Gesellschaft". WIR WOLLEN MEHR - Arbeit ohne Barrieren stellt als erzählte Recherche Fragen - und sucht nach Antworten. Die Autorin Mareike Müller nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise, bei der sie Menschen kennenlernt, die in der Gesellschaft nicht sichtbar sind und gegen Barrieren kämpfen, um die viele nicht wissen. Es wird deutlich, welchen Wert Arbeit für unser Leben hat und warum Inklusion kein Thema nur für Menschen mit Behinderung bleiben darf, sondern in einer demokratischen Gesellschaft eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein muss.