20:15
20:30
In dieser Folge kommt Nina V. an Bord des "Ernährungs-Docs"-Hausbootes. Sie hat das Gefühl, ihr Leben an den Schmerz zu verlieren. Die 37-jährige Mutter leidet an Psoriasis-Arthritis, einer Erkrankung, die normalerweise Haut und Gelenke betrifft, bei ihr aber vor allem die Muskeln angreift. Für Nina bedeutet das fast tägliche Schmerzen, Verhärtungen, Kraftlosigkeit und Erschöpfung. Spielen mit ihren Kindern oder Spaziergänge, all das ist für sie kaum noch möglich, ihr geliebtes Reiten musste sie aufgeben. Und die Angst wächst: "Ich bin noch keine 40. Wer weiß, wie das wird, wenn ich 50 oder 60 bin." Ernährungsmedizinerin Silja Schäfer erkennt schnell die Ursache: überall kleine Entzündungsherde, die Ninas "Muskelmotor" permanent Energie rauben. Zusätzlich fördert ihr Bauchfett die Entzündungen, 106 Zentimeter Bauchumfang, fast 20 Zentimeter zu viel. Sie ernährt sich ungesund: viele schnelle Kohlenhydrate über den Tag verteilt, abends gibt es häufig Fertiggerichte. Ein neues Ernährungskonzept soll sie aus diesem Teufelskreis holen: reichlich pflanzliches Eiweiß als "Muskelfutter", Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, gute Öle und täglich entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren. Dazu regelmäßige Essenspausen, drei richtige Mahlzeiten, statt ständig nebenher zu essen. Die Ärztin gibt der passionierten Reiterin aus dem niedersächsischen Königsmoor frische Rezepte mit auf den Weg, von einem Quark-Öl-Frühstück über bunten Quinoa-Salat bis zu Tempeh-Bratlingen. Die Gerichte sollen ihr zeigen, wie gut gesunde Küche schmecken kann. Und für die überlasteten Muskeln empfiehlt Silja Schäfer Entspannungsbäder. Nina V. will all das unbedingt umsetzen. Wird sie es schaffen, ihren Alltag neu zu organisieren, ihre Ernährung konsequent umzustellen und so endlich die Schmerzen und Erschöpfung loszuwerden? Für Stefan G. aus Winsen an der Luhe (Niedersachsen) steht viel auf dem Spiel: Seine Gesundheit droht ihm zu entgleiten. Der 57-Jährige kämpft seit Jahrzehnten mit seinem Gewicht und einem Diabetes Typ 2. Obwohl er bereits 40 Kilogramm Gewicht verloren hat, ist er weiterhin adipös und sein Langzeitblutzuckerwert mit 8,7 Prozent deutlich zu hoch. Bei Ernährungsmediziner Matthias Riedl schrillen die Alarmglocken: "Wenn wir da nicht schnell runterkommen, droht die Insulinspritze." Schon jetzt hat Stefan eine Fettleber und schmerzende Hände, alles Folgen seines Diabetes. Das eigentliche Problem liegt in seinem Alltag: Bei Stress oder Langeweile verliert er jede Kontrolle. Süßigkeiten, Croissants, Fruchtgummis, sobald er damit einmal anfängt, kann er nicht mehr aufhören. Zu Hause ist seine Frau Zamfi für das Kochen zuständig, mit Gemüse versucht sie es bei Stefan meist vergeblich. Matthias Riedl will das ändern. Zunächst soll ein Blutzuckersensor Stefan zeigen, was das Essen mit seinem Körper macht. Dann soll ein neues Ernährungskonzept dabei helfen, den Diabetes auszubremsen: viel pflanzliches Protein, blutzuckerstabilisierende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Hafer, Nüsse und Gemüse. Außerdem soll er weitestgehend auf Zucker verzichten, wenig süßes Obst essen und Fleisch nur selten. An Bord probiert Stefan sich durch neue Gerichte, von Overnight Oats bis zu einer Pizza mit Bohnenboden. Zu seiner Überraschung schmeckt ihm alles. Gegen Heißhunger gibt es zudem praktische Tricks wie Beeren-Eiswürfel oder ein Kopfmassagegerät. Mit diesen Werkzeugen soll Stefan lernen, impulsives Essen zu vermeiden und seinen Diabetes endlich in den Griff zu bekommen. Wie wird er sich der Herausforderung stellen?
21:15
Kathrin macht sich Sorgen um ihre geistige Gesundheit. Weil ihre Mutter an Alzheimer erkrankt ist und sie früh in die Wechseljahre gekommen ist, sucht sie ärztlichen Rat zur Demenzprävention. Bewegung, geistige Aktivität und Lebensstil rücken in den Fokus. Janet profitiert inzwischen deutlich von der bioidentischen Hormonersatztherapie. Sie fühlt sich stabiler, schläft besser und beginnt, ihre langjährige Einschlafhilfe schrittweise auszuschleichen. Katja bleibt trotz Sport, Ernährungsumstellung und Scheinfasten vor allem beim Thema Schlaf gefordert - Hitzewallungen begleiten sie weiter. Katrin zieht Bilanz: Das Scheinfasten war im Alltag schwer umzusetzen, Kontrollmessungen zeigen jedoch Erfolge bei Bauchfett und Muskelmasse. Andrea bleibt bei ihrer bewährten Medikation, hält ärztliche Kontrollen ein und wagt vorsichtig neue Schritte in Richtung einer neuen Partnerschaft. In der letzten Frauensauna wird klar: Einen einheitlichen Weg durch die Wechseljahre gibt es nicht.
22:00
Was ist los in Hessen? Die Sendung berichtet in informativen Beiträgen über das aktuelle Tagesgeschehen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
22:15
Hauptkommissarin Noémie Chastain (Laura Smet) und Romain Valant (Théo Costa-Marini) vernehmen Justine (Eloïse Rey), die ihren untergetauchten Vater Jean Casteran (Samuel Churin) zwar belastet - aber letztlich seine Unschuld beteuert. Romain Valant, damals zehn Jahre alt und mit den Verschwundenen befreundet, geht der Fall besonders nahe. Ein Tagebuch legt Missbrauchsbefürchtungen nahe, führt aber zu widersprüchlichen Vermutungen. Als Noémie erneut im Stausee tauchen lässt, kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall.
23:05
Kommissar Wisting (Sven Nordin) geht die Jagd nach dem entflohenen Serienmörder Kerr (Odin Waage) an die Substanz. Weder von dem Flüchtigen, noch von seinem mysteriösen Komplizen gibt es eine Spur. Mit allen Mitteln will Wisting nun verhindern, dass auch noch Kerrs Geliebte Mona (Kjærsti Odden Skjeldal) untertaucht. Nicht nur die Erfolglosigkeit bei der Suche, sondern auch fatale Fehler bei der Flucht entwickeln sich nun zu einem Problem. Die Boulevardpresse schießt sich auf die Ermittler ein und bezieht sich auf geleakte Videoaufnahmen von dem spektakulären Ausbruch. Wistings Tochter Line (Thea Green Lundberg), die das Material gedreht hat, möchte mit der Sache nicht zu tun haben. Sie verdächtigt den Olsoer Einsatzleiter Adrian Stiller (Kyrre Hellum) die öffentliche Aufmerksamkeit gezielt zu entfachen. Der Ärger treibt die investigative Journalistin zusätzlich an. Bei ihren Recherchen macht Line eine Entdeckung, die alles in ein neues Licht rückt.
23:50
Die ARD Crime Time beleuchtet in ihrer neuen Staffel den rätselhaften Mord an Hans Plüschke, einem ehemaligen Bundesgrenzschützer, der 1998 durch einen gezielten Kopfschuss getötet wurde. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Die Vorgeschichte dieses Cold Case führt zurück in die Zeit des Kalten Krieges, als Plüschke 1962 bei einem Feuergefecht an der innerdeutschen Grenze den NVA-Hauptmann Rudi Arnstadt erschoss. Die Staffel geht der Frage nach, ob Plüschkes Tod 1998 die späte Rache eines Stasi-Netzwerks oder das Ergebnis eines Raubmordes war. Am 14. August 1962 kommt es im Fulda Gap, einer strategisch wichtigen Schwachstelle, an der die NATO einen Einmarsch des Warschauer Paktes fürchtete, zu einem Feuergefecht. Dabei erschießt der Bundesgrenzschützer Hans Plüschke den NVA-Hauptmann Rudi Arnstadt. Während der Westen den Vorfall als Notwehr einstuft, erhebt die DDR schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung, vermutet ein Mordkomplott und schwört Rache. Rudi Arnstadt wird zum Volkshelden stilisiert. Der Fall hätte fast den Dritten Weltkrieg ausgelöst. Knapp drei Jahrzehnte später fällt die Mauer. Hans Plüschkes Identität bleibt aus Sicherheitsgründen all die Jahre geheim, bis er 1997 in einem Interview mit der Hessenschau zugibt, der Schütze gewesen zu sein. Sieben Monate später, am 15. März 1998, wird Plüschke tot aufgefunden - ein Schuss durch das rechte Auge, exakt an der Stelle, an der er Arnstadt einst traf. Der Fall Hans Plüschke beleuchtet nicht nur ein tragisches Einzelschicksal, sondern auch die anhaltende Spannung zwischen Ost und West, die sich tief in das kollektive Gedächtnis der Region eingegraben hat. Die Dokumentation zeigt, wie Vergangenheit und Gegenwart in einem ungelösten Mordfall aufeinandertreffen.