22:30
Deutschland steht offiziell fest an der Seite der Ukraine. Sanktionen sollen verhindern, dass westliche Technologie in russischen Waffen landet. Politik und Wirtschaft versichern immer wieder, dass Lieferketten unterbrochen seien. Doch stimmt das wirklich? Filmemacher Michael Höft und sein Team machen sich im kältesten Winter der Kriegsjahre auf den Weg nach Kyjiw. Der Himmel über der ukrainischen Hauptstadt wird fast jede Nacht vor allem von einer Waffe bedroht: der Drohne Geran-2. Diese Drohne wurde ursprünglich im Iran als Shahed-Drohne entwickelt und wird inzwischen in Russland selbst produziert. Immer wieder schlagen diese unbemannten Flugkörper in Wohnhäusern ein. Zivilisten sterben in ihren Wohnungen. Der Film folgt den Spuren deutscher Technologie von deutschen Industriegebieten über Zentralasien bis nach Russland und zeigt ein System aus Zwischenhändlern, Freihandelszonen und logistischen Schlupflöchern und stellt eine unbequeme Frage: Wenn Sanktionen den Krieg stoppen sollen, warum funktionieren die Lieferketten trotzdem weiter?
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Kaum ein Ereignis hat die evangelische Kirche in der DDR - und zugleich auch das Verhältnis zwischen Kirche und Staat - so sehr erschüttert wie die Selbstverbrennung des Pastors Oskar Brüsewitz am 18. August 1976 in Zeitz. 2026 jährte sich dieses Ereignis zum fünfzigsten Mal. Die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz verstärkte - ebenso wie die Ausbürgerung Wolf Biermanns im November 1976 - die Bereitschaft zu Kritik und Protest gegen die DDR-Diktatur. In seinem Dokumentarfilm "Der Störenfried - Ermittlungen zu Oskar Brüsewitz" hat der Rüsselsheimer Autor und Regisseur Thomas Frickel das "Zeichen von Zeitz" und seine Vorgeschichte unmittelbar nach dem Untergang der ehemaligen DDR aufgearbeitet. Dadurch strahlt der Film, der schon in seiner Entstehungszeit vielfältige Anerkennung gefunden hat, eine heute nicht mehr erreichbare Authentizität aus, und er hat seitdem nichts von seiner Aktualität verloren. 1992 wurde er im Rahmen des Deutschen Filmpreises ausgezeichnet, mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" bedacht und von der Jury der evangelischen Filmarbeit zum "Film des Monats" erhoben.