20:15
Daniel Krott bekommt im Urlaub aus heiterem Himmel höllische Schmerzen, so als würde ihm jemand mit dem Messer in die Fersen stechen. Wieder zurück zu Hause, schleppt er sich von Arzt zu Arzt, doch besser wird es nicht. Ganz im Gegenteil. Irgendwann kann er nicht mehr laufen. Bei einer Weisheitszahn-OP kommt es zu heftigen Komplikationen am Unterkiefer. Und warum ist er auf einmal so viel kleiner als früher? Sein schwerer Gang bis zur Diagnose beginnt.
21:00
Unsere Hände sind wahre Multifunktionswerkzeuge. Kein anderes Körperteil ist so beweglich, sensibel und gleichzeitig so belastbar. Aktuelle Studien zeigen, dass die Verbindung zwischen Hand und Gehirn entscheidend für unsere kognitive Gesundheit ist. Jede Berührung, jedes Anfassen erzeugt ein Feuerwerk im Gehirn. Feinmotorische Übungen und gezieltes Handtraining können helfen, neurodegenerativen Erkrankungen vorzubeugen oder sie abzumildern. Wie genau funktioniert das? Der Film begleitet Emma Bernhard bei den Westdeutschen Meisterschaften im Lead-Klettern. Die 22-jährige hessische Meisterin gehört zu den Top-Sportkletterinnen Deutschlands in den Disziplinen Lead-Klettern und Bouldern. Beim Klettern zählt jeder Hand-Griff. Doch was nach reiner Muskelarbeit aussieht, ist in Wahrheit ein komplexer Denkprozess. Das erfährt Emma, als sie die Sportpsychologin Dr. Lisa Musculus in der Sporthochschule Köln besucht, die ihr Kraft- und Planungspotenzial untersucht. Kletter-Profis erkennen schneller, was wichtig ist - zum Beispiel welche Griffe sie brauchen oder welche Route sie nehmen müssen - eine Kompetenz, die ihnen auch in anderen Lebensbereichen enorm hilft. Vor drei Jahren erlitt die 29-jährige Katharina Borck einen Schlaganfall und kämpft sich seitdem mit nur einer funktionsfähigen Hand zurück in ein eigenständiges Leben. An der Uniklinik Frankfurt könnte ihr eine neuartige Therapie helfen. Mit einem Neurostimulationsverfahren, das den motorischen Kortex gezielt ansprechen und stärken soll, versucht das Team um den Neurologen und Neurowissenschaftler Prof. Christian Grefkes-Hermann, die Bewegungsfähigkeit von Katharinas rechter Hand zu verbessern. Wird die Therapie gelingen? Die Hände von Uhrmachermeister Robert Hoffmann sind sein wichtigstes Werkzeug. Sie sind durch seine tägliche Arbeit feinmotorisch besonders geschult, ruhig und präzise. Sie können Bewegungen millimetergenau ausführen und spüren kleinste Unterschiede in Materialien oder Mechanik. In der Uhrenmanufaktur, in der Robert arbeitet, möchte der Entwicklungspsychologe Prof. Sebastian Suggate von der Universität Regensburg herausfinden, was in den Köpfen der Menschen passiert, die jeden Tag mit feinster Motorik arbeiten, und er startet eine Studie: Bringt eine hochentwickelte Feinmotorik Vorteile in bestimmten Bereichen der Intelligenz? Die Doku zeigt, warum es wichtig ist, die Hände ein Leben lang schulen.
21:45
Was ist los in Hessen? Die Sendung berichtet in informativen Beiträgen über das aktuelle Tagesgeschehen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
22:00
Die Schülerin Jessi (18) hat ein Date - nicht in der Disco, sondern sie macht sich auf in den nahe gelegenen Wald am Stadtrand. Kurze Zeit später ist sie tot. Zunächst trifft sie ein Carbon-Pfeil in den Oberschenkel, dann ein Messerstich mitten ins Herz. Als ein Jogger die Leiche am nächsten Tag findet, weist sie unter anderem Bißspuren auf und hat einen Zweig im Mund. Das saarländische Ermittlerteam um die Hauptkommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer) steht vor einem Rätsel, denn der Zweig im Mund weist auf einen alten Jägerbrauch hin. Handelt es sich um ein Ritualverbrechen? Zunächst ermitteln die Kommissare im schulischen Umfeld des Opfers, befragen Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitschülerinnen und Mitschüler. Denn aus Jessis Tagebuch geht hervor: Sie hatte eine heimliche Liebe. Auf der anderen Seite: Auch verschmähte Liebhaber gab es reichlich. Und plötzlich erscheint dann auch noch Adams Vater auf der Bildfläche: Robert Schürk, der gegen Ende der ersten Folge ("Das fleißige Lieschen") aus einem 15-jährigen Koma erwacht war, behauptet zu wissen, wer der Täter ist. Unterdessen führt eine weitere Spur die Hauptkommissarinnen Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) nach Frankreich. Gemeinsam kommt das Team einer Lösung näher.
23:30
Woran starben die drei Babys von Natalja M.? Über Jahre hinweg beschäftigen sich Polizei und Staatsanwaltschaft in Mittelhessen mit dieser Frage. Dreimal wird Natalja M. Mutter und immer wieder sterben die Kinder im Alter von wenigen Wochen. "Plötzlicher Kindstod" lautet die Erstdiagnose in allen Fällen. Auch die Obduktionen ergeben zunächst keine auffälligen Befunde. Doch der Gießener Rechtsmediziner Reinhard Dettmeyer bleibt hartnäckig: Drei solcher Unglücke in ein und derselben Familie? Das ist statistisch nahezu ausgeschlossen. Plötzlich steht die unfassbare Frage im Raum: Hat die Mutter Natalja M. ihre drei Kinder umgebracht? Und wenn ja, warum? War sie allein, gab es Mittäter? Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft beginnen mit ihren Ermittlungen. Da es keine Beweise gibt und auch keine Zeugen, brauchen die Ermittler ein Geständnis. Doch die Eltern schweigen. Sie scheinen noch immer geschockt und in Trauer versunken zu sein. Am 7. September 2011 werden die Eltern zu einer letzten Zeugenbefragung in die Polizeidirektion Limburg-Weilburg geladen. Für die Kriminalbeamten die letzte Chance, doch noch die Wahrheit herauszufinden.