20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Moderator Tobi Kämmerer erkundet bei seinem "Urlaubstrip" die Bergstraße - von einem historischen Bergwerk über den schwierigsten Klettersteig nördlich der Alpen bis zu einem Rittermahl im Schloss Auerbach. Dabei begegnet er unter anderem der Deutschen Weinprinzessin Katja Simon, einem traditionsreichen Eiscafé und einer Hofgut-Chefin, die Whiskey brennt. "Tobis Urlaubstrip: Bergstraße" zeigt die Region zwischen Seeheim, Weinheim und Lampertheim mit außergewöhnlichem Engagement, besonderen Persönlichkeiten, Genuss und viel Historie.
21:00
Wo kaufen Pop- und Rockstars, Profisportler und Scheichs ihre Autos? In Südhessen, in Viernheim. Eine Stadt mit 35.000 Einwohnern und einer Armutsquote, die über dem Bundesdurchschnitt liegt. Im Luxusautohaus von Omid Mouazzen gibt es keinen Wagen unter 350.000 Euro. Das teuerste Stück im Showroom: Ein Pagani Valkyrie für sechs Millionen. Omid Mouazzen hat den Betrieb gemeinsam mit seinem Jugendfreund Kervok Kazanjian gegründet und damit einen Traum realisiert, den die beiden schon seit ihrer Schulzeit hatten. Dabei ist der 38-Jährige in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Als er drei Jahre alt war, flüchtete seine Familie aus dem Iran nach Deutschland. Eine Zeitlang lebten sie zu fünft in einer Einzimmerwohnung. Heute hat er 20 Angestellte und ein eigenes YouTube-Studio in seinem Luxusautohaus. "In Viernheim machen wir Menschen glücklich - für einen Moment jedenfalls", so Omid Mouazzen.
21:45
Was ist los in Hessen? Die Sendung berichtet in informativen Beiträgen über das aktuelle Tagesgeschehen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
22:00
Jascha und seine Frau Vanessa sind glücklich. Zusammen mit ihrer Tochter Joy leben sie in der Nähe von Nürnberg. Wie viele junge Eltern stellen auch sie sich die Frage: Soll Joy noch ein Geschwisterchen bekommen oder ist die Familienplanung abgeschlossen? Das Paar hat sich viele Gedanken darüber gemacht und ist sich einig: Eigentlich ist ihre kleine Familie perfekt, so wie sie ist. Und damit sind die beiden beim Thema Verhütung. "Kondome sind auf Dauer nervig und die Pille hat so viele hormonelle Folgen für Frauen", meint der 34-jährige Jascha, "eine Vasektomie wäre die perfekte Lösung." Jascha steht jetzt vor einer großen Entscheidung:
22:30
Deutschland steht offiziell fest an der Seite der Ukraine. Sanktionen sollen verhindern, dass westliche Technologie in russischen Waffen landet. Politik und Wirtschaft versichern immer wieder, dass Lieferketten unterbrochen seien. Doch stimmt das wirklich? Filmemacher Michael Höft und sein Team machen sich im kältesten Winter der Kriegsjahre auf den Weg nach Kyjiw. Der Himmel über der ukrainischen Hauptstadt wird fast jede Nacht vor allem von einer Waffe bedroht: der Drohne Geran-2. Diese Drohne wurde ursprünglich im Iran als Shahed-Drohne entwickelt und wird inzwischen in Russland selbst produziert. Immer wieder schlagen diese unbemannten Flugkörper in Wohnhäusern ein. Zivilisten sterben in ihren Wohnungen. Der Film folgt den Spuren deutscher Technologie von deutschen Industriegebieten über Zentralasien bis nach Russland und zeigt ein System aus Zwischenhändlern, Freihandelszonen und logistischen Schlupflöchern und stellt eine unbequeme Frage: Wenn Sanktionen den Krieg stoppen sollen, warum funktionieren die Lieferketten trotzdem weiter?
23:15
Kaum ein Ereignis hat die evangelische Kirche in der DDR - und zugleich auch das Verhältnis zwischen Kirche und Staat - so sehr erschüttert wie die Selbstverbrennung des Pastors Oskar Brüsewitz am 18. August 1976 in Zeitz. 2026 jährte sich dieses Ereignis zum fünfzigsten Mal. Die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz verstärkte - ebenso wie die Ausbürgerung Wolf Biermanns im November 1976 - die Bereitschaft zu Kritik und Protest gegen die DDR-Diktatur. In seinem Dokumentarfilm "Der Störenfried - Ermittlungen zu Oskar Brüsewitz" hat der Rüsselsheimer Autor und Regisseur Thomas Frickel das "Zeichen von Zeitz" und seine Vorgeschichte unmittelbar nach dem Untergang der ehemaligen DDR aufgearbeitet. Dadurch strahlt der Film, der schon in seiner Entstehungszeit vielfältige Anerkennung gefunden hat, eine heute nicht mehr erreichbare Authentizität aus, und er hat seitdem nichts von seiner Aktualität verloren. 1992 wurde er im Rahmen des Deutschen Filmpreises ausgezeichnet, mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" bedacht und von der Jury der evangelischen Filmarbeit zum "Film des Monats" erhoben.