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Nachdem ihre Kaution verdoppelt wurde, erscheint es für die Verbliebenen jetzt unmöglich, auf Kaution freizukommen und nach Hause zurückzukehren. Michelle muss eine harte Entscheidung treffen und Ida erkennt, dass sie die Dinge selbst in die Hand nehmen muss, und zwar noch vor Prozessbeginn. Gibt es erst einmal ein rechtskräftiges Urteil, ist es für sie unmöglich, rauszukommen. Sie bittet Antonio, den Sohn einer Mitinsassin, um Hilfe und lädt Joakim, den Journalisten eines norwegischen Männermagazins, ein, sie im Gefängnis zu besuchen und sich ihre Geschichte anzuhören - in der Hoffnung, dass Norwegen ihr zu Hilfe kommt.
23:45
Angetrieben von Neuigkeiten, die alles verändern, zwingt sich Ida trotz ihrer Gewissensbisse dazu, gegen Michelle auszusagen, doch das Urteil fällt trotzdem vernichtend aus. Allein in ihrer Verzweiflung wird plötzlich Joakim zur wichtigsten Bezugsperson für Ida, in einer ambivalenten Mischung aus professionellem, journalistischem Interesse und einer immer größer werdenden, tiefergehenden Empathie für die junge Frau und ihr Schicksal. Doch auch er kann Ida in ihrem desolaten Zustand bald nicht mehr aufmuntern. Ida bekommt ihr Baby und plötzlich ist alles klar, sie muss raus aus dem Gefängnis, koste es was es wolle...