21:50
Becky ist an der Seite Matildas in die Hauptstadt zurückgekehrt, wo sie zum einen die Patientin liebevoll umsorgt, zum anderen Gelegenheit hat, ihre Bekanntschaft mit Rawdon zu vertiefen. Als die zweite Lady Crawley tödlich verunglückt, eilt ihr Witwer Sir Pitt umgehend nach London, da er um Beckys Hand anhalten möchte. Doch er kommt zu spät, Becky und Rawdon haben sich heimlich vermählt. Als Matilda davon erfährt, bricht sie mit ihrem Lieblingsneffen und seiner jungen Frau und lässt die beiden mittellos dastehen. Amelias Vater hat sich verspekuliert und sein gesamtes Vermögen verloren. Mr. Osborne, der Vater von Amelias Verlobtem George, möchte, dass die Verlobung aufgehoben wird. Und George, der finanziell völlig von seinem Vater abhängig ist, wäre fast bereit, sich dem väterlichen Gebot zu fügen. Allerdings wird er von Rawdon, der sich nun offen zu Becky bekennt, und vor allem von seinem Freund Dobbin gedrängt, zu seinem Verlöbnis zu stehen. Und so versammeln sich Rawdon, Becky, Dobbin und das Brautpaar zu einer stillen Eheschließung, die bereits im Schatten des Krieges steht, denn Napoleon ist aus Elba zurückgekehrt. Auf Rawdon, Dobbin und George wartet der Marschbefehl...
22:35
Becky und Rawdon sind froh, dass der anstehende Krieg auf dem Kontinent ihre Abreise erfordert, denn so können sie sich elegant vor ihren Gläubigern aus dem Staub machen. Bei Amelia und George sieht es anders aus, sie bangt um das Leben des über alles geliebten Mannes und er hat nie einen Gedanken daran verschwendet, dass er als Soldat je in den Krieg müsse. Sein Freund Dobbin versucht, den alten Osborne zu einer Versöhnung mit seinem Sohn zu bewegen, doch der bleibt hart, streicht Georges Namen aus der Familienbibel und aus seinem Testament. Die einmalige Zahlung von 2.000 Pfund verprasst George in Windeseile am Spieltisch. Denn in Brüssel feiern die englischen Offiziere und ihre Frauen rauschende Feste. Becky ist die Königin dieser Bälle, umschwärmt von Generälen und nun auch von ihrem einstigen Widersacher George, der ihr mehr und mehr den Vorzug vor seiner zwar liebenden, aber weinerlichen Frau gibt. Dobbin verhindert in letzter Minute den Ehebruch und sorgt für eine Versöhnung der Osbornes am Morgen vor der Schlacht von Waterloo.
23:25
Die schönen Zeiten in Brüssel währen nicht ewig. Napoleon rückt in Richtung der Stadt vor und die große Schlacht beginnt. Immer wieder entbrennt sie von Neuem und fordert auf beiden Seiten einen ungeheuren Blutzoll. Derweil versuchen die in Brüssel verbliebenen Briten, so schnell wie möglich zu türmen. Auch Amelias feiger Bruder Jos, der versprochen hatte, bei seiner Schwester zu bleiben, kauft Becky zu einem hohen Preis Rawdons Pferde ab und gibt Fersengeld. Allein Becky schaut sich das heillose Durcheinander gelassen an. Und tatsächlich kehrt ihr Rawdon unversehrt und dekoriert aus der Schlacht zurück, ebenso Major Dobbin, Amelias heimlicher Verehrer. George jedoch fällt in letzter Minute und lässt die schwangere Amelia allein und ohne Mittel zurück. Dobbin versucht erneut, Georges Vater milde zu stimmen, jedoch ohne Erfolg. Als er Amelia dann bei ihren Eltern besucht, erfährt sie zu ihrer großen Erschütterung, dass nicht George, sondern ihr treuer Verehrer Dobbin ihr Klavier einst aus der Konkursmasse ihres Vaters ersteigert hat. Als sie ihm unmissverständlich klarmacht, dass ihr Herz niemals jemand anderem außer George gehören werde, verpflichtet Dobbin sich in der indischen Kolonialarmee.