21:45
Nachrichten - Berichte - Wettervorhersage
22:00
In jeder Folge von "Find The Liar, Mittermeier" empfängt Comedian Michael Mittermeier vier prominente Studiogäste. Er weiß nicht, wer kommt - er weiß nur: Jeder Gast hat eine fantastische Geschichte im Gepäck, entweder tatsächlich selbst erlebt oder völlig frei erfunden. Der Gastgeber muss im Gespräch und mithilfe zweier Publikumsjoker herausfinden, was Wahrheit und was Lüge ist. Damit ihm das nicht gelingt, ziehen seine Gäste wirklich alle Register. Sie haben etwa eine Bühnen-Performance vorbereitet oder legen Beweise wie Fotos und Urkunden vor. Aber Vorsicht: Selbst diese können gefälscht oder bearbeitet sein. Wer es schafft, Michael Mittermeier aufs Glatteis zu führen, erhält eine Trophäe, den begehrten Holzmichel. In der sechsten Folge von "Find The Liar, Mittermeier" begrüßt Michael Mittermeier seine Gäste: Schauspieler und Moderator Max Schmidt, die Comediennen Mirja Regensburg und Nicole Jäger sowie Starkoch Ali Güngörmüs. Jeder hat eine unglaubliche Geschichte mitgebracht: Ist es wahr, dass der Schmidt Max der persönliche Chauffeur von Roger Moore war? Hat Mirja Regensburg tatsächlich mit 17 Jahren bei einem Sex-Unfall ein Stück ihres Ohres verloren? Wurde Nicole Jäger von einer Nachbarin gestalkt? Und hat Ali Güngürmüs "schmackhaften" Käse aus einer alten Schuhsohle hergestellt? Michael Mittermeier muss sich als Lügenspürhund beweisen: Welche Geschichte ist erfunden, und welche ist tatsächlich passiert?
22:45
Die Themen der Sendung:
23:15
Mario Adorf: Bösewicht und Gentleman. Es heißt, er sei der bekannteste und auch der beliebteste Schauspieler Deutschlands. Sohn eines Italieners und einer Deutschen, geboren in der Schweiz. Einer der ersten großen deutschsprachigen internationalen Stars der Nachkriegszeit. Gleich seine erste große Rolle bringt ihm das Filmband in Gold als bester Nachwuchsdarsteller ein, sein Durchbruch als Filmschauspieler mit 27 Jahren: der Serienmörder Bruno Lüdke in "Nachts wenn der Teufel kam". Erste kleinere Filmrollen hat er schon früher. Adorf besucht die Otto-Falckenberg Schauspielschule in München, spielt Theater an den Münchner Kammerspielen. Viele Jahre ist Adorf auf Bösewichter abonniert wie etwa den Banditen Santer. Dass der Winnetous Schwester Nscho-tschi erschießt, vergibt das Publikum Adorf auf Jahre nicht. Adorf drehte auch italienische Western und Gangsterfilme, für seine spezielle Statur fand sich oft kein passender Stuntman. Also erledigte er waghalsige Stunts meist selbst. Sein Arbeitspensum in den Sechziger und Siebziger Jahren ist enorm, Adorfs Repertoire an Typen beachtlich. Den skurril-charmanten Gangster gibt er in "Die Herren mit der weißen Weste", an seiner Seite: Hannelore Elsner. Auch die Regisseure des Jungen Deutsche Films, etwa Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff, schätzen Mario Adorf in den 70er-Jahren. Bis heute wirkt der Ruhm des Oscar-Gewinner-Films "Die Blechtrommel" nach. Adorf glänzt dort als Nazi-Vater Alfred Matzerath. Mario Adorf mausert sich zum Prototyp eines Kosmopoliten, lebt und pendelt im Laufe der Jahre zwischen Italien, Frankreich und Deutschland, spricht vier Sprachen fließend. Immer wieder spielt er Italiener, im italienischen und natürlich auch im deutschen Film. Der Prominenten-Wirt Paolo Rossini, eigentlich eine Ansammlung von Klischees. Dennoch bleibt die Figur im Gedächtnis hängen, der Regisseur Helmut Dietl hat die komödiantische Seite von Adorf gut verstanden. Adorf hat alles erreicht. Über 150 Arbeiten für das Kino und das Fernsehen in 60 Jahren, unzählige Theater-Engagements, er ist einer der meistausgezeichneten deutschen Schauspieler. Dazu schrieb er auch noch erfolgreiche Bücher.
23:30
Das italienische Nobelrestaurant "Rossini" wird Abend für Abend von Stammgästen besucht, die bei aller Verschiedenheit eines gemeinsam haben: Sie sind Singles und haben "ihr" Lokal längst für sich zu einem zweiten Zuhause gemacht - das Restaurant als Wohnzimmer und Büro, als Forum ihrer Selbstdarstellung und als Bühne für erotische Lust- und Trauerspiele. Zu ihnen zählen ein vielbeschäftigter Schönheitschirurg; eine allem Anschein nach mannstolle Journalistin; ein Filmproduzent von lautstarker Jovialität, dem drei Banker den Dispokredit glattziehen wollen; ein Lyriker, der im Bordell lebt; eine schöne Frau namens Valerie; ein nervöser Allergiker, der vor seiner vierten Ehescheidung steht; ein Misanthrop, der nur im Séparée speist; der Wirt - und natürlich das Personal. Das BR Fernsehen zeigt "Rossini" zu Ehren von Mario Adorf, der am 08. April 2026 gestorben ist.