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TV Programm für BR Süd am 07.10.2026

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Die Tricks mit Waschmittel, Weichspüler und Co. 22:00

Die Tricks mit Waschmittel, Weichspüler und Co.

Konsumentenmagazin

Eine NDR-Recherche deckt auf, was hinter den Marketingtricks der Waschmittelindustrie steckt, und wie Verbraucher zum Kaufen animiert werden. Die Produktvielfalt in den Regalen ist riesig: von Flüssigwaschmitteln über Pulver bis hin zu Kapseln, Pods und sogar Waschblättern. Bei allen Produkten versprechen die Hersteller beste Waschergebnisse. Welches wirklich am besten wäscht, offenbaren Tests an der Hochschule Niederrhein. Waschmittel sollen allerdings längst nicht mehr nur die Kleidung reinigen. Gut riechen sollen die Produkte auch. Parfümierte Waschmittel werden oft mit "Aromatherapie" oder "Deo-Frische" beworben. Doch Verbraucherschützer warnen: Duftstoffe sind gesundheitlich nicht unbedenklich und in großen Mengen kritisch für die Umwelt. Vieles, was die Industrie als Innovation verkauft, wird für saubere Wäsche nicht gebraucht - im Gegenteil. Besonders besorgniserregend: Waschmittelinhaltsstoffe wie Phosphonate oder Flüssigkunststoffe gelangen über Kläranlagen in die Flüsse und können dort zu Umweltschäden führen. Neueste Forschungen legen sogar nahe, dass das umstrittene Glyphosat in Gewässern teilweise durch Abbauprozesse von Waschmittelbestandteilen entsteht. In "Die Tricks mit Waschmittel, Weichspüler und Co." finden Anna Planken und Jo Hiller heraus: Nicht alles, was duftet, reinigt auch. Und nicht alles, was glänzt, ist gut für Gesundheit oder Umwelt. Wer auf überflüssige Zusätze verzichtet und Waschmittel richtig dosiert, wäscht nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger.

Danach

BR Story 22:45

BR Story: Trügerische Etiketten - Chinas Modemafia in Europa

Recht und Kriminalität

In deutschen Fußgängerzonen und auf Wochenmärkten kommt man nicht daran vorbei: Überall wird Kleidung mit dem Label "Made in Italy" verkauft, zu Billigpreisen. Was steckt dahinter? Danilo Ceccarelli, "Senior Coordinator" der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO, sagt dazu: "In den letzten 20 Jahren hat sich ein verborgenes System chinesischer Organisationen in der europäischen Textilindustrie ausgebreitet. Niemand hat es gemerkt, auch wir nicht." Die Suche nach diesem System führt zunächst in die alte toskanische Textilstadt Prato. Hier werden traditionell edle Stoffe für italienische Mode hergestellt; das Label "Made in Italy" ist hier seit Generationen in erster Linie ein Qualitätsversprechen. Aber hier entstand auch das chinesische Fast-Fashion-System, das sich in ganz Europa ausgebreitet hat. In Fabrikhallen wird hier unter weitgehend unkontrollierten Arbeitsbedingungen Massenware für den europäischen Markt produziert. Mitten in der EU, mit dem attraktiven Label "Made in Italy". Längst haben die Summen, um die es geht, vor Ort zu einer spezifischen Form von Gewalt und Kriminalität geführt. Im sogenannten "Kleiderbügelkrieg" kommt es regelmäßig zu Bedrohung, Einschüchterung und Schutzgelderpressung; auch einige Mordfälle werden dem Milieu der Fast Fashion zugerechnet. Ermittler und investigative Journalisten gehen davon aus, dass die chinesische Mafia dabei eine entscheidende Rolle spielt. Unterstützung bei der Bekämpfung des "Systems Prato" kommt jetzt von ganz anderer Seite; neuerdings gibt es Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) wegen Schmuggels und Zollbetrugs. Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team gehen davon aus, dass der EU seit Jahren Milliarden Euro an Importzöllen und Steuern entgehen. Denn die Stoffe für die Billigmode aus Prato kommen aus China und werden in die EU geschmuggelt, in der Regel über Häfen, die dank der Seidenstraßen-Initiative der chinesischen Regierung bereits teilweise oder mehrheitlich China gehören. Dabei werden Schwachstellen in den Zollbehörden und verschiedene eher laxe EU-Handelsregeln gezielt ausgenutzt. Im Hafen von Piräus, der mehrheitlich dem chinesischen Staatskonzern COSCO gehört, hat die EPPO im Rahmen der "Operation Calypso" vor einigen Monaten über 2.400 Container aus China beschlagnahmt, korrupte Zöllner und Zwischenhändler verhaftet und der organisierten Kriminalität einen Schaden von über 700 Millionen Euro zugefügt. "Das war erst der Anfang", sagt Staatsanwalt Ceccareli. Mittlerweile wird das "System Prato" auch als Blaupause für große Produktionsstätten außerhalb von Paris und Madrid genutzt. Und wie sehr sich die illegalen chinesischen Organisationen in Italien etabliert haben, zeigt ein Phänomen, das selbst erfahrenen Mafiajägern die Sprache verschlägt: Mithilfe des Fast Fashion Handels wird europaweit Geld gewaschen, auch das der italienischen Mafia. Der zuständige Staatsanwalt in Prato, Luca Tescaroli, spitzt das so zu: "Jeder, der in Europa ein Modestück von diesen Produzenten kauft, muss wissen, dass er damit die Mafia unterstützt". Filmautor Dominik v. Eisenhart-Rothe begleitet EU-Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team bei ihren Ermittlungen und Aktionen. Es geht um nicht weniger als Korruption und Wirtschaftskriminalität in gigantischem Ausmaß und um chinesische organisierte Kriminalität, die über Leichen geht.

Charlotte Link - Meisterin des Thrills 23:30

Charlotte Link - Meisterin des Thrills

Künstlerinnenporträt

Charlotte Link ist seit Jahren die erfolgreichste Krimi-Autorin Deutschlands. Ihre Bücher erreichen Millionenauflagen, werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und fürs Fernsehen verfilmt. Wer ist die Frau hinter den Bestsellern? Und wie fesselt sie ihr Publikum, so dass viele die Bücher nicht mehr aus der Hand legen können? Ein Filmteam begleitet Charlotte Link nach Frankreich, wo sie ihre Ferien verbringt und sich Inspirationen für ihre Krimis holt, und in ihr Haus in Bayern. Die Autorin begann mit 16 Jahren zu schreiben und bereits mit Anfang 20 hat sie mehrere historische Romane veröffentlicht. Als junge Frau musste sie mit zahlreichen Vorurteilen kämpfen - und erarbeitete sich mit viel Fleiß und Disziplin ihre große Karriere. Die Auseinandersetzung mit Schmerz und Leid ist zentral für Charlotte Links Schreiben: Ihr persönlichstes Buch widmete sie ihrer Schwester, die mit knapp 46 Jahren an Krebs starb. Gemeinsam engagierten sich die beiden seit ihrer Jugend im Tierschutz. Bei ihrem Besuch einer Auffangstation für Hunde, Katzen und Pferde in Polen wird deutlich: Empathie und Intuition sind die wichtigsten Eigenschaften - für die Schriftstellerin Charlotte Link ebenso wie für ihre Hauptfigur, die Ermittlerin Kate Linville. In ihren Krimis schaut Charlotte Link hinter die Fassaden, in die Seelen von Opfern, Tätern oder Mitwissern, und gerade dieses tiefe Verständnis fasziniert ihre Leserinnen und Leser.