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TV Programm für ARD-alpha am 04.09.2026

alpha-centauri 04:10

alpha-centauri: Gibt es Astronomie ohne Fernrohr?

Astronomie

Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Außerdem ist er Mitglied der Kommission "Astronomie in Unterricht und Lehramt". Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.

Space Night 04:25

Space Night: Earth as Art

Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.

nano 05:00

nano

Magazin

Die Welt von morgen

Bob Ross - The Joy of Painting 05:30

Bob Ross - The Joy of Painting: Pastel Seascape

Malerei

"Jeder Mensch ein Künstler!" Dies berühmt-berüchtigte Motto von Joseph Beuys könnte auch von Bob Ross (1942-1995) stammen. Allein, der amerikanische Fernsehmaler hat - anders als Beuys - keine großen sozialen und politischen Revolutionen im Sinn. Bob Ross will "nur" die einzelnen Menschen glücklicher machen, und das heißt, zu potenten Malern, die ihre eigene Welt erschaffen. Er will uns zeigen: Ein kleiner Künstler steckt in jedem von uns, wir müssen ihn nur herauslassen. Und das geschieht, indem wir lernen, das Malen zu lernen und das Lernen dabei nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck begreifen - Spaß dran finden. Bob Ross wurde 1942 in Daytona Beach, Florida, als Sohn eines Zimmermanns geboren. Er studierte an verschiedenen amerikanischen Colleges Malerei und entdeckte schließlich seine spezifische Malweise: die Nass-auf-Nass-Methode. Nachdem er diese Technik gründlich ausgebaut und etliche Hilfsmittel und Tricks erprobt hat, fing er an, auch anderen beizubringen, wie man damit schöne Landschaftsbilder kreieren kann. Er reiste seit 1981 quer durch die Vereinigten Staaten, um diese Technik vorzustellen. Zwei Jahre später produzierte er die ersten Malkurse im Fernsehen: "The Joy of Painting" wurde zu einem Riesenerfolg. Mit freundlich säuselnder Stimme macht Bob Ross seinen Zuschauern Mut, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Schritt für Schritt macht er vor, wie sie ihre Leinwand im Nu mit "heiteren kleinen Wölkchen" oder "fröhlichen kleinen Bergen" und Hütten bereichern und so ihre eigene Welt schaffen können. Das kommt an, seit 1983 reißen die Ross-Serien gar nicht mehr ab. Sein Fernseh-Malkurs ist ein gigantisches Unternehmen, das Millionen von Ross-Schülern mit dem nötigen Malwerkzeug, Anleitungsbüchern und Videos ausstattet. Bob Ross starb 1995 mit gerade einmal 52 Jahren in New Smyrna Beach, Florida, an Krebs. Seine Fernsehshow aber lebt weiter. Inspiriert von Ross hat eine Freundin von ihm, Annette Kowalski, selbst eine Methode entwickelt, wie man Blumen malt.

Portugal: Land, Leute und Sprache 06:00

Portugal: Land, Leute und Sprache: Tras-os-Montes

Geografie

Mehrteiler über Land und Leute in Portugal mit kleinem Sprachkurs. Porträt des südeuropäischen Landes Portugal: Sehenswürdigkeiten, landschaftliche Impressionen, historische und kulturhistorische Anmerkungen. Porträt der Landschaft Tras-os-Montes im Nordosten Portugals mit Reisebericht.

TELEKOLLEG Französisch 06:30

TELEKOLLEG Französisch: Esquisses de France - En Normandie

Französisch

Ausgewählte Regionen Frankreichs werden in diesen musisch-akzentuierten Dokumentationen in ihrer geographischen, gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheit dargestellt. Landschaftliche Schönheiten gehören ebenso dazu wie Zentren wirtschaftlicher Bedeutung, Stätten der bildenden Kunst oder Schauplätze der Literatur. Interviews mit Franzosen verschiedenster Lebensbereiche vermitteln zusätzlich ein authentisches Bild von "Frankreich heute". Die formale Gestalt der Sendereihe orientiert sich bewusst an der Skizze, deren Reiz gerade darin besteht, dem Betrachter eine Anregung zu eigenen weiterführenden Entdeckungen zu geben. Die Sendungen werden in französischer Sprache ausgestrahlt.

GRIPS Deutsch 07:00

GRIPS Deutsch: Körpersprache

Dokumentation

Mit dem Programm GRIPS vermittelt ARD-alpha eine umfassende Grundbildung und das Basiswissen für die Prüfung zum Hauptschulabschluss und zum Quali. Die Lektionen sind praxisorientiert und zeigen im Alltag, wie das Wissen angewendet wird. Vor Ort erklären junge Hauptschullehrer in einem Lerndialog mit Schülern die einzelnen Lernschritte. Das Programm deckt in der ersten Stufe in jeweils rund 40 Lektionen die Grundlagen in Mathematik, Deutsch und Englisch ab. Die Fernsehfilme werden im Internet (ARD-alpha.de/grips) zu einem neuartigen Lernprogramm erweitert, das die Stärken des Films mit interaktivem Lernen und Üben kombiniert. Die Kernzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die diese Abschlüsse nachholen wollen. Die zweite Zielgruppe sind Schüler, Lehrer und Eltern, die das Angebot als Unterrichtsbegleitung nutzen wollen. Das Angebot richtet sich zugleich an alle Bildungsinteressierten, die ihr Wissen auffrischen bzw. vertiefen wollen.

GRIPS Deutsch 07:15

GRIPS Deutsch: Bewerbungsgespräch

Dokumentation

Mit dem Programm GRIPS vermittelt ARD-alpha eine umfassende Grundbildung und das Basiswissen für die Prüfung zum Hauptschulabschluss und zum Quali. Die Lektionen sind praxisorientiert und zeigen im Alltag, wie das Wissen angewendet wird. Vor Ort erklären junge Hauptschullehrer in einem Lerndialog mit Schülern die einzelnen Lernschritte. Das Programm deckt in der ersten Stufe in jeweils rund 40 Lektionen die Grundlagen in Mathematik, Deutsch und Englisch ab. Die Fernsehfilme werden im Internet (ARD-alpha.de/grips) zu einem neuartigen Lernprogramm erweitert, das die Stärken des Films mit interaktivem Lernen und Üben kombiniert. Die Kernzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die diese Abschlüsse nachholen wollen. Die zweite Zielgruppe sind Schüler, Lehrer und Eltern, die das Angebot als Unterrichtsbegleitung nutzen wollen. Das Angebot richtet sich zugleich an alle Bildungsinteressierten, die ihr Wissen auffrischen bzw. vertiefen wollen.

Willi wills wissen 07:30

Willi wills wissen: Was hat man, wenn man Krebs hat?

Kindermagazin

Was hat man, wenn man Krebs hat? Jeder ist mal krank. Meistens ist es nichts Ernstes. Eine ordentliche Erkältung, Fieber, ein verdorbener Magen. Nach ein paar Tagen ist alles vorbei und vergessen. Anders ist das bei Menschen, die Krebs haben. Krebs ist eine Krankheit, die nicht einfach so weg geht und an der man auch sterben kann. Fast jeder kennt einen Menschen, der an Krebs erkrankt ist. Was genau das bedeutet, das will Reporter Willi herausfinden. Oliver ist 18 Jahre alt und hat Knochenkrebs. Vor ungefähr 4 Monaten hat er erfahren, dass er einen Tumor im Fußknöchel hat. Eine Chemotherapie soll die bösartigen Krebszellen besiegen. Willi begleitet ihn in die Universitätskinderklinik in Mannheim zur Blut-Abnahme. Regelmäßig wird hier Olivers Blut untersucht, um zu überprüfen, wie er die starken Medikamente gegen die Krankheit verträgt. Damit die Kinder auf der Krebsstation nicht vor lauter Krankheit das Leben und Lachen vergessen, kommen einmal pro Woche die Klinikclowns Julia, Nadine und Nicole vorbei. Die drei wissen, wie nötig Aufmunterung für die Patienten ist. Nicole war selbst als Kind an Krebs erkrankt. Ein Bein musste ihr abgenommen werden, seither trägt sie eine Prothese. Raffaela ist 9 Jahre alt und hat Blutkrebs. Genau wie bei Oliver, soll eine Chemotherapie die Krebszellen besiegen, wie Willi von Dr. Matthias Dürken erfährt. Damit die Flüssigkeit auch ins Gehirn und Rückenmark gelangt, bekommt sie eine Lumbalpunktion, eine Spritze in den unteren Rücken. Tapfere Raffaela! Um zu erfahren, was man gegen Krebs tun kann, geht Willi ins Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Professor Krammer ist einer von 735 Forschern, die hier arbeiten, um die Krankheit in den Griff zu kriegen. Zum Schluss lernt Willi beim Spaghetti essen noch Olivers Mutter und jüngeren Bruder Patrick kennen und erfährt: Nicht nur der Patient selber hat unter der Krankheit zu leiden, das Leben der gesamten Familie wird durcheinander gebracht. Patrick hat eine wichtige Botschaft an seinen großen Bruder, die für alle Betroffenen gilt: Durchhalten! Willi wills wissen" ist eine Produktion der megaherz film und fernsehen im Auftrag des Bayerischen Rundfunks mit dem FWU.

Shaun das Schaf 07:55

Shaun das Schaf: Krach auf dem Dach

Animationsserie

Ein ferngesteuertes Flugzeug rast in die Antenne auf dem Dach des Bauernhauses und fliegt mit ihr davon. Ausgerechnet als die Schafe durchs Fenster ein Fußballspiel im Fernsehen sehen wollen! Doch Shaun hat eine Idee, wie er wieder Leben in die schwarze Mattscheibe bringen kann.

3 Paare, ein Ziel - Wir wollen heiraten 08:00

3 Paare, ein Ziel - Wir wollen heiraten: Unser Tag

Familie und Erziehung

Viele Paare verfolgen gemeinsame Ziele. Aber was, wenn das große Vorhaben nicht gelingt? Hält die Beziehung das aus? In der zweiten Staffel der ARD-Mediatheks-Serie "3 Paare, ein Ziel" geht es um die Hochzeit von Sandra und Ringo, Cansu und Sertan und Morin und Roman. Sie alle träumen von einem perfekten Tag, aber bis es so weit ist, kann noch einiges schiefgehen. Auf diesem emotionalen und spannenden Weg dürfen wir die drei Paare begleiten und zusammen hoffen und bangen, lachen und weinen Sandra und Ringo leben in München und sind seit neun Jahren ein Paar. Doch manchmal werden sie komisch angeschaut, denn Ringo ist über 20 Jahre älter als Sandra. Als Ringo vor zwei Jahren nach einem Darmdurchbruch im Koma liegt und nur knapp überlebt, entscheiden sich die beiden, endlich zu heiraten. Doch am Abend vor der Hochzeit droht das Fest wegen Ringos Gesundheitszustand zu platzen. Seit zwei Jahren sind Cansu und Sertan aus Nürnberg ein Paar, aber sie leben jeder noch bei den Eltern. Erst nach der Hochzeit werden sie zusammenziehen. Bis dahin gibt es einiges zu tun: erst die standesamtliche Hochzeit, dann die Henna Nacht und die große traditionelle türkische Hochzeit mit 400 Gästen. Die beiden stehen unter Druck, alle Erwartungen zu erfüllen. Und parallel dazu müssen die beiden auch noch ihre erste gemeinsame Wohnung einrichten. Auch Morin und Roman wollen sich endlich das Ja-Wort geben. Sie leben mit ihren drei Kindern in Kemberg, nördlich von Leipzig. Die älteste Tochter hat Morin aus einer vorherigen Beziehung mitgebracht und im Herbst haben sie ihr drittes Kind bekommen. Vor der Geburt wurden nur die Ringe bestellt und der Termin fixiert. Jetzt, mit einem Säugling, soll innerhalb vier Monaten die Hochzeit geplant werden. Dabei ist das Budget klein, denn die beiden renovieren gerade auch noch ihr Haus.

Tele-Gym 08:35

Tele-Gym: Yoga-Pilates-50plus

Fitness

Panoramabilder 08:50

Panoramabilder

Kamerafahrt

Schnittgut. Alles aus dem Garten 10:00

Schnittgut. Alles aus dem Garten: Chayote - Gemüsegarten für den Balkon - Tomatenvielfalt

Infomagazin

Mit Tipps für die Gartenpraxis und die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen. Einen Schwerpunkt bilden Berichte über Pflanzen und Filme über die schönsten Gärten der Welt.

aktiv und gesund 10:30

aktiv und gesund: Verarbeitete Lebensmittel - Selbstheilungskräfte - SUP-Polo

Fitness

Nordtour 11:00

Nordtour

Tourismus

ARD Room Tour 11:45

ARD Room Tour: Familie saniert altes Kirchengemeindehaus

Haus/Bauen/Wohnen

Auf der ARD Room Tour öffnen Bewohnerinnen und Bewohner die Tür zu ihrem Zuhause und führen durch ihren privaten Lebensraum.

Tagesgespräch 12:05

Tagesgespräch

Gespräch

Im Tagesgespräch können Zuschauer einem kompetenten Studiogast Fragen zu einem aktuellen Thema stellen und ihre Meinung äußern. Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und Sport - im Tagesgespräch debattieren wir über alle gesellschaftlich wichtigen Bereiche.

Tele-Gym 13:00

Tele-Gym: Prävention Osteoporose

Fitness

Tele-Gym 13:15

Tele-Gym: Happy Balance

Fitness

Happy Balance ist ein sanftes, funktionelles Ganzkörpertraining, das ganz besonders unsere Faszien anspricht. Die Faszien hüllen jeden Muskel, jede Muskelfaser, Knochen, Nerven, Venen und Organe ein und durchziehen unseren ganzen Körper. Sie bilden ein Netzwerk aus Bindegewebe, halten all diese Strukturen einzeln für sich fest und umhüllen und verbinden sie wie ein Ganzkörperanzug! Neue Erkenntnisse belegen die große Formbarkeit und Lebendigkeit dieses Bindegewebes. Um Verspannungen, Verklebungen sowie Verletzungen vorzubeugen und eine gute Figur zu erzielen, müssen sämtliche Strukturen gegeneinander beweglich und gleitfähig bleiben. Genau das kann trainiert werden, TELE-GYM-Profi Johanna Fellner hat die besten Übungen für Sie zusammengestellt. Dynamische Ganzkörperübungen verbessern das Zusammenspiel von Muskeln und Gehirn, das macht automatisch erfrischend wach und mental aktiv. Denn wenn viele unserer Muskelgruppen gleichzeitig angesteuert werden, ist die Konzentration gefragt! Außerdem fördern Sie mit Balance- und Rotationsübungen Ihre Koordination und das Gleichgewicht, dynamische Hoch-Tief-Bewegungen bringen Ihren Kreislauf in Schwung. In jeder der acht abgeschlossenen Übungseinheiten wird Ihr ganzer Körper mobilisiert, gestärkt und entspannt. Alle Trainingsblöcke lassen sich beliebig untereinander kombinieren und so Ihrem Zeit- und Energiebudget optimal anpassen. "Happy Balance" weckt Ihre Sinne, bringt Energie, formt Ihre Figur, ist gut für die Gelenke und den Rücken und tut einfach gut!

nano 13:30

nano

Magazin

Die Welt von morgen

Hirschhausen und die Deepfake-Mafia 14:00

Hirschhausen und die Deepfake-Mafia

Recht und Kriminalität

Deepfakes, organisierter Online-Betrug und eine kaum kontrollierbare Macht über unsere Daten: Die neue ARD/WDR-Dokumentation "Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" legt ein kriminelles System offen, das gezielt mit der Gesundheit und dem Vertrauen von Menschen spielt. In einer umfassenden investigativen Recherche folgt Eckart von Hirschhausen den Spuren einer global agierenden Betrugsindustrie-von Deutschland bis nach Brasilien - und legt die Strukturen internationaler Datenhändler offen. Ausgangspunkt sind tausende Fälle von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die durch täuschend echt wirkende KI-generierte Werbevideos-unter anderem mit von Hirschhausens Gesicht und Stimme-zum Kauf vermeintlicher Gesundheitsprodukte verleitet worden sind. Die Dokumentation zeigt, wie perfide diese Masche funktioniert: Mit emotionaler Manipulation, gezielter Datenauswertung und professionell organisierten Callcentern werden insbesondere ältere und gesundheitlich belastete Menschen angesprochen und unter Druck gesetzt. Menschen, die den Versprechen vertraut haben, berichten von finanziellen Verlusten, Scham und dem Gefühl, allein gelassen zu werden. Eckart von Hirschhausen zeigt, wie schwer es ist, Täter zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen und wie kriminelle Netzwerke bestehende Lücken im System gezielt ausnutzen. Eckart von Hirschhausen: "Durch die explosive Entwicklung von künstlicher Intelligenz wird es im Netz unmöglich zu erkennen, was echt ist, und was Lüge. Das zerstört das Vertrauen in Menschen, in die Wissenschaft und die Demokratie. Deshalb mache ich diesen Film. Meine Stimme gehört mir, mein Gesicht auch. Wir brauchen dringend verbindliche Regeln gegen die kommerziellen Plattformen. In der ARD gibt es zum Glück noch echte Nachrichten, echte Reportagen von echten Menschen für echte Menschen." Für die Recherche trifft von Hirschhausen einen Whistleblower, der Einblicke in die Arbeitsweise internationaler Callcenter gibt, in denen gezielt deutsche Kunden angesprochen werden. Trainingsmaterial und Gesprächsmitschnitte belegen: Verkäufer werden systematisch geschult, um Ängste von Patientinnen und Patienten auszunutzen und mit falschen Heilsversprechen Kasse zu machen. Gleichzeitig wird deutlich, wie komplex die Firmenstrukturen sind, die sich über mehrere Länder erstrecken und sich somit gezielt der Strafverfolgung entziehen. Die Dokumentation beleuchtet zudem die zentrale Rolle großer Tech-Plattformen und der digitalen Werbeindustrie. Persönliche Daten-von Gesundheitsinteressen, über sensible Lebenssituationen bis hin zu intimen Details-werden in großem Stil gehandelt und für personalisierte Werbung genutzt. Diese Daten bilden die Grundlage für das gezielte Ausspielen betrügerischer Inhalte. Expertinnen und Experten aus Datenschutz, Politik und Kriminalitätsforschung ordnen ein, wie diese Systeme funktionieren-und warum bestehende Gesetze bislang nur unzureichend durchgesetzt werden. "Desinformation ist ein medizinischer Notfall" "Weil Menschen im Gesundheitswesen wenig Gehör finden, suchen sie im Internet nach Hilfe. Dort wimmelt es aber von Betrügern, gefälschten Medikamenten und täuschend echten Videos von mir und anderen Ärztinnen und Ärzten. Desinformation ist ein medizinischer Notfall. Auch unechte Wundermittel können echten Schaden anrichten!", so von Hirschhausen. Die Dokumentation legt die Probleme des Deepfake-Betrugs offen, gibt aber auch Hilfestellungen: Wie lassen sich betrügerische Angebote erkennen? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Und was kann jede und jeder Einzelne tun, um sich besser vor digitalem Betrug zu schützen? "Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" ist eine eindringliche Bestandsaufnahme der Gefahren im digitalen Raum-und ein Appell, den Schutz von Gesundheit, Wahrheit und demokratischen Strukturen im Zeitalter von KI und Plattformökonomie ernst zu nehmen. Neben von Hirschhausen sind auch andere Prominente aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Deepfakes betroffen. Im Film spricht er unter anderem mit Moderator Ingo Zamperoni und Ernährungsmediziner Matthias Riedl ("Die Ernährungsdocs").

STATIONEN 14:45

STATIONEN: Kirche, Krieg und mein Gewissen

Natur und Umwelt

Kurzurlaub im Handwerk 15:15

Kurzurlaub im Handwerk

Dokumentation

Selbst ein eigenes Messer schmieden - für Ramon Babazadeh geht ein Traum in Erfüllung, denn das kann man ausprobieren und vom Profi unter Aufsicht lernen! Ebenso wie andere Handwerkskünste, die in verschiedenen Handwerks-Kursen und -workshops im Land angeboten werden. Ob Arbeiten mit Holz oder mit Edelsteinen, jede Werkstatt hat ihre eigene Magie. Einen Tag, ein Wochenende oder auch mal eine ganze Woche: viele Handwerkskünstler geben gerne ihr Wissen weiter. Ramon Babazadeh besucht die Druckwerkstatt des Gutenbergmuseum Mainz, einen Messerschmied aus Leudersdorf, eine Kreativwerkstatt in Bad Dürkheim, einen Holzdesigner aus Weinheim, eine Edelsteingraveurin aus Idar-Oberstein und einen Jonglierkurs in Mainz.

Alte Schätze - frische Ideen 16:00

Alte Schätze - frische Ideen: Junge Denkmalschützer im Einsatz

Dokumentation

Viele von ihnen hatten noch nie einen Hammer oder eine Säge in der Hand, leben das erste Mal weit weg von zu Hause und wollen denkmalgeschützte Gebäude sanieren: die Jugendlichen der Mobilen Denkmalpflege der Jugendbauhütte in Lübeck. Ganz schön viele Herausforderungen für Caro, Clara, Bela und Luisa, die ein Freiwilliges Soziales Jahr im Denkmalschutz absolvieren. Mit Unterstützung des Zimmerers Eric Janssen lernen sie alte Handwerkstechniken kennen, entwerfen und bauen eine Treppe in einem denkmalgeschützten Gebäude, helfen beim Restaurieren einer alten Wollspinnerei und fahren ins Ahrtal. Denn dort wird immer noch dringend Hilfe beim Aufbau nach der Flutkatastrophe benötigt. "Die Nordreportage" begleitet junge Menschen, die sich in der Denkmalpflege engagieren und dabei nicht nur handwerkliche Fertigkeiten erlangen, sondern sich auch persönlich weiterentwickeln und als Team zusammenwachsen.

Lohnt sich das? 16:30

Lohnt sich das?: Was verdient ein Marketing-Start-up?

Wirtschaft und Konsum

Mit 100€ zum Millionen-Start-up: Max (22) und Maxi (24) haben mit ihrem Start-up Azubisäule ganz klischeehaft im Keller der Eltern begonnen und sind schnell gewachsen. 2023 gegründet, ist daraus in Altdorf bei Nürnberg innerhalb kurzer Zeit ein Unternehmen mit fast einer Million Jahresumsatz und sechs Mitarbeitern geworden. Das Geschäftsprinzip: Sie stellen große Standbildschirme an Schulen auf, auf denen Firmen für Azubistellen werben können. Geld verdient das Start-up dabei an jeder Werbeanzeige, für die Schulen ist das Ganze kostenlos. Für Max und Maxi lohnt sich das inzwischen auch finanziell: Von ihrem Start-up kann das Gründer-Duo gut leben. Wie sie ihr Business aufgebaut haben, wie viel Umsatz und Gewinn sie machen und wie viel sie sich monatlich auszahlen, erfahrt ihr im Film. Mehr zu den Finanzen und der Geschichte findet ihr wie immer auch im angepinnten Kommentar.

Die gefährlichsten Schulwege der Welt 16:45

Die gefährlichsten Schulwege der Welt: Äthiopien

Dokumentation

Sie besteigen Berge, schwimmen durch Flüsse oder kämpfen sich einen Weg durch eisige Wüsten - und das aus einem einzige Grund: um zur Schule zu gelangen. Die Kinder in dieser Serie müssen ihren Schulweg unter extremen Bedingungen absolvieren. Keine Straßen, keine Verkehrsmittel, dafür aber atemberaubende Landschaften und nicht selten wilde Tiere.

Rund um die Tuxer Alpen 17:30

Rund um die Tuxer Alpen

Land und Leute

Das Tuxertal, ein Seitental des Zillertals, führt tief hinein in die alten Tiroler Traditionen. Wer den Lizumer Reckner auf fast 2.900 Meter besteigt, dem eröffnet sich ein bestechendes Panorama. Hier zu leben und täglich zu arbeiten, mag entbehrungsreich und ohne Komfort sein. Doch die Nähe zur Natur ist den Menschen hier nicht zu nehmen - es ist die perfekte Gegenwelt zum modernen, urbanen Leben, wie es unsere Zeit heute prägt. Die Dokumentation besucht die Gemeinden Ginzling, Schmirn, Vals, Trins und Tux und zeigt den Alltag der Leute hier - ein Leben, das sich in vielerlei Hinsicht den Werten früherer Generationen verpflichtet fühlt. Nur 30 Kilometer südlich von Innsbruck liegt das idyllische Bauerndorf Trins. Hier legte Familie Maier im Jahr 1989 mit 500 Blaufichten den Grundstein für eine eigene Christbaumzucht. Mit viel Liebe und Geduld, zieht Peter Maier mittlerweile nicht nur Blaufichten, sondern auch Nordmanntannen und Korktannen für die Adventzeit auf. Die Weihnachtsbäume sind ein Familienprodukt - die drei Söhne Georg, Martin und Peter, sowie Tochter Alexandra helfen fleißig mit. Eine Bergbauernfamilie, die gemeinsam an einem Strang zieht und so einen Familienbetrieb am Laufen hält, dem die Ursprünglichkeit Tirols innewohnt. Nur 10 Kilometer südlich von Trins, beginnt das Valsertal, das bis zum Tuxer Hauptkamm reicht. Hier hat Helga, eine der wenigen Sennerinnen in Tirol die Nockerlalm von ihrem Großvater übernommen. Seit einigen Jahren bewirtschaftet sie diese mit ihren Ziegen. Am Ende des Tales, nicht weit entfernt von der Grenze zum Brenner, liegt der Pflerscherhof einsam im Valsertal, Paddaun. Stefan Bacher führt gemeinsam mit seiner Frau Heidi den familiären Erbbauernhof. Der Vollerwerbshof liegt auf 1.500 Metern Höhe. Mit viel Liebe steht die Familie jeden Morgen um 04:30 Uhr auf, um Brot für den Hofladen und Bauernmarkt zu backen, die Tiere zu versorgen und zu melken. Entschleunigung ist das Zauberwort auf dem Selbstversorgerhof. Das unmittelbare Nachbartal von Vals ist die abgeschiedene 900 Einwohner Gemeinde Schmirn, die auf einer Höhe von gut 1.400 Metern liegt. Die dreifache Mutter Michaela Eller ist eine geborene Schmirnerin und leidenschaftliche Tirolerin. Holz ist ihr Element - "Holz hat was Lebendiges und damit kann ich gut arbeiten." Von klein auf hat sie das kreative Arbeiten mit der Natur begeistert und vor ein paar Jahren wagte sie den Schritt sich mit ihrer Kunst selbstständig zu machen. Besonders ist sicherlich auch die Geschichte des 28-jährigen Lukas Riedel. Hauptberuflich ist er Lokomotivführer - als sein Onkel 2015 an einem Herzinfarkt starb überlegte er nicht lange und übernahm seinen Bauernhof. Mit 10 Mutterkühen und 3 Kälbern konzentriert sich Lukas auf die Fleischproduktion. Im Sommer genießen die Rinder das frische Gras auf der Alm, sodass Lukas mit der Unterstützung seines Vaters bereits für den Winter vorsorgen kann. Mit der Sense werden die steilen Bergwiesen händisch gemäht, um die Tiere im Winter versorgen zu können. Der Vollerwerbsbauernhof der Familie Frankhauser befindet sich in Madseit, mitten im Tuxertal mit Blick auf den Hintertuxer Gletscher. Seine Schafe befinden sich im Sommer in den Bergen, um frische Kräuter und Gräser genießen zu können. Was sich nach Bergromantik anhört, ist harte Arbeit. Täglich müssen Franz und seine Frau Monika eine zwei Stunden Wanderung in das Tote Gebirge, den Beginn der Tuxer Voralpen antreten, um den Schafbestand zu kontrollieren und zusammenzuhalten. Der Lengauhof der Familie Kern liegt auf 1.000 Meter Höhe in der Gemeinde Ginzling und besteht seit ca 1795. 2006 entschlossen Gitti und Thomas Kern sich, den Hof zu pachten und als Quereinsteiger in die Landwirtschaft zu gehen. Die Liebe zu den Tieren haben sie ihren zwei Töchtern Magdalena und Natalie weitergegeben, die bereits in ihre Fußstapfen getreten sind und den Hof vollkommen machen.

Ländermagazin 18:15

Ländermagazin: Nordrhein-Westfalen

Regionalmagazin

Aktuelle politische, aber auch kuriose Geschehnisse, die sich innerhalb der geographischen Grenzen Deutschlands ereignen, werden thematisiert und kritisch hinterfragt.

42 - Die Antwort auf fast alles 18:45

42 - Die Antwort auf fast alles: Schlummert in jedem ein Trauma?

Infomagazin

Wenn von Trauma die Rede ist, denken die meisten sofort an extreme Ereignisse: Krieg, Gewalt, schwere Unfälle oder Naturkatastrophen. Und tatsächlich: Solche Erfahrungen können tiefe seelische Spuren hinterlassen. Doch was, wenn Trauma nicht immer so laut daherkommt? Wodurch kann ein Trauma sonst noch entstehen und woran merkt man überhaupt, dass man betroffen ist?

Klimazeit 19:15

Klimazeit

Infomagazin

"KlimaZeit" stellt spannende Zusammenhänge dar, erklärt Wetter- und Klimaphänomene und fragt kritisch nach. Das Magazin, das sich mit dem größten Problem der Menschheit beschäftigt. Klar, kompetent, konstruktiv. Was hat der Klimawandel jedem und jeder einzelnen zu tun? Was muss man über die wissenschaftlichen Hintergründe wissen sowie über die konkreten Folgen. Welche Lösungen gibt es?

Euromaxx 19:30

Euromaxx: Leben und Kultur in Europa

Magazin

Europa genießen - das ist hier die Devise. Gezeigt wird, was es alles zu entdecken gibt, wohin es sich zu reisen lohnt, welche interessanten Menschen und Trends unser Kontinent zu bieten hat.

Wissen vor acht - Erde 19:55

Wissen vor acht - Erde: Schmerzsalbe und Geier

Infotainment

Bei "Wissen vor acht - Erde" geht es um unseren Planeten. Eckart von Hirschhausen erzählt von den ganz großen Zusammenhängen, wie globalen Wetter- und Klimaphänomenen - aber auch von den ganz kleinen, fast unsichtbaren Wundern, die sich jeden Tag im Mikrokosmos ereignen. Und alles Leben auf unserem Planeten hängt am Ende wieder mit uns selbst zusammen.

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.

Länder-Menschen-Abenteuer 20:15

Länder-Menschen-Abenteuer: Vom Fjell zu den Fjorden - Mit dem Zug durch Norwegens Winter

Land und Leute

Die bekanntesten Zugstrecken in Norwegen führen von Bergen bis nach Åndalsnes. In vier Etappen geht es entlang majestätischer Fjorde, quer durch schneebedeckte Gebirge und vereiste Hochebenen, durch Wälder und abgelegene Dörfer. Tuva Thorson ist die, die mit den Tieren spricht. Wölfe, Elche und Luchse, die Leiterin des Langedrag Naturparks beherrscht mittlerweile alle Rufe perfekt. Vor einigen Jahren brachte ein Förster zwei verwaiste Elche zu ihr. Die päppelte sie auf und kümmerte sich. Das hat sich herumgesprochen. Förster aus der Umgebung brachten mehr und mehr Tiere zu ihr, inzwischen kümmert sich Tuva um 350 Tiere, die am Ostrand der Hardangervidda leben. In Norwegens Hauptstadt Oslo endet die erste Etappe. Hier lebt ein junger Schwede, der eigentlich zum Mathematikstudium gekommen war. Doch Jonathan Larsson litt unter chronischer Geldknappheit, das Leben in Oslo ist teuer. So begann er, aus dem Fenster seines WG-Zimmers heraus Waffeln zu verkaufen. Inzwischen hat er einen Laden in der Innenstadt. Das Geschäft mit den Waffeln läuft so gut, dass Jonathan Larsson bald expandieren will. Die zweite Etappe beginnt in Oslo und führt Richtung Trondheim nach Dombås. Sie durchquert das Gudbrandstal und das imposante Dovrefjell und führt entlang des Sees Mjøsa, dem größten Binnensee Norwegens. In der Nähe angelt Eisfischer Thomas Odegard. Schon seit seiner Kindheit war er mit seinem Großvater auf den zugefrorenen Seen der Gegend unterwegs. Eisfischen fasziniert ihn, jede freie Minute verbringt er auf dem Eis. Für ihn ist das der norwegische Lifestyle schlechthin. Etwas weiter nördlich liegt Lillehammer, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1994. Die Anlagen wurden vom norwegischen Staat instandgesetzt und werden bis heute genutzt. Ein Paradebeispiel für norwegische Nachhaltigkeit. Øystein Husemoen baut hier E-Gitarren aus norwegischem Holz. Steven van Zandt, Gitarrist in der Band von Bruce Sprinsteen, und Rocklegende Sting ließen sich von ihm ein handgemachtes Instrument bauen. Øysteins Konzept hatte sie überzeugt: Er produziert Gitarren nur aus norwegischem Holz und setzt so seine Idee von Nachhaltigkeit um. In Dombas beginnt die dritte und letzte Etappe. Hier startet die Raumabahn vorbei am Dovrefjell, dem Dovregebirge. Johann Schönheyder wandert fast jeden Tag durch das Fjell. Der pensionierte Biochemiker hält sich damit fit und wurde Touristenführer. Seine Begeisterung gilt den Moschusochsen. Jeden Tag geht er erneut auf die Suche nach ihnen. Die Tiere wurden in den 1940er- und 1950er-Jahren hier angesiedelt, aus wenigen Exemplaren ist mittlerweile ein Bestand von 260 Tieren geworden. In kleinen Herden ziehen sie über das Dovrefjell, nicht schnell, aber stetig. Die Raumabahn führt auf ihrem Weg zum Meer quer durch das Raumatal mit ihrer berühmten, sehr steilen Trollwand. Hier wurde "Harry Potter und der Halbblutprinz" gedreht. Die Fahrt endet nach rund 1000 Kilometern in Åndalsnes am Europäischen Nordmeer.

Frauen tragen die Hälfte des Himmels (1979) 21:00

Frauen tragen die Hälfte des Himmels (1979)

Dokumentation

"Frauen tragen die Hälfte des Himmels" - dieses Wort stammt von Mao Tse-tung und gemeint ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Volksrepublik China. Zlata Findeis und Joschi H. von Miserony gingen in Ihrem Film aus dem Jahr 1979 der Frage nach, wie es um diese Gleichberechtigung der Frauen in China steht. Mao war damals seit drei Jahren tot, die Viererbande verhaftet und von Maos Nachfolger Deng Xiaoping wurde ein wirtschaftlicher Liberalisierungskurs angestoßen, durch dessen Erfolg Deng für viele Jahre seine Macht konsolidieren konnte. In den dreißig Jahren seit Gründung der Volksrepublik China hatte sich viel getan auf dem Gebiet der Frauenemanzipation: 1950 wurde das Gesetz verabschiedet, das den Frauen die freie Wahl des Ehepartners ermöglichte, 1953 wurden sie arbeitsrechtlich und im Hinblick auf die Entlohnung den Männern gleichgestellt. Ebenfalls 1953 erhielten sie das volle Wahlrecht - was auch immer dies im chinesischen Kommunismus bedeutet haben mag. Auf jeden Fall war es so, dass Frau Findeis und Herr Miserony auch auf Frauen trafen, die sich sehr wohl noch an die Zeit davor, an das China vor dem Kommunismus erinnern konnten. Für die Frauen waren jene Veränderungen wirklich fundamental, auch wenn Ende der Siebzigerjahre vor einer deutschen Kamera die Frauen noch sehr ideologisch argumentierten. Die Familie einer Arbeiterin in einer Textilfabrik lebt zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern in einer Zweizimmerwohnung in einer Werkssiedlung. Sie vermitteln glaubhaft, es gehe ihnen gut. Der Mann - er hat Zeit, denn er hat Nachtschicht - kocht für die Familie zu Mittag Fische, Rippchen, Paprika mit Schweineschnitzel und scharfes Schweinefleisch. Dazu gibt es selbstverständlich Reis. Die beiden Filmemacher geben allerdings zu, dass ihnen so ein Festessen wie ein Potemkinsches Dorf vorkommt. Und dass sie das Hotel sowieso nur in Begleitung verlassen durften. Wo und was gedreht werden durfte, war streng reglementiert. Und wie war das mit der Gleichberechtigung? Der Sohn der Textilarbeiterin antwortet auf die Frage, ob er und seine Frau neben der Tochter noch weitere Kinder haben möchten: "Nein. Unser Kind ist zwar nur ein Mädchen, aber jetzt sind die Frauen den Männern gleichgestellt…" Das heißt, diesbezüglich hatte China eben doch noch einen langen Weg vor sich. Aber schon 1979 klärte der Film die Zuschauer über die weiteren Planungen des Zentralkomitees der chinesischen KP auf: Bis zum Ende des Jahres 1980 müsse ein Drittel aller Industrieunternehmen im Lande nach dem Beispiel eines erfolgreichen Musterbetriebs organisiert werden. Denn das Ziel sei, "bis zum Jahr 2000 durch die Modernisierung von Landwirtschaft, Industrie, Landesverteidigung sowie Wissenschaft und Technik China eine führende Stellung unter den Industrienationen zu verschaffen."

Zwischen Tsingtao und Wuhan - Deutsche Spuren in China (1982) 21:45

Zwischen Tsingtao und Wuhan - Deutsche Spuren in China (1982)

Land und Leute

"J.F. Weule, Bockenem am Harz" steht auf der Kirchturmuhr der evangelischen Christuskirche - in Tsingtao. Dort findet in den frühen 1980er-Jahren sonntags sogar eine Messe statt. Die Erben Maos waren nämlich ein klein wenig liberaler geworden und Hans Wilhelm Vahlefeld - bereits seit Ende der Fünfziger der erste Ostasien-Korrespondent der ARD - suchte 1982 für den NDR nach deutschen Spuren in China. Dazu reiste er zunächst nach Tsingtao, immerhin von 1897 bis 1914 Hauptstadt des "Deutschen Schutzgebiets Kiautschou" und somit deutsche Kolonie. Zum Bahnhof in Tsingtao, erbaut im deutschen Stil von den Kolonialherren, führte einst die "Kieler Straße". Der Bahnhof stand 1982 noch, aber die Straße war längst umbenannt, denn das offizielle China verleugnete diese deutsche Epoche. Von Tsingtao fährt Vahlefeld weiter nach Shanghai und dort zu den deutschen Arbeitern, die auf der damals einzigen deutschen Baustelle in ganz China eine Aromatenanlage errichten, mit der aus Rohöl Kunstfasern hergestellt werden können. Shanghai war und ist Chinas größte Stadt: 1980 lebten dort 12 Millionen Menschen. Das erste Großprojekt zwischen Deutschland und China hatte es hingegen in Wuhan gegeben, der dritten Station von Vahlefelds Reportage: ein Stahlkombinat, das 1978 nach einiger Verzögerung die Arbeit aufgenommen hatte. Die Facharbeiter für dieses Werk wurden z.T. in Deutschland ausgebildet: Mit einem von ihnen konnte sich Vahlefeld tatsächlich auf Deutsch unterhalten. Er sagt, das moderne deutsche Management habe ihn während seiner Zeit in Deutschland am meisten beeindruckt. Ans deutsche Essen habe er sich mit der Zeit gewöhnt und das deutsche Pils habe ihm geschmeckt. Die Eingewöhnung der deutschen Arbeiter und deren Familien, die in China auf Auslandseinsatz sind, scheint wegen der Sprachbarriere hingegen schwieriger zu sein. Begeistert sind die Frauen der deutschen Arbeiter aber von der medizinischen Versorgung für sie in China. Die chinesische Medizinprofessorin kann ebenfalls Deutsch, sie lernte es vor Jahrzehnen in Shanghai auf der Universität, wo sie von deutschen Medizinern ausgebildet wurde. Und auf einmal ist dort im fernen China von München die Rede: Ende der Dreißigerjahre verliebte sich eine aus dem Allgäu stammende angehende Medizinstudentin in einen am Schwabinger Krankenhaus arbeitenden chinesischen Arzt. Heute, also im Jahr 1982, sind sie seit Jahrzehnten verheiratet, und leben in Wuhan: Er ist dort Professor am Universitätskrankenhaus und einer der berühmtesten Chirurgen in ganz China. Mit chinesischen Studenten, die Deutsch gelernt haben und demnächst in Westdeutschland studieren wollen, spricht Vahlefeld auch über das geteilte Deutschland - ganz offen, wie er sagt und nicht mehr ideologisch eingefärbt wie noch wenige Jahre zuvor. Einer der Studenten sagt in diesem Jahr 1982: "Eines Tages sollte Deutschland doch wiedervereinigt sein." Und dann rezitiert ein anderer Student fast fehlerfrei die letzten Zeilen des Gedichts "Prometheus" von Goethe, dessen 150. Todestag man damals auch an der Universität in Peking feierte. Die Probleme, die diese jungen Menschen mit ihren Eltern haben, unterscheiden sich zumindest in einem Punkt nicht von den Problemen der jungen Menschen in Deutschland. Sie erzählen, dass ihre Eltern mit ihrem Musikgeschmack nichts anfangen können, sogar böse werden, wenn sie z. B. die Musik der Beatles hören.

Reiseland China (1980) 22:30

Reiseland China (1980)

Tourismus

Ab dem Ende der 1970er-Jahre waren in China geführte Gruppenreisen für ausländische Touristen möglich. Was sahen die Reisenden damals? Franz Lazi und Heinz von Matthey drehten 1980 für den Bayerischen Rundfunk einen Dokumentarfilm über China aus der Sicht potentieller Touristen. Die fürchterliche Zeit der Kulturrevolution war vorbei, der einfarbige Mao-Look auf den Straßen mindestens der großen Städte verschwunden - China fing an, bunt zu werden. Peking hatte 1980 circa sieben Millionen Einwohner, drei Millionen Fahrräder, 30.000 Busse und ein paar Dutzend Personenwagen - selbstverständlich keine Privatautos. Und man sieht im Film: Auf dem Tian'anmen-Platz fahren quasi nur Fahrräder. Dass dieser Platz keine zehn Jahre später Schauplatz einer großen Tragödie werden sollte, wusste damals noch niemand. Von Peking aus geht es mit dem Schnellzug nach Wuxi am Taihu-See. Damals hatten noch nicht alle chinesischen Wohnungen eine eigene Küche und so konstatieren die Filmemacher: Es duftete aufgrund der vielen kleinen Garküchen überall in der Stadt nach Reis mit Huhn, Gemüse, Fisch, würzigen Suppen oder Bohnenquark. Bohnenquark? Heute heißt das Tofu. Von Wuxi geht es in der nahegelegene Suzhou. Diese Stadt wird aufgrund seiner vielen schönen Kanäle und Brücken das "Venedig des Ostens" genannt. Aber sie ist auch seit 1.000 Jahren die Heimat der Seide. In der dortigen Seidenproduktion hält das Akkordsystem nur langsam Einzug, denn bis jetzt, also bis 1980, galt eigentlich: "Wenn schon viel und fleißig gearbeitet werden muss, dann wenigstens gemütlich!" Was macht man dort mit der Seide? Z.B. Seidenstickereien, phantastische Seidenstickereien! Auch der kommunistischen Führung ist nun das Weiterleben dieser Jahrtausende alten Kunst ein Anliegen. Die Stickerinnen machen alle zwei Stunden unter Anleitung Augengymnastik. Das hilft scheinbar, denn kaum eine trägt trotz dieser Arbeit eine Brille. Von Suzhou geht es in die chinesische Traumgegend schlechthin, nach Guilin, früher auf Deutsch Kweilin genannt, in diese wunderschöne Hügellandschaft am Li Jiang. Insgesamt konnten die Filmemacher 1980 konstatieren: Niemand in China lebt im Luxus, aber es muss auch niemand hungern. Vom gesamten Einkommen einer Familie - vermutlich einer extra fürs Filmteam ausgesuchten Musterfamilie - gehen für Miete, Strom, Wasser und Heizung nur fünf Prozent drauf! Da fällt es natürlich leichter, nach den "fünf großen Anschaffungen" zu streben, die damals die meisten Chinesen als Ziel hatten: ein Fahrrad (Preis: drei Monatslöhne), eine Nähmaschine (vier Monatslöhne), eine Armbanduhr (drei bis vier Monatslöhne), ein Transistorradio (zwei Monatslöhne) und ein Schwarzweiß-Fernsehgerät (sechs Monatslöhne). Ob die Aussage der Filmemacher, dass in China Minderheiten wie z.B. die Tibeter inzwischen voll anerkannt worden sind, damals richtig gewesen ist, sei allerdings dahingesellt.

Back on Stage: Abwärts 23:15

Back on Stage: Abwärts: BR Retro - 2. Münchner Rocktage (1982)

Konzert/Musik

Düster, kantig und weit entfernt vom Gute-Laune-Pop der frühen 80er: Abwärts gehört zu den prägenden Vertretern des deutschen Post-Punk. 1982 tritt die Band im Rahmen der 2. Münchner Rocktage in der legendären Alabama-Halle auf. Ein kurzer Konzertausschnitt. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.

Back on Stage: Carambolage 23:25

Back on Stage: Carambolage: BR Retro - 2. Münchner Rocktage (1982)

Konzert/Musik

New Wave, Punk und deutsche Texte: Carambolage gehört zu den ungewöhnlicheren Bands der frühen 1980er. Die Musikerinnen aus dem Umfeld von Ton Steine Scherben stehen für einen eigenständigen Sound und brechen eindrucksvoll mit den üblichen Rollenbildern der damaligen Rockszene. Ein Konzertausschnitt aus dem Jahr 1982. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.

Back on Stage: Der Moderne Man 23:35

Back on Stage: Der Moderne Man: BR Retro - 2. Münchner Rocktage (1982)

Konzert/Musik

Neue Deutsche Welle jenseits des Mainstreams: Der Moderne Man verbindet Anfang der 1980er New Wave, Punk und Experimentierfreude zu einem eigenständigen Sound. Die Band aus Hannover gehört zu den ungewöhnlicheren Vertretern der frühen NDW und begeistert sogar den legendären BBC-DJ John Peel. Ein Konzertausschnitt aus dem Jahr 1982. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.

Back on Stage: Mythen in Tüten 23:55

Back on Stage: Mythen in Tüten: BR Retro - 2. Münchner Rocktage (1982)

Konzert/Musik

"Meta-Schlager" nennt die Band Mythen in Tüten ihren ungewöhnlichen Mix aus New Wave, Pop und Schlager. Die Musiker aus Hannover gehören zu den frühen Vertretern der Neuen Deutschen Welle und veröffentlichen nur wenige Monate vor ihrem Auftritt in der Münchner Alabamahalle ihr Debütalbum "Die neue Kollektion". Ein Konzertausschnitt aus dem Jahr 1982. Jahrzehntelang lagerten die Mitschnitte von Kultsendungen wie "Alabama in Concert", "Schlachthof in Concert" oder "Nachtwerk in Concert" in den Archiven des Bayerischen Rundfunks - sie waren der Soundtrack einer ganzen Generation. "Back on Stage" hebt diese musikalischen Schätze und holt sie zurück ins Fernsehen.