04:30
Skurrile Geschichten über das Leben, den Tod und alles, was dazwischen liegt, sind die Spezialität von Dreiviertelblut. Ihre Musik bezeichnen sie selbst als "folklorefreie Volksmusik". Das einstige Duo aus Sänger und Texter Sebastian Horn und Komponist Gerd Baumann ist über die Jahre zu einer siebenköpfigen Band angewachsen. Mit der Zeit haben sie einen Sound geschaffen, der immer noch komplexer, vielschichtiger und mitreißender geworden ist. Dreiviertelblut ist seit 2014 Stammgast beim "Heimatsound"-Festival. Seitdem begeistert die Band die große Fangemeinde im Passionstheater von Oberammergau jedes Mal aufs Neue.
05:40
Die Altstadt von Erfurt, der Landeshauptstadt von Thüringen, ist ein einziges Denkmal - von den Kriegen kaum zerstört und sehr groß. Simin Sadeghi erkundet Erfurts Altstadt. Sie druckt in einer Manufaktur selbst Stoffe, probiert sich durch das kulinarische Erfurt, steigt auf den mittleren Turm vom Dom, um der Glocke Gloriosa einen Besuch abzustatten, und hilft in Vorbereitung der Bundesgartenschau 2021 mit beim Gärtnern. Wer sich in der Altstadt von Erfurt verliert, begibt sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit - und ist doch mitten im Heute. Zwischen all den historischen Häusern windet sich die Straßenbahn hindurch, es gibt viele Läden und Restaurants, größere und kleinere Plätze - und die Krämerbrücke über einem Seitenarm des Flusses Gera. Sie ist die einzige, durchgängig beidseitig mit Häusern bebaute Brücke Europas. Wer über sie läuft, sieht kein Wasser, sondern nur schöne alte Häuser links und rechts, mit besonderen Geschäften. Moderatorin Simin Sadeghi bummelt durch die Läden und läuft vor der Brücke durch die Furt, die Erfurt den Namen gegeben hat, denn sie beschreibt eine flache Stelle im Fluss, durch die früher die Händler mit ihren Karren und Kutschen durchgefahren sind. Durch Handel ist die Stadt reich geworden - vor allem durch den Handel mit Waid, der Pflanze, aus der man die Farbe Blau gewinnen konnte, im Mittelalter eine Modefarbe. Simin Sadeghi entdeckt die Altstadt unter dem Gesichtspunkt des Waidhandels.
06:10
"Erlebnisreisen" sind die Zusammenfassung von Magazinbeiträgen oder kürzere exklusive Reportagen. Die Attraktivität der dargestellten Reiseziele steht im Vordergrund. Es werden praktische Tipps und konkrete Anregungen gegeben. Die Routen und Ziele sind nachvollziehbar beschrieben.
06:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
07:00
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
09:45
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
10:20
Ohne Vulkane gäbe es kein Leben auf der Erde. Sie sorgen für ausreichend Wärme, fruchtbare Böden und gestalten als Architekten die Oberfläche unseres Planeten immer wieder neu. Unzählige Tierarten sind von den Feuerbergen abhängig. In Tansania schuf der "Ol Doinyo Lengai" den Natronsee, Nistplatz für Millionen Zwergflamingos. Auf den Galapagosinseln klettern weibliche Landleguane in den Krater des "La Cumbre", um dort ihre Eier abzulegen. Die erste Episode der Reihe "Terra X: Ein perfekter Planet" zeigt, wie tiefgreifend Vulkane Einfluss auf die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde nehmen. Die Feuerberge spielen bis heute eine zentrale Rolle bei der Entstehung neuer Arten. Sie erschaffen beispielsweise neues Land, indem sie Magma aus dem Inneren der Erde auftürmen und in den Weiten der Ozeane neue Inseln erschaffen. Solche Vulkaninseln machen nur fünf Prozent der gesamten Landmasse aus, beherbergen aber fast 25 Prozent aller Arten. Die neueste Spezies weltweit ist der bluttrinkende Vampirfink. Ohne ausreichend pflanzliche Nahrung auf einer Vulkaninsel gestrandet, verwandelte sich der einstige Körnerfresser zum Dracula unter den Vögeln. Wenn Vulkaninseln vom unterseeischen Magmafluss abgeschnitten werden, tragen die Erosionskräfte von Wind und Meer sie wieder ab - so entstehen Atolle. Eines der größten ist Aldabra im Indischen Ozean. Dort sind Riesenschildkröten zu Hause, die auf ihrem Eiland zwar gut geschützt vor Feinden leben, aber durch den kontinuierlichen Verlust ihres Lebensraums zunehmend unter Druck geraten. Nahrung gibt es zwar noch genug für die stattlichen Pflanzenfresser, aber weil immer weniger Bäume auf den schwindenden Inselresten wachsen können, fehlt zunehmend der Schatten. Er bewahrt die Reptilien davor, in ihren Panzern gekocht zu werden. Doch Vulkane bauen nicht nur Land auf, sie erwärmen es auch und ermöglichen Leben an Orten, an denen es sonst viel zu kalt für das Leben wäre. Die Bären von Kamtschatka sind nach ihrem Winterschlaf auf das frische Gras im Frühling angewiesen, das im Tal der Geysire nur deshalb sprießen kann, weil es von den heißen Fontänen gleichzeitig gewärmt und gedüngt wird. Trotz all ihrer Leben spendenden Eigenschaften sind Vulkane auch gefährlich. Mindestens fünf Mal haben sie in der Erdgeschichte Massensterben verursacht. Zu viel Kohlendioxid in der Atmosphäre führte zu tiefgreifendem Klimawandel, an den sich die allermeisten Arten nicht anpassen konnten. Heute ist es der Mensch, der durch ein Zuviel von CO2 das nächste Massensterben provozieren könnte.
11:05
Von den gefrorenen Polen bis zu den brütend heißen Wüsten: Tiere haben erstaunliche Strategien entwickelt, um das Beste aus dem unterschiedlichen Angebot von Sonnenenergie zu machen. Polarwölfe und Moschusochsen gehören zu den Kältespezialisten, die monatelang ohne Sonnenlicht auskommen. Silberameisen dagegen sind an extreme Sonneneinstrahlung in der Wüste angepasst. Sie erbeuten die Hitzeopfer in der Sahara. Das Leben auf unserer Erde ist völlig von der Sonne abhängig. Jeder Fleck auf unserem Planeten erhält im Verlauf eines Jahres 4380 Stunden Sonnenlicht, aber in sehr unterschiedlicher Dosierung. Die zweite Episode von "Terra X: Ein perfekter Planet" zeigt, wie die Verteilung des Lichts ganz unterschiedliche Lebensräume erschafft und die Tiere zu außergewöhnlichen Anpassungen zwingt. Am Äquator bleibt die Länge von Tag und Nacht das gesamte Jahr über gleich. Zwölf Stunden garantiertes Sonnenlicht täglich sorgen dafür, dass Regenwälder gedeihen und eine unglaubliche Artenvielfalt hervorbringen. Eine der wichtigsten Pflanzen im Dschungel ist der Feigenbaum. Er nutzt das Sonnenlicht, um ganzjährig Früchte zu tragen, die vielen Tieren als Nahrung dienen. Von den akrobatischen Gibbons über zahlreiche Vogelarten bis hin zu den kleinsten Bewohnern des Urwaldes, den Feigenwespen, sind alle auf die ganzjährig reifenden Feigen angewiesen. Der gleichmäßige Tag-Nacht-Zyklus in der Äquatorregion ist allerdings nicht die Norm auf der Erde. Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto länger werden die Zeiten, in denen die Natur ohne das Licht der Sonne auskommen muss. An den Polen dauert der Verlust von Solarenergie nicht einen halben Tag, sondern ein halbes Jahr. Das führt dazu, dass sich die Atmosphäre in diesen Regionen während der Polarnacht abkühlt, die Temperaturen fallen und alles Wasser einfriert. Im Polarkreis wirkt unser perfekter Planet völlig unbewohnbar. Doch auch dort gibt es Kältespezialisten, die tatsächlich mehrere Monate ohne Sonnenlicht überstehen können: Moschusochsen und Polarwölfe. Zwischen dem Äquator und den Polen liegen die Zonen, in denen mehr oder weniger ausgeprägte jahreszeitliche Wechsel das Leben der Pflanzen und Tiere bestimmen. Die Überlebensstrategien der Bewohner in diesen Zonen sind vielfältig. Für Polarfüchse beispielsweise sind die wenigen Sommermonate von hektischer Aktivität erfüllt. Sie müssen ihre Jungen aufziehen, jagen und sich ausreichend Fett anfressen, damit sie vorbereitet sind, wenn das Licht erneut verschwindet. Bei den Stumpfnasenaffen in China dagegen entscheidet ein winziges Zeitfenster im Herbst über Leben und Tod im Winter. Wenn es den Stumpfnasen nicht gelingt, im herbstlichen Wald genug energiereiche Zapfen zu fressen, reichen ihre Fettreserven nicht für ein Überleben in der kalten Jahreszeit. Einige Arten haben schließlich eine Möglichkeit entdeckt, dem solaren Shutdown einfach zu entfliehen. Der Dunkle Sturmtaucher ist einer dieser extremen Winterflüchtlinge. Wenn es ihm auf den Snares Islands in Neuseeland zu kalt wird, flüchtet er einfach nach Norden. Bis zu den Aleuten in Alaska legen die Sturmtaucher rund 14.000 Kilometer zurück und kommen dort im späten Frühjahr der Nordhalbkugel an. Als Pendler zwischen beiden Hemisphären leben sie in einem nie endenden Sommer.
11:50
Wie meistert Daniel Schimkowitsch, Küchenchef des "L.A. Jordan" in Deidesheim, seinen Weg zum zweiten Michelin-Stern? Ein Weg voller Challenges, Rückschläge und mutiger Entscheidungen. Schon in den ersten Jahren sorgte er mit seinem Auftreten und Veränderungen im Team für Kontroversen. Doch sein unerschütterlicher Fokus auf Qualität und Innovation hat ihn an die Spitze geführt. Besonders beeindruckend ist sein Umgang mit besonderen Produkten. Gemeinsam mit einem Lieferanten entwickelte Schimkowitsch eine Methode, lebende Langusten nach Deutschland zu bringen - ein Schritt, der nicht nur handwerkliches Können, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit ethischen Fragen verlangte.
12:20
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:50
Diesmal führt "Natur im Garten" in einen Garten in der steirischen Gemeinde St. Bartholomä. Karl Ploberger zeigt, wie Erdbeeren selbst auf kleinstem Raum gedeihen Kräuterhexe Uschi Zezelitsch stellt das traditionsreiche Gänsefingerkraut vor. Auf der "Garten Tulln" erklären die Gärtnerinnen, wie Zeigerpflanzen Aufschluss über den Boden geben. Der Garten von Klaus Gowald in St.Bartholomä ist ein über Jahrzehnte gewachsenes exotisches Pflanzenparadies mit rund 120 Palmen, zahlreichen Sukkulenten und einer naturnahen Wasserführung. Viele Pflanzen stammen aus eigener Samenvermehrung und sind besonders robust. Das 1300-Quadratmeter-Areal gilt als "Little Hawaii" und ist für Klaus Gowald zugleich Rückzugsort und offener Begegnungsraum. Erdbeeren am Balkon stehen bei Karl Ploberger im Mittelpunkt. Große, flache und gut drainierte Gefäße, torffreie und nährstoffreiche Erde sowie Sorten wie Senga Sengana, Ostara und Mara des Bois schaffen gute Voraussetzungen für eine reiche Ernte. Uschi Zezelitsch widmet sich dem Gänsefingerkraut, das in Irland als "silverweed" bekannt ist. Seine Gerbstoffe machen es zu einem vielseitigen Heilkraut für Haut, Magen-Darm und Zahnfleisch. Gezeigt wird die Herstellung einer Tinktur, die als beruhigendes Rasierwasser dient. Die Gärtnerinnen auf der Garten Tulln präsentieren Zeigerpflanzen, die Rückschlüsse auf Bodenarten wie magere, nährstoffreiche, feuchte, trockene oder verdichtete Standorte zulassen.
13:15
Das Südelsass punktet mit der Vielfalt seiner Landschaft - von den Rebbergen an der Elsässischen Weinstraße über die Gipfel der Vogesen bis in die quirlige Stadt Mulhouse. Der Film von Susanne Gebhardt zeigt, wie facettenreich der französische Nordosten ist, und begleitet Menschen, in deren Alltag elsässische Identität spürbar wird. In den Vogesen betreibt eine Familie den Sommer über eine der für die Region typischen Almwirtschaften und stellt Münsterkäse her. Auf dem Markt von Mulhouse führen zwei Brüder eine Halal-Metzgerei, die eine Institution ist. Eine Galeristin hat sich der "Urban Art" verschrieben und holt namhafte Künstlerinnen und Künstler in die Stadt. Auf dem Hartmannswillerkopf bergen Spezialisten des Kampfmittelräumdiensts eine Bombe aus dem Ersten Weltkrieg. Eine traditionsreiche Manufaktur für Panoramatapeten gewährt seltene Einblicke in ihre Produktion. Und an der Elsässischen Weinstraße hat ein Winzerpaar beim Bau seines Hofs auf nachhaltige Architektur gesetzt und den Betrieb auf biodynamischen Anbau umgestellt.
14:00
Die Filmemacherin Susanne Gebhardt unternimmt einen Streifzug durch das Elsass im Nordosten Frankreichs, mit seinen abwechslungsvollen Landschaften und der Europa-Metropole Straßburg. Dabei trifft sie Menschen, in deren Alltag die elsässische Identität spürbar wird. Denn das Elsass war immer wieder Spielball zwischen Deutschland und Frankreich, die Lage an der Grenze entschied die Geschicke der Region. Zweimal im Jahr klettern Steinmetze des Straßburger Münsters bis zur Spitze des Turms, um hoch über der Stadt die Trikolore zu hissen - aus der Vogelperspektive ein waghalsiges Manöver. Rundherum die Dächer der Altstadt, die für die Region typische Fachwerkarchitektur und die verzweigten Wasserläufe der Ill. Unweit davon Straßburgs "Quartier Allemand" mit seiner wilhelminischen Architektur. Dort leben und arbeiten zwei Brüder, die sich als Galeristen auf elsässische Kunst spezialisiert haben und mit Kulturgesprächen den Fokus auf das regionale Erbe setzen. Das Elsass ist in erster Linie ländlich geprägt. Es ist spürbar, dass man einander kennt. In den Dörfern ist oft der Dialekt noch lebendig, etwa in Seebach, einem der schönsten Fachwerkorte im Nordelsass. Dort besucht das Filmteam ein deutsch-französisches Winzerpaar, das Biowein und Crémant produziert. Im Kommen, heißt es, sei elsässischer Crémant rosé. Einst gehörten zum typisch elsässischen Handwerk zahlreiche Glashütten. Die meisten gaben auf, doch mühelos geschafft hat den Sprung ins 21. Jahrhundert die Glasmanufaktur Lalique im elsässischen Wingen-sur-Moder, gegründet von dem Jugendstilkünstler Réné Lalique. Von dort geht exklusives Glasdesign in die ganze Welt. Eine fürs Land erstaunliche Exklusivität bietet das Dörfchen Kirrwiller mit dem "Royal Palace", Frankreichs drittgrößtem Varietétheater. Profitänzerinnen aus ganz Europa treten dort auf. Kletterakrobaten dagegen verabreden sich in eher an der Burgruine Altwindstein, einem der vielen Top-Kletterspots der Nordvogesen - mit mehr als 30 Routen sämtlicher Schwierigkeitsgrade. Natürlich gehört zum Elsass auch der Blick zum Rhein. Heute trennt er Franzosen und Deutsche nicht mehr, er verbindet sie. Und wer könnte darüber mehr erzählen als das Personal einer Rheinfähre?
14:45
Zu Ehren des Erzengels Michael pilgerten im Mittelalter Tausende Gläubige zum berühmten Klosterberg Mont-Saint-Michel im Atlantik. Auch heute zieht er Millionen Besucher in seinen Bann. Durch den Norden Frankreichs führt der Pilgerweg von der Stadt Rouen zum Mont-Saint-Michel. Das Kloster dort ist eines der wichtigsten Pilgerzentren der christlichen Welt. Seit dem achten Jahrhundert preisen Gläubige den Erzengel Michael. Das Hinterland der Normandie ist traditionell stark durch die Landwirtschaft genutzt. Sie verleiht der Region ihren ländlichen Charakter. Perrine Hervé-Gruyer baut mit ihrem Mann Gemüse an - mit Permakultur. Als Erste in Frankreich sind sie Vorbild. Auf den satten Wiesen des Pays d'Auge grasen normannische Rinder. Ihre fette Milch ist bei Käsemachern wie Jérôme Spruytte begehrt: Von Hand macht er daraus einen der ältesten Käse Frankreichs - den Pont-L'Évêque. In der Normannischen Schweiz überqueren die Pilger die Orne. Der Fluss ist ein beliebtes Ziel für Wassersportler. Kurz vor dem Endpunkt ihrer Reise steht den Pilgern eine Prüfung bevor, die im Mittelalter viele das Leben kostete: die Durchquerung des Watts. Auf dem Mont-Saint-Michel werden sie belohnt - mit einer Springflut und dem Patronatsfest zu Ehren des Erzengels Michael.
15:30
Der ungeheuerliche Mord an Erzbischof Thomas Becket von Canterbury führte im Mittelalter Tausende Pilger in den Süden Englands. Jahrhunderte später erlebt der Pilgrims' Way sein Revival. Durch die Grafschaften Hampshire, Surrey und Kent führt der Pilgerweg entlang reicher Naturschätze von Winchester bis nach Canterbury einmal quer durch den Süden Englands. Ein Verbrechen machte die Stadt Canterbury zu einem bedeutenden Wallfahrtsort: 1170 ermordeten dort Gefolgsleute des Königs den Erzbischof Thomas Becket. Der Mord erschütterte die Christenheit und ließ Gläubige aus ganz Europa zu seinem Schrein pilgern. Jahrhunderte später zieht es immer mehr moderne Pilger auf den Pilgrims' Way. Ihre Motive sind vielfältig - für manche ist es der Glaube, andere suchen ein Abenteuer, das Naturerlebnis oder sich selbst. Der Pilgerweg verlässt Winchester entlang des River Itchen. Kreideflüsse wie dieser existieren fast nur in England. Für die Fliegenfischerin Marina Gibson ist es etwas ganz Besonderes, die wilde Bachforelle zu fischen. Der Flusswächter Simon Ffennell hat sich den Erhalt dieses einzigartigen Ökosystems zur Lebensaufgabe gemacht. In der grünen Hügellandschaft Surreys entdecken Pilger entlang des Wegs jahrhundertealte Eiben. Einst war ihr Holz sehr begehrt in England, der Heimat des Langbogens. In dieser Tradition fertigt Nick McMillen auch heute noch kunstvolle Bögen. In der Grafschaft Kent kehren Pilger in eine der schönsten mittelalterlichen Anlagen Englands ein: Seit dem 13. Jahrhundert empfängt ein Karmeliterorden in Aylesford Priory Reisende. Jeder ist willkommen. In Hothfield Heathlands helfen zottelige Rinder, eine der letzten Heidelandschaften Kents zu erhalten - allein mit ihrem Appetit. Am Ziel ihrer Reise empfängt Emma Pennington Pilger in der prächtigen gotischen Kathedrale von Canterbury und segnet sie mit persönlichen Worten.
16:15
Seit Jahrhunderten pilgern Gläubige aus dem Norden Europas auf der Via Francigena über die Alpen bis nach Rom - ins Zentrum der Christenheit. Der wohl berühmteste Pilger war Sigerich. Sigerich reiste im Jahr 990 von Canterbury nach Rom, um dort vom Papst die Würden eines Erzbischofs zu erhalten. Seinen Aufzeichnungen ist zu verdanken, dass die historische Route überliefert ist. - Die Filmautorin Mareike Müller begleitet Pilger auf ihrer Reise. Der alte Pilgerweg windet sich hinauf in die imposanten Alpen, die am Großen Sankt Bernhard überquert werden. In der rauen Gebirgswelt versorgt ein Hospiz seit dem Hochmittelalter die Reisenden. Durch das Aostatal führt die Via Francigena in die Po-Ebene: Dort bringt der Fährmann Danilo Parisi seit 20 Jahren Pilger mit seinem Boot über den Fluss. Der Pilgerweg verläuft weiter in den Apennin. Ist das Gebirge bezwungen, werden Pilger mit den lieblichen Landschaften der Toskana belohnt. Monica Sarandrea stellt aus Olivenzweigen kunstvolle Körbe her - und hält damit eines der ältesten und nachhaltigsten Handwerke der Welt lebendig. Eingebettet in die Volsiner Berge liegt im Latium der Bolsena-See. Auf dem Grund von Europas größtem Vulkansee ist eine Krippe verborgen: Um sie kümmern sich die Taucher Giovanni Angeloni und Renato Pizzichetti. Am Ziel ihrer Reise werden Pilger in Rom in einem Hospiz mit dem symbolträchtigen Ritual der Fußwaschung empfangen, bevor ihnen der Pfarrer Agnello Stoia im prächtigen Petersdom ihre Pilgerurkunde überreicht.
17:00
Die Dolomiten in Südtirol bieten eine unwiderstehliche Kombination aus Dolce Vita und alpiner Tradition - ein Paradies für Naturliebhaber und Feinschmecker. Sehnsuchtsorte wie die Seiser Alm und der Rosengarten locken ebenso wie der Naturpark Friauler Dolomiten. Aber auch charmante Metropolen wie Bozen und Trient mit ihren Märkten, Cafés und Sehenswürdigkeiten laden zu Abstechern und Besuchen ein. Der Film stellt aber nicht nur die Region, sondern auch die Menschen vor, die dort zu Hause sind: Ein Biologe rettet einem Steinbock durch eine Notoperation das Leben. Zwei Freundinnen folgen einem Bergführer über den Klettersteig zum Rotwandgipfel, und eine Bauernfamilie lädt in einem der ältesten Höfe des Alpenraums zu einem ladinischen Menü ein. Eine Hüttenwirtin auf der Seiser Alm verrät das Geheimnis ihres köstlichen Kaiserschmarrns, und ein junges Schäferpaar verbringt den Sommer auf einer einsamen Hochalm.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Eine Frau wird nach dem Halloweenfest am Fuß des Brockens tot aufgefunden. Hauptkommissarin Doreen Brasch findet die Tat seltsam. Die Leiche wurde verbrannt, auf einer Art Scheiterhaufen. Schließlich stellt sich heraus, dass das Opfer gefoltert wurde - mit Methoden der mittelalterlichen Inquisition. Wer steckt dahinter? Erst vor anderthalb Jahren war das Opfer, Tanja Edler, aus Berlin in den Harz zurückgekehrt, um die familienbetriebenen Hotels zu übernehmen. Nun beschließt ihre Mutter, Stefanie Edler, den eigenen Ruhestand aufzuschieben, denn dem Sohn Reiko traut sie den Betrieb nicht zu. Tanja Edler gehörte seit ihrer Rückkehr einem "Coven" an - einer Gruppe spiritueller Frauen. Deren Zusammenkünfte stoßen insbesondere bei den Männern im Ort, allen voran beim Arzt Dr. Petersen, auf Missfallen. So entgeht es Brasch während ihrer Ermittlungen nicht, wie tief gespalten das Verhältnis zwischen den Frauen und Männern ist. Gemeinsam mit Kriminalrat Lemp versucht sie, zum Kern dieses Zerwürfnisses vorzudringen, um so den Täter zu überführen.
21:45
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? "kinokino" stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? "kinokino" kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Der Frankfurter Blogger Lukas kehrt zur Fastnachtszeit zurück in den Spreewald, seine alte Heimat. Am Morgen nach der großen Fastnachtsparty wird er nackt und tot auf einem Acker gefunden. Er feierte zusammen mit seiner alten Jugendclique in Masken und Kostümen und kommentierte alles für seine Follower im Internet sehr kritisch. Alkohol und Drogen waren im Spiel. Ist sein Tod ein unglücklicher Unfall, wurde er ermordet, oder war es Selbstmord? Digitale und reale Spuren vermischen sich. Fichte versucht, sich mithilfe eines jungen IT-Spezialisten einen Zugang zur Welt des toten Bloggers zu verschaffen. Krüger ermittelt traditionell und hofft, dass seine Intuition im echten Leben wieder funktioniert. Beide hadern damit, welchen negativen Einfluss Social Media auf das soziale Zusammenleben haben kann und wie das Bewusstsein schwindet, für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen. In dieser melancholischen Meditation über das Verlorensein in einer verwaisten Provinz versucht Krüger, sich ins Private zurückzuziehen und der Pathologin Marlene bei einer schweren Krankheit beizustehen.
23:55
Ein ganz gewöhnlicher Tag in der Ottakringer Polizeiinspektion Kreitnergasse: Ein Streit unter Nachbarn muss geschlichtet werden. Doch dann geraten die Ereignisse völlig aus dem Ruder. Der Nachbarschaftskonflikt eskaliert, es kommt zum Tumult, ein Mann stirbt - und ausgerechnet der junge uniformierte Inspektor Sylvester Thaler soll schuld gewesen sein. Zugleich kommt Kripobeamter Altan Uslu dahinter, dass sein Bruder Efe krumme Geschäfte betreibt. Der jüngere Bruder soll sein Dönerlokal neuerdings als Drogenbunker zur Verfügung gestellt haben. Und all das am ersten Arbeitstag von Oberst Andreas Bergfeld, der die Nachfolge des pensionierten Kripochefs antritt.