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Endlose Strände, Dünen, die Heide und das Wattenmeer prägen die Landschaft von Sylt. Die größte Nordseeinsel Deutschlands ist aber auch ein Paradies für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Im Frühling und Herbst legen dort Tausende von Zugvögeln auf ihrem Weg zwischen Sibirien und Ostafrika einen Stopp ein. Doch Stürme setzen der Insel zu.
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"Terra X" erzählt die Geschichte des Nordseeraums, von seiner Entstehung am Ende der letzten Eiszeit bis in die Gegenwart. Die Doku zeigt Völker und Nationen, deren Schicksal mit der Nordsee verwoben ist, und spürt den Mythen nach, die sich um das Meer ranken. Vom legendären Avalon über untergegangene Städte bis zum Seemannsgarn von Totenschiffen, Meeresgöttinnen und Riesenkraken. Mit einer Fläche etwa so groß wie Frankreich ist die Nordsee ein Winzling im Vergleich zu den Weltmeeren, aber für Europa, seine Entwicklung und Geschichte, von großer Bedeutung. Millionen Menschen leben an ihren Ufern, fast ein Viertel aller weltweiten Schiffsbewegungen findet dort statt, obwohl die Nordsee lediglich 0,2 Prozent der Weltmeeresfläche ausmacht. Die Geschichte ihrer Küstenbewohner ist eine Geschichte vom ewigen Kampf gegen die unberechenbaren Fluten. Er begann bereits lange vor der Zeitenwende, wie archäologische Funde belegen. Durch das Ausgreifen des Römischen Reiches nach Friesland geraten das Meer und seine Küstenlandschaften erstmals ins Blickfeld antiker Autoren. Römische Chronisten berichten von künstlichen Erdhügeln, die die Nordseevölker aufschütteten, um ihr Land vor der See zu schützen. Sie erzählen von einer merkwürdigen Welt, "nicht Meer und nicht Land", denn der starke Gezeitenunterschied, der das Watt entstehen lässt, ist für die Mittelmeerbewohner ein ungewöhnliches Phänomen. Die Überlieferungen erzählen auch von furchterregenden Göttern, die den römischen Eroberungsgelüsten die Stirn bieten. Trotzdem gelangen im 1. Jahrhundert nach Christus der Süden und Westen der Nordsee unter römische Kontrolle. Denn nach einigen gescheiterten Versuchen, England zu erobern, gelingt es den Römern Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus schließlich, auf der Insel dauerhaft Fuß zu fassen und die lokale Bevölkerung zu unterwerfen. Erst fünf Jahrhunderte danach verändern sich die Machtverhältnisse. Der Stern des Römischen Reiches sinkt unter dem Ansturm fremder Völkerschaften. Auch England gerät ins Blickfeld germanischer Stämme. Die Invasion der Angeln und Sachsen aus dem Bereich des heutigen Schleswig-Holstein ist der historische Hintergrund einer der berühmtesten europäischen Sagen, der von König Artus und seiner sagenhaften Burg Avalon. Aber der heroische Kampf des christlichen Herrschers gegen die heidnischen Invasoren wird heutzutage von den meisten Forschern ins Reich der Legende verbannt. Von vielen Geschichten umrankt sind auch die Wikinger, die seit dem frühen Mittelalter die Küsten des Nordseeraums heimsuchen. Doch neben ihren brutalen Überfällen auf Klöster und Siedlungen werden die Wikinger selbst zu Städtegründern und Händlern, die den Nordseeraum prägen. Ihre wagemutigen Fahrten auf technisch ausgeklügelten, hochseetüchtigen Schiffen lassen sie schließlich sogar zu den ersten Entdeckern Amerikas werden.
18:15
"Terra X" erzählt die Geschichte des Nordseeraums, von seiner Entstehung am Ende der letzten Eiszeit bis in die Gegenwart. Die Doku zeigt die Völker und Nationen, deren Schicksale mit der Nordsee verwoben sind, und spürt den Mythen nach, die sich um das Meer ranken. Vom legendären Avalon über untergegangene Städte bis zum Seemannsgarn von Totenschiffen, Meeresgöttinnen und Riesenkraken. Mit der Hanse tritt im Mittelalter eine neue Macht im Nordseeraum auf. Aus geschäftlichen Absprachen und einem lockeren Kaufmannsbund entsteht der erste Global Player, der sogar Königreichen trotzt. Als Piraten die Nordsee unsicher machen, greift die Hanse erbarmungslos durch. Einer der Freibeuterkapitäne wird zum Mythos: Klaus Störtebeker - ein Robin Hood der Nordsee. 1588 greift eine weitere Weltmacht in den Nordseeraum ein: Spanien. Doch der Versuch König Philipps II., England zu erobern, scheitert. Der "Blanke Hans", wie die Menschen im Norden ihre See respektvoll nennen, wird zum tödlichen Verbündeten der Engländer und ihrer Königin Elizabeth im Krieg gegen den mächtigsten Herrscher der Zeit. Seine riesige Flotte, die Armada, trifft auf einen seemännisch überlegenen Gegner und die Stürme der See. Philipps Kriegsgaleonen werden zerstört. Ein historischer Wendepunkt, der Englands Aufstieg zur unangefochtenen Seemacht markiert. Auch ein weiterer Nordseeanrainer, die Niederlande, schafft im 17. Jahrhundert ein weltumspannendes Imperium, eine Epoche, die als "Goldenes Zeitalter" in die Geschichte eingegangen ist. Damals entsteht der Mythos vom "Fliegenden Holländer", einem Handelskapitän, der in seinem Hochmut Gott herausfordert und ewig segeln muss. Hochmut bringt auch die Bewohner des sagenumwobenen Rungholt, des Atlantis des Nordens, zu Fall - so die Legende. Eine Stadt, die durch den Abbau von Salztorfen reich wurde. In der wohl verheerendsten aller Nordseekatastrophen, der "groten Mandränke" im Jahr 1362, dem "großen Ertrinken", finden angeblich 200.000 Menschen den Tod, wurden 100.000 Hektar Weideland zerstört - und Rungholt vernichtet. Sturmfluten sind von alters her eine Geißel der Nordseeküsten. Statistiken verzeichnen Dutzende teils verheerender Fluten seit der Antike. Und genauso alt ist der Versuch der Menschen, Bollwerke gegen die Wassermassen zu errichten. "Wer nicht deichen will, muss weichen", lautet ein altes Sprichwort an der deutschen Nordseeküste. Tausende von Arbeitern, die Koyer, schufteten in früheren Zeiten mit Spaten und Karren und schufen in Generationen die ersten Bollwerke gegen die See. Doch oft genug hielten sie nicht stand, wie etwa bei der Sturmflut, die 1953 große Teile der Niederlande verwüstete und im gesamten Nordseeraum über 2000 Menschenleben kostete. Seit damals hat der Küstenschutz gigantische Ausmaße angenommen. Denn der Kampf gegen die Kräfte der Nordsee kennt keine Waffenruhe. Heute kommt modernste Technik zum Einsatz, helfen Computer, die gefürchteten Sturmfluten planbar zu machen. Zusammengenommen bilden die Wehre und Deiche der Nordsee das größte globale Bauwerk.
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Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
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Still, klar, zeitlos: Jan Vermeer verwandelt Alltagsmomente in ikonische Kunst. Was steckt hinter der besonderen Ruhe und der Faszination seiner berühmten Bilder? In Delft entstehen Vermeers ruhige Szenen aus dem Alltag: Menschen beim Lesen, Musizieren, Schreiben oder bei der Hausarbeit. Seine Gemälde erzählen stille Geschichten voller Licht und Detailreichtum - eine zeitlose Schönheit, die Betrachter bis heute fesselt. Jan Vermeer (1632-1675) wächst in Delft auf, einer kleinen Handelsstadt in den Niederlanden, deren Architektur, Licht und Alltagsleben seine künstlerische Welt prägen. Schon früh zeigt sich sein außergewöhnliches Gespür für Komposition, Farbe und Perspektive, das ihn zu einem der bedeutendsten Maler des Goldenen Zeitalters macht. Umgeben von den Gassen, Kanälen und dem besonderen Licht der Stadt entwickelt er einen Blick für feine Details, subtile Farbabstufungen und die stille Wirkung von Szenen, die sonst unbemerkt blieben. In seinen Werken verwandelt Vermeer alltägliche Szenen in eindringliche Momentaufnahmen von zeitloser Schönheit. Licht fällt auf sorgfältig inszenierte Szenen, die scheinbar zufällige Augenblicke festhalten, und gibt selbst kleinsten Details eine unvergleichliche Präsenz. Berühmte Werke wie "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" und "Die Milchmagd" gelten heute als Ikonen der Malerei und zeigen, wie Vermeer Licht, Farbe und intime Beobachtung zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen lässt. Obwohl Vermeer früh stirbt, hinterlässt er ein Werk von großer Klarheit und stiller Kraft. Seine Bilder beeindrucken durch ihre ruhige Intensität und feinsinnige Erzählkraft, und sie werden bis heute weltweit bewundert. Sie machen Vermeer einem bedeutenden Künstler des niederländischen Barocks.
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ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:16
Mit ihrer wilden Landschaft ist die Bretagne ein Sehnsuchtsziel in Europa. Der Westen Frankreichs ist umrandet vom Meer. Stürmisches Wetter und ein raues Klima verleihen ihm eigenen Charme. Im Binnenland liegen tiefe Wälder und hügelige Heide, an den Küsten zerklüftete Steilhänge mit bizarren Felsformationen, dazwischen karibisch anmutende Strände mit weißem Sand. Kein Ort ist weiter als 80 Kilometer von der Küste entfernt. Die meisten Bretonen leben von und mit dem Meer. Der Film von Elke Bille erzählt die Geschichte typischer Bretonen. Sie zeigen ihren Alltag und ihre Herausforderungen. Die Reise beginnt am Mont Saint-Michel. Der liegt zwar offiziell in der Normandie, ist aber in Sichtweite der Bretagne. Das Örtchen Cancale ist berühmt für seine Austern. Familie Raccine betreibt an der Promenade ein kleines Restaurant, in dem es ausschließlich Austern aus der eigenen Zucht gibt. Die Bänke, auf denen die Austern wachsen, stehen mitten im Meer und sind mit dem Trecker nur bei Ebbe erreichbar. Jedes Mal ein Wettlauf mit den Gezeiten, denn nur knapp sechs Stunden haben sie Zeit, Austern zu ernten und sich um die Zucht zu kümmern, dann setzt die Flut mit starker Strömung wieder ein. In Saint-Malo gibt es das Phänomen der Springflut, die "grande marée", die besonders bei Sturm den ufernahen Häusern mit hohen Wellen heftig zusetzt. In der Nähe von Saint-Malo liegt das Gezeitenkraftwerk La Rance, das 1966 gebaut wurde und mehr als 40 Jahre lang das größte Kraftwerk seiner Art war. Die Bretagne ist berühmt für Buchweizen. Früher ein Arme-Leute-Getreide, heute dagegen eine kulinarische Spezialität des Landes, besonders als Zutat von Galettes. Im Mittelalterstädtchen Vitré dreht sich fast alles um den Buchweizen: Landwirt Immanuel Guardon baut ihn vor den Toren der Stadt an, der Müller Arnaud Chenard mahlt ihn in der ältesten Mühle der Gegend zu Mehl, das Nadine Keroudan in ihrem Food-Truck für Galettes auf dem Markt verwendet. In Lamballe liegt ein Nationalgestüt aus Napoleonischer Zeit. Dort ist die Hengststation für die berühmte Zugpferderasse der Bretagne, Postier Breton. Kutscher Stephane Baillif trainiert die Pferde und bildet sie aus. Und er geht mit ihnen zur Arbeit, mitten in Lamballe. Etwas weiter westlich liegt Brocéliande. Der Sage nach soll dort Merlin begraben sein. Typisch bretonisch sind die Epagneul Bretons, eine bretonische Jagdhundrasse. Patrick Morin züchtet mit großem Erfolg, doch jedes Mal, wenn ein Kunde ein Tier abholt, steht der Züchter vor einer besonderen Herausforderung: Wird der Hund das neue Herrchen akzeptieren? In Carantec betreibt Jean Marie Jezequel eine kleine Werft, in der ausschließlich Holzboote gebaut werden. Schon der Urgroßvater baute an der Bucht von Morlaix kleine Jachten. Später übernahmen der Großvater und dann der Vater die Werft. Heute ist Jean-Marie der Chef in einer der letzten Werften in Frankreich, die Holzjachten baut. Etwas weiter an der Küste Richtung Westen liegt im Finistère das Örtchen Plouguerneau. Dort züchtet Sylvain Huchette mitten im Atlantik Abalonen, also Seeohren, eine Schneckenart. Er ist der erste Züchter dieser Schnecken in Europa und beliefert Pariser Gourmetrestaurants. Ouessant ist die westlichste Insel Frankreichs. Sie ist berühmt für ihre fünf Leuchttürme und liegt sehr einsam weit draußen vor dem Festland. Dort lebt Charlene Creac'h, eine junge Schäferin, die sich vor vier Jahren mit ihrer Milchschafherde selbstständig gemacht hat. Eine große Aufgabe mit viel Verantwortung, sagt sie, aber sie wollte unbedingt auf Ouessant leben, denn nirgendwo gibt es mehr Freiheit und Zusammenhalt als auf dieser Insel. Von Ouessant geht es über Crozon weiter nach Quimper. Dort baut Marin Lhopiteau ganz besondere Instrumente: keltische Harfen in echt. Eine filmische Entdeckungsreise zum Staunen und Träumen entlang der Küste und quer durch die magische Bretagne.
21:45
Verträumte Dörfer in den Hügeln, mediterrane Küche und ein super Klima - die Provence ist ein Sehnsuchtsort. Etwas abseits der touristischen Hauptrouten, östlich von Marseille, liegt die Provence Verte. "Erlebnisreisen" erkundet diese Region in Südfrankreich.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
"Wie die Liebe geht" ist ein beobachtender Dokumentarfilm, der den Verlauf der Liebes- und Lebensgeschichten von drei Paaren aus Deutschland über sieben Jahre - 2016 bis 2023 - erzählt. Die Protagonisten-Paare - Nici und Benni aus Berlin, Nicola und Mirko aus Bremen, Patty und Sarah aus NRW - sind zu Beginn der filmischen Beobachtung allesamt bis über die Ohren verliebt und überzeugt, dass sie ihr Leben fortan gemeinsam verbringen möchten. Sie heiraten, gründen Familien, schreiben Doktorarbeiten und träumen von einer heilen schönen Zukunft. Bis der stressige Alltag, ein zuweilen etwas glanzloses Elternsein und ein Liebesungleichgewicht in der Beziehung zu Herausforderungen werden, die nicht jedes Paar bewältigen kann. Ein Paar wird zudem völlig unvorhersehbar von einem Schicksalsschlag getroffen und muss nicht nur die Liebe, sondern das ganze Leben von Grund auf neu sortieren. Auf dem ereignisreichen Weg dieser sieben Jahre geht Liebe verloren, aber sie transformiert sich auch zu etwas Neuem und bleibt in anderer Form bei allen bestehen. Sie trägt sich weiter in den Kindern, die am Ende zu kleinen Persönlichkeiten herangewachsen sind und enthüllt angesichts größter Herausforderungen einen schönen wahren Kern, der die Zuschauer wehmütig und dennoch hoffnungsvoll in die eigene private Zukunft entlässt. Gemacht wurde dieser berührende Langzeitdokumentarfilm von Judith Keil und Antje Kruska, zwei Berliner Regisseurinnen und Produzentinnen.
23:59
"Ich bin eine Überwinderin", sagt Yemisi. Ein Satz, der durch diesen Film führt - in ein Leben zwischen Triumph und tiefem Zweifel, zwischen Stadionlärm und innerer Stille. Als die Kugelstoßerin am 9. August 2024 in Paris den Ring betritt, ist sie dort den Blicken von 80.000 Menschen ausgesetzt. Yemisi ist Außenseiterin - und doch steht sie dort mit einer Gewissheit. Und gewinnt olympisches Gold für Deutschland. Doch schon vor ihrer Sportkarriere musste sie Hürden überwinden. Yemisis Mutter ist Deutsche, ihr Vater stammt aus Nigeria. Yemisi wird in Deutschland geboren und wächst in der Pfalz auf. Sie fühlt sich dennoch fremd: Mobbing, Ausgrenzung und rassistische Sticheleien prägen ihre Schulzeit. Sätze wie "Du bist zu groß!", "Deine Haare sind hässlich!", "Du gehörst nicht dazu!" graben sich tief in das Selbstbild des jungen Mädchens ein. Die Traurigkeit hatte sie in eine Folie des Schweigens gepackt. Die damals 12-Jährige zieht sich zurück, überlegt sogar, ob es nicht einfacher wäre, wenn sie gar nicht mehr da ist. Sie will nur, dass sich etwas ändert. Es ändert sich erst etwas als Yemisi auf Abigail trifft, die Jugendleiterin in der Kirchengemeinde. Und sie ist es, die das Seelengift neutralisiert und Yemisi im Glauben einen Halt finden lässt. Seitdem gibt ihr der Glaube Halt und Sicherheit: "Gott liebt Dich mit Höhen und Tiefen. Seine Liebe ist bedingungslos", so Yemisi. Am Höhepunkt ihrer Karriere fängt Yemisi auf der Pressekonferenz spontan an zu singen: "I almost let go" heißt der Soundtrack. "Ich hätte fast aufgegeben, aber Gott half mir." Es ist der Soundtrack des Moments, ihrer Olympischen Spiele in Paris. Denn zunächst - beim 1. Stoß im Finale - stürzt Yemisi: "Ich bin gefallen. Das bin ich oft in meinem Leben. Wieder aufzustehen ist die Kunst." Aus dem Sturz wächst Kraft, aus Angst und Konzentration, aus Schmerz und Bewegung. Im entscheidenden sechsten Versuch fliegt die Vier-Kilo-Kugel auf magische 20 Meter. Gold! So wird aus der Geschichte einer Olympiasiegerin ein universeller Film über Zugehörigkeit, seelische und körperliche Kraft, über die Kunst, immer wieder aufzustehen, über die Freude am Sport und dem Leben. Ein poetisches Porträt über das Aufstehen, über Würde, Glaube und über die Kraft, sich immer wieder selbst neu zu erschaffen. Und vielleicht ist genau das das eigentliche Gold ihres Lebens. Yemisi hat nach den Dreharbeiten geheiratet. Aus Yemisi Ogunleye wird Yemisi Mabry: ein neuer Name für ein Leben, das sich immer wieder neu erfindet.