18:30
- Elon Musk - Polit-Comeback Mit Hunderten Millionen Dollar unterstützt Elon Musk die Republikaner bei den US-Zwischenwahlen. Der Historiker Quinn Slobodian sieht darin den Versuch der Tech-Elite, staatliche Regulierung und demokratische Kontrollmechanismen zurückzudrängen. Wie groß ist die politische Macht wirtschaftlicher Eliten? - Killt KI die Forschung? KI beschleunigt die Erstellung und Begutachtung wissenschaftlicher Arbeiten, sorgt aber auch für eine Flut neuer Publikationen. Forschende warnen vor einer wachsenden Abhängigkeit von KI und einer Krise der wissenschaftlichen Bewertung. Gefordert werden mehr Transparenz im KI-Einsatz und ein stärkerer Fokus auf Qualität statt Publikationsdruck. - Australien: Kuhfutter fürs Klima Australien leidet unter den Folgen des Klimawandels und trägt zugleich durch seine Landwirtschaft zu den Emissionen bei. Vor allem Rinder verursachen große Mengen Methan. Vor der Küste Tasmaniens setzen Forschende und Unternehmen nun auf Meeresalgen als Futterzusatz, damit die Tiere weniger klimaschädliche Rülps-Gase ausstoßen. - Movember: Vorsorge rettet Leben Im November lassen sich weltweit Männer einen Oberlippenbart wachsen, um auf Männergesundheit aufmerksam zu machen. Im Fokus stehen Prostata- und Hodenkrebs sowie die mentale Gesundheit. Eine frühe Vorsorge verbessert die Behandlungschancen. Moderne roboterassistierte Eingriffe ermöglichen zudem schonendere Therapien und unterstützen den Erhalt wichtiger Körperfunktionen.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:21
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:23
- 80 Jahre Lucky Luke Seit 80 Jahren kämpft der Comic-Held Lucky Luke für das Gute und die Gerechtigkeit, parodiert US-Mythen und nimmt die Eigenheiten seiner Zeit aufs Korn. Zum Jubiläum erscheint ein neuer Band, in dem der Cowboy zum Heiligen wird. - Trump-Trials Warum die Gerichte am US-Präsidenten Donald Trump abprallen: Wir sprechen mit der Journalistin Andrea Bernstein über Trump und die Midterms in den USA. - Roman "Pony Show" Im Zentrum des Justizdramas von Juli Zeh steht eine Verlegerin, die unter Mordverdacht gerät und deren Fall zum Medienspektakel wird. - Neues Museum für Punk 50 Jahre nach der Geburtsstunde des Punk eröffnet das Punk Museum im TMD Theatermuseum Hofgartenhaus in Düsseldorf. - Kinofilm "Geister" Regisseur Fatih Akin erzählt in seinem neuen Film eine ungewöhnliche und tragische Liebesgeschichte. Ab 5. November im Kino.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Ganz Wien leidet unter dem eiskalten Winter. Und unter den bizarren Morden eines Serientäters. Groteske Verstümmelungen, geheime Symbole und zufällig gewählte Opfer sind seine Handschrift. Die Ermittlungen führen Oskar und Max in extreme nationalistische Kreise. Das Verhalten des Täters, die Hinweise an den Tatorten stellen sie lange vor ein unlösbares Rätsel. Nach und nach fügen sich die Morde zu einem schockierenden Puzzle zusammen. Gleichzeitig hat Max Liebermann mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Seine Faszination für seine ehemalige Patientin Amelia lässt ihn an seiner bevorstehenden Hochzeit zweifeln.
21:45
- "Minotaurus" Thriller über die verkommene Moral im russischen Krieg - "Geister" Fatih Akins Lovestory über irdische Grenzen hinweg - "BLOCK 10" Auschwitz-Drama mit Axel Prahl und Christian Berkel - Außerdem: "Drei Kameradinnen", ein Freundinnendrama über Integration und Schuld sowie "Iván & Hadoum", der Gewinner des Teddy Awards bei der Berlinale 2026
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
Michael Glawogger (1959 - 2014) geht den Fragen nach, ob körperliche Schwerstarbeit verschwindet oder ob sie nur unsichtbar wird - und wo sie im 21. Jahrhundert noch zu finden ist. Mit "Workingman's Death" feierte er einen sensationellen Kino- und Festivalerfolg, nachdem der international gefeierte österreichische Filmemacher in "Megacities" das Leben in Großstadtmolochen dokumentierte und in "Frankreich, wir kommen" Fußballfans zeigte. Auch mit "Nacktschnecken" und "Slumming" bewies Glawogger, dass er gefeierte Spielfilme machen kann. "Workingman's Death" ist eine zweistündige Filmreise, die 2005 bei den European Film Awards als bester europäischer Dokumentarfilm nominiert war und auf Festivals in Leipzig, Gijón und London Preise einheimste. In sechs Kapiteln folgt Glawogger dabei den Spuren von "Helden" in illegalen Minen der Ukraine, spürt "Geister" unter den Schwefelarbeitern in Indonesien auf, begegnet "Löwen" in einem Schlachthof in Nigeria, bewegt sich unter "Brüdern", die ein riesiges Tankschiff in Pakistan zerschneiden, und hofft mit chinesischen Stahlarbeitern auf eine "glorreiche Zukunft". Die Zukunft ist aber mittlerweile in Deutschland angekommen, wo eine ehemals wichtige Hochofenanlage in einen Freizeitpark verwandelt wurde. "Arbeit kann viel sein. Oft ist sie kaum sichtbar, manchmal schwer erklärbar und in vielen Fällen nicht darstellbar. Schwere körperliche Arbeit ist sichtbar, erklärbar, darstellbar. Daher denke ich oft: Sie ist die einzig wirkliche Arbeit", so Glawogger. Neben Erich Lackner und Mirjam Quinte hat Oscar-Preisträger Pepe Danquart "Workingman's Death", im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens mitfinanziert, produziert. Für die Musik ist der renommierte Filmmusiker John Zorn verantwortlich, der den so genannten "Genius Grant" der MacArthur Foundation in der Höhe einer halben Million Dollar erhielt. 1935 wird der sowjetische Bergmann Aleksej Stachanow zum Helden der Arbeit. 102 Tonnen Kohle in einer Schicht - ein bis dahin nicht erreichter Rekord. Er wird damit zum Star, zum Helden, zum Politiker und zur Legende. Eine Stadt im Donbass und eine Bewegung werden nach ihm benannt, eine riesige Statue wird errichtet. Krasni Lutsch, Ukraine. Dort, wo einst Stachanow seine Rekorde setzte, arbeiten heute Tatjana, Valodja und Vassili in einer selbst gegrabenen, nicht mehr als 40 Zentimeter hohen Mine. Sie bauen Kohle für den Eigenbedarf ab und leben von der vagen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie sind die neuen "Helden des Donbass". Ostjava, Indonesien: Pak Agus trägt seit 30 Jahren Schwefel vom Krater des Berges Kawa Ijen ins Tal. Er benutzt dazu zwei mit einer Stange verbundene Körbe, auf seinen Schultern liegt eine Last von 70 bis 100 Kilogramm. Da der Vulkan auch ein beliebtes Ausflugsziel für in- und ausländische Touristen ist, führt ihn sein täglicher Weg vorbei an Schaulustigen, die ihn und seine Kollegen bestaunen, befragen, bewundern und fotografieren. Sie sind wie "Geister" aus einer vergangenen Zeit. Bunmi Onokoya und seine Kollegen schlachten, rösten, waschen, häuten, zerteilen, schleppen, handeln, laufen und schreien von morgens bis mittags. In dieser Zeit werden an die 350 Ziegen und fast ebenso viele Stiere vom lebenden Tier zum verkaufsfertigen Fleisch verarbeitet. Die Arbeiter in Port Harcourt, Nigeria, sind stolz, laut und fröhlich. Schließlich sind sie dafür verantwortlich, dass ihre Landsleute zu essen haben. Sie sind selbstbewusst und stark wie "Löwen". Dawa Khan ist eigentlich Bauer. Aber in seinem Dorf reichen die Erträge nicht mehr zum Leben. So arbeitet er in Gaddani, Pakistan. Er und Hunderte andere zerlegen mit mehr oder weniger bloßen Händen alte Tankschiffe, verarbeiten den Schrott aus dem Rest der Welt. Mit strengstem Gottvertrauen und im kollektiven Bewusstsein, dass sie "Brüder" im Geiste und im Leid sind, begegnen sie der täglichen Lebensgefahr von Explosionen und herabstürzenden Trümmern. Doch die "Zukunft" findet in China statt.