16:00
Um wieder als Krankenschwester zu arbeiten, wagt Vera den Neuanfang: Mit ihrer Familie zieht sie von Berlin in die Eifel - und erlebt schon am ersten Tag, wie fordernd das Landleben ist. In der Praxis von Dr. Chris Wegner will eine lange Liste von Hausbesuchen abgearbeitet werden. Vera nimmt sich Zeit für ihre Patienten und zweifelt an der Unfallgeschichte von Hannes Limburg, während ihr Chef auf das volle Wartezimmer verweist. Dicke Luft gibt es auch zu Hause, weil Sohn Paul null Bock auf Provinz hat und dem hippen Kreuzberg hinterhertrauert. Um seine Mutter zu treffen, ist der zornige Teenager sogar fies zu Nesthäkchen Mia. Für Vera wird der Neustart zur doppelten Herausforderung zwischen Beruf und Familienleben - von wegen ruhige Provinz.
17:30
Vera hat sich als Versorgungsassistentin in der Eifel gut eingelebt - doch ein neuer Patient stellt sie vor eine besondere Herausforderung. Der 20-jährige Max sitzt nach einem Autounfall im Rollstuhl und hat jeden Lebensmut verloren. Während Dr. Wegner auf Konfrontation setzt, versucht Vera, ihm mit Verständnis zu helfen - und gerät darüber in Konflikt mit ihrem Chef. Max ringt seit dem Unfall, bei dem er seine Eltern verlor, mit Schuld und Selbsthass - ein Grund, den Vera behutsam aufzudecken versucht. Gleichzeitig kümmern sie Sorgen im Umfeld: Freundin Danuta verliert ihren Job, und bei Beatrice Ortmann kriselt die Ehe. Deren Mann Leon zeigt zudem Interesse an Vera, das sie entschieden zurückweist - ebenso wie weitere überraschende Annäherungen. Dabei ist Vera eigentlich in sommerlicher Stimmung.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Krone, Punk und schwarzer Humor: "Metropolen des Pop: London" zeigt, wie zwischen Savile Row und Camden seit Jahrzehnten Musik- und Modetrends entstehen, die die Welt prägen. London gilt als Zentrum von Tradition und Etikette - und zugleich als Quelle einflussreicher Gegenkulturen. Durch soziale Spannungen, Klassenunterschiede und die Rebellion dagegen entstehen in London immer wieder neue Musik-, Mode- und Humorformen. London pflegt bis heute das Bild der eleganten Weltstadt mit Monarchie, Understatement und gesellschaftlichen Codes. Gleichzeitig bringt London seit Jahrzehnten immer wieder Sub- und Gegenkulturen hervor, die diese Ordnung infrage stellen und zu weltweiten Trends werden. Was in London getragen und gehört wird, wird globaler Mainstream. Wie entsteht die vielfältige Popkultur einer Stadt, die auf den ersten Blick höflich, ordentlich und ein bisschen steif wirkt? Die Dokumentation "Metropolen des Pop: London" folgt dieser Frage durch Camden, die Savile Row, Clubs und Comedy-Bühnen. Musikerinnen und Musiker wie Gina Birch, Billy Sullivan und die Nova Twins beschreiben eine Szene, in der Musik zum Ausdruck sozialer Realitäten wird - von Glam und Punk über Britpop bis Grime. Gina Birch erinnert an die Entstehung der Punkszene in einer Phase wirtschaftlicher Umbrüche. Die Nova Twins verorten Londons Sound in der kulturellen Vielfalt der Stadt. Die Dokumentation zeigt, wie gesellschaftliche Konflikte in London immer wieder neue Musikformen hervorbringen und Popkultur prägen. Auch in der Mode treffen Gegensätze aufeinander: Vivienne Westwood bricht mit allen Regeln des bis dahin Tragbaren, während die berühmte Maßschneider-Meile Savile Row für Tradition und Kontinuität steht. Besonders ist in London auch der Humor. Die Briten haben ihre sehr eigene Art, zu lachen - und die Welt lacht mit. Die Comedians Tiff Stevenson und Vidura Bandara Rajapaksa beschreiben eine Haltung, zwischen Chaos und Kontrolle. So entsteht das Bild einer Stadt, die unter permanenter Spannung steht und die ihre kulturellen Widersprüche nutzt, um immer wieder kreative Energie freizusetzen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Verlassen, erstarrt im Schmerz und voller Todessehnsucht: Ariadne begegnet Bacchus, der alles verändert. In Salzburg spielt der Opernklassiker überraschend auf dem Mars. Ersan Mondtag macht Strauss' und Hofmannsthals "Ariadne auf Naxos" bei den Salzburger Festspielen 2026 zum extraterrestrischen Gedankenexperiment über Kunst, Einsamkeit und die Suche nach einem anderen Leben. Der reichste Mann der Welt bestellt für denselben Abend eine ernste Oper und ein heiteres Singspiel. Tragödie und Komödie, Anspruch und Unterhaltung sollen gleichzeitig stattfinden. Der junge Komponist (Kate Lindsey) kämpft um die Integrität seines Werks, während Ariadne (Christina Nilsson) ihre große Szene bedroht sieht. Unbeeindruckt bleibt Zerbinetta (Ziyi Dai), die der Todessehnsucht Ariadnes Witz, Lebenslust und die Erfahrung entgegensetzt, dass kein Schmerz für immer währt. In einer kargen Marslandschaft treffen schließlich Ariadne und Bacchus (Eric Cutler) aufeinander. Regie, Bühne und Kostüme stammen von Ersan Mondtag, am Pult der Wiener Philharmoniker steht Manfred Honeck. Die TV-Übertragung inszeniert Leopold Knötzl, durch den Opernabend führt Teresa Vogl.
22:30
Mit Marina Viotti (Mezzosopran) und Jakub Józef Orlinski (Contertenor), Hayato Sumino (Klavier), Adélaïde Ferrière (Perkussion), Gautier Capuçon (Cello), Daniel Lozakovich (Geige), Farrah El Dibany (Mezzosopran) Ein spektakuläres Feuerwerk mit Drohnenballett um den Pariser Eiffelturm und unzählige Weltstars: Das "Concert de Paris", größtes Klassik-Event Europas, bietet alljährlich Superlative. Marina Viotti und Jakub Józef Orlinski singen die schönsten Opernarien - vor allem aus Frankreich und Italien. Pianostar Hayato Sumino improvisiert über ein altbekanntes Kinderlied, und Perkussionistin Adélaïde Ferrière sprüht vor Energie. Frankreich feiert sich am Vorabend des Nationalfeiertags selbst mit Evergreens aus dem europäischen Opernrepertoire - vom "Barbier von Sevilla" und "La Traviata" bis zu "Carmen" und "Hoffmanns Erzählungen". Echte Stammgäste beim "Concert de Paris", das wie immer vom Orchestre National de France und dem Chor von Radio France gestaltet wird, sind Cellist Gautier Capuçon und Geiger Daniel Lozakovich. Als Schwan aus dem "Karneval der Tiere" schwebt Cellist Gautier Capuçon übers Wasser, und Daniel Lozakovich verblüfft mit dem virtuosen Finale aus Tschaikowskys Violinkonzert. Aktuelle Musik präsentiert Adélaïde Ferrière, französischer Shooting-Star an der Percussion: Sie spielt einen Teil von Fazil Says Schlagzeugkonzert. Mezzosopranistin Farrah El-Dibany und weitere Solistinnen und Solisten interpretieren Musik von Purcell, Berlioz und Mascagni, bevor der Abend auf den absoluten Höhepunkt zusteuert: das grandiose Feuerwerk um den Eiffelturm. Der weltweit gefragte britische Dirigent - und Air-France-Pilot - Daniel Harding leitet das "Concert de Paris". Moderatorin Siham El-Maimouni führt durch den fulminanten Abend und trifft die Stars zum Backstage-Interview.