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TV Programm für 3sat am 05.07.2026

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Schätze der Welt - Erbe der Menschheit 19:40

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Crespi d'Adda, Italien - Vom Verfall einer Kultur

Dokumentation

"Crespi d'Adda" war einst eine Fabrik, die sich ihre eigene kleine Welt leistete. Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Familie Crespi diese Fabrik und Wohnhäuser am Fluss Adda bauen lassen. Heute stehen die Turbinen des bankrotten Unternehmens still, und keiner hat mehr Zugang zu den Räumen. Doch die Fabrik mit ihren Fliesen, ihrem Parkett und ihren Wandmalereien, die in jedem Detail ästhetisch anspruchsvoll sind, hat ihre Faszination bewahrt. Am Ufer des Flusses Adda wurde die Fabrik einst errichtet, und entlang der Hallen entstand der Ort Crespi mit Wohnhäusern, einer Kirche, einem Kinderhort und einer Schule. Am Ende des Weges steht ein Monument, wie Pharaonen es sich bauen ließen, nur im Geschmack der Zeit um die Jahrhundertwende: Das Denkmal über der Familiengruft ist fast so hoch wie die Fabrikschornsteine. Davor befindet sich ein Feld, reihenweise bestellt mit kleinen Kreuzen. Auf dem Friedhof der Crespi durfte jeder aus ihrer Arbeiterschar seine letzte Ruhestätte finden. Eine reiche Saat zu Füßen des Fabrikanten, des Wohltäters und Nutznießers seiner Wohltaten. Das Haus, das er und seine Nachkommen zu Lebzeiten bewohnten, ist ein Schloss mit Turm und Zinnen, direkt neben der Fabrik. Aber auch die Häuser seiner Arbeiter waren großzügig geplant und eingerichtet, die der höheren Angestellten noch großzügiger - zufriedene Arbeiter arbeiten besser. Das Werk blieb nicht im Familienbesitz. Mehrfach wechselte die Leitung im Laufe des 20. Jahrhunderts. 1995 wurden die Fabrik und der ganze Ort als Beispiel einer Industriekultur, die schmuckvolle Architektur mit Funktionalität in Einklang brachte, in die UNESCO-Welterbe-Liste aufgenommen. Damals allerdings war die heute sinnlose Weitläufigkeit der riesigen Hallen vom Maschinenlärm gefüllt. 2003 musste die Fabrik Insolvenz anmelden. Heute haben Verfall und Zerstörung ihre eigene Schönheit entwickelt.

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Nachrichten

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Eröffnungskonzert Schleswig-Holstein Musik Festival 2026 20:15

Eröffnungskonzert Schleswig-Holstein Musik Festival 2026

Konzert

Mit Anastasia Kobekina (Violoncello) Programm: - Antonín Dvorák: Cellokonzert h-Moll op. 104 - Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur "Titan" Seit Anastasia Kobekina im Rahmen des "Schleswig-Holstein Musik Festival 2024" den "Leonard Bernstein Award" erhielt, kennt ihre Karriere weiterhin nur eine Richtung: nach oben. 2024 wählte Kobekina für ihr Debüt bei den "BBC Proms" Dvoráks Cellokonzert. Mit dieser Perle wird die Ausnahmemusikerin bei der Eröffnung des SHMF zu hören sein und sowohl ihre technische Reife als auch ihre große "lyrische Begabung" (FAZ) unter Beweis stellen. In der zweiten Konzerthälfte präsentiert das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Karina Canellakis Gustav Mahlers erste Sinfonie, die in ihrer bunten und kontrastreichen Verquickung von zitierten volkstümlichen Liedern, ironischen Brechungen, mystischen Naturtönen und strahlender Klangpracht fasziniert. Die New Yorkerin Karina Canellakis sorgt seit einigen Jahren nicht nur als Chefdirigentin des Netherlands Radio Philharmonic Orchestra für Furore, sondern dirigierte beispielsweise auch die Nobelpreis-Konzerte sowie die legendäre "First Night of the Proms".

Wer einmal stirbt dem glaubt man nicht 22:35

Wer einmal stirbt dem glaubt man nicht

TV-Komödie

Witwe Clara und Witwer Ulf verbindet eine ungewöhnliche Gemeinsamkeit: Beide trauern um ihre Ehepartner, die sie aber nicht für tot erklären lassen können. Zwar besteht weder am mutmaßlichen Freitod von Ulfs Frau Anke noch an dem tödlichen Gletscherabsturz von Claras Gatten Enno irgendein behördlicher Zweifel, doch für die Beurkundung besteht der Beamte auf eine Leiche - und die gibt es in beiden Fällen nicht. Um sich wenigstens beim emotionalen Loslassen zu unterstützen, gründen Clara und Ulf nach dem zufälligen Kennenlernen eine informelle Zweier-Selbsthilfegruppe. Schon bald erwachen bei der selbstbewussten Parfümeurin und dem erfolgreichen Romanautor überraschende Gefühle, die über die gängige Trauerarbeit weit hinausgehen. Noch mehr erstaunt die beiden jedoch die Entdeckung, dass offenbar auch gewisse Gemeinsamkeiten ihre Ehepartner verbinden. Ein verräterisches Foto von Anke mit Enno, ihr fast zeitgleiches Verschwinden und die Komplizenschaft bei einem millionenschweren Betrug lassen den Verdacht aufkommen, dass sich die Dahingeschiedenen zusammen aus dem Staub gemacht haben. Auch wenn es noch mehr wehtut: Jetzt wollen Clara und Ulf die ganze Wahrheit herausfinden. Niemals geht man so ganz - vor allem, wenn den trauernden Ehepartnern die letzte Gewissheit fehlt und plötzlich Zweifel an dem Dahinscheiden aufkommen. Diesen makabren Stoff nimmt "Wer einmal stirbt dem glaubt man nicht" zum Ausgangspunkt für eine mit bittersüßer Ironie erzählte Komödie. Zur schauspielerischen Höchstform laufen Julia Koschitz und Heino Ferch als Hinterbliebenen-Duo auf, das einander näher und einem perfiden Schwindel auf die Schliche kommt. Roman Knižka und Sabine Waibel spielen ein untotes Ganovenpaar, dessen perfekter Plan zu scheitern droht. Grimme-Preisträger Dirk Kummer inszenierte die unterhaltsame Geschichte nach einem Drehbuch von Uli Brée.