17:07
Dichte Wälder, weite Seenlandschaften und Häuser wie aus dem Märchenbuch: Schweden gehört zu den populärsten europäischen Reisezielen. Die Reise beginnt in Motala am Göta-Kanal. In dem verschlafenen Dörfchen trifft Moderatorin Andrea Jansen auf Olaf Svensson. Der ehemalige Topmanager hat vor Jahren seinen Beruf aufgegeben, um sich seinen größten Wunsch zu erfüllen: Kapitän zu sein auf einem eigenen Schiff. Seither steuert er mit sicherer Hand seine "Kung Sverker" durch die schwedischen Wasserstraßen. In Stockholm begegnet Andrea Jansen dem eigenwilligen Comic-Zeichner Simon Gärdenfors und dem stolzen Möbeldesigner Jerk Malmsten. Zusammen mit ihnen lernt sie die Hauptstadt aus ungewöhnlichen Perspektiven kennen und bekommt eine Einführung in die schwedischen Umgangsformen.
17:49
Die Journalistin Wasiliki Goutziomitros entdeckt Island und trifft viele interessante Menschen, darunter den Vulkanfilmer Villi Knudsen und die Miss World 2005, Unnur Birna Vilhjálmsdóttir. Farbenprächtige Landschaften, heiße Quellen und wasserspeiende Geysire gehören ebenso zu Island wie die manchmal etwas eigenwilligen Menschen, die dort leben. Island ist aber auch bekannt für seine Trolle und Elfen und die berühmten Islandpferde.
18:30
Die Tiefensensibilität unseres Körpers ist eine Superkraft, ohne die wir im Alltag nicht funktionieren würden. Deshalb müssen wir diesen "sechsten Sinn" ein Leben lang trainieren. Laut WHO sterben weltweit jährlich mehr als 680.000 Menschen infolge von Stürzen; hinzu kommen mehr als 170 Millionen Behinderungen. Dabei haben Menschen von Geburt an ein System mit Tausenden Sinneszellen, um ein präzises Körpergefühl zu entwickeln: die Propriozeption. Aber wir sind eine bewegungsarme, sitzende Gesellschaft, die Lockdown-Situation durch Corona hat dieses Problem noch verschlimmert. Schon viele Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig. Die Folge: Die Körperwahrnehmung kann sich nicht richtig entwickeln und dann auch nicht zuverlässig funktionieren, wenn zum Beispiel ein Sturz droht. B-Girl Jilou, deutsche Meisterin im Breaking aus Berlin, die ihre Körperteile zu den Beats der Musik akrobatisch in alle Himmelsrichtungen katapultiert, ist für den Bewegungswissenschaftler Prof. Dr. Heiko Wagner ein ideales Studienobjekt, um die Propriozeption besser zu verstehen. Erstmals kann Jilou mithilfe der von ihm entwickelten Messmethode "ComputerMyoGraphie" überprüfen, ob ihr Körpergefühl wirklich mit den Bewegungen übereinstimmt, die sie durchführt. An der Technischen Universität München forscht Gordon Cheng, Professor für Kognitive Systeme, ebenfalls zu diesem Thema. Er will Roboter mit einem Körpergefühl ausstatten, das dem des Menschen ähnelt. Als erstem Roboterentwickler ist es ihm gelungen, diesem Ziel mit der Entwicklung einer künstlichen Haut mit Tastsinn ein großes Stück näherzukommen.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:21
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:23
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Man ist so alt, wie man sich fühlt - Phrase oder Wirklichkeit? Die Dokumentation geht der Frage nach, wie der Alterungsprozess beeinflusst werden kann und welche Faktoren eine Rolle spielen. Dabei nähert sie sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Denn Fakt ist: Jeder Mensch altert anders. Wie können wir unser biologisches Alter beeinflussen? Die Kölnerin Beatrice nimmt an einem "Verjüngungsprojekt" teil. Für drei Monate absolviert sie ein professionelles Sportprogramm und stellt ihre Ernährung um. Der Vorher-Nachher-Test an der Deutschen Sporthochschule zeigt, ob sie messbar jünger wird. Alternsforscher Prof. Björn Schumacher ordnet ein, wie aussagekräftig Selbsttests für biologisches Alter aus dem Internet sind. Der 82-jährige Friedhelm Adorf entdeckte mit 50 Jahren die Leichtathletik für sich. Seither trainiert er konsequent und läuft den Jungen davon. Ihn zieren 26 Europa- und 13 Weltmeistertitel. Die Dokumentation begleitet ihn zur Deutschen Hallenmeisterschaft 2026. Wird er den Titel erringen - und wie schafft er es, so fit zu bleiben? Gesine Cukrowski, Schauspielerin, Welthungerhilfe-Aktivistin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes für ihr langjähriges Engagement für Frauenrechte und Gleichstellung, kämpft für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung von Frauen über 47. Sie nimmt die Zuschauer mit hinter die Kulissen ihres aktuellen Theaterstücks "Astrid" und stellt unseren Blick auf das Altern infrage. Hängen bleibt: Wer bestimmt, wie alt wir sind?
20:59
Unser Gedächtnis ist eine Maschine der Superlative: Es verarbeitet in jeder Sekunde unvorstellbar große Mengen an Informationen, entscheidet, was wichtig ist und was nicht. Es speichert ab, was wir erleben und lernen. Damit macht es uns auch zu dem, was wir sind. Die gespeicherten Erlebnisse und Gefühle, das gespeicherte Wissen - all das verbindet uns mit uns selbst und mit unserer Vergangenheit. Wie aber kann man das Gedächtnis verbessern und leistungsfähiger machen? Wie können wir es fit und gesund halten? Was passiert, wenn es uns verlässt? Die Dokumentation "Mein Körper. Mein Gedächtnis." begleitet Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Thema "Gedächtnis" verbunden sind. Nicole Adam verliert mit Ende 40 durch mehrere Hirnschläge ihre Erinnerungen. Entschlossen kämpft sie darum, ihr Gedächtnis zurückzugewinnen - mit Ergotherapie und mit einer VR-Brille. Auf ihrem Genesungsweg stellt sie sich auch die Frage: Wer bin ich, wenn ich nicht weiß, wie ich einmal war? Ihre Geschichte zeigt, wie verletzlich unser Gedächtnis ist - und gleichzeitig wie anpassungsfähig. Für die Schauspielerin Henriette Hölzel wiederum ist es Alltag, große Textmengen am Dresdner Staatsschauspiel zu lernen. Acht verschiedene Rollen hat sie gleichzeitig parat. Sie verrät, wie sie es schafft, komplexe Dialoge im Kopf zu behalten. Auch Johannes Mallow, der mehrfache deutsche Meister und zweifache Weltmeister im Gedächtnissport, erklärt, wie man sich verschiedene Dinge besser merken kann. Mit Methoden wie dem "Gedankenpalast" zeigt er uns im Magdeburger Dom, wie er sich seine Termine so einprägt, dass er sie nicht mehr vergisst. Doch nicht nur Training hält unser Gedächtnis fit. Tatsächlich ist auch das Vergessen wichtig, um das Gedächtnis gesund zu halten. Der Neurowissenschaftler Andreas Papassotiropoulos erklärt, dass Vergessen ein aktiver Prozess ist, der uns hilft, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Um dem Gedächtnis etwas Gutes zu tun, empfiehlt er Schlaf und Bewegung sowie Kunst und Kultur. Die Heidelberger Neurobiologin Prof. Hannah Monyer macht deutlich, dass unsere Erinnerungen nicht nur unsere Vergangenheit geprägt haben, sondern auch unsere Zukunft formen: Was wir uns heute merken, beeinflusst, wer wir morgen sein werden. Ein Film, der Geschichten vom Lernen und Vergessen erzählt, spannende Forschungsergebnisse präsentiert und vermittelt, wie wir unser Gedächtnis stärken können, damit es uns ein Leben lang begleitet.
21:45
"Erlebnisreisen" sind die Zusammenfassung von Magazinbeiträgen oder kürzere exklusive Reportagen. Die Attraktivität der dargestellten Reiseziele steht im Vordergrund. Es werden praktische Tipps und konkrete Anregungen gegeben. Die Routen und Ziele sind nachvollziehbar beschrieben. Diesmal gibt es Tipps für eine Reise in den ruhigen Norden der kanarischen Insel Gran Canaria.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:29
"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.
22:58
Ein packender Film über geheime Handelswege zwischen Deutschland und Russland, mitten im Krieg. Deutschland steht offiziell fest an der Seite der Ukraine. Sanktionen sollen verhindern, dass westliche Technologie in russischen Waffen landet. Politik und Wirtschaft versichern immer wieder, dass Lieferketten unterbrochen seien. Doch stimmt das wirklich? Filmemacher Michael Höft und sein Team machen sich im kältesten Winter der Kriegsjahre auf den Weg nach Kyjiw. Der Himmel über der ukrainischen Hauptstadt wird fast jede Nacht vor allem von einer Waffe bedroht: der Drohne Geran-2. Diese Drohne wurde ursprünglich im Iran als Shahed-Drohne entwickelt und wird inzwischen in Russland selbst produziert. Immer wieder schlagen diese unbemannten Flugkörper in Wohnhäusern ein. Zivilisten sterben in ihren Wohnungen. Bei einem Termin beim ukrainischen Militärgeheimdienst erhält das Team Zugang zu den Überresten abgeschossener Drohnen. Auf Tischen liegen zerlegte Elektronikteile, Kabel und Chips. Experten zeigen den Journalisten Bauteile aus westlicher Produktion. Besonders häufig tauchen elektronische Komponenten deutscher Hersteller auf. Ohne diese Bauteile würden viele der Drohnen nicht fliegen, erklären die Spezialisten dem Team. Doch wie gelangen solche Komponenten trotz der Sanktionen nach Russland? Geleakte russische Zollpapiere zeigen detailliert, welche Firmen welche Waren nach Russland geliefert haben und welchen Weg diese Güter genommen haben. Die Spur führt nach Zentralasien. Vor allem Kasachstan spielt eine Schlüsselrolle. Die ehemalige Sowjetrepublik hat eine Zollunion und ein Freihandelsabkommen mit Russland. Gleichzeitig können europäische Firmen ihre Produkte problemlos nach Kasachstan exportieren. Seit Beginn des Krieges sind die Handelszahlen explodiert. Mithilfe eines russischen Journalisten im Exil macht sich Michael Höft auf die Suche nach den Zwischenhändlern. In unauffälligen Lagerhallen in Almaty liegen Produkte "Made in Germany". Von dort aus werden sie weiterverteilt, oft Richtung Russland. Das Team verfolgt Lieferketten, spricht mit anonymen Händlern und konfrontiert deutsche Unternehmen mit ihren Recherchen. Dabei zeigt sich: Offiziell liefert niemand nach Russland. Doch über Umwege funktioniert der Handel weiterhin, präzise organisiert und äußerst lukrativ. Die Dokumentation folgt den Spuren deutscher Technologie von deutschen Industriegebieten über Zentralasien bis nach Russland. Der Film zeigt ein System aus Zwischenhändlern, Freihandelszonen und logistischen Schlupflöchern und stellt eine unbequeme Frage: Wenn Sanktionen den Krieg stoppen sollen, warum funktionieren die Lieferketten trotzdem weiter?
23:43
Wer derzeit ein Goldkettchen oder einen Ring schenken möchte, muss tief in die Tasche greifen. Denn nach jüngsten Turbulenzen setzt sich der Aufwärtstrend beim Goldpreis fort. In den vergangenen zwei Jahren hat er einen Rekordhöhenflug hingelegt: Innerhalb von zwölf Monaten hat Gold knapp 65 Prozent zugelegt, der Preis pro Unze ist auf ein Allzeithoch von fast 5600 Dollar geklettert. Politische Instabilität, Inflationssorgen und geopolitische Spannungen bereiten den Boden dafür, dass die Nachfrage steigt. Die "WeltWeit"-Reporter haben sich angesehen, was der neue Goldrausch mit den Menschen in den unterschiedlichen Regionen der Erde macht. Auf den Philippinen begleitet Isabella Purkart den 42-jährigen Familienvater Zaldy, der seit mehr als 15 Jahren unter extrem gefährlichen Bedingungen Gold schürft: In einem Schlammloch taucht er nach feinen Goldpartikeln und wird dabei nur über einen alten Kompressor mit Luft versorgt. Jeder Tauchgang ist ein großes Risiko, das er eingeht, um seine Familie zu ernähren. Der aktuell hohe Goldpreis treibt auch Zaldy und seine Kollegen an, noch härter zu arbeiten, denn meist verdienen sie trotzdem nicht mehr als ein paar Euro am Tag. Die Schweiz ist seit Jahrzehnten eine Drehscheibe im internationalen Goldhandel. Auch "dreckiges" Gold, sogenanntes Blut- und Raubgold, wurde dort zu Barren verarbeitet. Vier der größten Raffinerien der Welt befinden sich im Land und gehen - geschützt hinter Kameras und Stacheldraht - diskret ihren Geschäften nach. Ein kürzlich beschlossenes Zollgesetz verlangt nun, dass die Raffinerien ihre Lieferketten bis zum Ursprung zurückverfolgen. Marion Flatz-Mäser taucht ein in die Welt der großen Goldhändler. Eine Welt, in der es Menschen gibt, die sich um viele Millionen Franken mit Gold eindecken, um sich damit auch in unsicheren Zeiten Sicherheit zu erkaufen. "Sie werden entweder Söhne aus ärmeren Familien oder ältere Männer heiraten müssen", sagt der Vater von fünf Töchtern. In Indien wird die Mitgift in Form von Gold und teurem Brautschmuck verlangt. Beim aktuellen Preis können sich das immer weniger Brautväter leisten. Patrick A. Hafner trifft eine Familie mit fünf Töchtern, von denen drei in nächster Zeit verheiratet werden sollen. Das stellt sie vor eine große Herausforderung. Indiens Goldhändler haben auf das Rekordhoch beim Goldpreis reagiert und bieten Familien einen Ausweg: weniger Karat, und statt Reingold wird vergoldeter Schmuck angeboten. So lässt sich wenigstens der Schein von Glanz und Glamour wahren. Doch das birgt eine große Gefahr, denn traditionell ist der Brautschmuck zur finanziellen Absicherung der Frau gedacht, die nach ihrer Hochzeit auf das Wohlwollen der Familie ihres Ehemanns angewiesen ist.