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TV Programm für 3sat am 17.09.2026

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Leben im Multiversum - Gibt es uns unendlich oft? 20:59

Leben im Multiversum - Gibt es uns unendlich oft?

Wissenschaft

Wenn die physikalische Theorie vom Multiversum stimmt, gibt es uns Menschen in unzähligen Varianten. Was macht das mit uns? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Diese Vorstellung stellt unser Weltbild einmal mehr auf den Kopf: Unsere Welt scheint sehr viel größer und mannigfaltiger als wir bislang dachten. Neueste physikalische Berechnungen deuten darauf hin, dass unser Universum Teil einer weit größeren Struktur sein könnte. Was bedeutet das für uns Menschen, wenn wir nur ein winziger Teil in einem Kosmos aus unzähligen Blasenuniversen wären? Lange galt die Multiversum-Theorie als Science-Fiction oder rechnerische Spekulation. Doch die theoretischen Hinweise verdichten sich. Und so steht unser Weltbild vor einer möglichen Zäsur, die unser Verständnis von Realität, Zufall und freiem Willen grundlegend verändern könnte. Auf den Menschen hat diese Vorstellung schon immer eine Faszination ausgeübt, die sich in zahlreichen Filmen und Serien zeigt. Denn in einem unendlichen Multiversum wäre es denkbar, dass Kopien von uns existieren, die an jedem Wendepunkt ihres Lebens andere Entscheidungen getroffen haben. Was wir als Zufall oder freien Willen erleben, könnte in Wahrheit Teil einer deterministischen Aufspaltung der Realität sein: Jede Wahl, die wir treffen, wird in einem anderen Zweig des Universums genau entgegengesetzt ausgeführt. So weit, so spekulativ. Stephanie Rhode geht mit ihren Gästen der Frage nach, was die kosmologischen Gedankenexperimente für unser Selbstverständnis bedeuten. Was fasziniert uns an der Idee des Multiversums, das in so vielen Filmen und Serien neue Möglichkeiten unserer Existenz entwirft? Wenn die Expansion des Alls einem präzisen - wenn auch hochkomplexen - mathematischen Muster folgt, bleibt dann noch Raum für Geist, Freiheit und Verantwortung? Gästevorstellung: Sibylle Anderl ist Astrophysikerin, Philosophin, Wissenschaftsjournalistin und Co-Ressortleiterin "Wissen" bei der ZEIT. Sie verbindet Naturwissenschaft mit der Reflexion über gesellschaftlich-politische Themen und moderiert unter anderem das Format "Space Night Science" auf ARD alpha. Simon Friederich lehrt an der Universität Groningen als Wissenschaftsphilosoph. Außerdem ist er Mitherausgeber des "Journal for General Philosophy of Science." Im Jahr 2021 erschien sein Buch "Multiverse Theories: A Philosophical Perspective" bei Cambridge University Press. Jean-Luc Lehners hat Physik und Mathematik in London und Cambridge studiert und promovierte zur Stringtheorie. Von 2010 bis 2024 leitete er die Arbeitsgruppe "Theoretische Kosmologie" am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam. In Kürze erscheint sein Buch "Der Anfang von Raum und Zeit".

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"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.

Der Umzugskoordinator - Abschied von der Wohnung 22:59

Der Umzugskoordinator - Abschied von der Wohnung

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Andrea Capella arbeitet als Umzugskoordinator für das Sozialamt in Luzern. Oft organisiert er Umzüge ins Altersheim, und mitunter kann er gerade noch eine Zwangsräumung verhindern. Dabei steht er stets vor derselben heiklen Aufgabe: Menschen von den Dingen zu trennen, die ihnen lieb und teuer sind. "Sie können gut reden", sagt Frau Kunz, der der Umzug in eine Alterswohnung zusetzt. Und Herr Renggli trifft den Nagel auf den Kopf: "Zügeln ist ein Scheiß!" Andrea Capella, stets im Gilet und mit einer gewissen Grandezza, ist alles andere als ein sturer Beamter: Mit Empathie, Fingerspitzengefühl und Humor begleitet er seine Klientinnen und Klienten an einem Wendepunkt ihres Lebens. Zum Glück liegt hinter so viel Krempel oft ein Neuanfang - besonders wenn Capella den Umzug so umsichtig orchestriert. Ursula Brunners Film wirft einen liebevollen Blick auf die schwierige Phase in unserem Leben, in der es Zeit wird, Ballast loszuwerden, Abschied zu nehmen und den Schritt ins Unbekannte zu wagen.

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Y-History: Arbeit 4.0 - Macht KI meinen Job kaputt?

Dokumentation

Klar recherchiert "Y-History"-Reporterin Julia mit künstlicher Intelligenz! Sorgen hat ihr das lange nicht gemacht: "Ich mache schließlich was mit dem Kopf. Das kann mir keiner nehmen." Doch mittlerweile fragt sie sich: Wie lange noch? Ist das echt "nur" Arbeit 4.0, mit den üblichen Risiken und Nebenwirkungen? Oder killt KI im großen Stil Jobs - auch meinen? Auf der Suche nach Antworten probiert Julia mit Forschern eine brandneue Übersetzer-KI aus, entlarvt mit einer Faktencheckerin Video-Fakes und steigt zwischendurch tief ins Filmarchiv. Dort findet sie unsere alten Ängste - Roboter bauen Autos! -, unsere Träume - eine Maschine komponiert! - und manchmal auch Komisches: Der elektronische Heiratsvermittler war 1963 jedenfalls ein ziemlich cooler Vorläufer für Tinder & Co.