16:00
Farben spielen eine entscheidende Rolle bei den Interaktionen vieler Tiere. Manche sind bunt, um Partner anzulocken und Rivalen zu beeindrucken. Andere warnen Feinde mit Farbe vor ihrem Gift. Die bunten Zeichnungen vieler Tiere sind für Menschen nur unvollständig sichtbar. Mit speziell entwickelter Kameratechnologie machen Sir David Attenborough und sein Team auch Farben erkennbar, die das menschliche Auge normalerweise nicht wahrnehmen kann. Wie bunt Tiere die Welt sehen, kommt auf die Anzahl und Art der Farbrezeptoren in ihren Augen an. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen und sehr verschiedene Bereiche des Farbspektrums beinhalten. Menschen sehen zum Beispiel den Gelbbarsch als einen rein gelben Fisch, wogegen andere Fische auch das ultraviolette Spektrum wahrnehmen. Bei Einsatz entsprechender Kameras werden auch für uns die verschiedenen Musterungen und sogar unterschiedliche Arten von Gelbbarschen sichtbar.
16:40
Farben helfen einigen Tieren, sich zu tarnen und zu verstecken. Andere stellen eine reiche Farbenpracht zur Schau - und diese muss nicht einmal bei allen Exemplaren derselben Art gleich sein. Filmemacher Sir David Attenborough reist von den Inseln der Karibik bis nach Indien und in die verschneiten schottischen Highlands, um zu zeigen, wie einzelne Tiere ihre bunten Farben nutzen, um andere zu beeindrucken, zu täuschen, zu warnen oder zu verwirren. Dem Filmemacher und seinem Team gelingen dank moderner Kameratechnik ungewöhnliche Einblicke in die Wirkungen von Farben und Mustern im Tierreich. Sie zeigen unter anderem, wie Mimikry funktioniert und welche Vorteile sie den Tieren bieten kann, warum Tiger für ihre wichtigsten Beutetiere nicht orange, sondern unscheinbar grün aussehen, warum Schneehühner im Sommer ganz anderes aussehen als im Winter und auf welche Weise Zebras von ihren individuellen Streifenmustern profitieren.
17:25
Haus und Grundstück hat Rüdiger Stolze für seinen Lebenstraum, eine eigene Elbfähre, verpfändet - und ist dabei dem betrügerischen Geschäftsmann Gernot Rudich aufgesessen. Als ihm der heiß geliebte Kahn nun auch noch gepfändet zu werden droht, macht sich Stolze daran, seinem Leben ein Ende zu setzen, ehrenvoll unterzugehen als Kapitän an Bord seines Schiffs. Aber nichts da: Kumpel Manni weiß Rat! "Lass den Quatsch", unterbricht sein alter Freund Manni, wie immer weder um Worte noch um Einfälle verlegen, den viele kleine Löcher in die Schiffswand bohrenden Stolze. Manni hat eine viel bessere Idee: Wenn Stolze endlich Kapital schlägt, meint Manni, aus seinem Kapital - seinem Charme, seiner Kapitänsmütze und überhaupt - dann werden ihm die Herzen alleinstehender Frauen nur so zufliegen. Und dann brauche man nur ein bisschen nachhelfen, und es fliege auch gleich Geld mit. Schulden also ade - und die sinkende Fähre wäre auch gerettet. Das überzeugt den traurigen Kapitän, und widerwillig lässt er sich ausstaffieren zum Schwerenöter und professionellen Herzensbrecher mit allen Schikanen. Sogar die Decknamen sucht Manni ganz zur Gelegenheit passend aus. Und wirklich, Stolze alias Eugenius Waller-Kleinschmidt kommt an bei den Frauen, liebenswert und fesch wie er ist, aus dem Hintergrund dirigiert von seinem weltmännischen Freund. So gut, dass sich alsbald das Betrugsdezernat der Polizei an seine Fersen heftet, in Person der attraktiven Kommissarin Thea Eiselt, die ihren Job so ernst nimmt, dass sie darüber nicht mitbekommt, was im Leben ihres pubertierenden Sohns Ben alles schiefläuft. Sie will Stolze überführen, indem sie sich kurzerhand auf seine Kontaktanzeige meldet, als einsames Herz, "anschmiegsam, aber sexy" und ausgestattet mit einer größeren Summe Bargeld, die Stolze für sie anlegen soll. Doch schon das erste Rendezvous verläuft anders als geplant: sehr angenehm, sehr persönlich. Am Ende ist Thea beschwipst, was ihr sonst nie passiert. Und Stolze hoffnungslos verliebt, was nie hätte passieren dürfen, sagt Manni. Stolze dagegen weiß jetzt endlich, was er will: Schluss machen mit der Schwindelei und Theas Herz erobern, ganz ehrlich. Versteht sich, dass er Thea kurz darauf das investierte Geld samt versprochener Traumrendite zurückgibt. Was Thea gegenüber ihrem ehrgeizigen neuen Kollegen Oliver Klein in zunehmende Bedrängnis bringt, denn ihre Methode liefert offensichtlich nicht die gewünschten Beweise gegen Stolze. Insgeheim muss Thea freilich zugeben, dass sie Stolze ohnehin sympathischer findet als ihr lieb sein kann. Wirklich rührend, wie aufmerksam und liebevoll er gegenüber ihrem Sohn Ben ist, zu dem Thea selbst in letzter Zeit den Draht ein bisschen verloren hatte. Thea findet heraus, dass der Betrüger Stolze selbst ein Betrogener ist, ein Opfer der Machenschaften des Spekulanten Rudich. Nach Kräften versucht sie nun heimlich, seine Missetaten zu vereiteln und zu vertuschen. Aber Stolze, der seine Schulden nun auf andere Weise beseitigen muss, ist drauf und dran, eine große Dummheit zu begehen. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse - und stellen die Liebe zwischen Stolze und Thea noch einmal auf eine große Bewährungsprobe. Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Das blaue Wunder" zum 80. Geburtstag des deutschen Schauspielers Wolfgang Stumph am 31. Januar.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Kriegsangst und die Sehnsucht nach Frieden: Beides prägt viele große Protestsongs der letzten 100 Jahre. Und so manch ikonischer Song von einst ist aktueller denn je. Welche Kraft haben die großen Friedenshymnen von Joan Baez, Bob Dylan, John Lennon und Yoko Ono heute noch? Und findet sich die Zeitenwende auch in der neueren Musik wieder? "Im Schützengraben sind wir alle Bros", rappen die Berliner Jungs von K.I.Z in ihrem 2024er-Song "Frieden" in gewohnt ironischer Manier. "Scheiß drauf, ich gehe nicht an die Front, lass uns lieber ficken bis ein Baby kommt", singen die Hamburger Punkrocker "Swiss und die Andern" in ihrem neuen Track "Ficken bis der Frieden kommt". Musikalisch klingt das sehr anders als die großen Friedenshymnen "We shall Overcome" (Joan Baez) und "Blowing in the Wind" (Bob Dylan), doch die Botschaften sind gar nicht so weit voneinander entfernt. Sind die Friedenshymnen von einst für Musiker heute noch Inspiration? In einer Zeit, in der Putin-Freunde für Frieden demonstrieren und Grüne mehr Panzer bauen wollen? Diese Folge der vierteiligen Reihe "Protest! Songs!" befasst sich mit einem Thema, das wohl so alt wie die Menschheit selbst ist: Frieden. Immer wieder gefordert, immer wieder besungen und nie wirklich erreicht. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gab es die ersten populären Songs, die den Krieg kritisierten und Frieden forderten. Marlene Dietrichs deutsche Version von "Sag mir, wo die Blumen sind" wurde Anfang der 1960er-Jahre beliebter als das amerikanische Original. Unvergessen auch John Lennon und Yoko Onos Song "Give Peace a Chance", den sie während des Vietnamkriegs im Schlafanzug spielten, oder "Ein bisschen Frieden" von Nicole, mit dem sie 1982 den "Eurovision Song Contest" (ESC) gewann. In den 1980er-Jahren drohten der Kalte Krieg und das nukleare Wettrüsten heiß zu werden, deshalb wurde in Deutschland die Sehnsucht nach Frieden so laut wie nie zuvor: Hunderttausende gingen für Abrüstung auf die Straße, und Hits wie Nenas "99 Luftballons" wurden zum Soundtrack einer friedensbewegten Generation. Auch in der DDR griffen Musikerinnen und Musiker die Sorge um die Zukunft auf, wie Karat mit "Der blaue Planet". Und heute? Trotz Ukraine- und Gazakrieg ist die Friedensbewegung zerbröselt, Ostermärsche sind unsexy - und die Angst ist groß, bei den Falschen mitzulaufen. Friedensdemos sind zu einem Sammelbecken für Querdenker, Rechtsextreme, nostalgische Althippies und Putin-Freunde geworden. Ist Pazifismus out oder zum musikalischen Evergreen geworden? Können die großen Hymnen von einst heute noch etwas bewirken? Oder braucht es neue große Friedenssongs? Darüber machen sich im Film zahlreiche Musiker Gedanken, von Bap-Frontmann Wolfgang Niedecken und Liedermacher Konstantin Wecker über ESC-Gewinnerin Nicole Seibert, City-Sänger Toni Krahl bis hin zur Indie-Pop-Band Provinz und den Crossover-Punkrockern "Swiss und die Andern". Popkolumnistin Aida Baghernejad und Protestforscher Philipp Gassert ordnen das Geschehen auf amüsante Art und Weise ein.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Mit Daniel Hope (Violine), Götz Alsmann (Entertainer), Fatma Said und Alma Naidu Mit ihren internationalen Stargästen Fatma Said und Alma Naidu feiern Daniel Hope und Götz Alsmann zehn Jahre "WDR3 persönlich" - mit einem fulminanten Konzert aus der Philharmonie Essen. Unterstützt und begleitet werden sie vom WDR Funkhausorchester unter Leitung von David Brophy. Was für Stargeiger Daniel Hope die klassische Musik bedeutet, das ist für Entertainer und Multiinstrumentalist Götz Alsmann der Jazz. Dabei verbindet die beiden unterschiedlichen Künstler und Moderatoren in ihrer Auffassung von Musik mehr, als man zunächst vielleicht annimmt: stilübergreifend, manches puristisch, aber immer gern unterhaltend - und das auf höchstem Niveau. Wenn der Sound und das Gefühl stimmen, wird der Grenzbereich zwischen E- und U-Musik neu ausgelotet.
22:00
Claude Nobs machte als Visionär mit Leidenschaft für Jazz aus dem verschlafenen Montreux einen Ort der Musik, wo weltbekannte Künstler in ikonischen Auftritten zu Hochform aufliefen. Eine Zeitreise mit ungesehenem Archivmaterial durch 50 Jahre Musikgeschichte. Im Jahr 1967 hatte der noch junge Claude Nobs die Idee, in seiner Heimat, dem gemächlichen Touristenort Montreux, ein kleines Jazzfestival zu veranstalten. Von Anfang an erlaubte er sich das Träumen, er reiste mit kleinem Budget nach New York zu seinem Lieblingslabel Atlantic Records und konnte dort die Stars gewinnen, die er selbst gern hörte. Der Rest ist Geschichte: Sein "Montreux Jazz Festival" wurde über die Jahre trotz lokaler Widerstände zum Mekka der Musik, wo sich unvergessliche Auftritte von Größen wie Nina Simone, Aretha Franklin, Prince und David Bowie ereigneten. Ein großer Teil des Erfolgs bestand darin, dass Claude Nobs nie einfach eine Tournee-Zwischenstation sein wollte - vielmehr lud der gelernte Koch die Musikerinnen und Musiker auch zu sich nach Hause ein, umsorgte sie kulinarisch und schuf eine kreative Oase, in der sie ihr Bestes geben konnten. Gleichzeitig öffnete Nobs das Festival auch für Stilrichtungen wie Rock, Reggea, Rap und elektronische Musik. Und er hatte früh erkannt, dass die Konzerte nur dann unsterblich sind, wenn sie in Bild und Ton festgehalten werden. So entstand ein Archiv von 11.000 Stunden Konzertaufnahmen, das Teil des UNESCO-Weltkulturerbes wurde. In diesem Fundus machte sich der Filmemacher Oliver Murray auf die Suche nach den legendären Geschichten, die in Montreux geschrieben wurden. Die dreiteilige Reihe "They All Came Out to Montreux" lädt dazu ein, mit vielen unveröffentlichten Bildern, neuen Interviews und über 30 Konzertausschnitten in ein halbes Jahrhundert Musikgeschichte einzutauchen. Die erste Episode zeigt, wie Claude Nobs im Alter von 17 Jahren die Schule verlässt, Koch wird und später Buchhalter im Tourismusbüro von Montreux. Als Jazzfan hat er die Idee, ein kleines Festival vor Ort zu organisieren, und es gelingt ihm das Unmögliche: Trotz kleinem Budget Stars seines Lieblingslabels Atlantic Records zu gewinnen und ihnen eine besondere Atmosphäre zu bieten. Später gibt die Öffnung in Richtung Rock und Pop dem Festival weiteren Schub. In dieser Episode zu sehen und hören sind unter anderen Aretha Franklin, Les McCann & Eddie Harris, Nina Simone, Ella Fitzgerald, Ten Years After, Led Zeppelin, Santana, Roberta Flack und Deep Purple. Redaktionshinweis: Die beiden weiteren Folgen der dreiteiligen Reihe "They All Came Out to Montreux" zeigt 3sat am Samstag, 31. Januar, ab 21.45 Uhr.
22:55
Der Kapuzinermönch Medardus wird zum Kurator der Reliquienkammer im Bamberger Kloster ernannt. Dort entdeckt er eine Hinterlassenschaft des Heiligen Antonius. Es handelt sich um eine geheimnisvolle Flasche mit einer Flüssigkeit, angeblich das Elixier des Teufels. Medardus erliegt der Versuchung, davon zu kosten - woraufhin die dunklen Seiten seiner Seele von ihm Besitz ergreifen. Als sich die junge Baronesse Aurelie in Medardus verliebt und der Prior von der sich anbahnenden Romanze erfährt, schickt er den Mönch auf eine Reise nach Rom zum Papst. Doch der Weg dorthin wird zu einer Höllenfahrt, denn sein dunkles Alter Ego folgt Medardus wie ein Schatten, und bald werden ihm schreckliche Verbrechen zur Last gelegt. Redaktionshinweis: 3sat zeigt den Spielfilm "Die Elixiere des Teufels" zum 250. Geburtstag des bedeutenden deutschen Schriftstellers der Romantik, E. T. A. Hoffmann (1776-1822), am 24. Januar.
00:40
Die Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2025 findet wieder mit viel Prominenz aus Film, Fernsehen und Politik im Prinzregententheater München statt. Der Preis ist der höchstdotierte Preis der deutschen Filmbranche. Die feierliche Gala wird moderiert von "Sternstunden"- und BR24-Moderatorin Sandra Rieß.
03:00
- Grenzüberschreitungen Ein Jahr König Donald - Lebensbilanz eines Literaturgiganten Das letzte Buch von Julian Barnes - Zukunftsmusik Kulturelle Teilhabe an Österreichs Volksschulen - Dauerbrenner Villazons "Zauberflöte" bei der Mozartwoche - Schaltgespräch: Rolando Villazon Der Intendant über Mozart-Jubiläen, Klangkunst & Kohle - Viel Licht - und a wengerl Tod Naked Lunch ist wieder auf Tour
03:55
- Fußball: Bundesliga, 19. Spieltag Abendspiel: Union Berlin - Bor. Dortmund Bayern München - FC Augsburg Bayer Leverkusen - Werder Bremen Eintr. Frankfurt - TSG Hoffenheim 1. FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 1. FC Heidenheim - RB Leipzig - Fußball: Zweite Liga, 19. Spieltag Abendspiel: 1.FC Magdeburg - Dynamo Dresden Karlsruher SC - Hertha BSC Hannover 96 - Düsseldorf Greuther Fürth - Braunschweig - Studiogast: Felix Loch - Deutscher Rennrodler