21:00
Diesmal beim "Mittermeiers Lucky Punch Comedy Club": Osan Yaran, der menschgewordene Culture Clash mit türkischen Wurzeln, erzählt von seinem anstrengenden wie auch aufregenden Leben. Aus der Nachwuchsriege ist der Hamburger Yannick de la Pêche dabei und lässt das Publikum tief in sein Seelenleben blicken. Außerdem gibt Alex Stoldt dem "Lucky Punch"-Publikum die Ehre. Und die Stand-up-Neuentdeckung Lena Loster aus München gibt ihr Fernsehdebüt.
21:45
Mit seinen Besserwisserei löst Keksfabrikant Bertram Dinkler zwar nicht bei den Freunden seiner Tochter, aber bei der alleinerziehenden Stefanie Eckhoff einen unerwarteten Kampfgeist aus. So endet ein Disput beim Elternabend mit einer ungewöhnlichen Wette: Wenn es so einfach ist, über seinen Schatten zu springen, wie er behauptet, könne der nicht gerade bewegungsbegeisterte Endfünfziger ja mit gutem Vorbild vorangehen und das Sportabzeichen machen. Allerdings reicht das allein nicht - Bertram muss auch besser abschneiden als Stefanie! Schon beim ersten Training merken die Kontrahenten, dass sie sich vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Kugelstoßen, Weitsprung, Sprint - wer hätte gedacht, dass es so hart wird? Für Bertram gibt es aber kein Zurück, denn seine Marketingleiterin Franziska Stich möchte sein Fitnessprogramm für eine publikumswirksame PR-Aktion nutzen. Auch Stefanie kann sich weder die Blöße eines Rückzugs noch eines Scheiterns geben. Zum Glück hilft ihre Sturheit beiden, ungeahnte Energien freizusetzen. Für Bertram und Stefanie gilt: Fairplay ist schön, wenn man es sich leisten kann!
23:15
Anja und Frank Mendt machen mit ihren Kindern Finn und Leila Urlaub auf Rügen. Nur kurz lassen sie die beiden im Hafen von Binz allein - da verschwindet ihr Boot mitsamt den Kindern. Sofort alarmieren sie die örtliche Polizei, deren Suche jedoch erfolglos bleibt. Deshalb übernimmt der LKA-Beamte Werner Kempin bereits nach wenigen Stunden den Fall. Sein Vater, den Frank wegen einer Familientragödie aus DDR-Zeiten hasst, bietet seine Hilfe an. Franks Vater Herbert Winter ist ein ehemaliger Stasi-Beamter, der nach der Wende den Polizeidienst verlassen musste. Er sieht beunruhigende Parallelen zu einer ungeklärten Entführung von Geschwistern aus dem Jahr 1988 und scheint richtigzuliegen. Deshalb willigt der erfahrene Kempin ein, dass sein früherer Kollege die alte Fährte wieder aufnimmt. Diese führt Winter zu weiteren Opfern und lässt Schreckliches ahnen. Bei seinen inoffiziellen Nachforschungen begleitet Herbert neben der Polizistin Bentje Vogt auch Frank, dem es selbst in dieser Not schwerfällt, über seinen Schatten zu springen. Unterdessen wartet Mutter Anja mit LKA-Chef Kempin angespannt darauf, dass sich der Entführer meldet. Immer stärker wird die Befürchtung, dass es hier nicht um Lösegeld geht. In das mörderische Psychospiel eines Entführers gerät eine Familie in dem Fernsehthriller "Sanft schläft der Tod" von Regisseur Marco Kreuzpaintner. Zwei preisgekrönte Charakterdarsteller in Bestform liefern sich ein Duell auf Augenhöhe: Matthias Brandt als schwer durchschaubarer Serientäter und Manfred Zapatka in der Rolle des Verfolgers, der ihn zum zweiten Mal jagt und diesmal um das Leben der eigenen Enkel kämpft. Die Handlung nach dem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt spitzt sich auf die Frage zu, worum es bei dem Kindesraub wirklich geht. Als zweiten Strang webt der vielfach ausgezeichnete Autor einen Vater-Sohn-Konflikt ein, der von einer Familientragödie zu DDR-Zeiten und doppelter Schuld handelt.
01:25
Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Es geht in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende. Als Luxusliner auf Schienen verkehrt der "Glacier Express" seit beinahe 100 Jahren zwischen den beiden Nobelskiorten St. Moritz und Zermatt. Die Reise in der luxuriös ausgestatteten Excellence Class lässt in puncto Service, Komfort und Aussicht kaum Wünsche offen. Vom Klosterort Disentis aus geht es mit Zahnstangenantrieb über Alpenpässe, durch verschneite Landschaften bis an den Fuß des Matterhorns. Am höchsten Punkt der Reise überrascht der Anblick des wohl einzigen Leuchtturms der Alpen. Nach einem spektakulären Abstieg erreicht der Zug Andermatt, das sich vom Militärdorf zum Skiort für den internationalen Jetset mausert. Auf der weiteren Fahrt durchs Wallis wandelt man auf den Spuren von Hotelkönig Cäsar Ritz, dem Erfinder der internationalen Luxus-Hotellerie, und kann den höchstgelegenen Weinberg nördlich des Alpenhauptkamms bestaunen. Vorbei an furchteinflößenden Lawinenkegeln schlängelt sich der Zug Richtung Ziel und erreicht just rechtzeitig zur Après-Ski-Gaudi das funkelnde Zermatt.
02:15
Seit bald 120 Jahren führt die spektakuläre Bernina-Strecke vom Engadin über den Berninapass und durchs Puschlav bis nach Tirano in Italien. In zwei Stunden reist man vom tiefsten Winter in einen frühen Frühling. Denn vom alpinen Klima und Lebensgefühl geht es sowohl klimatisch als auch kulturell in südlichere Gefilde. Es ist eine Fahrt der Gegensätze: Furchtlose Eiskletterer, heißblütige Winter-Camper und engagierte Gletscherforscher erliegen dort der Faszination von Eis und Schnee. Die winterlichen Bedingungen stellen auch das Zugteam immer wieder vor Herausforderungen. Von der Alp Grüm geht die Reise talwärts 1800 Höhenmeter dem Frühling entgegen. Je südlicher der Zug, desto mediterraner das Flair: lokale Pasta-Produzenten und Bergbauern, die dank Klimawandel neu auf Olivenöl setzen. Durch das einzigartige Kreisviadukt von Brusio windet sich der Zug seinem Ziel entgegen: dem Städtchen Tirano mit seinen barocken Kirchen und eindrücklichen Palazzi. Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Auf Schienen geht es in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende.
03:05
Seit 110 Jahren zuckelt die Arosabahn mit durchschnittlich 30 Stundenkilometern von Chur, der Kantonshauptstadt Graubündens, in den berühmten Wintersportort Arosa. Erst als Tram durch die Altstadt von Chur, dann als Gebirgsbahn. Ihre Fahrt führt über spektakuläre Viadukte, vorbei an Wasserfällen und Wildbächen stetig den schneebedeckten Gipfeln von Arosa entgegen. Arosa zählt heute zu den größten und traditionsreichsten Wintersportorten der Schweiz. Am Ende des lang gestreckten Tales Schanfigg gelegen, war es einst nur über Saumpfade erreichbar. Mit der Inbetriebnahme der Arosabahn 1914 öffnete sich das Tor zur Welt. Die Menschen dort haben sich jedoch Handwerk, Tradition und eine liebenswerte Exzentrik bewahrt. Die Reise durchs Schanfigg mit dem Lokführerduo Hans-Peter und Flavia Thöny - Vater und Tochter - ist reich an Höhepunkten: Atemberaubende Sonnenaufgänge, das imposante Langwieser Viadukt und die traditionelle Herstellung von Bündnerfleisch buhlen um die Aufmerksamkeit entlang der Route. An deren Ende noch ein Erlebnis wartet, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Auf Schienen geht es in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende.
04:00
Die Schweiz braucht sich hinter den exotischen Landschaften dieser Welt nicht zu verstecken. So klein sie auch ist, ihre abwechslungsreiche Natur ist einzigartig und steckt voller Wunder.. Die Reihe "Wunderwelt Schweiz" porträtiert vier verschiedene Regionen des Alpenlandes. Diese Folge führt in eine eher unbekannte Ecke: in die Jura-Region. Eine Entdeckungsreise in eine fast unberührte Natur im Wechsel der Jahreszeiten. Das Juragebirge ist der kleine Bruder der Alpen. Es verläuft im Nordosten der Schweiz entlang der französischen Grenze. Im Vergleich zu den touristischen Hotspots der Schweiz ist das facettenreiche Mittelgebirge noch relativ unbekannt. Dabei gibt es dort viel zu entdecken. Der Jura scheint fast wie in einem Dornröschenschlaf. Während der Rest der Schweiz vergleichsweise dicht besiedelt ist, gibt es in der Jura-Region noch viel Platz für unberührte Natur. Vom Frühling im bunt blühenden Ajoie, dem Obstgarten der Nordostschweiz, über den Sommer im idyllischen "Vallée de Joux" bis hin zum Winter im kältesten Ort der Schweiz - das Jahr im Jura steckt voller Überraschungen. Das Filmteam begegnet Füchsen und Fledermäusen und stattet einer der größten Ameisenkolonien Europas einen Besuch ab. Sogar der Luchs ist mittlerweile ins Jura zurückgekehrt. Die Jura-Region ist rau und lieblich zugleich. Die schroffen Kalkfelsen des Mittelgebirges sind dicht bewaldet, und auf ihren Gipfeln finden sich bunt blühende Bergwiesen. Im Zentrum ragt der "Schweizer Grand Canyon" empor, der "Creux du Van", ein einzigartiges Naturmonument, geschaffen durch Wasser, Eis und Zeit. Die Filmemacher tauchen ab in die Erdgeschichte und erfahren, warum das Jura-Gebirge zum Namensgeber einer ganzen Erdepoche wurde. Auf dem Hochplateau des Bezirks Franches-Montagnes leben die "Freiberger", eine Ur-Schweizer Pferderasse. Seit über 200 Jahren werden sie in der Schweiz gezüchtet. Besonders im Jura sieht man die Pferde häufig auf den Koppeln stehen - ein Abbild von Wildnis, Freiheit und Abenteuer inmitten der Schweiz. In aufwendigen Hochglanzbildern und liebevollen Tiergeschichten zeigt der Film die ganze Schönheit der Jura-Region.
04:50
Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbock-Population der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens. Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben - nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln. Obwohl das Wetter es nicht vermuten lässt, bestehen die Engadiner darauf, die Schnittkante zwischen Afrika und Europa zu sein. So verblüffend das klingt, plattentektonisch gesehen stimmt es: Dort stoßen die Afrikanische und die Eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Als sie sich einst entschlossen, zu kollidieren, haben sie die Berge aufgeschoben, und es kam zu der sogenannten Blattverschiebung, die noch heute dafür sorgt, dass es hinter dem Malojapass erst sechs Kilometer später wieder ins Tal geht. Dazwischen liegen die vier Seen. Mit ihren knapp 10.000 Quadratkilometern Fläche sind sie von großer Bedeutung für den Wasserhaushalt, für das Klima und auch als reichhaltige Ökosysteme. Rund um die Seen und auf den höher gelegenen Bergwiesen, Hochmooren und Gipfelfelsen tummelt sich alles, was in der Flora und Fauna der Alpen Rang und Namen hat: Enzian und Edelweiß, Steinbock und Murmeltier, jahrhundertealte Zirbelkiefern. So kurz der Sommer dort ist, so gewaltig weiß er sich zu inszenieren: eine Symphonie aus Farben und Formen, aus dem plötzlich explodierenden Grün der Almen, gesprenkelt mit der weiß schäumenden Gischt schmelzwasserführender Wildbäche. Auch in Sachen Wetter wird an einem Tag schon mal das ganze Repertoire aufgefahren: Sonnenstrahlen im Morgennebel, gleißendes Mittagslicht, abgelöst von plötzlich aufziehenden spektakulären Wolkenformationen und wildem Gewitter. Alles zusammen ein Naturschauspiel, das schon Philosophen, Dichter und Maler beflügelte, die die Oberengadiner Seenplatte immer wieder bereisten und in deren Licht und Farben sie Inspiration und Frieden fanden.