19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Am 17. März 2026 wäre Siegfried Lenz (1926-2014), einer der bedeutendsten deutschen Nachkriegsautoren, 100 Jahre alt geworden. Viele seiner Bücher sind weltweit bekannt. Die Dokumentation beleuchtet das Leben und Schaffen des Autors, der die deutsche Literatur und Nachkriegsgesellschaft mit seinem politischen und ethischen Anspruch prägte. Weltberühmt wurde Lenz mit seinem 1968 erschienenen Roman "Die Deutschstunde". 1945 verlässt Siegfried Lenz als junger Soldat, ernüchtert und desillusioniert von den Geschehen des Zweiten Weltkriegs, seinen Posten in Dänemark und macht sich auf den Weg nach Deutschland. In seine alte Heimat, Masuren im heutigen Polen, kann er nicht zurück. Nachdem er für kurze Zeit in britische Gefangenschaft gerät, zieht es ihn nach Hamburg. Die Stadt an der Elbe wird sein zweites Zuhause werden, viele seiner Bücher werden dort spielen. Im Jahr 2001 macht ihn die Hansestadt zum Ehrenbürger. "Wir leben im Frieden, in einem unfertigen, notdürftigen, immer gefährdeten Frieden. Die Kräfte bedenkend, die ihm entgegenstehen, die Belastungen zählend, denen er ausgesetzt ist, die Aufgaben prüfend, die er uns stellt, möchte ich das, womit wir dem Frieden heute dienen können, mit wenigen Worten sagen: Widerstand, Widerstand gegen die, die den Frieden bedrohen mit ihrem Machtverlangen, mit ihrer Selbstsucht, mit ihren rücksichtslosen Interessen." (Siegfried Lenz, Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels) Heute, in einer Zeit, in der Frieden wieder brüchig ist und Aggressionen selbst ernannter Potentaten wie Putin und Trump über das Schicksal von souveränen Staaten entscheiden, sind Lenz' Worte wieder hochaktuell. In seinem Werk setzt sich Lenz immer wieder mit Pflicht, Gehorsam, Moral, Gewissen und individueller Verantwortung auseinander. Themen, mit denen wir heute angesichts autoritärer Regime, Demokratieverlust, zivilem Ungehorsam und Krieg erneut konfrontiert sind. Ab den 1950er-Jahren arbeitet Lenz regelmäßig für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Förderung der freien Meinungsbildung in einer Demokratie stand bei dessen Gründung 1950 im Vordergrund, man war in der Nachkriegszeit kritischen Stimmen gegenüber offen und förderte viele Autorinnen und Autoren. In den über 150 Texten und Beiträgen äußert auch Lenz sich oft zeitkritisch, es entstehen einige kleine Stücke, die später zu Büchern werden wie "Der Mann im Strom". Lenz, berühmt für seine eindrücklichen, fast greifbaren Naturbeschreibungen, widmet sich seit den 1980er-Jahren einem Thema, das uns heute und auch in Zukunft herausfordert: dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Bis zu seinem Tod engagiert er sich für die Umwelt und warnt bereits früh vor den Gefahren der Zerstörung unseres Lebensraums. Trotz schwerer und ernster Themen bleibt Lenz Geschichtenerzähler, der seinen Lesern vertraut und der es schafft, mit viel Empathie für Land und Leute und ohne urteilend zu werden die großen gesellschaftlichen Themen im ganz Kleinen zu erzählen. Die Dokumentation gibt Einblicke in die Stationen im Leben des Schriftstellers - seinen Einsatz als Soldat im Zweiten Weltkrieg, seine Liebe zu seiner zweiten Heimat Hamburg, seine zwischenmenschlichen Beziehungen und zahlreichen Ehrungen - und in sein Werk, zu dem 15 Romane, zahlreiche Hörspiele, Essays und Theaterstücke gehören. Im Film äußern sich wichtige Weggefährten von Lenz - unter anderen der Freund und Verleger Günter Berg. Politikwissenschaftlerin und Social-Media-Creatorin Nina Poppel zeigt Parallelen zur aktuellen politischen Situation auf. Schauspieler Ulrich Tukur leiht dem Schriftsteller für prägnante Zitate seine Stimme. Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Siegfried Lenz - und das Gewissen" zum Gedenken an den 100. Geburtstag des deutschen Schriftstellers am 17. März. Aus demselben Anlass sendet 3sat fünf Fernsehfilme, die auf Werken von Siegfried Lenz basieren. Den Abschluss macht am Freitag, 20. März, um 23.05 Uhr "Der Verlust".
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
mit Thomas Ospital (Orgel) Programm: - Georg Friedrich Händel: Konzert F-Dur für Orgel und Orchester op. 4,4 HWV 292 - Jehan Alain: "Litanies" - Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur In diesem herausragenden Konzert dirigiert Marie Jacquot das WDR Sinfonieorchester mit Georg Friedrich Händels Orgelkonzert in F-Dur sowie Anton Bruckners 7. Sinfonie. Die künftige Chefdirigentin des WDR Sinfonie-Orchesters zieht bereits in diesem Konzert wortwörtlich alle Register: mit Anton Bruckners Siebter Sinfonie, die sämtliche Höhen und Tiefen des sinfonischen Klangapparats auslotet. Bruckner war selbst Kirchenmusiker und zieht die Instrumente des Orchesters wie die Register einer Orgel. So liegt die Kombination mit Werken und einer Improvisation für Orgel nahe - gespielt vom virtuosen Organisten Thomas Ospital.
21:55
In Kairo, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Pyramiden von Gizeh, entsteht ein Museumsbau der Superlative - das Grand Egyptian Museum (GEM), das größte archäologische Museum der Welt. Es wird als die vierte Pyramide bezeichnet. Herzstück des neuen Museums soll der Grabschatz des Tutanchamun sein, den der Brite Howard Carter 1922 entdeckte. Erstmals in der Geschichte werden alle rund 5000 in seinem Grab gefundene Objekte ausgestellt. Der Film begleitet die Entstehung dieses Museums. Für die Ausstellung vorbereitet werden die vielen Objekte in den hochmodernen Laboratorien des Museums. Hier sollen unter Nutzung modernster Forschungskenntnisse und mit den besten Apparaten alle Exponate konserviert und für die Ausstellung vorbereitet werden. Für jedes Material gibt es andere Experten und ein anderes riesiges Labor - für Holz und Metall genauso wie für Textilien und Stein. Die Grundfläche des neuen Museums erstreckt sich über 50 Hektar. Die Ausstellungsfläche beträgt 40.000 Quadratmeter. Wenn alles fertiggestellt ist, sollen mehr als 50.000 Exponate gezeigt werden, 30.000 davon waren noch nie zuvor zu sehen. Es entsteht das größte archäologische Museum der Welt. Auch die Ausstellungspräsentation mit ihrem interaktiven Multimediakonzept soll neue Maßstäbe setzten. Damit angesprochen werden sollen vor allem auch junge Menschen. Das Konzept dafür wurde vom Stuttgarter Atelier Brückner entwickelt.
22:40
"Metropolitana di Napoli" ist der Name der U-Bahn in Neapel. Der Erweiterung der Linea 1 stehen nicht nur archäologische Funde im Weg, sondern auch Erdbeben und die Lage der Stadt. An keinem Ort einer Großstadt spiegelt sich die Vielfalt an Menschen und Kulturen so wider wie in den Zügen, Tunneln und Schächten einer U-Bahn. Die Reihe "Metrokosmos" porträtiert europäische Städte aus der Perspektive der U-Bahn. Diese Folge zeigt Neapel. Zwei Stationen der U-Bahn sind sogar mit einer Steigungsspirale verbunden, um die unterirdischen Höhenmeter auf kurzer Distanz zu überwinden. Eine Fahrt mit der Linea 1 endet nicht nur direkt am Meer, sondern gleicht auch einem Museumsbesuch.
23:05
Die U-Bahn von Prag ist eins der wichtigsten Verkehrsmittel in der tschechischen Hauptstadt. Auf drei Linien eilen täglich circa eine Million Fahrgäste durch die Tunnel. An keinem Ort einer Großstadt spiegelt sich die Vielfalt an Menschen und Kulturen so wider wie in den Zügen, Tunneln und Schächten einer U-Bahn. Die Reihe "Metrokosmos" porträtiert europäische Städte aus der Perspektive der U-Bahn. Diese Folge zeigt Prag. Rund 40 Prozent des Prager Verkehrsaufkommens wird in der U-Bahn abgewickelt. Der Film folgt unter anderem dem "Sound Hunter" Charles und stellt das schnellste Daumenkino der Welt vor: Im Tunnel angebrachte LED-Streifen machen die Fenster der U-Bahn zur Leinwand. Und er zeigt, warum Prag eine so lebenswerte Stadt ist und wie sie sich im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart, Ost und West ständig neu positioniert.
23:35
1958: Der Brite Robin Cavendish erkrankt an Polio und ist dem Tod geweiht. Seine Frau unternimmt alles, damit er nach Hause kommen kann. Berührendes Drama nach wahren Begebenheiten. Spider-Man-Darsteller Andrew Garfield spielt in dem Kinofilm "Solange ich atme" einen schwerkranken Mann im Rollstuhl, dessen humorvoller Lebensmut schließlich alle ärztlichen Prognosen über den Haufen wirft. Claire Foy beeindruckt als liebevolle Ehefrau. England in den 1950er-Jahren: Als sich der junge Geschäftsmann Robin Cavendish und die schöne Diana begegnen, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Nach der Hochzeit bricht das Traumpaar nach Afrika auf, wo er seinen Job mit der gemeinsamen Abenteuerlust verbindet. Ein neuer Lebensabschnitt kündigt sich an, als Diana ein Kind erwartet. Die Vorfreude wird jedoch von einer schweren Erkrankung zerstört. Robin hat sich in Kenia mit dem Poliovirus infiziert. Die Folgen sind erschütternd: Er ist vom Hals abwärts gelähmt und hat nach Ansicht des Arztes nur noch wenige Monate zu leben. Während ihn der Lebensmut verlässt, denkt Diana nicht einmal ans Aufgeben. Sie kehrt mit ihrem Mann und dem Sohn Jonathan nach England zurück. Für Robin ist das nicht einfach, denn er liegt in einem sterilen Krankenhauszimmer und wird rund um die Uhr von einer Maschine beatmet. Der sonst so optimistische Mann wird immer depressiver. Erst als Diana beschließt, ihn gegen alle ärztlichen Widerstände nach Hause zu holen, schöpft er neue Kraft. Dank eines neuartigen Atemgeräts, der Erfindung seines Freundes Teddy Hall, hat er nun die Hoffnung, seinen Sohn im heimischen Umfeld aufwachsen zu sehen. Nun beginnt seine Mission: Er möchte nicht nur sein Leben verbessern, sondern auch das vieler anderer schwerbehinderter Menschen. Der Kinofilm basiert auf der wahren Lebensgeschichte des Briten Robin Cavendish, der über 30 Jahre mit den Folgen einer Polio-Erkrankung lebte und durch seinen Einsatz als Fürsprecher von Behinderten zu einem Vorbild avancierte.
01:20
- Sachen zum Lachen Neues Kabarett von Shootingstar Benedikt Mitmannsgruber - Der Dichter als Dissident Autor Michal Hvorecky zu seinen Erfahrungen in der Slowakei - Zwischen Kollaps und Aufbruch Die steirische Kulturszene in finanziellen Nöten - Sprungbrett Staatsoper Porträt des südafrikanischen Tenors Katleho Mokhoabane - Feindbild Frau? Kunst und Gesellschaft gegen Frauen-Hass - Sehnsucht nach dem Paradies Erzählungen der polnischen Starautorin Dorota Mastowska
02:20
- Fußball: Bundesliga, 26. Spieltag Abendspiel: Hamburger SV - 1. FC Köln Bayer Leverkusen - Bayern München Eintr. Frankfurt - 1. FC Heidenheim Bor. Dortmund - FC Augsburg TSG Hoffenheim - VfL Wolfsburg Bor. M'gladbach - FC St. Pauli (Freitagsspiel) - Fußball: Zweite Liga, 26. Spieltag Abendspiel: Hertha BSC - VfL Bochum Holstein Kiel - 1. FC Nürnberg Braunschweig - Düsseldorf Bielefeld - SC Paderborn - Gast: Daniela Maier Freestyle-Skifahrerin
03:55
"Metropolitana di Napoli" ist der Name der U-Bahn in Neapel. Der Erweiterung der Linea 1 stehen nicht nur archäologische Funde im Weg, sondern auch Erdbeben und die Lage der Stadt. An keinem Ort einer Großstadt spiegelt sich die Vielfalt an Menschen und Kulturen so wider wie in den Zügen, Tunneln und Schächten einer U-Bahn. Die Reihe "Metrokosmos" porträtiert europäische Städte aus der Perspektive der U-Bahn. Diese Folge zeigt Neapel. Zwei Stationen der U-Bahn sind sogar mit einer Steigungsspirale verbunden, um die unterirdischen Höhenmeter auf kurzer Distanz zu überwinden. Eine Fahrt mit der Linea 1 endet nicht nur direkt am Meer, sondern gleicht auch einem Museumsbesuch.
04:20
Die U-Bahn von Prag ist eins der wichtigsten Verkehrsmittel in der tschechischen Hauptstadt. Auf drei Linien eilen täglich circa eine Million Fahrgäste durch die Tunnel. An keinem Ort einer Großstadt spiegelt sich die Vielfalt an Menschen und Kulturen so wider wie in den Zügen, Tunneln und Schächten einer U-Bahn. Die Reihe "Metrokosmos" porträtiert europäische Städte aus der Perspektive der U-Bahn. Diese Folge zeigt Prag. Rund 40 Prozent des Prager Verkehrsaufkommens wird in der U-Bahn abgewickelt. Der Film folgt unter anderem dem "Sound Hunter" Charles und stellt das schnellste Daumenkino der Welt vor: Im Tunnel angebrachte LED-Streifen machen die Fenster der U-Bahn zur Leinwand. Und er zeigt, warum Prag eine so lebenswerte Stadt ist und wie sie sich im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart, Ost und West ständig neu positioniert.
04:50
Erfüllung rund herum! Wie das geht? Mit dem Garten leben und vom ihm. Renate Hudak und Harald Harazim aus Augsburg zeigen ihre Zutaten fürs Lebensglück. Das Ehepaar lebt im Elternhaus von Renate Hudak. Der zugehörige Garten ist für beide ihr lebendiges Experimentierfeld, Rückzugsort und Energiequelle zugleich. Mit vielen Pflanzen kennen sie sich gut aus und versorgen sich so gut es geht aus ihrem Garten. Gelee und Essig aus Holunderblüten und Saft aus seinen Beeren gehören im Sommer genauso dazu wie Salate und Gemüse aus den verschiedenen Beeten, im Winter vor allem Mikrogrün und Sprossen. Gleichzeitig reizt es beide immer wieder, Dinge auszuprobieren, von denen sie bisher nur gelesen haben: etwa, Kaffee aus Löwenzahnwurzeln, Waschmittel aus Efeu und Kastanien oder Käse ganz ohne tierisches Lab herzustellen. Renate und Harald haben immer wieder neue Ideen, um den Alltag vielfältiger und bunter zu machen. Es ist ihre stets aufs Neue geweckte Begeisterungsfähigkeit, die die beiden beflügelt: das Bewusstsein für die Fülle an Möglichkeiten, die ihnen ihr Garten bietet. Und die Kunst, daraus ihr ganz persönliches Lebensglück zu schöpfen.