X-Men: Der letzte Widerstand

X-Men: Der letzte Widerstand

ComicverfilmungUSA  

Seit Krieg der Sterne gibt es einen standardisierten Ablauf für Kinotrilogien: Erst werden die Figuren vorgestellt, dann gibt es emotionale Verwerfungen, und schließlich endet alles in einem riesigen Gemetzel mit - so ist zu hoffen - persönlicher Note.

X-Men folgte dieser Vorlage im ersten Film erfolgreich, bevor im zweiten Film aus dem Nichts Figuren aufzutauchen begannen, die die eigentlich recht stringente Geschichte unnötig verkomplizierten. Im dritten Teil wird diese Entwicklung mit zahllosen neuen oder zuvor nur im Hintergrund agierenden Personen auf die Spitze getrieben, wodurch sich der Film - ähnlich wie Pirates of the Carribean 3 - in den Überresten seiner Handlung verliert. Für alteingesessene X-Men-Fans wohl kein Problem, für reine Filmgucker hingegen ein Kopfschmerzauslöser von Harry Potterschen Ausmaßen.

Wer seine Ansprüche abstellt, den erwarten aber solide Effekt-, Comic- und Actionkost von Rush Hour-Regisseur Brett Ratner und der erste größere Auftritt von Ellen Page, die ein Jahr nach X-Men 3 mit Juno und 2010 mit Chris Nolans Inception richtig durchstarten sollte.

Bewertung

4,75   8 Stimmen