Schatten der Nacht Schatten der Nacht Schatten der Nacht Schatten der Nacht

Schatten der Nacht

ARTE Live-TV ARTE 18.07., 00:10 - 01:30 Uhr
DramaD, TRK 202480 Minuten 
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Türkei, in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016: Hauptmann Sinan gilt als pflichtbewusster Offizier, loyal der Armee gegenüber und geprägt von einem System, in dem Gehorsam über allem steht. Umso heikler ist der Auftrag, den er von seinen Vorgesetzten erhält. Er soll seinen älteren Bruder, Oberleutnant Kenan, der festgenommen wurde, zu einem Verhör und anschließend vor ein Militärgericht bringen. Kenan werden Befehlsverweigerung, ein Angriff auf seinen Vorgesetzten und Fahnenflucht vorgeworfen.

Für Sinan wird die Überführung zur Prüfung seiner Haltung zum Vaterland und seiner Loyalität zur Familie. Auf der langen Fahrt im Kleinbus begegnen sich die Brüder zunächst mit Schweigen und Misstrauen. Seit Jahren sind sie entfremdet. Zwischen ihnen steht nicht nur ihre gegensätzliche Haltung zum Militär, sondern auch der Tod ihres Vaters, eines hochdekorierten Generals, dessen Sturz und Selbsttötung die Familie gezeichnet haben.

Während Sinan unbeirrt an Disziplin und Opferbereitschaft festhält, stellt Kenan die Werte infrage, denen sein Bruder sein Leben untergeordnet hat. Als unterwegs die Nachricht von einem Militärputsch die Lage im ganzen Land kippen lässt, wird aus dem Gefangenentransport eine immer bedrohlichere Reise durch ein System, in dem plötzlich niemand mehr weiß, wem zu trauen ist. Auch Sinan wird gezwungen, seine Überzeugungen neu zu prüfen.

Türker Süer verbindet Familiendrama, Psychostudie und Roadmovie zu einem düsteren Film über Loyalität, Macht und moralische Grenzen. Die reduzierte Dialogführung und die präzise Bildgestaltung verleihen dem Film eine von innerer Spannung getragene Atmosphäre.

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Darsteller

  • Sinan Ahmet Rifat Sungar
  • Kenan Berk Hakman
  • Eda Eda Akalin
  • Ihya Mert Tümer
  • Bekir Serkan Ilgaz
  • Ilyas Ylmaz Gökgöz

Mitwirkende

  • Regie Türker Süer
  • Produktion Nadir Öperli
    Viola Fügen
    Michael Weber
  • Musik Ozan Tekin
  • Kamera Matteo Cocco
  • Drehbuch Türker Süer

Bildquellen: WDR