Re:

Re:

Reportage 

Hakibar und Adil Yirmibe? aus Düsseldorf starten wie jeden Sommer mit dem Auto in ihr Heimatdorf an der türkischen Schwarzmeerküste. Die Reise führt über Österreich, quer über den Balkan bis in die Türkei. Dabei schwingt auch Trauer mit: Vor drei Jahren starb ihr ältester Sohn, er ist in ihrem Heimatdorf begraben.
Mehr als 2,5 Millionen türkische Auswanderer begeben sich jedes Jahr auf die strapaziöse Tour. Die meisten, weil es günstig ist, andere aus nostalgischen Gründen. Entstanden ist die S?la Yolu in den 1960er-Jahren als Route der Gastarbeiter auf Heimaturlaub. Damals waren die Straßen schlecht und der Weg gefährlich. Vieles ist heute besser. Trotzdem müssen sich die Reisenden auf Stau an den Grenzübergängen, Übermüdung, Autopannen und mancherorts sogar Diebe und Betrüger einstellen.
Kaum jemand weiß das so gut wie Sezai Koç. Der Deutsch-Türke hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Landsleuten auf der Strecke zu helfen - weil er in den 1980er-Jahren selbst schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Heute betreibt er das Internetportal Silayolu.com mit Nachrichten rund um die Reise. Außerdem hat er den Pannendienst Euro Türk Assist gegründet, mit einem Netzwerk aus vertrauenswürdigen Autowerkstätten entlang der Route.
Wer zu müde zum Weiterfahren ist, kann auf halber Strecke im Bosphorus Hotel in Serbien anhalten. Der Familienbetrieb ist komplett auf türkische Auswanderer ausgerichtet, lässt seine Köche extra aus der Türkei einfliegen. Besitzer Fevki ?ilik und sein Team können sich im Sommer kaum vor Gästen retten - und wundern sich bisweilen über ihre Hast. Denn die Gäste wollen so schnell wie möglich die Grenze zur Türkei überqueren.

Bald im TV

Demnächst Live auf TV.de

Bewertung

0,0   0 Stimmen