Notrufzentrale: Sanitätsnotruf: Ohnmacht oder Hirnschlag?
SRF1
12.11., 20:30
- 21:05 Uhr
In der Sanitätsnotrufzentrale 144 in Bern beginnt ein Einsatz zunächst ziemlich normal. Eine Frau soll ohnmächtig geworden sein, möglicherweise ein Kreislaufproblem. Doch während des Gesprächs spitzt sich die Situation dramatisch zu. Die junge Frau reagiert plötzlich nicht mehr auf die Stimme ihres Mannes. Seine Verzweiflung wächst von Sekunde zu Sekunde, die Hilferufe werden immer dringlicher. Obwohl die Rettungskräfte rasch vor Ort sind, ist die Diagnose später niederschmetternd: Hirnschlag mit möglicherweise schweren und bleibenden Folgen.
Nicht weniger bewegend ist ein Notruf aus Basel. Ein Familienvater meldet sich völlig verzweifelt bei der Notrufzentrale. Seine Frau hat versucht, sich zu vergiften, nicht zum ersten Mal. Für die Einsatzdisponentinnen und -disponenten stellt sich die schwierige Frage, welche Hilfe in einer solchen Situation tatsächlich die richtige ist. Denn nicht immer ist eine Ambulanz die beste oder einzige Lösung.
Auch die Crew der Rega steht vor einer anspruchsvollen Herausforderung. Ein Skitourengänger hat sich im Gelände verirrt. Die Dunkelheit rückt näher, der Handy-Akku des Mannes neigt sich dem Ende zu und dichter Nebel macht einen Rettungsflug unmöglich. Für die Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter beginnt ein Wettlauf gegen Zeit, Wetter und Technik.
Innerhalb von Sekunden entscheiden die Mitarbeitenden der Notrufzentralen, welche Hilfe notwendig ist und welche Rettungsmittel aufgeboten werden müssen. Neben Fachwissen spielen dabei Erfahrung, Bauchgefühl und eingespieltes Teamwork eine entscheidende Rolle.