Martynas Levickis und das Akkordeon
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Radio Bremen
11.10., 07:10
- 07:55 Uhr
Seine erste Begegnung mit klassischer Musik hatte der aus Vilnius stammende Martynas Levickis über das Fernsehen. Der damals Dreijährige sah ein Klavierkonzert und war so fasziniert, dass er fortan mit seinen Fingerkuppen auf die Tischplatte klopfte und verkündete, er würde ein imaginäres Klavier spielen. Die Familie konnte sich kein Klavier leisten, aber ein Patenonkel sprang ein. Er schenkte dem Jungen die kleinere Alternative: ein Akkordeon.
Mittlerweile ist Martynas Levickis unter den jungen Akkordeonisten einer der erfolgreichsten Instrumentalisten - weit über die Grenzen der klassischen Musik hinaus. In seiner Heimat hat er regelrecht Popstar-Status und füllt die großen Sporthallen. In der Klassik wird er von großen Orchestern eingeladen und ist ein gern gesehener Festival-Gast. So wie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, wo wir ihn gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie und der Dirigentin Delyana Lazarova erleben. George Gershwins "Rhapsody in Blue", in einem Arrangement für Akkordeon und Orchester, ist ein Bravourstück für die facettenreiche Klangwelt des Akkordeons und das Herzstück des Konzertporträts.
Gemeinsam mit Martynas Levickis erleben wir ein Instrument, das, genauso wie sein Interpret, voller Überraschungen steckt. Wir begleiten ihn in seine Heimat Litauen, wo alles für ihn begann; besuchen mit ihm eine Akkordeonmanufaktur im italienischen Castelfidardo, in der gerade ein neues Instrument für ihn gebaut wird und sind in London mit dabei, wo er an der Royal Academy of Music seine Leidenschaft und sein Wissen an die nächste Generation weitergibt.