Die große Hungersnot in Irland Die große Hungersnot in Irland Die große Hungersnot in Irland Die große Hungersnot in Irland Die große Hungersnot in Irland Die große Hungersnot in Irland

Die große Hungersnot in Irland

ARTE Live-TV ARTE Gestern, 01:00 - 02:30 Uhr
Dokumentarfilm 202090 Minuten 

Vor 180 Jahren wurde Europa von einer verheerenden Hungersnot heimgesucht. Ausgelöst wurde die Krise durch einen aus Südamerika eingeschleppten heimtückischen Pilz, der die Kartoffelernten vernichtete. In Frankreich, Belgien, Holland, Schottland und dem Königreich Preußen fielen Hunderttausende Menschen Hunger und Krankheiten zum Opfer.

In Irland, wo die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel für die meisten Menschen darstellte, waren die Auswirkungen besonders extrem. Eine Million Iren starben, zwei Millionen wanderten zwischen 1845 und 1855 aus. Anhand von Gesprächen mit Historikern und von Zeitzeugenberichten ergründet "Die große Hungersnot in Irland" die Hintergründe dieser humanitären Katastrophe des 19. Jahrhunderts auf dem europäischen Festland sowie in Großbritannien und Irland.

Der Film veranschaulicht verheerende Zusammenhänge und Folgen: eine bäuerliche Unterschicht, die sich angesichts der existenziellen Bedrohung zu Mord, Plünderung und Kannibalismus getrieben sah; eine kapitalistische, meist britische Elite in Irland und Großbritannien, die vor nichts zurückschreckte, um die eigenen Interessen zu schützen. Irland war zwar seit 1801 offiziell scheinbar gleichberechtigt im Staatsnamen "Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland" vertreten, de facto betrachteten die Briten Irland aber als eine ihrer vielen Kolonien. Deshalb gab es große Unterschiede beim Zugang zu Ressourcen. Eine skrupellose Mittelschicht schlug Profit aus dem Elend der Armen. Emigrationswellen erinnern an die heutige Zuwanderung aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa.

Die Krise führte 1846 zum Sturz der britischen Regierung unter Robert Peel, war Katalysator für die europäischen Revolutionen von 1848 und begründete die irische Diaspora, zu der sich heute mehr als 70 Millionen Menschen in aller Welt zählen. Nicht zuletzt befeuerte sie den kulturellen Aufschwung und die Unabhängigkeitsbestrebungen Irlands. Erst gut 70 Jahre später, nach einem furchtbaren Weltkrieg und einem blutigen Bürgerkrieg, kam für Irland mit dem Irischen Freistaat die Unabhängigkeit und das Ende britischer Ausbeutung.

Jetzt ARTE einschalten

Bewertung

0,0   0 Stimmen

Darsteller

  • Narrator Liam Neeson
  • Self - University College Dublin Cormac Ó'Gráda
  • Self - University of Cambridge Niamh Gallagher
  • Self - Franklin Pierce University, New Hampshire Mary C. Kelly
  • Self - University College Cork John Joseph Lee
  • Self - Quinnipiac University Christine Kinealy
  • Self - University College Cork Mike Murphy
  • Self Ciarán Reilly
  • Self Kevin Whelan
  • Self Emily Mark-FitzGerald
  • Self Brendán Mac Suibhne
  • Self Maureen Murphy
  • Self Sylvie Aprile
  • Self Peter Gray
  • Self Brendan O'Leary
  • Self John Crowley
  • Self Jonny Geber
  • Self William J. Smyth
  • Self Fabrice Bensimon
  • Máire Ní Grianna Sibéal Ní Chasaide
  • Guillaume Clerton
  • Alexander Sullivan Tim Creed
  • Charles Wood Nick Dunning
  • Dr. Donovan Marty Rea
  • Elizabeth Smith Ciara Elizabeth Smyth
  • Sir Randolf Routh Peter Warnock
  • Mrs. Keating Olga Wehrly
  • Self - Sprecherin Isabella Bartdorff
  • Self Joe Biden
  • Self - Sprecher Stéphane Bittoun
  • Self Michael Cusack
  • Self Lionell de Rothschild
  • Self - Sprecherin Elisabeth Günther
  • Self - Sprecher Michael Kamp
  • Self John F. Kennedy
  • Self - Sprecher Manuel Krstanovic
  • Self - Sprecher Marcus Michalski
  • Self - Sprecher Henner Momann
  • Self - Sprecher Jochen Nix
  • Self Richard D. Webb
  • Self Robert F. Kennedy
  • Self Ronald Reagan

Mitwirkende

  • Regie Ruan Magan
  • Produktion Patricia Carroll
    Patricia Carroll
    Colm Crowley
    Laurent Filliung
    John Fitzgerald
    John Fitzgerald
    Ruan Magan
    Colm O'Callaghan
  • Musik Natasa Paulberg
  • Kamera Brian O'Leary
  • Drehbuch Ruan Magan

Bildquellen: ARTE