Der Heiratsschwindler und seine Frau

Der Heiratsschwindler und seine Frau

'Nimm das rosa Hemd, du musst heute Zuversicht ausstrahlen!' Ohne die patente Unterstützung seiner liebenden Ehefrau Marta wäre der Heiratsschwindler Herbert Krugschenk nur halb so erfolgreich in seinem Job. Erst wenn sie ihm den letzten Schliff verpasst hat, kann er sich zuversichtlich auf den Weg zu seinem nächsten 'Opfer' machen. Herberts Job lief allerdings schon besser. Heutzutage machen ihm das Internet, Kontaktanzeigen und Pick-up-Artisten das Leben schwer. Nur mit Ach und Krach kann er die kostspieligen Ausgaben decken, die beim Akquirieren leichtgläubiger Damen anfallen. Selten bleibt etwas für die heimischen Sonderausgaben übrig. Der Besuch des gemeinsamen Sohnes Sigi ist da eine willkommene Abwechslung. Sigi, der die kriminelle Energie seines Vaters geerbt und sein Geld als Meisterdieb verdient hat, kommt gerade frisch aus dem Gefängnis. Das ist allerdings das Geheimnis von Vater und Sohn. Marta ist stolz, dass ihr Sohn sein Geld ehrlich auf einer Ölbohrinsel verdient. Da ist es doch mehr recht als billig, wenn er dem klammen Haushalt seiner Eltern ein bisschen Bargeld beisteuert. Vielleicht kann Marta damit ja endlich die kaputte Waschmaschine reparieren lassen. Doch Herbert hat andere Pläne mit dem Geld. Um eine anspruchsvolle Dame sicher kapern zu können, will er ihr mit Martas Waschmaschinengeld einen teuren Ring kaufen. Heimlich nimmt Herbert das kostbare Haushaltsgeld und riskiert damit den heimischen Frieden. Marta platzt der Kragen. Warum soll sie im Schweiße ihres Angesichts die Schmutzwäsche in der Badewanne scheuern, wenn Herbert sich ständig mit fremden Frauen bei Champagner amüsiert? Marta packt ihre Koffer und zieht zu ihrer Tochter Cornelia. Herbert vermutet sie jedoch bei seinem Heiratsschwindler-Kollegen Kai von Schaurot (Sky, der bereits mehrfach großes Interesse an Marta gezeigt hat). Obwohl sich Sigi mit allen Kräften bemüht, seinem Vater die Hausfrau zu ersetzen, ist mit Marta auch Herberts Selbstbewusstsein entschwunden. Ohne ihren Zuspruch ist seine unverwechselbare Ausstrahlung dahin.

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