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- Reformen in der Krise - verspricht Merz zu viel? Friedrich Merz will Ruhe und Vertrauen - doch ausgerechnet die Steuerreform zeigt, wie wenig davon bei Schwarz-Rot übrig ist. Schon die Koalitionsverhandlungen standen durch den Streit um höhere Reichensteuern vor dem Abbruch. Später eskalierte der Streit beim Koalitionsgipfel in der Villa Borsig erneut. Die CDU will die Entlastungen durch Einsparungen finanzieren, die SPD hält an ihrem Plan fest, Topverdiener stärker zu belasten. Lohnt sich der Streit für eine Reform, die kaum mehr bringt als ein paar Hundert Euro im Jahr, die aber schnell 20- bis 30-Milliarden Euro-Löcher in den Haushalt reißt? Die deutsche Wirtschaft lahmt weiterhin. Der Sachverständigenrat erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2026 nur noch um 0,5 Prozent ansteigen wird - das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als zuletzt angenommen. Wäre angesichts der Krise eine ehrlichere Debatte um Belastungen und ihre gerechte Verteilung nicht angezeigt? Weniger für alle - das klingt nicht schön, aber realistischer. Wird das Steuerthema der Aufschlag für die großen Reformpläne oder zum Stolperstein für den Bundeskanzler? - Thorsten Frei, CDU Chef des Bundeskanzleramtes - Ricarda Lang, B'90/Die Grünen MdB, ehemalige Parteivorsitzende - Julia Friedrichs Filmemacherin und Autorin - Robin Alexander Journalist und Autor
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- Roland Koch, Ex-Ministerpräsident (CDU) Der frühere hessische Landesvater gilt als enger Vertrauter von Friedrich Merz. Er äußert sich zur Unbeliebtheit des Kanzlers, zum Erstarken der AfD und zum deutsch-israelischen Verhältnis. - Anna Lehmann, Journalistin Die Leiterin des Parlamentsbüros der "taz" analysiert die Machtbalance zwischen CDU und SPD und ordnet die Reformpläne der Bundesregierung ein. - Moshe Zimmermann, israel. Historiker Er erläutert die Ursachen der beschleunigten Erosion westlicher Demokratien und kritisiert Israels Regierungschef Netanjahu.