20:15
Ausnahmefußballer Mesut Özil gilt als Vorbild für Integration. Als er sich mit dem türkischen Präsident Erdogan fotografieren lässt, wendet sich Deutschland gegen ihn und er fällt. Die dreiteilige Doku-Serie rekonstruiert Özils Aufstieg und Fall. Mithilfe prominenter Interviewpartner zeichnet sie ein umfassendes und ambivalentes Bild jener dramatischen Wochen, die zu Özils Rücktritt führen - und zu seiner Entfremdung von Deutschland. Özils Talent ist außergewöhnlich, doch von den großen Vereinen wird er lange übersehen. Als der Durchbruch gelingt, muss er eine Entscheidung treffen, die weit über den Sport hinausgeht: Türkei oder Deutschland? Die zweite und dritte Folge "Mesut Özil - zu Gast bei Freunden" werden Dienstag, 31. März 2026, ab 00.15 Uhr ausgestrahlt.
21:00
- Kann sich die SPD erneuern? Reformdruck und Richtungsstreit Die SPD steckt in einer tiefen Krise: In Rheinland-Pfalz ging das Amt des Ministerpräsidenten verloren, in München das des Oberbürgermeisters, und in Baden-Württemberg schaffte die Partei nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde. Um aufkommende Personaldiskussionen im Keim zu ersticken, setzt die Parteispitze um Lars Klingbeil und Bärbel Bas nun auf inhaltliche Erneuerung. Mit Reformvorschlägen in der Steuer- und Sozialpolitik soll der Weg aus der Krise gelingen. Doch reicht das aus, um die SPD zu erneuern? - Deals mit Syriens Machthaber Ist das Land sicher für Rückkehrer? Für die einen ist Ahmed al-Scharaa ein Islamist und Kriegsverbrecher, für andere ein Garant relativer Stabilität in Syrien. Die Bewertungen des syrischen Übergangspräsidenten könnten unterschiedlicher kaum sein - und sie haben auch in Deutschland konkrete politische Folgen. Denn zunehmend werden Asylanträge mit der Begründung abgelehnt, den Antragstellern drohe in Syrien keine Gefahr mehr. Doch wie belastbar ist diese Einschätzung, und plant die Bundesregierung bald massenhafte Rückführungen? - Epstein-Netzwerk Spurensuche bis in die Ukraine Der Fall Jeffrey Epstein: Was zunächst wie ein lokaler Missbrauchsskandal in den USA erscheint, erweist sich als Teil eines internationalen Netzwerks, das bis nach Europa reicht. Der US-Multimilliardär Jeffrey Epstein hat über Jahre hinweg gezielt Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht. Für ihn soll der französische Model-Agent Jean-Luc Brunel auch Frauen aus Osteuropa angeworben haben. - Drogen, Gewalt und rechte Netzwerke Die Verstrickungen eines Nazis Ein NS-Kriegsverbrecher, ein Neonazi-Söldner und der Aufstieg eines Narco-Staates in Südamerika: Die Recherche zeigt, wie eng Klaus Barbie, genannt der "Schlächter von Lyon", mit dem internationalen Kokainhandel und rechtsextremen Netzwerken verbunden war - bis nach Europa. Erstmals kommen Ermittler aus Bolivien zu Wort und berichten über Gewalt und Straflosigkeit. Die Doku-Reihe "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
Täglich sind in Deutschland mehrere Tausend Menschen von einem Koma betroffen. Was fühlt ein Mensch, der andere wahrnehmen, aber überhaupt nicht reagieren kann? Wie geht es den Angehörigen?Wir begleiten zwei Menschen über mehr als ein Jahr, die durch ein Koma mitten aus dem Leben gerissen wurden. Den 45-jährigen Steffen aus Magdeburg und die 62-jährige Doris aus Süddeutschland. Ihre Angehörigen geben Einblicke in die schwierige Zeit der Ungewissheit.Doris (62) steht mitten im Leben. Sie ist ein freundlicher Mensch, immer für alle da. Neben einem Halbtagsjob pflegt sie zu Hause ihren Ehemann, der gehbehindert ist. Laura (17), das Kind ihrer Tochter, wohnt bei ihr. Am 14. April 2024 ist Doris erschöpft, legt sich etwas hin. Peter, der Ehemann, findet sie eine halbe Stunde später im Bett - regungslos. Ein Herzinfarkt. Doris ist bewusstlos. Maschinen übernehmen die Atemfunktion. Erst nach einigen Wochen atmet sie wieder selbst. Jetzt liegt sie im sogenannten Wachkoma. Sie registriert manches um sich herum, kann aber nicht reagieren, sagen die Ärzte. Sie sprechen in solchen Fällen von einem "Verlust ohne Tod". Angehörige leben in ständiger Ungewissheit: Sie wissen nicht, ob und wie viel der geliebte Mensch wahrnimmt - und ob er oder sie jemals wieder nach Hause zurückkehren kann. International anerkannte Expertinnen und Experten erklären, welche Ursachen ein Koma haben kann, welche Formen es gibt und wie die Prognosen aussehen. Die Neuropsychologin Dr. Petra Maurer-Karattup von der SRH-Fachklinik Neresheim sagt: "Die Ursachen sind so unterschiedlich wie Dauer und Verlauf eines Komas: Unfälle, Herzinfarkte, Schlaganfälle, aber auch Suizidversuche oder Drogenmissbrauch können Auslöser sein." Steffen (45) aus Magdeburg hat Ähnliches durchlebt. Als er vom Sport nach Hause kommt, ist ihm übel, er verspürt Sodbrennen. Er glaubt, es läge am Sport. Doch seine Frau ruft den Notarzt. Es ist ein Herzinfarkt. Auf der Intensivstation wird er aufgrund von Komplikationen in ein künstliches Koma versetzt. Geräte übernehmen die Beatmung. Heute kann er wieder ein fast normales Leben führen. "37°" bleibt dicht bei den Betroffenen und ihren Angehörigen. Ihr Alltag ist eine Gratwanderung zwischen Angst, Unsicherheit und Hoffnung. "Es kann tatsächlich jeden treffen", sagt Dr. Petra Maurer-Karattup. Für die beiden Familien war das ein Grund dafür, dass "37°" sie in dieser schweren Zeit begleiten durfte: "Andere Menschen sollen erfahren, womit sie konfrontiert sind, wenn ein Familienmitglied im Wachkoma liegt und wie wichtig es ist, sich frühzeitig Hilfe zu suchen, um ein Trauma abzuwenden", sagt die Tochter von Doris.
22:45
- Johannes Volkmann, CDU-Politiker Der 29-Jährige sitzt seit letztem Jahr im Bundestag. Er nimmt Stellung zum schleppenden Reformtempo und zum deutschen Umgang mit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran. - Philipp Türmer, Juso-Vorsitzender Er äußert sich zur SPD-Krise und zur wachsenden Kritik an der Parteiführung. Mit Blick auf mögliche tiefgreifende Sozialreformen sagt er: "Mit diesem Kurs marschieren wir in den Abgrund". - Frederik Pleitgen, Kriegsreporter Der "CNN"-Korrespondent war als einer der wenigen westlichen Journalisten nach Kriegsbeginn im Iran. Er berichtet von seinen Eindrücken. "Das Regime ist bereit zum Endkampf", sagt er. - Juliane Schäuble, Journalistin Die US-Korrespondentin der "Zeit" analysiert widersprüchliche Meldungen, wonach Trump erwägt, Bodentruppen im Iran einzusetzen oder aber bereit ist, den Krieg zu beenden.