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TV Programm für ZDF am 13.09.2026

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Inspector Ikmen - Tod in Istanbul 23:00

Inspector Ikmen - Tod in Istanbul: Abschied und Neuanfang (2)

Krimiserie

Ein Wohnungsbrand hat eine Mordermittlung nach sich gezogen. Die überlebende Frau arbeitete als Chemikerin für eine NGO. In ihrem Labor wurden wohl auch Drogen hergestellt. Mehmet Suleyman kann endlich eine Verbindung zwischen den Recherchen seiner Ex-Freundin Leyla und einer synthetischen Partydroge herstellen. Und es wird noch persönlicher für den jungen Detective, der aus London nach Istanbul kam. Mehmet (Ethan Kai) hat wieder engen Kontakt zu seinem Vater, einem erfolgreichen Unternehmer, der unter anderem mit Olivenöl handelt. Mehmets Mutter hatte ihren Mann vor vielen Jahren mit dem Sohn verlassen. Mehmets Vater ist wieder verheiratet und Mehmet hat kleine Stiefgeschwister. Zuletzt hatten sich - dienstlich und persönlich - die Ereignisse für Mehmet geradezu überschlagen, denn er verdächtigt den neuen Freund seiner Ex-Freundin Leyla (Dilan Gwyen), mit einer synthetischen Partydroge zu tun zu haben, die Istanbul flutet: Kayra Khan oder Double K. Mehmet ahnt nicht, dass seine persönliche Verstrickung in den Fall wesentlich größer ist als zunächst angenommen. Und er muss eine dramatische Entscheidung treffen, als er zusammen mit Leyla und Jakob Kroos (Martin Bruchmann) entführt wird. Ikmen (Haluk Bilginer) und Asye Farsakoglu (Yasemin Kay Allen) haben sich an die Spuren der Entführer geheftet, und in der Villa von Mehmets Vater kommt es zum Showdown und zur Aufklärung des Falls.

Danach

Precht 23:45

Precht: Bedrohte Demokratie - Kommt ein Systemwechsel?

Gespräch

Die Zustimmung zur liberalen Demokratie nimmt weltweit ab. Wie man sie krisenfest machen könnte, darüber diskutiert Richard David Precht mit dem Politikwissenschaftler Veith Selk. In Zeiten düsterer Wirtschaftsprognosen, großer sozialer Ungleichheit und schlechter politischer Performance gerät unsere liberale Demokratie stark unter Druck. Dabei gibt es Möglichkeiten, die Demokratie zu stärken. Aber sie sind begrenzt. Die Konflikte um uns herum sind komplexer geworden. Gleichzeitig stiegen die Ansprüche jedes einzelnen, dass Politik genau seine Probleme zu lösen habe. Dem extremen Grad an Individualismus in unserer Gesellschaft scheint die liberale Demokratie, welche sich auf Solidarität und Wirgefühl stützt, kaum noch gewachsen zu sein. Und obwohl die Menschen deutlich informierter und damit mündiger geworden sein könnten, misstrauen sie den demokratischen Institutionen mehr denn je. Sie begreifen die Aufgaben des Staates als eine Dienstleistung, die genau auf sie abgestimmt erfüllt werden soll. Viele beklagen die Langsamkeit demokratischer Entscheidungen, ihre mangelnde Durchschlagskraft, die aufgeblähte Bürokratie und das nicht eingelöste Versprechen von Transparenz und gleichberechtigter Teilhabe. Wie aber kann das Vertrauen in die liberale Demokratie wieder gefestigt werden, bevor noch mehr rechte politische Kräfte die Stimmung erfolgreich für sich nutzen und die Systemfrage stellen? Muss es mehr direkte Teilhabe an wichtigen Entscheidungen geben? Mehr Bürgerräte? Längere Legislaturperioden? Veith Selk ist Politik- und Sozialwissenschaftler. Derzeit vertritt er die Professur für Politikwissenschaft an der Universität Vechta. Bis 2025 war er Gastprofessor und stellvertretender Leiter des Instituts für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit der Wirtschaftsuniversität Wien. Im Hessischen Verbund "Herausforderungen der Demokratie in Zeiten ihrer Regression" arbeitete er zu Fragen der Demokratieforschung. Seine Schwerpunkte sind unter anderem Demokratietheorie, Populismus und politische Ökologie.