22:15
- Jung, arbeitslos, abgehängt Großbritanniens verlorene Jugend - USA: Machtprobe Midterms Verliert Trump die Nerven? - Israel und die Palästinenser Wenn die Siedler Fakten schaffen - Ende einer Legende Der Niedergang von Rimini
22:45
Falsche Impfpässe, zweifelhafte Atteste, Anleitungen aus dem Netz: Manche Eltern vermeiden so die Masernimpfung ihrer Kinder. Wie viele umgehen das Masernschutzgesetz auf diese Art? Anfang des Jahres wurde bekannt, dass Ärzte in Bayern über tausend Eltern geholfen haben sollen, ihre Kinder nicht gegen Masern impfen zu lassen. Leonie Sontheimer und Lilia Becker recherchieren, wie leicht sich falsche Impfnachweise oder Atteste beschaffen lassen. Für "Die Spur" beginnen die Autorinnen ihre Recherche im Netz und stoßen schnell auf Onlinegruppen impfkritischer Eltern. Über solche Eltern-Chats kommen sie in Kontakt mit einem mutmaßlichen Impfpass-Dealer. Er bietet ihnen das gelbe Impfheft an, inklusive Stempel, Sticker und Eintrag über eine erfolgte Masernimpfung - gefälscht. Seine Kunden sind Eltern, die ihre Kinder nicht gegen Masern impfen lassen möchten, sie aber in eine Gemeinschaftseinrichtung schicken wollen. Denn: Der Nachweis über den Masernschutz ist Pflicht. Bei ihren weiteren Recherchen stoßen die Autorinnen auf eine Onlineseite: Gegen Bezahlung wird ein Dokumentenset verkauft, das Eltern helfen soll, ihr ungeimpftes Kind durch das Kontrollsystem von Ärzten, Schulen und Behörden zu bringen. Die Autorinnen wollen wissen, ob das funktionieren kann. Sie überprüfen, wie weit sie mit den Nachweisen kämen und wann die Gesundheitsämter hellhörig werden. Um die Masernerkrankung zu eliminieren, muss Deutschland eine Impfquote von 95 Prozent erreichen. Derzeit liegt die ausgewiesene Quote bei 92 Prozent. Das Ziel liegt in Reichweite. Doch wie hoch ist die Zahl derer, die nur auf dem Papier immun sind? Und wie valide ist die Masernimpfquote wirklich? Mehr unter https://diespur.zdf.de
23:15
- Mathias Middelberg, CDU-Politiker Der Unionsfraktionsvize stärkt Merz in der Kanzlerdebatte den Rücken und nimmt Stellung zu den finanz- und wirtschaftspolitischen Vorhaben der Bundesregierung. - Dietmar Bartsch, Linken-Politiker Mit Blick auf die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern äußert er sich zur Koalitionsfähigkeit der Linken und zum Antisemitismus-Streit in seiner Partei. - Kerstin Münstermann, Journalistin Die Leiterin der Parlamentsredaktion der "Rheinischen Post" ordnet die Debatte über eine mögliche Merz-Nachfolge ein und äußert sich zu den Perspektiven der Linken in Berlin. - Ahmad Mansour, Soziologe Der Extremismusexperte sieht die demokratischen Parteien in deutlicher Orientierungslosigkeit und warnt vor einer zunehmenden Erosion der politischen Streitkultur.