20:15
Stromausfall im Alten Land. Plötzlich geht gar nichts mehr, kein Licht, kein PC, kein Wasser. Und Beke ist zufällig im Auge des Orkans. Sie ist bei einem Termin bei Hanse-Strom. Beke begleitet den Azubi Jona bei dessen Aufgaben. Ihr wird schnell klar, dass der junge Mann mehr auf dem Kasten hat als Zähler abzulesen. Jona entpuppt sich als Umweltaktivist und freut sich diebisch über den Stromausfall. Hat er etwas damit zu tun? Ohne Strom bricht im Alten Land das Chaos aus und die Altländer Zeitung gibt alles, um die Menschen über den Stand der Dinge zu informieren. Norbert richtet einen Piratensender ein und freut sich, dass Beke quasi live vom Tatort berichten kann. Jona findet den Stromausfall super. Endlich begreifen die Menschen, wie abhängig sie vom Strom sind und wie verschwenderisch sie mit der Natur umgehen, um ihn zu erzeugen. Beke runzelt die Stirn. Steckt etwa Jona hinter dem Stromausfall? Beke gelingt es, ihn zu stellen und spitzt damit die Situation unfreiwillig zu. Jona nimmt Beke als Geisel. Er wird sie erst freilassen, wenn sie bereit ist, aller Welt seine Botschaft zu übermitteln. Paul und David, die sich zufällig auf dem Rieper-Hof getroffen haben, machen sich besorgt auf, um Beke zu finden, die mit Engelszungen versucht, ihren Bewacher zum Aufgeben zu überreden. Je länger der Strom wegbleibt, desto ungeduldiger werden die Jorker. Heide richtet zwar ein Notquartier ein, jedoch wird es von keinem genutzt. Vielmehr kaufen die Jorker den Supermarkt leer und "vergessen" dabei zu bezahlen. Danach kommen sie auf den Rieper-Hof, um dort die letzten käuflich erwerbbaren Lebensmittel abzugreifen. Renate und Gerd kennen ihre eigentlich so netten Nachbarn kaum wieder. Aber Heide findet die richtigen Worte, um sie zur Räson zu bringen. Letzte Folge "Neuer Wind im alten Land"
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
Mit seinem selbstzerstörerischen Verhalten setzt Roman seine berufliche und private Zukunft aufs Spiel. Doch dann entdeckt er eine neue Spur. Bekommt er eine zweite Chance? Als Roman im TV zufällig die Stimme von Dieter Adriaansens hört, dessen Tochter vermisst wird, ist ihm sofort klar, dass es sich bei diesem um "Lennon" handelt. Nico lässt den Mann daraufhin festnehmen. Und Adriaansens bietet den Ermittlern einen verlockenden Deal an. Roman (Bart Kelchtermans) steckt in einer Krise: Caro(Sigrid ten Napel) will nichts mehr mit ihm zu tun haben, nachdem er infrage gestellt hat, ob er überhaupt Vater werden will. Und darüber hinaus wurde er auch noch bei der Kriminalpolizei suspendiert. Unterdessen ermittelt die Kripo in einem Fall, der auf den ersten Blick zunächst nichts mit der Jagd nach "McCartney" zu tun hat. Eine junge Frau namens Selina ist spurlos verschwunden. Offenbar wurde sie entführt. Als Roman durch Zufall in einem TV-Bericht die Stimme ihres Vaters Dieter Adriaansens (John Buijsman) hört, kommt sie ihm sofort bekannt vor: Es handelt sich bei diesem Mann um den mysteriösen "Lennon". Noch in derselben Nacht wird Adriaansens verhaftet. Im Verhör berichtet dieser, dass "McCartney" seine Tochter entführt habe. Er müsse ihm übermorgen eine Entschädigung für den gestohlenen Drogencontainer zahlen. Dann käme Selina wieder frei. Adriaansens bittet die Polizei, das Treffen wie geplant stattfinden zu lassen. Danach wolle er gegen "McCartney" aussagen. Die Kripo lässt sich auf den Deal ein und bereitet einen Großeinsatz vor. Ein Teil des Teams postiert sich rund um ein Café in einer Markthalle, das als Treffpunkt für Adriaansens und "McCartney" dienen soll. Doch es kommt alles anders, als es sich die Ermittler vorgestellt haben.
23:00
Roman hat Yaqub dazu gebracht, die Kriminalpolizei bei der Ergreifung von "McCartney" zu unterstützen. Der Showdown soll auf einem Pfannkuchenschiff stattfinden. Die Ermittler nehmen das Schiff ins Visier. Roman und Nico sind undercover an Bord. Eigentlich ist alles für den Zugriff vorbereitet, doch der gesuchte "McCartney" taucht nicht auf. Stattdessen gibt es eine große Überraschung. Die Kripo Rotterdam soll den Fall an Interpol abgeben. Roman will das nicht einfach so hinnehmen und wagt einen weiteren Alleingang. Nachdem Roman eindringlich mit ihm gesprochen hat, bietet der Verbrecher Yaqub (Sinan Eroglu) der Polizei seine Unterstützung bei der Ergreifung von "McCartney" an. Es soll ein konspiratives Treffen mit dem Hauptdrahtzieher auf einem Pfannkuchenschiff geben. Roman erklärt sich zu einem gefährlichen Einsatz bereit: Er wird sich undercover in direkter Nähe zu den Kriminellen an einen Tisch setzen. Über ein Abhörmikrofon in seinem Blindenstock können die Ermittler das Gespräch mithören. Meryem (Aysegül Karaca) kehrt zudem als Usbekisch-Dolmetscherin ins Team zurück. Im Umfeld des Schiffs sind mehrere Polizeiteams platziert. Auch Nico (Frank Lammers) ist undercover mit an Bord. Der große Zugriff scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch als die Abfahrt des Schiffes unmittelbar bevorsteht, fehlt von "McCartney" noch immer jede Spur. Stattdessen setzt sich eine Person an den Tisch, mit der niemand gerechnet hat. Letzte Folge "Blind Sherlock"
23:40
Öffentliche Denker sind der moralische Kompass von Gesellschaften. Doch im großen Rauschen des Internets werden sie kaum gehört. Darüber diskutiert Richard David Precht mit Juli Zeh. Jürgen Habermas und Alexander Kluge sind unlängst gestorben. Welche Rolle hatten diese und andere Denkerinnen und Denker in unserer Gesellschaft. Welche Rolle spielen Intellektuelle heute und wie können sie im digitalen Zeitalter überhaupt noch durchdringen? Ist in unserer gegenwärtigen Gesellschaft überhaupt noch Platz für Intellektuelle, die sich mit den Konflikten der Zeit auseinandersetzen und sich selbstbewusst einmischen? Juli Zeh ist davon überzeugt: Die Menschen sehnen sich gerade heute nach klugen Köpfen, die unsere Krisen und das Chaos in der Welt nicht nur einordnen können, sondern auch laut über Auswege nachdenken. Das Vertrauen in die Institutionen sei gesunken. Gerade deshalb suche man bei freien Denkern und Denkerinnen nach Orientierung. In den 1960er- und 1970er-Jahren erhielt die Politik von den Intellektuellen der Zeit deutlich mehr Impulse für gesellschaftliche Veränderungen. Heute stagniere dieser Diskurs in einer allzu breiten Mitte, so Precht. Während damals eine allgemeine Aufbruchstimmung herrschte, fürchtet man sich heute primär vor Verlusten. Es mangele heute an einer substanziellen Vision von gemeinsamer Zukunft, attestiert Juli Zeh. Diese wird nun vermehrt von den radikalen Rändern beschworen - jedoch als eine rückwärtsgewandte Vision und kaum als eine konstruktive Vorstellung eines demokratischen Morgens. Möglicherweise braucht die Gesellschaft mehr als nur eine rationale Einsicht in den Wert der Demokratie, so Zeh. Demokratie beruhe auf Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann, so definierte es schon Ernst-Wolfgang Böckenförde. Geteilte Tradition, geteilte Lebenswelten, ähnliche Erfahrungen - alles Elemente, die in einer hochindividualisierten Gesellschaft verloren gehen.