17:00
17:15
Wie wichtig sind die eigenen Väter? Welchen Einfluss haben Väter, und was geben Menschen weiter, wenn sie Väter werden? Mit diesen Fragen geht Psychologe Leon Windscheid auf Spurensuche. Leon Windscheid trifft die Ski-Legenden und Weltklasseathleten Christian und Felix Neureuther. Christian war für seinen Sohn immer Vorbild und Begleiter - nicht nur im Sport, sondern vor allem im Leben. Heute ist Felix selbst vierfacher Vater. Wissenschaftliche Einblicke, wie sich Vater sein psychologisch, soziologisch und neurobiologisch auswirkt, geben Psychologin und Bindungsforscherin Prof. Marian Bakermans-Kranenburg, Entwicklungspsychologe und Väterforscher Prof. Andreas Eickhorst und Sozialforscherin und Väterforscherin Prof. Katja Nowacki. Welche Rolle spielt die Bindung? Unterscheiden sich Väter und Mütter in ihrem Verhalten? Was läuft schon gut - und wo braucht es Veränderungen? Felix Neureuther möchte seinen Kindern dieselben Werte vermitteln, die er von seinen Eltern gelernt hat: Familie, Zusammenhalt und Verantwortung. Unterstützt wird er dabei von Christian, der seine Rolle als Opa mit Leidenschaft lebt. Eine Vater-Sohn-Beziehung, die Nähe und Vertrauen verkörpert - und zeigt, was Vaterschaft bedeuten kann. Doch nicht alle haben so enge Bindungen. In einem Studioexperiment geht Leon Windscheid der Frage nach, was Vaterrolle heute heißt: Nähe, Distanz, Verantwortung - oder auch Vorwürfe? Persönliche Geschichten von Vätern, Töchtern und Söhnen machen deutlich, wie vielfältig Vaterschaft gelebt und erlebt wird. Zahlen verdeutlichen den Wandel: 59,4 Prozent der Väter sehen es als wichtigste Aufgabe, ihrem Kind Zuneigung zu zeigen - verbringen aber im Schnitt nur eine Stunde und 17 Minuten täglich mit ihnen. Während jeder zweite Vater sich gleichberechtigt einbringen will, arbeiten 86 Prozent Vollzeit. Zugleich steigt die Zahl der Väter, die Elternzeit nehmen - ein Zeichen, dass sich Rollenbilder langsam verschieben.
18:00
Manuel von Telling, erfolgreicher Immobilieninvestor, wird in einer kleinen Werft am Starnberger See erschlagen. An Verdächtigen mangelt es nicht, da der Mann nicht sonderlich beliebt war. Von Tellings manipulative Methoden scheinen der Grund zu sein, dass niemand in seinem Umfeld ein gutes Wort an ihm lässt. Stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht, schnappte er Grundstücke anderen Interessierten vor der Nase weg. Wurde er deswegen ermordet? Richard Voss und sein Team erfahren im Laufe der Ermittlungen, dass ein Wagen kurz vor von Tellings Tod in der Nähe der Werft gesehen wurde. Die Spur führt zu dem Kunstsammler Schultheiss, der sich betrogen fühlt, die Tat aber abstreitet und wertvolle Hinweise über die Machenschaften von Tellings gibt. Lenny findet heraus, dass die Werft kurz vor der Insolvenz steht und das Mordopfer offene Rechnungen nicht beglichen hatte. Zudem wird Richard Voss Zeuge eines Dramas. Franz Bichler, der Inhaber der Bootswerft, ist unheilbar an Krebs erkrankt. Sein Wunsch, zu Hause in Würde sterben zu dürfen, wird ihm von seinem langjährigen Freund Dr. Leitner gewährt. Er steht ihm wie auch seiner schwangeren Tochter Charlotte und ihrem Verlobten Jakob Vierbaum zur Seite. Bichler macht sich Sorgen um die Zukunft der Werft, für deren Erhalt er bereit ist, alles zu tun. Die Ermittler finden eine Verbindung zwischen von Telling und Charlotte, die den anderen Familienmitgliedern nicht bekannt ist. Auch Bichler beginnt, zu hinterfragen, und geht einen ungewöhnlichen Schritt. Nun wendet sich das Blatt, und Voss erkennt, dass nicht nur von Telling seine Mitmenschen manipulierte, sondern eine weitere Person ermordet werden soll.
18:55
Suse Stedtfeld spielt im deutschen Blindenfußballteam der Frauen und trainiert jede Woche bei der FC-Stiftung in Köln mit anderen blinden und sehbehinderten Spielerinnen und Spielern.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:10
In der Magazinsendung "Berlin direkt" berichten Parlamentskorrespondenten hintergründig über aktuelle Themen und Entwicklungen der Bundespolitik. Studiogespräche mit Spitzenpolitikern vertiefen das politische Top-Thema. Während der parlamentarischen Sommerpause werden die "Sommerinterviews" gesendet.
19:30
Wie überlebt man auf einer Insel ohne Frischwasser, in einer Luftblase in einem Wrack oder auf einem steuerlosen Katamaran auf dem Pazifik? Drei Schiffbrüchige erzählen ihre Geschichte. Den sechs Teenagern, die auf der Insel ?Ata stranden, hilft ihr Zusammenhalt. Koch Harrison Okene hält es dank seines Glaubens 62 Stunden im Rumpf eines gesunkenen Schiffs aus, und Segler Tim Shaddock denkt: Ohne seine Hündin Bella hätte er die Hoffnung verloren. Trotz moderner Navigation und Satellitenkommunikation: Tausende erleiden jedes Jahr Schiffbruch, manche gehen für immer verloren. Wie meistert man die psychologischen und physischen Herausforderungen in einer aussichtslos scheinenden Situation? Die Protagonisten von drei der dramatischsten Schiffbruchgeschichten der letzten Jahrzehnte erzählen ihre Strategien. Sione Filipe Totau aus Tonga strandete in den Sechzigerjahren zusammen mit fünf Freunden auf der Insel ?Ata im Südpazifik. Die Jungs überlebten 15 Monate dank ihrer Kenntnisse der Natur und ihrer Freundschaft. Als der Schlepper Jascon 4 im Jahr 2013 vor Nigeria versank, waren die Chancen von Schiffskoch Harrison Okene zu überleben, gering. Er saß in einer Luftblase des auf 30 Metern Tiefe gesunkenen Schiffs. Tauchern gelang es, ihn nach drei Tagen zu retten. Er ist davon überzeugt, dass sein Glaube ihn stärkte und stabilisierte. Der australische Einhandsegler Tim Shaddock wollte allein mit seiner Hündin Bella von Mexiko über Französisch-Polynesien nach Australien segeln. Eine mehrere Tausend Kilometer lange Reise. Doch sein Katamaran wurde bei rauem Seegang beschädigt und die Navigation zerstört. Zwei Monate verbrachte er mitten auf dem Pazifik auf dem manövrierunfähigen Gefährt und ernährte sich von rohem Fisch und Sauerkraut. Vielleicht hätte er aufgegeben, doch seiner Hündin zuliebe wollte er durchhalten. An Originalschauplätzen und authentischen Orten des Geschehens gewähren die ehemaligen Schiffbrüchigen sehr persönliche Einblicke in ihre lebensbedrohlichen Erlebnisse. Der Zuschauer erfährt, wie sie mit Einsamkeit, Angst, Hunger und Durst umgegangen sind und was ihnen geholfen hat, nicht aufzugeben - trotz widriger Umstände. Prof. Hanns-Christian Gunga, Physiologe und Experte für extreme Umwelten von der Charité Berlin, und Prof. Jürgen Margraf, Psychologe und Experte für Angststörungen von der Ruhr-Universität Bochum, ordnen die Herausforderungen, mit denen sich die Schiffbrüchigen konfrontiert sahen, und deren Verhalten vertiefend ein. Die Dokumentation wird über die Social-Media-Kanäle von "Terra X" ausführlich mit Bildern und Videoclips begleitet.
20:15
Kate liebt die Arbeit in ihrem kleinen Café, das sie mit ihrer Freundin Polly betreibt. Ihr großer Traum: Ein eigenes Literaturcafé. Doch aus Liebe zu ihrem Mann stellt sie diesen zurück. Kates Mann Andrew ist ein erfolgreicher Meeresbiologe, der ganz in seiner Arbeit aufgeht. Für ihn ist das Angebot, ein Jahr in Australien zu arbeiten, ein Glücksfall. Kate sieht diese Auszeit eher als Chance, ihre eingeschlafene Ehe wieder auf Vordermann zu bringen. Doch vor der Abreise nach Australien feiern die beiden noch ihren 20. Hochzeitstag im romantischen Landhotel des Ehepaars Rita und Rodney Cumberwell in Cornwall. Kates Sehnsuchtsort: Hier haben Andrew und sie geheiratet und feiern dort jedes fünfte Jahr ihren Hochzeitstag. Doch der Aufenthalt verläuft anders als geplant. Kate lernt im Hotel den charmanten Philosophie-Professor Yamen kennen. Kate und ihn verbindet die Liebe zur Literatur. Außerdem findet Kate bei ihm genau die Zuwendung und das Verständnis, das sie bei Andrew schmerzlich vermisst. Das junge Model Ivy strandet auf der Suche nach einer exklusiven Location für ihre Hochzeitsfeier in demselben Hotel. Dort lernt sie Finn, die Tochter der Cumberwells, kennen, die sie bei der Suche unterstützt. Dabei findet Ivy nicht nur den perfekten Ort für eine Hochzeit, sondern auch zu sich selbst. Genau wie Kate muss auch Ivy sich ihrer Gefühle und der Frage nach ihrer Zukunft stellen.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
Bei der Enthüllung seiner neuesten Skulptur bricht der Künstler Thor Rossing zusammen - und stirbt an einer Stichverletzung. Kurz darauf werden seine Werke als gestohlen gemeldet. Dan und sein Team untersuchen, ob es einen Zusammenhang gibt. Als die gestohlenen Kunstwerke in einem illegalen Onlineauktionsforum auftauchen, mischt sich Nadia undercover unter die Bietenden. Doch die Operation gerät außer Kontrolle. Erst zwei Wochen vor seinem gewaltsamen Tod war der berühmte Bildhauer und Maler Thor Rossing mit seiner neuen Ehefrau Daniella und ihrem gemeinsamen Baby Felix wieder in seine alte Heimat Helsingør gezogen, wo auch Charley, sein Sohn aus erster Ehe, lebte. Charley ist ebenfalls Künstler, und auch wenn sein Vater seine Kunst nicht wertschätzte, trifft ihn dessen plötzliches Ableben hart. Wenig später folgt auf den Mord ein zweiter Schock: Pernille Ryder und Petra Holm, das Galeristinnenpaar, das Thors Kunst ausstellte, meldet sämtliche Werke als gestohlen. Nicht nur die Tatsache, dass Thor vorhatte, die jahrelange Zusammenarbeit mit den beiden zu beenden, macht Dan und sein Team stutzig. Petra hatte offenbar noch einen weiteren Grund, um Thor loszuwerden. Gleichzeitig stehen eine Reihe weiterer Fragen im Raum: Wer ist O. Oxfeldt, der am Tag vor Thors Tod mehrfach versucht hatte, ihn telefonisch zu erreichen? Was ist dran an der Aussage der Aktivistin Renée Mogensen, die in einem Livestream behauptet, sie habe Thor getötet? Und was weiß der Kunstkritiker Ole Davidsen Nielsen, der für die Biografie des Künstlers recherchierte? Als Marianne ungeplant von einer Wohnungsbesichtigung zur Beschattung der illegalen Versteigerung von Thors Werken hinzustößt, muss sie von ihrer Dienstwaffe Gebrauch machen. Flemming ist beunruhigt: Wieso trägt Marianne privat ihre Pistole bei sich? Dan und Josefine wird indessen klar, dass sie zugunsten von Bahir und Basam ihre Zukunftspläne überdenken müssen. Werden sie eine Lösung finden?
23:45
Sie retten, tragen und schnüffeln. Tiere begleiten Menschen an der Front: Ob Maultiere, Riesenhamsterratten oder Delfine - Tiere sind dort im Einsatz, wo Technik oft scheitert. Tiere begleiten Kriege seit Jahrtausenden. Sie sichern Nachschub, erkunden Gelände, warnen vor Gefahren und geben Halt in Extremsituationen. "Terra X History" zeigt ihre Geschichten- und macht klar: Tiere im Krieg können Menschenleben retten. Gebirgsjäger der Bundeswehr arbeiten bis heute mit Maultieren und Eseln. Die Tragtierkompanie in Bad Reichenhall setzt die Tiere dort ein, wo Technik versagt: im Hochgebirge, bei Kälte, im schwierigsten Gelände. Sie transportieren Munition, Wasser und Treibstoff - zuverlässig, leise und wendig. Der Film erinnert auch an die legendäre Geschichte des Esels Murphy, der 1915 zusammen mit dem australischen Sanitäter John Simpson Hunderte Verwundete aus dem Feuer der Schlacht von Gallipoli brachte. In Australien gilt Murphy bis heute als Symbol für Mut und Menschlichkeit. Andere Tiere geraten unfreiwillig in fragwürdige Experimente. Im Zweiten Weltkrieg entwickeln US Militärs eine "Fledermausbombe". Die Idee scheitert spektakulär und zeigt, wie weit der Mensch zuweilen geht, um Kriegstechnologie voranzutreiben. Unter Wasser übernehmen Delfine Aufgaben, die keine Maschine so zuverlässig meistert. Sie orten Minen, schützen Häfen oder markieren Gefahrenstellen. Die Dokumentation zeigt, wie die US-Navy seit den 1960er-Jahren mit Delfinen arbeitet - und warum ihre Sonartechnik bis heute gefragt ist. Auch Ratten werden zu Lebensrettern. In Afrika und Asien spüren Riesenhamsterratten Minen auf - schnell, leicht und ohne Gefahr für sich selbst. Die berühmteste unter ihnen, Magawa, erhält eine internationale Tapferkeitsmedaille. Katzen wiederum dienen seit Jahrhunderten auf Schiffen und an Frontlinien. Sie jagen Ratten, schützen Vorräte - und geben Soldaten emotionale Nähe. Bis heute berichten Soldaten in der Ukraine von ihren Frontkatzen und von den Momenten des Trosts, die sie schenken. "Tiere im Krieg - Spione, Boten, Kämpfer" zeigt, wie Tiere Kriegsgeschichte schreiben - und welchen Preis sie dafür zahlen.