18:00
Gerichtsvollzieherin Lena Thoma wird tot aufgefunden. Todesursache scheint ihr Sturz auf ein gepfändetes Herrenrad zu sein, das in ihrem Büro steht. Richard Voss und sein Team tauchen ein in ihre Berufswelt und hinterfragen, ob einer von Lena Thomas Schuldnern Grund genug hatte, sie zu ermorden. Sie versuchte trotz Pfändung den Mitmenschen Wege aus ihrer finanziell misslichen Lage aufzuzeigen. Wie ihr Kollege Michael Helt den Kommissaren mitteilt, machte sie sich damit nicht nur Freunde. Nicht selten kam es vor, dass sie Drohungen erhielt. Könnte das ein Mordmotiv sein? Im Zuge der Recherchen rückt André Berling ins Visier der Ermittler, dessen Akte in Lenas Büro nicht mehr aufzufinden ist und der Ex-Mann ihrer besten Freundin Christa ist. Es stellt sich heraus, dass er Christa nach der Scheidung finanziell ausgetrickst hat. Dies nahm Lena persönlich und wollte ihn drankriegen. Als Tom in der Wohnung von Lena bewusstlos geschlagen wird, deuten die Anzeichen noch mehr auf André Berling. Was steckt hinter dem Anschlag? Aber auch andere Schuldner rücken ins Blickfeld von Richard Voss. Noch am Abend vor ihrem Tod hatte Lena zwei Termine. Sie hatte dem rebellischen Felix Loukas sein geliebtes Fahrrad gepfändet und besuchte danach die alte Dame Frau Buteke wegen einer unbezahlten Stromrechnung. Beide hegen keinen Groll gegen die Gerichtsvollzieherin, die ihnen aus der ausweglosen Lage helfen wollte. Es ist kein Mordmotiv zu erkennen. Als Dr. Sommerfeld den exakten Todeszeitpunkt mitteilt, nimmt die Ermittlung eine neue Richtung. Plötzlich sind alle Alibis geplatzt und Voss und sein Team verstehen, welche emotionalen Beweggründe hinter dieser Tat stecken können. Sie müssen sich beeilen, um ein weiteres Drama zu verhindern.
18:55
Die Hood Hoopers in Münster verbinden Basketball mit Empowerment: Beim Training mit Profi-Mentoren erleben Jugendliche Gemeinschaft, Zugehörigkeit und echten Zusammenhalt.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:15
Der Orientexpress ist der historisch meistgenannte Zug der Welt. Seine Entstehung hat er der Vision eines Träumers zu verdanken: Georges Nagelmackers gelang damit, Geschichte zu schreiben. Die Dokumentation beschreibt, wie dieser Pionier des Reisens seine Idee gegen alle Widerstände durchsetzen konnte. Denn von Paris nach Konstantinopel mit einem einzigen Verkehrsmittel reisen zu können, war gegen Ende des 19. Jahrhunderts eigentlich undenkbar. Mit seinem Vorhaben hat der Belgier Georges Nagelmackers viel zur Völkerverständigung beigetragen: in einer Zeit von abgeriegelten Grenzen in Europa, Misstrauen zwischen Regierungen und bürokratischen Hindernissen. Den "Zug der Züge", wie der Orientexpress auch genannt wird, aufs Gleis zu setzen, erforderte Durchhaltewillen. Mehrmals drohte das ambitionierte Projekt zu scheitern, denn Nagelmackers stand vor der Pleite mit seiner Schlafwagengesellschaft, der damaligen "Compagnie International des Wagons-Lits" (CIWL). Doch er hielt beharrlich an seinem Ziel fest, Europas Metropolen mit Nachtzügen zu verbinden. Die Premierenfahrt im Jahr 1883 vom Gare de l'Est in Paris in Richtung Konstantinopel, als Spielszenen dargestellt, bildet die Rahmenhandlung dieses Films über eine bis zu diesem Zeitpunkt einzigartige Verbindung zwischen Orient und Okzident. Diese erste Reise bildet damit den Auftakt für eine Revolution des Reisens: Nagelmackers etabliert ein Netz von Nachtzügen, das die europäischen Metropolen erstmals miteinander verbindet - und das auf eine für damalige Verhältnisse vollkommen neue Art: Komfortable Schlaf- und Speisewagen machen den Besuch fremder Länder attraktiv, ganz anders als zuvor mit quälend langsamen Postkutschen und unzähligen Grenzkontrollen. In dieser Dokumentation geht es dabei auch auf Spurensuche in der sagenumwobenen Gründerzeit des Orientexpresses. Relikte gibt es nur noch wenige, und doch konnten sie aufgestöbert werden: Original-Lokomotiven in Budapest, Wien und Nürnberg sowie der einzige noch fahrtüchtige Teakholz-Speisewagen. Darüber hinaus erläutern Historiker, mit welchen diplomatischen Raffinessen es gelingen konnte, die überaus schwierigen geografischen und menschlichen Grenzen zu überwinden. Nach Nagelmackers Tod schrieben die Waggons seiner Schlafwagengesellschaft Weltgeschichte: Im Waggon Nr. 2419 D wurde 1918 auf einer Lichtung der nordfranzösischen Stadt Compiègne die Beendigung der Kampfhandlungen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und den Streitkräften der Entente vereinbart. Und 22 Jahre später erzwang Hitler in genau diesem Waggon die endgültige Kapitulationserklärung Frankreichs. Viele Geschichten schaffen ein Bild des legendären Orientexpress, und vieles ist während dieser Reisen geschehen, offenbar nur eines nicht: Einen Mord, wie von Agatha Christie beschrieben, hat es in den vornehmen Wagen angeblich nie gegeben.
20:15
Kuratorin Mia Barlow ist praktisch in einem Museum groß geworden, seit Direktor Trevor Murphy und seine Frau, die Restauratorin Hannah, sie als Pflegekind bei sich aufgenommen haben. Als Hannah schwer erkrankt und Trevor sich um sie kümmern muss, möchte Mia in seine Fußstapfen treten. Doch sie hat mit Widrigkeiten zu kämpfen: Das Museum ist nicht mehr rentabel und soll geschlossen werden. Außerdem macht ihr Jason Carter die Leitung streitig. Mia hält den Abenteurer und Schatzsucher allerdings für einen Kunstdieb und verlangt einen Einstellungstest. In einem viktorianischen Haus, ohne jeglichen neuzeitlichen Komfort, sollen Mia und Jason die Sammlung eines Missionars dokumentieren und daraus ein Ausstellungskonzept entwickeln. Je mehr die beiden in die damalige Welt eintauchen, desto näher kommen sie sich. Denn der Missionar führte eine heimliche Ehe mit einer Südafrikanerin. Sie ist aber nicht das Einzige, was er von seinen Reisen mitbrachte. Spätestens als Mia und Jason erfahren, dass der Missionar ein Vermögen versteckt hat, erwacht auch Mias Entdeckergeist. Gemeinsam versuchen sie, den "Schatz" zu finden. Doch als sie endlich vor dem Versteck stehen, ist ihnen jemand zuvorgekommen. Ist es der Hausmeister, den sie nie zu sehen bekommen? Oder der Geist der weißen Frau, der angeblich durch die alten Gemäuer spukt? Mia hält eine einfache Erklärung aber für viel plausibler: Jason ist der Dieb. Enttäuscht und verletzt kehren beide nach Hause zurück: Jason zu seiner Freundin Trish und Mia zu ihrem Freund Carl. Doch dann erwartet Mia eine ganz andere Wahrheit, die ihr vorgezeichnetes Leben völlig auf den Kopf stellt.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
Die 17-jährige Awa Jallow wird in einem Stockholmer Vorort auf offener Straße erschossen. Offenbar ist sie bei dem mächtigen Bandenchef Ahmad "Madi" Ahmad in Ungnade gefallen. Polizeichefin Ebba Ståhl startet eine groß angelegte, abteilungsübergreifende Fahndungsaktion. Sie will Madi das Handwerk legen. Doch wenig später wird seine Schwester Yasmina tot in einem brennenden Auto gefunden. War es ein Racheakt für den Mord and Awa? Immer wieder kreuzen sich die Wege der Ermittler mit "Al Fashkha", einem maskierten Unbekannten. Er will selbst für Recht und Ordnung sorgen und wird dafür im Internet als Held gefeiert. Vilhelm plädiert dafür, mit ihm zusammenzuarbeiten, doch Teamleiterin Alex ist strikt dagegen. Das hält den Enkel von Martin Beck aber keineswegs davon ab, eigene Wege zu gehen. Nachdem er von Profilerin Nina einen wichtigen Hinweis bekommen hat, findet Vilhelm tatsächlich heraus, wer sich hinter der Maske verbirgt. Er trifft eine Absprache mit "Al Fashkha". Letzte Folge der aktuellen Staffel "Kommissar Beck"
23:45
Immer wieder geschehen schwerste Kriegsverbrechen, sei es im Irankrieg, im Nahostkonflikt oder im Kampf um die Ukraine. Meist bleiben die Taten straflos. Ist das Völkerrecht eine Illusion? Die Nürnberger Prozesse versprachen die juristische Verfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Doch Exekutionen von Zivilisten, die Verschleppung von Kindern, Vergewaltigungen, den Einsatz verbotener Waffen gibt es noch immer. Viele Täter kommen davon. 1945 schafft die Welt eine Revolution: In Nürnberg stellten die Sieger deutsche NS-Größen und Militärs wegen der Führung eines Angriffskrieges und Menschheitsverbrechen vor Gericht. Die Prozesse ließen hoffen, dass solche Taten nie mehr ohne Folgen bleiben. Doch seitdem wird diese Hoffnung immer wieder enttäuscht: in den Kriegen in Korea, Vietnam und Afghanistan, während des Völkermordes in Ruanda und der Kriege im zerfallenden Jugoslawien, im Irak, Syrien und Gaza. Auch der völkerrechtswidrige russische Angriff auf die Ukraine bildet den Rahmen für schockierende Kriegsverbrechen. Was ist im Krieg erlaubt - und was nicht? Wann kippt Selbstverteidigung ins Unrecht? Womit darf man drohen? Und wie wahrt man die Verhältnismäßigkeit - wenn durch Luftangriffe Tausende sterben? Anhand zentraler Konflikte seit 1945 zeigt der Film Muster: Massaker wie in M? Lai, "ethnische Säuberungen" in Bosnien, Völkermord in Ruanda, Belagerungen und Bombardierungen von Städten - von Sarajevo bis Mariupol. Immer wieder brechen Akteure im staatlichen Auftrag die bestehenden Regeln, die das "Recht zum Krieg" und das "Recht im Krieg" definieren. Trotz der Existenz des Internationalen Strafgerichtshofs bleiben die wichtigsten Täter oft unangetastet, weil sie geschützt werden - von Vetomächten im Sicherheitsrat, von ihren eigenen Staaten oder schlicht von Zeit und Vergessen.