20:15
Hebamme Lena Lorenz betreut die junge Mona, die ihr Baby zur Adoption freigeben will. Katina und Jan sind die von ihr ausgewählten Eltern. Doch zunehmend zweifelt Mona an ihrer Entscheidung. Dabei scheinen Katina und Jan Wolff die idealen Eltern. Seit Monaten haben sie für das Baby alles vorbereitet und Mona Treutlein liebevoll über die Zeit der Schwangerschaft begleitet. Lena weiß um ihren Kinderwunsch, doch sie spürt auch Monas innere Zerrissenheit. Mona ist erst Anfang zwanzig. Die Vorstellung, ein Kind alleine großzuziehen, überfordert die junge Frau. Geprägt von ihrer eigenen Kindheit im Heim und der schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter, hat sie sich dazu entschlossen, ihr Kind zur Adoption freizugeben. Katina und Jan Wolff bringen die besten Voraussetzungen mit. Seit Jahren wünschen sie sich ein Kind. Zu Mona haben sie über die Zeit der Schwangerschaft hinweg ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und sie immer wieder unterstützt. Doch je näher der Geburtstermin rückt, desto stärker werden Monas Zweifel. Ist sie wirklich bereit, ihr Kind wegzugeben? Lena Lorenz versucht ihr Mut zu machen: Mona kann ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Kurz nach der Geburt bewirbt sich Mona um eine Lehrstelle in einer Bäckerei und gegenüber ihrer Mutter tritt sie immer selbstbewusster auf. Vor allem aber sucht sie offenbar die Nähe zu ihrer Tochter. In Katina wächst die Angst, dass sie das Baby wieder verlieren könnte. Die Situation spitzt sich zu, als Mona impulsiv handelt und damit nicht nur Katina und Jan, sondern auch sich selbst in eine emotionale Ausnahmesituation bringt. Auch in ihrem eigenen Leben muss Lena schwierige Entscheidungen treffen: Ihr Freund Rob Manzini wünscht sich ein gemeinsames Zuhause, doch Lena zögert: Gerade erst ist Robs inzwischen erwachsene Tochter Michelle in sein Leben getreten und für so viele Leute ist Robs Loft sicher nicht geeignet. Währenddessen bekommen Lena und ihre Mutter Eva Lorenz überraschend Besuch von Evas Schwester Liz White. Doch warum hat sich Liz nicht angekündigt, wo doch das Verhältnis zwischen den Schwestern alles andere als harmonisch ist? Sechs Folgen "Lena Lorenz" werden donnerstags um 20.15 Uhr ausgestrahlt.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
Das ZDF erinnert an Mario Adorf, einen der bekanntesten Film- und Fernsehschauspieler Deutschlands. Er brillierte als Ganove ebenso wie als strenger Patriarch. Mario Adorf ist einer der wenigen deutschen Weltstars des Kinos. Er spielte in mehr als 200 Filmen, nicht nur in Deutschland, auch in Hollywood und ab den sechziger Jahren in Rom. Adorfs Wurzeln liegen in der Provinz. Als uneheliches Kind eines Italieners wächst er ohne Vater in Mayen, in der Eifel auf. In den Hungerjahren der Nachkriegszeit entdeckt Adorf seine Liebe zum Theater und bald auch zur Leinwand. Die Rolle des Massenmörders Bruno Lüdke in "Nachts, wenn der Teufel kam" von Robert Siodmak verhilft ihm 1957 zum Durchbruch. 1963 trauern Millionen Deutsche im Kino um Winnetous Schwester Nscho-tschi. Ihr Mörder "Santer" wird gespielt von Mario Adorf. Das wird dem wiederholten Filmbösewicht noch jahrzehntelang "nachgetragen". Ende der 70er Jahre widmet sich Adorf dem "Neuen Deutschen Film": "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" und "Lola" von Rainer Werner Fassbinder oder der Oscar-prämierte Film "Die Blechtrommel" von Volker Schlöndorff - diese Sternstunden des bundesdeutschen Kinos sind ohne Mario Adorf undenkbar. Seine vielleicht berühmteste Rolle ist die des Klebstofffabrikanten Haffenloher in der Fernsehserie "Kir Royal", Mitte der achtziger Jahre. Darin spricht den wohl unvergesslichen Satz der Fernsehgeschichte: "Ich scheiß Dich sowas von zu mit meinem Geld, dass Du keine ruhige Minute mehr hast." In den Neunzigern überzeugt er in Fernsehmehrteilern von Dieter Wedel: in "Der große Bellheim" als gewiefter Kaufhausleiter oder als Mafiaboss in "Der Schattenmann". Eine seiner letzten Rollen ist ein facettenreiches Porträt von Karl Marx. In dem ZDF-Dokudrama verkörpert Mario Adorf den Weltgeist Marx auf dem Zenit seines Lebens, voller Widerspruchsgeist und Widersprüche, zwischen prophetischer Überzeugung und Angst vor dem Scheitern. "Mario Adorf - mein Leben" - das filmische Porträt bringt den Zuschauern auch den Menschen Mario Adorf näher: ein Filmstar zwischen seiner deutschen Heimat und den Kulissen des Weltkinos.
22:30
- Sieg, Niederlage oder Chaos Was hat Trump erreicht? - Norbert Röttgen, CDU Stellv. Vorsitzender CDU/CSU-Fraktion - Sigmar Gabriel Vorsitzender "Atlantik-Brücke e.V." - Juli Zeh Schriftstellerin, Juristin - Carlo Masala Militärexperte - Souad Mekhennet deutsche Journalistin in Washington
23:30
- Adis Ahmetovic, SPD-Politiker Der Außenpolitik-Experte der SPD-Bundestagsfraktion äußert sich zur Rolle Deutschlands in Nahost und zu den angespannten transatlantischen Beziehungen. - Markus Frohnmaier, AfD-Politiker Der AfD-Fraktionsvize erläutert die völkerrechtliche Bewertung seiner Partei zu den US-Angriffen auf den Iran und äußert sich zum Verhältnis seiner Partei zur Trump-Administration. - Frederik Schindler, Journalist Vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts und seiner weitreichenden Folgen analysiert der "Welt"-Redakteur die außenpolitischen Positionen von SPD und AfD. - Jana Puglierin, Politologin Die Leiterin des Berliner Büros des "European Council on Foreign Relations" ordnet den vom Iran vorgelegten 10-Punkte-Plan für ein mögliches Kriegsende ein.