15:30
Die Ozeane am Wendepunkt: Meeresschutz gewinnt weltweit an Bedeutung, doch die Ausbeutung der Weltmeere schreitet trotzdem weiter voran. Besonders betroffen: Wale, Haie und Delfine. Zwischen ökologischer Verantwortung, wirtschaftlicher Not und politischer Realität entsteht ein globaler Konflikt, der sich in vielen Regionen der Welt zuspitzt. Die Dokumentation "planet e.: Delfine, Wale und Haie im Visier" begleitet zwei investigative Reporter bei einer internationalen Recherche. Ihre Mission ist es, die lebensbedrohliche Situation vieler Meeresbewohner sichtbar zu machen - und zugleich die Perspektiven der Menschen zu zeigen, deren Existenz eng mit diesen Tieren verknüpft ist. Die Reise führt nach Senegal, Spanien und Norwegen. Drei Schauplätze, an denen sich die globale Krise der Meere exemplarisch beobachten lässt. Im Senegal verfolgt Reporter Michael Nieberg Praktiken, die meist im Verborgenen stattfinden: den Fang von Delfinen. Viele Fischer betrachten ihn als letzte Überlebensstrategie angesichts leergefischter Küstengewässer und zunehmender ökonomischer Belastung. Gleichzeitig gehören Delfine zu den wichtigsten Schlüsselarten des Ozeans. Ihr Rückgang destabilisiert Nahrungsketten - mit langfristigen Folgen auch für die Küstengemeinden, die heute von ihrem Fang abhängig sind. In Spanien dokumentiert das Team den Umgang mit Haien. Trotz wachsender internationaler Bemühungen, die bedrohten Arten zu schützen, werden jährlich weiterhin Millionen Haie gefangen. Für Teile der Fischerei ist der Handel mit ihnen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, während Wissenschaftler eindringlich vor den Konsequenzen warnen. Ohne Haie verlieren Meere ihre regulatorischen Spitzenprädatoren - ein Dominoeffekt, der die Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringt und sich direkt auf die Zukunft der Fischerei auswirkt. Ein besonders exklusiver Einblick gelingt in Norwegen, wo die Reporter einen Walfänger auf offener See begleiten. Der traditionelle Walfang wird dort bis heute als legitime Einkommensquelle verteidigt, steht jedoch international unter scharfer Kritik. Wale spielen eine entscheidende Rolle im globalen Klimasystem: Sie fördern das Wachstum von Phytoplankton, das enorme Mengen CO2 bindet, und tragen damit wesentlich zur Gesundheit der Ozeane bei. Der Film zeigt, wie eng menschliche Existenzen, ökologische Verantwortung und politische Entscheidungen miteinander verwoben sind - und stellt die zentrale Frage, wie Lösungen aussehen können, die sowohl die Meere bewahren als auch den Menschen eine Zukunft ermöglichen.
16:15
Lieferant Alois Harling findet im Kletterwald den Betreiber Max Brügl erschossen auf. Die Kommissare Hansen und Stadler ermitteln in Max' unmittelbarem Umfeld. Zunächst wird Anton Brügl, sein Bruder und Geschäftspartner, befragt. Wie sich herausstellt, hatten die beiden Brüder einen Streit, denn Max wollte den Kletterpark am liebsten gewinnbringend verkaufen - im Gegensatz zu Anton. Wollte Anton Max aus dem Weg räumen, um so den Verkauf zu verhindern? Oder hat Max' Ehefrau Doris etwas mit dem Mord zu tun? Denn Recherchen ergeben, dass das Opfer ein Verhältnis mit Sofia Ruppert hatte, der Freundin seines Bruders. Sowohl Ehefrau Doris als auch Bruder Anton könnten aus Eifersucht gemordet haben, zumal beide Zugang zur Tatwaffe hatten. Mithilfe ihres kriminalistischen Spürsinns gelingt es Hansen und Stadler, am Ende den wahren Mörder zu überführen. Im Kommissariat sorgt ein angeblich geplanter Betriebsausflug für Verwirrung. Stockl und Grasegger gehen davon aus, dass Achtziger bisher nichts davon erzählt hat, um die Kollegen zu überraschen, nicht ahnend, dass es sich um einen Ausflug für die Musiker der Musikakademie handelt.
17:00
17:15
Im Rosenheimer Laientheater "Alte Scheune" wird die Hauptdarstellerin Manuela Rhein erstochen in ihrer Garderobe aufgefunden. Hansen und Stadler finden eine erste Verdächtige. Jenny Sauer, einst Manuelas beste Freundin, könnte zur Mörderin geworden sein, nachdem das Opfer ihr die Hauptrolle weggeschnappt hatte. Und nicht nur das: ein Jahr zuvor auch den Mann. Und dieser, der Kardiologe Gerhard Rhein, kommt als Täter infrage. Hat er seine Frau aus Eifersucht umgebracht, nachdem er herausgefunden hat, dass sie eine Affäre mit dem Regisseur des Stücks, Joseph Hübner, hatte? Oder hat Dagmar Hübner, Ehefrau des Regisseurs, die gleichzeitig als Garderobiere im Theater arbeitet, zugestochen, weil sie ebenfalls von dem Verhältnis erfahren hat? Fingerabdrücke auf dem Regiepult, das sich im Zuschauerraum des Theaters befindet, führen schließlich zum wahren Täter. Unterdessen ist Kommissar Stadler unter den 100 Gewinnern eines Preisausschreibens und rechnet allenfalls mit einem kleinen Gewinn. Als er jedoch erfährt, dass er eine Kreuzfahrt in die Karibik gewonnen hat, ist er alles andere als erfreut: Bei dem Gedanken, keinen festen Boden unter den Füßen zu haben, ist ihm nicht wohl. Für Stadler steht fest, dass er die Reise auf keinen Fall antreten, sondern den Gewinn zurückgeben wird. Doch er ahnt nicht, dass Stockl bereits Hilde die frohe Botschaft überbracht hat.
18:00
Tina Brenner wird ermordet in ihrem Büro des Münchner Krisentelefons aufgefunden. Sie hatte sich in Telefonaten um Menschen bemüht, die Hilfe brauchen. Voss und sein Team finden heraus, dass sie zu engagiert war, Grenzen überschritt und sich mit den Hilfesuchenden traf. Und einer dieser engen Kontakte war am Telefon, als sie umgebracht wurde. Es ist Lenny, der diese Ohrenzeugin, Sabine Belau, ausfindig machen kann. Sie hatte zu dem Opfer ein sehr enges Verhältnis aufgebaut. Der Leiter des Krisentelefons, Bastian Baumann, war alles andere als erfreut über diese Verhaltensweise. Er drohte Tina mit Kündigung. Doch dann stellt sich heraus, dass er selbst seine strengen Regeln nicht befolgt hat und eine Liebesbeziehung zu einer ehemaligen Anruferin führte. Wusste Tina davon und hat ihn erpresst? Und was ist mit den anderen Mitarbeitern, die sich alle nach außen hin so rührend um Menschen in Not kümmern? Wie standen sie zu dem Opfer? Und der Ex-Mann von Tina Brenner hat auch allen Grund, wütend auf sie zu sein. Gerade als Sabine Belau Voss und seinem Team entscheidende Hinweise geben will, passiert das Unvorstellbare.
18:55
Mit dem Inklusionsmobil im Berchtesgadener Land: Niko Kappel ist beim Monoski-Event der "Aktion Mensch" dabei, wo Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen die Piste erobern.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:10
In der Magazinsendung "Berlin direkt" berichten Parlamentskorrespondenten hintergründig über aktuelle Themen und Entwicklungen der Bundespolitik. Studiogespräche mit Spitzenpolitikern vertiefen das politische Top-Thema. Während der parlamentarischen Sommerpause werden die "Sommerinterviews" gesendet.
19:30
In Chile fahnden Forschende nach Leben - im Kosmos. Dabei gleicht Chile selbst einem fernen Planeten. Hannah Emde begibt sich auf eine spannende Spurensuche in fremde Welten. Glühende Wüste, eisige Höhen, wilde Strömungen. In jeder Region verbergen sich einzigartige Überlebenskünstler. Die Natur offenbart hier ihre erstaunliche Vielfalt. In Chile zeigt sich, wie das Leben das ganze Universum erobert haben könnte. Hannah Emde startet ihre Expedition in der Atacamawüste - einer Landschaft, in der man zunächst kein Leben vermuten würde. In manchen Regionen dieser marsähnlichen Welt hat es seit 23 Millionen Jahren nicht geregnet. Und doch existiert Leben: Kakteen haben eine Strategie entwickelt, die Feuchtigkeit des Camanchaca-Nebels an ihren Dornen einzufangen und damit ein verborgenes Netz zu nähren. Insekten, kleine Vögel und Lamas folgen diesen Lebensspuren. Am anderen Ende der Wüste haben Flamingos einen Mechanismus entwickelt, mit dem sie das Wasser der Salzseen verarbeiten können. Für die meisten Tiere wäre es tödlich, doch durch besondere Salzdrüsen am Schnabel können sie das überschüssige Salz wieder ausscheiden. Diese besondere Anpassung sichert ihnen das Überleben am Rande der Wüste. Im Osten wird Chile durch die gewaltige Bergkette der Anden begrenzt: Rund 200 aktive Vulkane und extreme Höhen machen sie zu einem gefährlichen Lebensraum aus Steilwänden, Feuer und Eis. Doch ein Tier ist perfekt angepasst: der Kondor. Als Meister der Thermik nutzt er die steilen Hänge für seine Nahrungssuche. Für andere Tiere erfüllt er wichtige Funktionen. Als Aasfresser verhindert er die Ausbreitung von Krankheiten. Er lebte über Jahrtausende in perfekter Koexistenz mit dem Puma, dessen Beutereste er verwertet. Heute bedroht die Viehzucht beide Arten. Hannah Emde begleitet Schutzprojekte vor den Toren des Nationalparks Torres del Paine, die neue Wege gehen und ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ermöglichen wollen. Entlang der Küste Chiles verläuft der Humboldtstrom - einer der artenreichsten Ströme der Erde. Sein kaltes Wasser aus der Antarktis sorgt für einzigartigen Nahrungsreichtum. Hannah Emde reist mit einer Pinguin-Forscherin auf die Insel St. Magdalena und versucht mit ihr das Rätsel um den Rückgang der Magellan-Pinguine zu lösen. Der Humboldtstrom zieht auch die großen Meeressäuger wie Blauwale an. Sie sind Teil des globalen Netzwerks der Ozeane. Die intelligenten Tiere kommunizieren in einer Sprache, die wir Menschen gerade erst beginnen zu verstehen. Hannah Emde begleitet ein Schutzprojekt für eine seltene chilenische Walart: den Burmeister-Schweinswal. Seine Anpassung: er kommuniziert in einer sehr hohen Frequenz, die seine Fressfeinde, wie Orcas nicht wahrnehmen können. Er ist klein, scheu und nahezu unerforscht. Um ihn vor Fischernetzen zu bewahren, testen Forscher akustische Warnsignale. Am Ende der Reise steht ein ganz besonderes Wissenschaftsprojekt: Das Extremely Large Telescope (ELT). Mit seiner Hilfe wollen Forschende aus aller Welt die großen Rätsel des Universums lösen - auch die Frage: Gibt es Leben da draußen? Hannah Emde ist überzeugt: "Wenn man sich klarmacht, unter welch widrigen Bedingungen sich Leben hier auf der Erde entwickeln konnte, bin ich sicher, dass es da draußen noch viel mehr gibt."
20:15
Nach dem schweren Autounfall bangen die Angehörigen, Katja und Pfarrer Sonnleitner um die Leben von Heidrun Niedermayer und der 13-jährigen Ava samt ihrem Kind. Ava ist nach einem Notkaiserschnitt Mutter eines Frühchens geworden, liegt aber selbst noch im Koma. Ihre Eltern Luise und Mike sowie der Kindsvater Lucas und seine Mutter Amanda harren, in ihrer großen Angst vereint, gemeinsam im Krankenhaus aus. Auch Heidrun Niedermayer liegt noch im Koma. Pfarrer Sonnleitner macht sich Vorwürfe, sie immer wieder abweisend behandelt zu haben. Nun wünscht er sich nichts Sehnlicheres, als dass sie wieder aufwacht. Damit ihr geliebtes Café Hagen keinen Verlust macht, helfen Katja und der Pfarrer hinter der Theke aus. Gleichzeitig wird Pfarrer Sonnleitner immer misstrauischer gegenüber Arthur: Er hört ein verdächtiges Telefonat seines Gastes mit, und kurz darauf erscheinen drei Männer in Frühling auf der Suche nach seinem Verwandten. Katja geht mit Friedel Gottwald, der immer noch an Gedächtnisverlust leidet, einen Hochzeitsanzug kaufen. Doch noch vor dem Fest nimmt das Schicksal von Friedel und Lara während einer Mountainbike-Tour eine überraschende Wendung. Mark ist zurück, und Trixie versucht verzweifelt, an eine DNA-Probe von André Fabiansky zu kommen, um die Vaterschaft von Karl zu überprüfen. Letzte Folge der aktuellen Staffel "Frühling"
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:20
Die neue Polizeichefin Rakel ist entsetzt: Ihr Sohn hat einen Mann umgebracht, dem er Geld schuldete. Sie nimmt ihn aber nicht fest, sondern hilft ihm dabei, die Tat zu vertuschen. Derweil sind die Kommissare Alexander und Welpe einer Schmugglerbande auf der Spur, die in großem Stil mit illegalem Kaviar handelt. Als die beiden ihre ersten Ermittlungserfolge präsentieren, sind sie überrascht, dass ihre Chefin abweisend reagiert. Rakel (Marall Nasiri) hat auf dem Fahndungsfoto sofort erkannt, dass es sich bei dem gesuchten Kopf der Schmugglerbande um jenen Mann handelt, den ihr Sohn Lias (Rayan Khosropour) getötet hat. Sie beginnt daraufhin, die Ermittlungen zu sabotieren. Staatsanwältin Nora (Alexandra Rapaport), die sich mit Rakel angefreundet hat, findet das Verhalten der Polizeichefin seltsam. Alexander (Nicolai Cleve Broch) und Welpe (Julius Fleischanderl) kümmern sich trotz allem weiterhin um den Fall. Als Rakel ihnen die Unterstützung für einen Großeinsatz im Hafen verweigert, kommt es zur Katastrophe.
23:50
Was muss der Staat regeln, welche Freiheiten muss er seinen Bürgern lassen? Darüber spricht Richard David Precht mit der Rechtswissenschaftlerin Frauke Rostalski. Corona hat deutlich gemacht: Es gibt unterschiedliche Vorstellungen darüber, was der Staat darf und was nicht. Die einen fordern Schutz vom Staat, andere Schutz vor dem Staat. Es gibt in Deutschland einen fundamentalen Unterschied im Verständnis von Freiheit. Während der klassische Liberalismus die Freiheit des Einzelnen als Abwehrrecht gegen den Staat betonte, beobachtet Frauke Rostalski heute eine Gesellschaft, die sich primär als vulnerabel - also verletzlich - wahrnimmt und vom Staat immer umfassenderen Schutz - auch vor psychischen und verbalen Verletzungen - einfordert. Unsere emotionalen und moralischen Ansprüche sind höher als in jeder anderen menschlichen Gesellschaft zuvor. Wir wollen, dass es bei uns gerecht und achtsam zugeht und unsere Individualität und Gesundheit bestmöglich geschützt wird. Doch worin genau besteht die Pflicht des Staates, seine Bürger zu schützen? Welche Schutzzäune lassen sich philosophisch und juristisch ausreichend begründen und welche nicht? Seit der Pandemie spricht man von der sogenannten vulnerablen Gesellschaft. Die staatlichen Schutzmaßnahmen sollten sich damals an den schwächsten und gefährdetsten Personen orientieren. Diese moralische Idee eines Opferrechts habe sich, so Rostalski, im Nachgang auf andere Bereiche ausgedehnt. Die Folge sei aber, dass wir heute weniger Freiheiten hätten als zuvor. Ob Hassrede im Netz, gendergerechte Sprache, sexuelle Selbstbestimmung, Suizidbeihilfe oder Diskriminierungsschutz - immer ausgefeilter und umfassender greift der Staat ein, stellt den Schutz benachteiligter Bürger über die Freiheit desselben. Dieser Wunsch nach einer immer perfekteren Risikovermeidung schwäche aber das Verantwortungsbewusstsein und die Resilienz des Einzelnen, beklagt Frau Rostalski. Das Strafrecht als Ultima Ratio werde so allmählich abgelöst durch eine immer komplexere symbolische Gesetzgebung, die oftmals eher gesellschaftliche Werte demonstrieren soll, als Rechtsgüter zu schützen. Damit aber bewegen wir uns weg vom liberalen Rechtsstaat, der Freiheit gewährt und nur bei konkretem Schaden straft, hin zum paternalistischen Präventionsstaat. Wo aber sollte die Grenze zwischen Sicherheit und Freiheit gezogen werden? Was ist berechtigter Schutz, was Einmischung in die Selbstbestimmtheit des Menschen? Werden wir mehr und mehr zu betreuten Bürgern ohne Mut zur Eigenverantwortlichkeit, oder kultivieren wir mit dieser Sensibilisierung für die Vulnerabilität anderer unsere Menschlichkeit?
00:35
Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
00:40
Mysteriöse Todesfälle säumen ihren Weg: Eiszeitjäger "Ötzi" und Pharao Tutanchamun. Wer mit Mumien zu tun habe, sterbe früh, so die Legenden. "Terra X History" prüft populäre Flüche. Auf dem Circus Barnum soll ebenfalls ein Fluch liegen, weil der berühmte New Yorker Zirkus mehrmals völlig abbrennt. Wahr ist auch, dass der englische Dichter Shakespeare sein eigenes Grab mit einem Fluch versehen hat: Der soll alle treffen, die das Grab öffnen. Der geschichtlich älteste Fluch reicht zurück in die Römerzeit: Im Süden Englands haben Archäologen große Mengen römischer Fluch-Tafeln ausgegraben. Göttlicher Beistand soll Diebe bestrafen, die im dortigen Thermalbad Münzen oder Mäntel gestohlen haben. Mit Hilfe von Experten geht "Terra X History" der Frage nach, was wirklich hinter den angeblichen Flüchen steckt - und wieso Menschen zu allen Zeiten gerne Zuflucht zu einem Fluch gesucht haben.
01:25
Deutschland kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Siggi Jepsen, ein junger Mann, muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz schreiben zum Thema "Die Freuden der Pflicht". Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen. Dieser zählte als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen norddeutschen Dorf und war den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben. Während des Zweiten Weltkrieges muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen, ein Malverbot u¨berbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Er überwacht es penibel, und Siggi, elf Jahre alt, soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich - und baut ebenfalls auf die Hilfe von Siggi, der für ihn wie ein Sohn ist. Der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich immer weiter zu - und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend.
03:20
Die Tochter der britischen Wirtschaftsministerin Abigail Crawford wird in Sydney tot aufgefunden. DS Max Drummond von der Londoner Polizei soll die Ermittlungen in Australien begleiten. Erste Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass die 19-jährige Sophie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Die junge Polizistin DS Meg Driscoll wird mit der Leitung der Ermittlungen betraut. Sie ist wenig begeistert über den Gast aus England. Aus Australien erreicht Abigail Crawford (Joanne Froggatt), die britische Ministerin für Handel und Wirtschaft, eine Schreckensnachricht: Ihre 19-jährige Tochter Sophie wurde im Hafen von Sydney tot im Wasser gefunden. Das Morddezernat der Londoner Polizei ordnet DS Max Drummond (John Bradley) ab, um mit Abigail nach Down Under zu reisen und die dortigen Ermittlungen zu begleiten. In Sydney wird Max allerdings nicht gerade mit offenen Armen empfangen: Die junge Polizistin DS Meg Driscoll (Kirsty Sturgess) nimmt erstmals eine leitende Funktion bei einem Fall dieser Größenordnung ein und betrachtet den Gast aus Großbritannien als Konkurrenten. Sie besteht darauf, dass Max nur eine Beobachterrolle einnimmt. Mittlerweile wird in dem Fall offiziell wegen Mordes ermittelt. Die Autopsie hat ergeben, dass Sophie bereits tot war, bevor sie ins Wasser gelangte. Zudem hat der Gerichtsmediziner in einer Wunde an ihrem Hinterkopf ein Steinfragment gefunden, das nicht aus dem Hafengebiet stammen kann. Abigail und ihr Mann Simon (Dan Spielman) sind entsetzt. Max begleitet die beiden zu Sophies Freund Tom (Max Mayer-Rayment) und dessen Vater, den einflussreichen Unternehmer und Großgrundbesitzer Lloyd Macklin (Rob Carlton). Die beiden Familien kennen sich gut. Simon, ein gebürtiger Australier, ist als Steuerberater für Lloyd tätig. Auch Sophie hatte als Praktikantin für ihn gearbeitet. Nun will Abigail von Tom wissen, was in den letzten Stunden vor Sophies Tod passiert ist. Er berichtet, dass sie zusammen auf einem Partyboot gewesen seien. Dann sei Sophie allerdings ohne ihn gegangen - zusammen mit ihrer Mitbewohnerin Erica. Hat sie etwas mit dem Mord zu tun?
04:05
Sophies Mitbewohnerin Erica rückt in den Fokus der Ermittlungen. Sie ist spurlos verschwunden. Ihr Freund Oscar behauptet bei der Polizei, dass Erica und Sophie Drogen verkauft hätten. Die Ermittler finden zudem heraus, dass Sophie kurz vor ihrem Tod eine erhebliche Geldsumme vom Stabschef des Labor-Spitzenpolitikers Greg Hardy erhalten hatte. Bei der Befragung rückt Hardy gleich mit der Wahrheit heraus: Er ist Sophies leiblicher Vater. Abigail (Joanne Froggatt) gehen die Ermittlungen im Mordfall ihrer Tochter Sophie zu langsam voran. Sie stellt die Kompetenz von Meg (Kirsty Sturgess) infrage, da diese erstmals in leitender Funktion für eine Mordermittlung zuständig sei. Meg ist außer sich. Sie beschuldigt Max (John Bradley), bei der Politikerin Stimmung gegen sie gemacht zu haben. Doch DCI Andrew Newell (Rhys Muldoon) kann die Wogen schnell glätten: Er selbst war es, der mit Abigail über Megs Werdegang gesprochen hat. Ohnehin bleibt Meg und Max keine Zeit für Streitigkeiten. Die Ermittler müssen sich mit voller Kraft darauf konzentrieren, die Hauptverdächtige ausfindig zu machen: Sophies Mitbewohnerin Erica. Nachdem Abigail via TV einen emotionalen Aufruf an Freunde und Bekannte von Sophie gestartet hat, die Ermittlungen mit Informationen zu unterstützen, meldet sich Ericas Freund Oscar (Jonathan Lagudi) bei der Polizei. Er deutet an, dass Sophie und Erica gelegentlich Drogen verkauft hätten. Doch Meg hat den Eindruck, dass der junge Mann etwas verschweigt. Unterdessen führt eine neue Spur zu Justin Makepeace (Toby Truslove). Er ist der Stabschef von Greg Hardy (Matt Passmore), der als Spitzenkandidat der Australian Labor Party in die anstehende Wahl geht. Offenbar hatte Makepeace über eine Firma kurz vor Sophies Tod 20.000 Dollar an sie überwiesen. Er behauptet, dass damit Recherchen im Auftrag der Partei honoriert worden seien. Doch als die Ermittler seinen Chef Greg Hardy mit dem Vorgang konfrontieren, gibt der Politiker zu: Er und Abigail hatten 20 Jahre zuvor eine außereheliche Affäre. Er ist Sophies leiblicher Vater.
04:50
Horst Lichter, seine Experten und Händler präsentieren und kommentieren ihre "Lieblingsstücke" aus den vergangenen Sendungen. Ob antikes Rollsiegel oder skurriler Sperrmüllfund: Die drei Experten von "Bares für Rares" bewerten alle Objekte mit Sachverstand und Liebe zum Detail. Die schönsten und skurrilsten Exponate stellen sie jetzt noch einmal vor.