19:15
Auf seinem Roadtrip folgt Harald Lesch den Spuren der klügsten Denker und Forscher der Wissenschaft. Wo sind die genialsten Ideen entstanden und wie haben sie die moderne Forschung inspiriert? Harald Lesch hat sich schon als Kind gefragt, wie all das, was wir wissen, in die Welt kam. Auf seiner Reise öffnet er Türen in den schillernden Kosmos der Wissenschaft - angefangen von den Babyloniern über die Griechen bis hin zu den arabischen Gelehrten. Die Geschichte der Wissenschaft beginnt vor etwa 5.000 Jahren mit den Sumerern und ihren systematischen Beobachtungen des Nachthimmels. Auf Basis ihrer Erkenntnisse entwickeln die Babylonier einen Kalender, mit dem sie Sonnen- und Mondfinsternisse genau berechnen können. Das ist die Geburtsstunde der Astronomie, der ersten Wissenschaft der Menschheit. Über Jahrtausende werden Himmelszeichen vor allem religiös gedeutet. Aber im 6. Jahrhundert vor Christus setzt sich in Griechenland eine neue Denkschule durch. Ihre Anhänger wie Thales, Heraklit, Platon oder Aristoteles wollen nicht nur glauben, sondern vor allem verstehen. Sie beobachten, denken nach und versuchen, Zusammenhänge in der Natur nach dem Prinzip "Ursache und Wirkung" theoretisch zu erklären. Archimedes hingegen ist ein anderer Forschertypus. Er gehört zu den genialen Erfindern, die Wissenschaft in praktische Erfindungen umsetzen. Zu seinen technischen Meisterwerken zählt die Archimedische Schraube. In diese Blütezeit fällt auch der weltberühmte Mechanismus von Antikythera, der seit Jahrzehnten erforscht wird. Harald Lesch besucht den britischen Mathematiker Tony Freeth. Er und sein Team haben wesentlich zur Entschlüsselung des Mechanismus beigetragen. Der nächste Stopp ist Alexandria, das schon bald nach seiner Gründung zur Hochburg von Wissenschaft und Technik wird. Als Weltwunder geht der Leuchtturm von Alexandria in die Geschichte ein, aber viel bedeutender ist das sogenannte Museion - eine Hochschule für Supergelehrte aus Griechenland, Ägypten, Persien und vielen Ländern mehr - mit einer riesigen Bibliothek, in der fast das gesamte Wissen der damaligen Welt bereitsteht: Astronomie, Medizin, Mathematik, Physik und Philosophie. Heute ersetzt ein moderner Bau den längst zerstörten Tempel des Wissens. Die Bibliotheca Alexandrina versteht sich als Plattform für Dialog, Offenheit, Toleranz und Akzeptanz, wie Dr. Marwa El-Wakil, die Leiterin der Forschungsabteilung, erklärt. Mit dem Christentum ändert sich das Verhältnis zur Wissenschaft grundlegend. Unter Kaiser Justinian gilt: Wahres Wissen kommt nur von Gott. Der Glaube zählt mehr als jede Vernunft. Er schließt die Akademien in Athen, lässt Lehrer vertreiben und Bücher vernichten. Zahlreiche Gelehrte verlassen den europäischen Kontinent. Aber sie nehmen viele Manuskripte mit, darunter auch Werke über Medizin. Vom persischen König in Gondishapur werden sie mit offenen Armen empfangen. An seiner Akademie unterhält er ein Krankenhaus, in dem Jungärzte nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch ausgebildet werden. Im 9. Jahrhundert wird Bagdad zum Forschungshotspot. Dort beginnt eine neue Ära der Wissenschaft: Die Kalifen von Bagdad machen Wissenschaft zur Chefsache und fördern sie mit großzügigen Mitteln. Sie gründen das Haus der Weisheit - das bedeutendste Forschungsinstitut seiner Zeit, das zahlreiche Erfindungen hervorbringt. Im Gegensatz zum Christentum sieht der Islam Wissenschaft damals nicht als Bedrohung, sondern als Weg zu Gott. Für einen islamischen Gelehrten ist das Studium von Aristoteles, Platon und Co. eine fromme Pflicht. Denn nur wer die Naturgesetze versteht, begreift auch die Werke Gottes. Von Bagdad aus verbreitet sich die arabische Wissenschaft im ganzen Orient - besonders astronomische Studien liegen im Trend. Männer der Weisheit bringen ihre Ideen, Schriften und Erkenntnisse auch in die Stadt Fès im heutigen Marokko. Seit 859 gibt es dort eine Universität, die aus der al-Qarawiyin-Moschee und einer Koranschule hervorgegangen ist. Sie gilt als die älteste Hochschule der Welt - und sie wurde von einer Frau gegründet. Am Ende seiner Reise trifft sich Harald Lesch in Kairo mit drei Studentinnen der al-Azhar-Universität. Basama, Rahma und Asmaa studieren dort Mathematik, Chemie und Physik und erzählen Harald, wie Glaube und moderne Naturwissenschaft zusammengehen. "Terra X - Wege des Wissens" (2) wird Montag, 6. April 2026, um 19.15 Uhr gesendet. Beide Folgen werden über die Social-Media-Kanäle von "Terra X" ausführlich mit Bildern und Videoclips begleitet.
20:15
Die Crew und die Gäste erwartet eine unvergessliche Reise in ein Land mit spektakulären Landschaften und mystischen Wesen: Island. An Bord sind zwei Alleinreisende: Dominik Dahlke und Nikolaus Andresen erfahren vor Ort, dass sie Halbbrüder sind. Ihr Vater hat ihnen nicht nur ein geheim gehaltenes Doppelleben, sondern auch ein Ferienhaus am Fjord hinterlassen. Während Dominik nach Antworten sucht, zieht sich Nikolaus zurück und plant, die Reise abzubrechen. Evelyn Küpper reist mit ihrer Enkelin Ronja und trifft auf Island ihre alte Liebe Antonia, genannt Toni, wieder. Auch nach Jahrzehnten des Schweigens ist die alte Vertrautheit sofort wieder da. Und auch ihre körperliche Anziehung. Als Toni Evelyn darum bittet, auf Island zu bleiben, fühlt sich diese zwischen ihren alten und neuen Gefühlen hin- und hergerissen. Dr. Jessica Delgado freut sich auf eine gemeinsame Wanderung mit Hanna Liebhold, um die Natur Islands zu genießen und abzuschalten. Ihre männlichen Kollegen Kapitän Max Parger und Staff-Kapitän Martin Grimm amüsieren sich über ihre Skepsis gegenüber den isländischen Mythen. Bis sie sich auf der Wanderung verirrt.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:00
Katy Mansour, frisch gekürte "Miss Sunshine", stürzt von der Dachterrasse des Hotels, in dem der Beauty-Contest stattfindet, in den Tod. Bei sich hat sie einen Umschlag mit Bargeld. Das Team der Polizei in Helsingør findet heraus, dass Katy Streit mit einer Konkurrentin hatte und Drohbriefe erhielt und dass sie schwanger war. Privat ist Dan in Sorge, weil Josefine ihre beiden Stiefkinder in ihrem gemeinsamen Zuhause verstecken muss. Der Sieg der 24-jährigen Katy Mansour beim Schönheitswettbewerb "Miss Sunshine" ist gerade einmal eine Stunde her, als sie vom Dach des Veranstaltungsortes geschubst wird. War jemand neidisch auf ihren Erfolg? Wie Dan und Flemming von Katys Maskenbildnerin Mona erfahren, hatte sie kürzlich Streit mit Tanja, einer anderen Teilnehmerin, die am Finaltag aufgrund einer Magenverstimmung jedoch nicht antreten konnte. Die Liste der Verdächtigen und Tatmotive ist lang. Unter anderem hatte Katy seit Längerem einen Stalker, der sie noch kurz vor dem Auftritt belästigte. Stammen von ihm auch die anonymen Drohbriefe, die das Model seit einiger Zeit erhielt? Außerdem ist Katys Hund spurlos verschwunden. Und wie Marianne herausfindet, war die junge Frau in der achten Woche schwanger - das Verhältnis zu ihrem langjährigen Freund Alexander Feilberg schien jedoch angespannt. Auch der Umschlag mit den 30.000 Dänischen Kronen, den Katy bei ihrem Tod bei sich hatte, wirft Fragen auf. Gibt es eine Verbindung zum "Muscle Camp", einem Outdoor-Fitness-Studio am Strand, in dem neben Katy, Tanja und Alexander weitere in den Mordfall Verwickelte trainierten? Neben dem Fall sorgt sich Dan um Josefines Stiefsöhne Bahir (10) und Basam (11), die nach einem Unfall ihres Vaters bei den beiden untergekommen sind. Weil die Jungen in Dänemark keinen Aufenthaltsstatus haben, riskiert Dan, seinen Job zu verlieren. Deshalb darf niemand davon erfahren - auch Dans Familie nicht. Außerdem ruft Mariannes Plan, das Haus zu verkaufen, bei ihren Liebsten großen Unmut hervor.
23:30
Knapp ein Jahr ist Leo XIV. Papst. Anders als sein Vorgänger Franziskus geht er sein Amt ruhig an. Wohin will Leo XIV. die katholische Kirche führen? Gibt es Reformen oder Stillstand? Die Kardinäle suchten im Konklave einen Brückenbauer, um der Polarisierung innerhalb der katholischen Kirche entgegenzuwirken. Doch Brückenbauen braucht Zeit, erfordert viele Gespräche. Schon wird Kritik laut, Leo XIV. handle zu zögerlich, setze keine klaren Akzente. Papst im vierten Wahlgang. Obwohl viele Beobachter angesichts der Polarisierung in der katholischen Kirche ein langes Konklave vorhergesagt hatten, fanden die Kardinäle schnell einen neuen Pontifex. Mit Kardinal Robert Francis Prevost wird am 8. Mai 2025 erstmals ein US-Amerikaner zum Papst gewählt. An vielen Stellen führt Leo XIV. das fort, was sein Vorgänger Franziskus begonnen hat. So äußert er sich immer wieder zu sozialen Fragen, möchte eine Kirche der Transparenz und die Beteiligung der Gläubigen auf dem Weg zu Entscheidungen. Doch er setzt auch eigene Akzente, will etwa zurückkehren in den Apostolischen Palast als Wohnort, lässt Anhängern traditionalistischer Frömmigkeit mehr Spielraum als sein Vorgänger. Das führt dazu, dass knapp ein Jahr nach dem Konklave viele noch immer rätseln, wohin Leo XIV. die 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken weltweit führen wird. Noch ist unklar, ob er die Reformen angehen wird, die sich die Mehrzahl der Katholikinnen und Katholiken in Deutschland wünscht. Der Film wirft einen Blick auf die zentralen Veranstaltungen des ersten Jahres, darunter die Reisen, das Wirken Leos im Vatikan bei großen Veranstaltungen, aber auch bei kleinen Begegnungen. Weggefährten und Menschen, die Kardinal Prevost aus nächster Nähe erlebt haben, helfen bei der Analyse und Einordnung, darunter Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Teilnehmer des Konklaves 2025, sowie Helena Jeppesen-Spuhler, die Kardinal Prevost 2023 und 2024 beim weltweiten synodalen Prozess erlebt hat und weltweit mit Frauen in der katholischen Kirche vernetzt ist, die sich Reformen wünschen. Der Augustinerpater Franz Klein zeigt auf, wie stark der Papst durch seinen Orden geprägt ist.