17:35
Urlaub wird immer teurer. An der Ostsee zeigt sich, wer sich das Paradies noch leisten kann. Auf dem Darß prallen Boom im Camping und Luxus auf unsichere Jobs im Hintergrund. Während Stellplätze ausgebucht sind, halbieren sich anderswo die Aufträge. Beschäftigte kämpfen mit hohen Mieten und langen Wegen. Eine Ferienregion zwischen touristischem Erfolg und sozialer Schieflage. Feinster Sand, schier endlos und unberührt: Der Darß zählt zu den beliebtesten Küstenregionen Deutschlands. Millionen Gäste suchen hier jedes Jahr Erholung - doch hinter der Idylle zeigen sich wachsende Gegensätze. "Wir sind bis auf 2,3 Wohnwagenstellplätze komplett ausgebucht", sagt Sven Schüring, Leiter des Ahoi-Camps in Prerow. Draußen stehen die Caravans Schlange, drinnen füllt sich die Rezeption. Das Pfingstwochenende markiert den Start in eine starke Saison. Camping boomt - auch, weil viele beim Urlaub sparen müssen. Ferienhausanbieter haben dagegen zu kämpfen und spüren den Druck. "Im letzten Jahr zur gleichen Zeit habe ich 40 Betten am Tag bezogen - aktuell sind es nur 20", erzählt Reinigungskraft Emilia G. "Man macht sich schon Sorgen, ob das alles so bleibt, auch die Arbeit hier", sagt Heiko F. Viele Servicekräfte pendeln täglich weite Strecken, denn "Hier arbeiten und zugleich wohnen - das ist angesichts der Preise aussichtslos", sagt Heiko. Ganz anders im Luxushotel "The Grand": Dort ist von Zurückhaltung nichts zu merken. Die Suite mit Meerblick für über 1200 Euro pro Nacht ist wochenlang ausgebucht. "Ich bin überwältigt von diesem Blick!", sagt Kathrin H. "Hier genießen wir beste Rundumversorgung", ergänzt ihr Mann Uwe T. Wer es sich leisten kann, findet hier die perfekte Erholung. Zu denjenigen, die diese Versorgung möglich machen, gehört Bäckermeister Marvin Boldt. Jeden Morgen um zwei Uhr beginnt seine Arbeit. "Wir backen nach dem Wetterbericht", sagt er. "Bei Schlechtwetter backen wir weniger". Das Geschäft schwankt mit den Gästezahlen. Auch auf dem Wasser spüren Anbieter die Dynamik. Mit seinem historischen Zeesenboot nimmt Jochen Eymael täglich Touristen mit hinaus auf den Bodden. "Bei Windstärke fünf macht das auf dem Bodden richtig Spaß", beschreibt eine Besucherin das Erlebnis - für einen Moment scheint die Realität weit weg und das Urlaubsparadies sehr nah. Die "ZDF.reportage" begleitet Menschen zwischen Luxusurlaub und Arbeitsalltag und zeigt, wie nah Traum und Belastung beieinanderliegen.
18:05
Die Hebamme Eva Blume wird erschlagen auf dem Parkplatz einer Münchner Klinik gefunden. Die SOKOs prüfen das berufliche und private Umfeld des Opfers. Dabei kommt heraus, dass Eva Blume unter enormem Druck stand, weil vor Kurzem ein neugeborenes Mädchen während der Entbindung starb. Auch mit der leitenden Hebamme und dem Oberarzt gab es zuletzt Ärger. Außerdem verdichten sich die Hinweise, dass Eva Blume über Monate ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hatte. Vielleicht wollte sich aber auch Dennis Moser rächen? Der steht unter Verdacht, seine schwangere Freundin geschlagen zu haben - und Eva Blume wollte gegen den gewaltbereiten Mann aussagen.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:20
Ob Sonne, Hagel oder Schnee - die Sendung versorgt die Zuschauer immer mit den wichtigsten Wettertrends der nächsten Tage.
19:25
Martin Gruber sucht nach einer Ursache für die hohe Infektanfälligkeit seines jungen Patienten John Luckau. Doch die familiäre Situation des Teenagers erschwert die Diagnose. Denn die unterschiedlichen Interessen von Johns Pflegeeltern Katharina und Benno auf der einen und seiner leiblichen Mutter Jenny auf der anderen Seite führen nicht nur zu riskanten Spannungen, sondern auch dazu, dass John ein wichtiges Detail verschweigt. Obwohl John Luckau seit längerem an einem hartnäckigen Husten leidet und sich erholen sollte, will der 14-Jährige unbedingt an einer Kletterprüfung teilnehmen. Als das Ergebnis einer Blutuntersuchung da ist, muss Martin Gruber den Eifer seines jungen Patienten allerdings einbremsen: Johns Leukozyten-Wert ist viel zu hoch, er darf auf keinen Fall Sport machen. John lässt seinen Frust nicht nur am Wettkampfplatz aus, sondern beleidigt zuhause auch seine Pflegemutter Katharina. Der rutscht vor lauter Anspannung die Hand aus. Weil Johns Ohr heftig zu schmerzen beginnt, bringt sein Pflegevater Benno ihn erneut in die Praxis. Martin kann Entwarnung geben: Die Ohrfeige ist nicht der Auslöser für die Schmerzen. Denn das Ohr ist entzündet, und zwar offenbar schon seit einiger Zeit. Um herauszufinden, ob die Erklärung für Johns geschwächtes Immunsystem in der Familie liegt, spricht Martin mit Johns leiblicher Mutter Jenny. Tatsächlich bringt das Gespräch eine interessante Erkenntnis. Martin hat einen Verdacht, der sich bei seiner nächsten Begegnung mit John erhärtet. Als feststeht, woran er leidet, muss schnell gehandelt werden. Allerdings ist der 14-Jährige verschwunden, nachdem Jenny seinem Wunsch, bei ihr einzuziehen, eine Absage erteilt hat. Während sich Jenny und Katharina gegenseitig heftige Vorwürfe machen, vermutet Martin, dass der Junge etwas vorhat, mit dem er sich und anderen etwas beweisen kann. Bei Karins Tochter Josie gibt es indessen Hoffnung: Dr. Rüdiger kennt den Leiter einer Medikamentenstudie, an der Josie teilnehmen könnte, und kann sie entsprechend in Ellmau betreuen. Karin ist nach wie vor skeptisch und will nicht, dass Martin ihrer Tochter eine riskante Behandlungsmethode einredet. Doch die Zeit drängt, und Josie muss letztlich ihre Entscheidung treffen.
20:15
Der Fund eines Lotteriescheins mit den richtigen Zahlen für den aktuellen, millionenschweren Jackpot stürzt Privatdetektiv Wilsberg und seinen Kumpel Ekki in einen neuen, mörderischen Fall. Der rechtmäßige Besitzer des Lotteriescheins, den Wilsberg in einem seiner Bücher entdeckt hat, ist Brauereichef Lars Roxel. Dessen Freude über den Millionengewinn währt nicht lange, denn schon bald wird er erschlagen neben einem Braukessel aufgefunden. Der Mord ruft die Münsteraner Mordkommission auf den Plan. Kriminalhauptkommissarin Anna Springer und ihr Kollege Overbeck müssen genau wie Wilsberg feststellen, dass die Brauereifamilie offenbar unter großem Druck steht. Streitigkeiten zwischen Prokurist Ralf Haber und den Geschwistern Phillip und Julia Roxel erschweren die polizeilichen Ermittlungen ebenso, wie aktuelle Baumaßnahmen im Präsidium. Overbeck verdächtigt zunächst Kneipenbesitzer Lutz Schönemann, der offenbar ziemlich unzufrieden mit seinem Brauereivertrag war. Doch dann erleben die Hinterbliebenen bei der Testamentseröffnung, die von Juristin Dr. Tessa Tilker begleitet wird, eine handfeste Überraschung. So kommt es, dass bald auch Julia Roxel und Braumeisterin Jasna Babic in den Fokus der Ermittlungen geraten. Für Wilsberg setzt sich nach und nach ein größeres Bild des komplexen Mordfalls zusammen.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:00
Die neue Stelle ist wichtig für Kommissarin Jule Zabek. Die junge Frau mit der unkonventionellen Art braucht den Job bei der Polizei; er ist die einzige Konstante in ihrem bisherigen Leben. Ihr erster Fall zieht Jule sofort in seinen Bann. Zwei vermisste Teenager-Schwestern sind für Karl Hidde, Chef der Mordkommission, und Kollege Karim Uthman noch nicht alarmierend. Doch Jule ahnt Schlimmeres. Kurz darauf wird die Leiche eines der Mädchen gefunden. Ihre Schwester bleibt verschwunden. Für die Ermittler beginnt der Kampf gegen die Zeit. Trotz chronischer Schlaflosigkeit arbeitet Jule hartnäckig und zielstrebig. Hiddes anfängliche Skepsis Jule gegenüber weicht einer vorsichtigen Anerkennung. Eine Bushaltestelle, nahe dem Fundort der Leiche, wird zum Ausgangspunkt von Jules Ermittlungen. Dabei wird sie tatsächlich fündig. An der Endhaltestelle der Buslinie entdeckt sie das mögliche Tatfahrzeug. Als sie die Besitzer des Wagens nicht antrifft, wendet sich Jule an den Nachbarn, einen großen, schweren, unbeholfenen Mann. Hatte sie nicht eine ähnliche Silhouette unter den Schaulustigen am Tatort gesehen? In der 21. Folge der "Samstagskrimi"-Reihe "Stralsund" tritt mit Jule Zabek eine neue Kommissarin ihren Dienst bei der Stralsunder Mordkommission an. Sie wird verkörpert von der Leipziger Schauspielerin Sophie Pfennigstorf. Ihre Jule Zabek ist eine Einzelgängerin, mit Ecken und Kanten, innerlich zerrissen, unstet und immer auf der Suche. Sie überrumpelt ihre Gegenüber immer wieder - mal mit ihrem scharfen Blick und einer direkten Art, mal mit ihrem großen Herzen. Schon in ihrem ersten Fall muss Jule Zabek neben ihrem Kollegen Karim Uthman an ihre seelischen und körperlichen Grenzen gehen, um zu beweisen, dass sie eine gute Polizistin ist. Karl Hidde hat die neue Kollegin - nach einem internen Anhörungsverfahren an ihrem letzten Arbeitsplatz - mit väterlicher Strenge genau im Blick.
23:30
Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
23:35
Ein kleiner Fleischball steht am Beginn einer großen Freundschaft. Bei einem Wettbewerb im Regenwald trifft US-Sportler Michael mit seinem Team auf einen verwahrlosten Streuner. Der Hund, dem Michaels Team den Namen Arthur gibt, schließt sich dem Trupp an. Am Ende droht ein Fluss, Michael und Arthur zu trennen. - Verfilmung des Bestsellers "Der Hund, der den Dschungel durchquerte, um ein Zuhause zu finden". Adventure Racing ist eine der härtesten Sportarten der Welt. 2015 verliert Michael Light (Mark Wahlberg) den Kampf in Costa Rica. Er kehrt in die USA zurück und nimmt eine Stelle in der Immobilienfirma seines Vaters Charlie (Paul Guilfoyle) an. Doch es zieht ihn wieder hinaus in den Dschungel. 2018, beim Racing in der Dominikanischen Republik, will er erneut dabei sein. Er stellt ein Team zusammen und gewinnt einen Sponsor. Zum Team gehören Leo (Simu Liu), Olivia (Nathalie Emmanuel) und Chik (Ali Suliman). Seine Frau Helen (Juliet Rylance) und Tochter Ruby (Cece Valentina) lassen Michael ziehen. Das Rennen: 435 Meilen durch den Dschungel, in verschiedenen Disziplinen. 54 Teams aus 30 Ländern nehmen teil, es gibt bereits einen Favoriten. Während sich Michaels Team auf das für sie alle schicksalhafte Rennen vorbereitet, vollzieht sich ein anderes Leben parallel dazu: Ein verletzter Streuner kämpft mit Cleverness ums Überleben auf der Straße. Einer von zahlreichen Hunden, die kein Zuhause haben. Am ersten Wechselpunkt des Adventure Racings kreuzen sich ihre Wege: Michael entdeckt den Hund am Rand der Station. Und schenkt ihm zwei Fleischbällchen. Fortan folgt der Streuner Michaels Team, rettet ihnen in einer Gewitternacht sogar das Leben. Sie geben ihrem vierbeinigen Freund den Namen Arthur (Ukai). Doch auf der letzten, der für den Sieg entscheidenden Etappe, muss das Team über einen großen Fluss paddeln und kann Arthur in dem kleinen Boot nicht mitnehmen. Eigentlich nicht mitnehmen! An Arthurs berührendem Hundeschicksal nahm die Welt teil - auf Social Media und in Form eines Sachbuch-Bestsellers, in dem das Vorbild der Rolle Michaels, der Schwede Mikael Lindnord, über seine Beziehung zu dem treuen Vierbeiner berichtet. Der Hund erwies sich nicht nur im Dschungel, sondern auch in seinem neuen Zuhause als herzensgutes, vielgeliebtes, treues Familienmitglied. Der echte Arthur verstarb sechs Wochen vor Drehstart 2020 an Krebs. Mikael Lindnord: "Durch den Film erlebe ich die Momente mit Arthur noch einmal." (Zitiert nach "TV Movie", 4/2024) Mark Wahlberg über Hunde: "Viele Hunde und Haustiere in der ganzen Welt brauchen ein Zuhause. Ich wollte ursprünglich keinen Hund haben, weil ich schon vier Kinder habe und wir allerhand zu tun haben. Jetzt haben wir vier Hunde und überlegen, ob wir uns noch einen anschaffen, sie bringen so viel Freude und Liebe in unser Haus, auch wenn sie manchmal wild sind, sich zoffen und stören." (Süddeutsche Zeitung vom 2. Mai 2024, Panorama, Seite 8) Laut "TV Movie" hätte Mark Wahlberg Ukai, den vierbeinigen Darsteller der Titelrolle, gerne bei sich zu Hause aufgenommen, doch Ukais Trainer wollte seinen Star nicht gehen lassen. Der Zweibeiner über den Vierbeiner: "Es gab nicht vier, fünf Hunde, die Arthur gespielt haben - nur einen, nur Ukai, so heißt der Mischling. Und dass ein einziger Hund am Set alles macht, alle Stunts, ist sehr ungewöhnlich. Mich hat besonders beeindruckt, dass Ukai es tatsächlich schafft, emotional und gefühlvoll die Rolle Arthur zu spielen. Wir sind sofort Buddys geworden. Was auch daran liegen mag, dass ich ihn mit Steaks gefüttert habe - der Weg zu seinem Herzen!" (Zitiert nach TV Movie 9/2024)