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Das ZDF erinnert an Mario Adorf, einen der bekanntesten Film- und Fernsehschauspieler Deutschlands. Er brillierte als Ganove ebenso wie als strenger Patriarch. Mario Adorf ist einer der wenigen deutschen Weltstars des Kinos. Er spielte in mehr als 200 Filmen, nicht nur in Deutschland, auch in Hollywood und ab den sechziger Jahren in Rom. Adorfs Wurzeln liegen in der Provinz. Als uneheliches Kind eines Italieners wächst er ohne Vater in Mayen, in der Eifel auf. In den Hungerjahren der Nachkriegszeit entdeckt Adorf seine Liebe zum Theater und bald auch zur Leinwand. Die Rolle des Massenmörders Bruno Lüdke in "Nachts, wenn der Teufel kam" von Robert Siodmak verhilft ihm 1957 zum Durchbruch. 1963 trauern Millionen Deutsche im Kino um Winnetous Schwester Nscho-tschi. Ihr Mörder "Santer" wird gespielt von Mario Adorf. Das wird dem wiederholten Filmbösewicht noch jahrzehntelang "nachgetragen". Ende der 70er Jahre widmet sich Adorf dem "Neuen Deutschen Film": "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" und "Lola" von Rainer Werner Fassbinder oder der Oscar-prämierte Film "Die Blechtrommel" von Volker Schlöndorff - diese Sternstunden des bundesdeutschen Kinos sind ohne Mario Adorf undenkbar. Seine vielleicht berühmteste Rolle ist die des Klebstofffabrikanten Haffenloher in der Fernsehserie "Kir Royal", Mitte der achtziger Jahre. Darin spricht den wohl unvergesslichen Satz der Fernsehgeschichte: "Ich scheiß Dich sowas von zu mit meinem Geld, dass Du keine ruhige Minute mehr hast." In den Neunzigern überzeugt er in Fernsehmehrteilern von Dieter Wedel: in "Der große Bellheim" als gewiefter Kaufhausleiter oder als Mafiaboss in "Der Schattenmann". Eine seiner letzten Rollen ist ein facettenreiches Porträt von Karl Marx. In dem ZDF-Dokudrama verkörpert Mario Adorf den Weltgeist Marx auf dem Zenit seines Lebens, voller Widerspruchsgeist und Widersprüche, zwischen prophetischer Überzeugung und Angst vor dem Scheitern. "Mario Adorf - mein Leben" - das filmische Porträt bringt den Zuschauern auch den Menschen Mario Adorf näher: ein Filmstar zwischen seiner deutschen Heimat und den Kulissen des Weltkinos.
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