17:10
Die Angst vor Krieg in Europa gehört zu den größten Sorgen junger Menschen. Seit Russlands Angriff auf die Ukraine rückt die Gefahr näher. Leon Windscheid fragt: Würdest du kämpfen? Leon Windscheid trifft Connor, der seine Grundausbildung bei der Bundeswehr absolviert. Im Ernstfall würde er zur Waffe greifen, um die Sicherheit der Menschen in Deutschland und Europa zu schützen. Leon begleitet ihn bei einer anspruchsvollen Abschlussübung. Doch Connor ist eher die Ausnahme. Was bringt einen jungen Menschen zu dieser Überzeugung? Warum würden die einen kämpfen, während andere sich zurückziehen? Und was beeinflusst unsere Entscheidungen, wenn aus einer abstrakten Gefahr plötzlich eine reale wird? Die Sozialpsychologin Prof. Eva Jonas macht deutlich, welche Reaktionen existenzielle Bedrohungen in uns auslösen. Ganze Generationen sind mit Frieden in Europa aufgewachsen. Doch was, wenn Krieg plötzlich Realität wird? Der Soziologe Dr. Timo Graf ordnet ein, wie sich das Verhältnis der Deutschen zu Krieg und Bundeswehr von der Friedensbewegung bis zur "Zeitenwende" verändert hat. Hinter der Frage "Würdest du kämpfen?" steckt immer auch die Frage, wer wir als Gesellschaft sein wollen. In einem Sozialexperiment trifft der Psychologe Leon Windscheid Menschen, die auf diese Frage kaum unterschiedlicher antworten könnten: Befürworter und Gegner einer Wehrpflicht, Reservisten, Menschen mit eigener Kriegserfahrung und Ula Wagner, die ihre Tochter im Krieg verlor. Als Ula Wagner die Nachricht vom Tod ihrer Tochter Savita erhielt, hielt sie sie zunächst für ein Missverständnis. Die 36-jährige deutsche Freiwillige war für die ukrainische Armee im Einsatz. Anders als ihre Familie annahm, arbeitete sie nicht fernab der Front, sondern als Frontsanitäterin. Am 31. Januar 2024 wurde sie bei der Rettung zweier Soldaten von einem russischen Granatsplitter an der Halsschlagader getroffen und tödlich verletzt. Im Mai 2022 schrieb sie in ihr Tagebuch: "Warum sitzen alle in Europa auf ihren Hintern, schauen die Nachrichten und beschweren sich, aber niemand fühlt sich motiviert, etwas dagegen zu tun?" Ula Wagner hat das Kriegstagebuch ihrer Tochter veröffentlicht. Daraus wird deutlich, wofür Savita kämpfte: für Europa und für die Demokratie.
17:55
Eine ältere Dame bittet Benni, ihren drogenabhängigen Sohn Peter Eckert zu vertreten. Ihm wird zur Last gelegt, ausgerechnet seinen Freund Sebastian Kürzer ermordet zu haben. Der Drogenkranke Sebastian Kürzer wurde mit durchtrennter Kehle im Bahnhofsviertel aufgefunden. Er und Peter Eckert waren zuletzt in einen öffentlichen Streit verwickelt. Benni und Leo ermitteln im Drogenmilieu rund um den Frankfurter Hauptbahnhof, treffen auf gefallene Persönlichkeiten und gewinnen ernüchternde Einblicke in eine tragische Familiengeschichte. Schließlich erfahren sie von einem undurchsichtigen Erpressungsfall, der sie bis in den Frankfurter Hochfinanzsektor zwischen die Fronten zweier fusionierender Ökostromgiganten führt.
18:55
Zur Eröffnung der Woche der Welthungerhilfe richtet sich Bundespräsident Steinmeier in einer Ansprache an die Bürgerinnen und Bürger und ruft zum Spenden auf. Seit mehr als 60 Jahren kämpft die Organisation gegen Hunger in der Welt und unterstützt Menschen in größter Not: auf der Flucht vor Kriegen, nach Naturkatastrophen, beim Neubeginn nach ausgefallener Ernte oder bei der Bewältigung von Folgen des Klimawandels.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:10
In der Magazinsendung "Berlin direkt" berichten Parlamentskorrespondenten hintergründig über aktuelle Themen und Entwicklungen der Bundespolitik. Studiogespräche mit Spitzenpolitikern vertiefen das politische Top-Thema. Während der parlamentarischen Sommerpause werden die "Sommerinterviews" gesendet.
19:30
Der Pazifik ist größer als alle Kontinente zusammen. Seine gewaltigen Entfernungen trennten die Menschen lange voneinander und wurden zugleich zur Bühne extremer Seefahrtsleistungen. Über Jahrtausende entstanden dort völlig eigenständige Kulturen und Gesellschaften. Diese Folge führt zu Vulkanen, Inselwelten und Küstenregionen, die von Naturgewalten geprägt wurden und werden. Zwischen Tsunamis, Feuerring, Eisdecke und geopolitischen Spannungen wird sichtbar, wie eng das Schicksal von Millionen Menschen mit dem größten Ozean der Erde verbunden ist.
20:15
Nach einer rätselhaften Nacht geraten Dr. Nice und Charlie emotional aus dem Gleichgewicht. währenddessen kämpft die neue Pastorin mit mysteriösen Beschwerden, die niemand erklären kann. Je schlechter es der Seelsorgerin geht, desto größer wird der Druck auf Dr. Nice. Erst lange verdrängte Ereignisse aus ihrem früheren Leben eröffnen ihm einen neuen Weg zur Diagnose. Nach einer gemeinsamen Nacht, an die sich weder Dr. Nice noch Charlie richtig erinnern können, ist nichts mehr wie zuvor. Während beide versuchen, ihre Beziehung zueinander neu einzuordnen, klammert sich Nice an die Hoffnung, dass seine verletzte Hand vielleicht doch noch geheilt werden kann. Zur gleichen Zeit sucht die neue Pastorin Maike Claussen Hilfe bei Dr. Nice. Was zunächst nach harmlosen Beschwerden aussieht, entwickelt sich zu einem medizinischen Rätsel: Schmerzen, Sehstörungen und eine sich verschlechternde Verfassung geben den Ärzten im Flensburger Krankenhaus Rätsel auf. Während die Zeit drängt, stößt Nice auf Hinweise aus Maikes Vergangenheit und folgt einer ungewöhnlichen Spur. Zwischen verdrängten Erinnerungen, verpassten Chancen und der Frage, wie viel Hoffnung vernünftig ist, muss Dr. Nice eine seiner schwierigsten Diagnosen stellen. Sechs Folgen "Dr. Nice" werden sonntags um 20.15 Uhr ausgestrahlt.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
Am 11. Oktober wird das Konzerthaus Berlin zur großen Bühne für Klassikstars sowie junge Talente bei der "OPUS KLASSIK"-Gala, moderiert von Désirée Nosbusch. Den Auftakt der Gala machen Welttenor Jonas Kaufmann ("Audiovisuelle Musikproduktion des Jahres") und Sopranistin Katharina Konradi, ausgezeichnet für die "Solistische Einspielung Gesang". Einen weiteren Glanzpunkt setzt Bariton Andrè Schuen als "Sänger des Jahres". Die "OPUS KLASSIK"-Gala feiert auch die nächste Generation: Pianist Alexander Malofeev und Sopranistin Shira Patchornik werden als "Nachwuchskünstler des Jahres" ausgezeichnet: er mit virtuoser Spielfreude am Flügel, sie mit stimmlicher Bravour an der Seite des CHAARTS-Ensembles. In Video-Laudationes werden zudem die zahlreichen weiteren Preisträgerinnen und Preisträger gewürdigt, darunter Lang Lang als "Bestseller des Jahres". Für beschwingte Momente sorgen Sarah Willis, ausgezeichnet als "Instrumentalistin des Jahres", die kubanische Rhythmen ins Konzerthaus bringt, und das Gitarrenduo Café del Mundo, geehrt für die "Tournee des Jahres". Die Grenzen zwischen Klassik und Pop sind längst durchlässig, dafür stehen Geigerin Esther Abrami ("Klassik ohne Grenzen") und Alice Sara Ott, ausgezeichnet in der Kategorie "Neoklassik". Für sein "Recycling Concerto", gespielt auf Instrumenten aus Abfall, erhält der Dirigent und Komponist Gregor Mayrhofer den "Innovationspreis für Nachhaltigkeit". Die argentinische Pianistin Martha Argerich wird für ihr Lebenswerk geehrt. Der festliche Abend im Konzerthaus Berlin wird vom Konzerthausorchester Berlin unter der musikalischen Leitung von Anna Rakitina begleitet. Désirée Nosbusch führt mit Eleganz und Charme durch die Gala. Comedian Fabian Köster hat im Vorfeld einige der Preisträgerinnen und Preisträger besucht und sorgt für humorvolle Zwischentöne.