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Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
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Debatten über Corona, Kriege oder verborgene Interessen spalten nicht nur in Talkshows; sie belasten Familien und Freundschaften. Was bleibt, wenn jeder seine eigene Wahrheit hat? Der Film begleitet Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise um Orientierung ringen - und fragt, warum Vertrauen in Medien, Politik und Institutionen schwindet und weshalb manche Menschen in alternativen Deutungsmustern Halt finden. Statt vorschneller Zuschreibungen richtet der Film den Blick auf die Menschen hinter den Überzeugungen - auf Ängste, Hoffnungen, Widersprüche und die Sehnsucht nach Orientierung in einer zunehmend komplexen Welt. Fritz Düker ist Oralchirurg, Lokalpolitiker - und für viele in seiner Heimatstadt Offenburg eine Reizfigur. Seit der Corona-Pandemie tritt er öffentlich als scharfer Kritiker staatlicher Maßnahmen auf. Er ist überzeugt, Zusammenhänge zu erkennen, die andere übersehen, und hält unbeirrt an seiner Sicht auf gesellschaftliche Entwicklungen fest. Wegen des Ausstellens unrechtmäßiger Maskenatteste wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt. Trotz seines Misstrauens gegenüber etablierten Medien öffnet Düker dem Film die Tür zu seiner Welt: zu emotional aufgeladenen Stadtratssitzungen, Demonstrationen und einem spirituellen Retreat auf Kreta. So entsteht das Porträt eines Mannes, der für die einen mutiger Querdenker, für die anderen Verschwörungsideologe ist. Cecilia ringt um die Beziehung zu ihrer Mutter - und um das Gefühl, sie an eine andere Wirklichkeit zu verlieren. Seit der Pandemie hat sich der Blick ihrer Mutter auf die Welt zunehmend verändert: Sie misstraut Medien und Institutionen, glaubt an alternative Erklärungsmodelle und hält Corona für eine Lüge. Während Cecilia selbst politisch aktiv ist und mit Sorge auf gesellschaftliche Polarisierung blickt, spielt sich der schmerzhafteste Konflikt zu Hause ab. Der Bruch mit ihrer Mutter belastet sie. "Ich habe Angst, meine Mutter zu verlieren", sagt sie offen. Wie können Menschen sich noch nahe sein, wenn sie an völlig verschiedene Wahrheiten glauben? Claudia kennt die Welt von Misstrauen und alternativen Wahrheiten aus eigener Erfahrung. Jahrelang war sie Teil einer christlichen Gemeinschaft, die in einem eigenen Onlinesender von "Satansritualen beim Euro-Vision-Song-Contest" und einer "geheimen Weltregierung" spricht - davon, dass "sämtliche Massenmedien in eine Freimaurerhand zusammenlaufen". Sie arbeitete selbst in der Redaktion mit. Staatlichen Institutionen und etablierten Medien misstraute sie damals. Heute blickt sie mit Distanz auf diese Zeit zurück. Statt einfacher Antworten sucht sie nach Erklärungen: Warum war sie einst so überzeugt? Was gab ihr Halt? Und weshalb erscheinen manche Erzählungen so plausibel, dass Menschen bereit sind, selbst enge Beziehungen und ihr bisheriges Weltbild aufs Spiel zu setzen? Der Film nähert sich dem gesellschaftlichen Konflikt nicht über Schlagabtausch und politische Zuschreibungen, sondern über persönliche Geschichten, Beziehungen und Widersprüche. Nah an seinen Protagonistinnen und Protagonisten und kritisch, ohne vorschnell zu urteilen, fragt "Zwischen uns die Wahrheit": Was passiert mit uns als Gesellschaft, wenn wir einander nicht mehr glauben? Warum verlieren Menschen Vertrauen - in Medien, Politik und einander? Und wie können Menschen wieder miteinander im Gespräch bleiben, wenn jede Seite überzeugt ist, im Besitz der Wahrheit zu sein? Auf einer Meta-Ebene erweitert der Film den Blick: Gemeinsam mit der Transformationsforscherin Maja Göpel, dem Soziologen Hartmut Rosa, dem Philosophen Philipp Hübl und der Journalistin Nena Brockhaus geht "Zwischen uns die Wahrheit" grundlegenden Fragen nach: Was verstehen wir überhaupt unter Wahrheit - und wie entsteht sie? Warum schwindet Vertrauen? Welche Verantwortung tragen Medien, Politik und gesellschaftliche Institutionen in Zeiten wachsender Polarisierung? Und wie wollen wir künftig miteinander umgehen?
23:00
Täuschend echte KI-Videos überfluten zunehmend den digitalen Raum. Es geht um Geld, Macht und politischen Einfluss - und es steht viel auf dem Spiel. Von viralen KI-Clips bis zu Deepfakes: Die Grenze zwischen real und nicht real verschwimmt zunehmend. Gemeinsam mit Jasmina Neudecker geht Harald Lesch dem Phänomen auf den Grund - und zeigt, wie wir uns für die neue Realität wappnen können. Wie konnte diese Technologie so schnell so mächtig werden? Der Film klärt, wie moderne KI-Systeme aus Daten lernen, Bilder und Videos zu erzeugen - und warum selbst Expertinnen und Experten zunehmend Schwierigkeiten haben, Fakes zweifelsfrei zu erkennen. Umfragen zeigen: Viele Menschen sind unsicher, was sie noch glauben können. Gleichzeitig werden KI-generierte Inhalte gezielt eingesetzt - für Aufmerksamkeit, für Geld, aber auch für Manipulation. Deepfakes, Desinformation und künstliche Influencer erschüttern das Vertrauen in Bilder. Die EU reagiert mit einer neuen Verordnung, die eine Kennzeichnungspflicht bei KI-Inhalten vorschreibt. Lässt sich damit das Vertrauen wieder herstellen? Die Entwicklung ist gesellschaftlich noch in anderen Bereichen hoch relevant. Der Ressourcenverbrauch der KI-Infrastruktur wächst rasant: Rechenzentren verbrauchen Energie und Wasser in gigantischem Ausmaß. Das ist der Preis einer scheinbar grenzenlosen Produktion von KI-Inhalten. Harald Lesch geht der Frage nach, welche Chancen und Risiken in der Technologie liegen. Er klärt, warum unser Gehirn besonders anfällig für visuelle Täuschungen ist und weshalb sich falsche Bilder tief in unserem Gedächtnis verankern, selbst dann, wenn wir sie längst als Fälschungen entlarvt haben. Am Ende stellt sich eine grundlegende Frage: Wenn alles künstlich erzeugt werden kann - woran können wir uns noch orientieren? "Achtung KI-Fake" ist eine aufregende Reise in eine Welt, in der Wirklichkeit neu verhandelt wird - und in der wir entscheiden müssen, was wir noch glauben wollen.
23:30
Als eine Reliquie aus einem Nonnenkloster verschwindet, soll speziell eine Frau die Polizeiermittlungen übernehmen. Überrascht entdeckt Petra, dass der Kunstdiebstahl ein Mordfall ist. In der Kloster-Krypta liegt erschlagen der Professor, der den Raum restaurierte. Wenig später findet Petra heraus, dass die Ehefrau ihres Kollegen Monte den Toten gut kannte. Unterdessen bahnt sich in Petras Privatleben eine schwierige Entscheidung an. Zwei Folgen "Mord in Genua - Ein Fall für Petra Delicato" werden dienstags um 23.30 Uhr gesendet.