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TV Programm für ZDF am 10.05.2026

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Blind Sherlock 23:00

Blind Sherlock: Pfannkuchenschiff

Krimiserie

Roman hat Yaqub dazu gebracht, die Kriminalpolizei bei der Ergreifung von "McCartney" zu unterstützen. Der Showdown soll auf einem Pfannkuchenschiff stattfinden. Die Ermittler nehmen das Schiff ins Visier. Roman und Nico sind undercover an Bord. Eigentlich ist alles für den Zugriff vorbereitet, doch der gesuchte "McCartney" taucht nicht auf. Stattdessen gibt es eine große Überraschung. Die Kripo Rotterdam soll den Fall an Interpol abgeben. Roman will das nicht einfach so hinnehmen und wagt einen weiteren Alleingang. Nachdem Roman eindringlich mit ihm gesprochen hat, bietet der Verbrecher Yaqub (Sinan Eroglu) der Polizei seine Unterstützung bei der Ergreifung von "McCartney" an. Es soll ein konspiratives Treffen mit dem Hauptdrahtzieher auf einem Pfannkuchenschiff geben. Roman erklärt sich zu einem gefährlichen Einsatz bereit: Er wird sich undercover in direkter Nähe zu den Kriminellen an einen Tisch setzen. Über ein Abhörmikrofon in seinem Blindenstock können die Ermittler das Gespräch mithören. Meryem (Aysegül Karaca) kehrt zudem als Usbekisch-Dolmetscherin ins Team zurück. Im Umfeld des Schiffs sind mehrere Polizeiteams platziert. Auch Nico (Frank Lammers) ist undercover mit an Bord. Der große Zugriff scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch als die Abfahrt des Schiffes unmittelbar bevorsteht, fehlt von "McCartney" noch immer jede Spur. Stattdessen setzt sich eine Person an den Tisch, mit der niemand gerechnet hat. Letzte Folge "Blind Sherlock"

Danach

Precht 23:40

Precht: Gesellschaft ohne Visionen - wer gibt uns Orientierung?

Gespräch

Öffentliche Denker sind der moralische Kompass von Gesellschaften. Doch im großen Rauschen des Internets werden sie kaum gehört. Darüber diskutiert Richard David Precht mit Juli Zeh. Jürgen Habermas und Alexander Kluge sind unlängst gestorben. Welche Rolle hatten diese und andere Denkerinnen und Denker in unserer Gesellschaft. Welche Rolle spielen Intellektuelle heute und wie können sie im digitalen Zeitalter überhaupt noch durchdringen? Ist in unserer gegenwärtigen Gesellschaft überhaupt noch Platz für Intellektuelle, die sich mit den Konflikten der Zeit auseinandersetzen und sich selbstbewusst einmischen? Juli Zeh ist davon überzeugt: Die Menschen sehnen sich gerade heute nach klugen Köpfen, die unsere Krisen und das Chaos in der Welt nicht nur einordnen können, sondern auch laut über Auswege nachdenken. Das Vertrauen in die Institutionen sei gesunken. Gerade deshalb suche man bei freien Denkern und Denkerinnen nach Orientierung. In den 1960er- und 1970er-Jahren erhielt die Politik von den Intellektuellen der Zeit deutlich mehr Impulse für gesellschaftliche Veränderungen. Heute stagniere dieser Diskurs in einer allzu breiten Mitte, so Precht. Während damals eine allgemeine Aufbruchstimmung herrschte, fürchtet man sich heute primär vor Verlusten. Es mangele heute an einer substanziellen Vision von gemeinsamer Zukunft, attestiert Juli Zeh. Diese wird nun vermehrt von den radikalen Rändern beschworen - jedoch als eine rückwärtsgewandte Vision und kaum als eine konstruktive Vorstellung eines demokratischen Morgens. Möglicherweise braucht die Gesellschaft mehr als nur eine rationale Einsicht in den Wert der Demokratie, so Zeh. Demokratie beruhe auf Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann, so definierte es schon Ernst-Wolfgang Böckenförde. Geteilte Tradition, geteilte Lebenswelten, ähnliche Erfahrungen - alles Elemente, die in einer hochindividualisierten Gesellschaft verloren gehen.