22:15
Das Krankenhaus in Wriezen nahe der polnischen Grenze, ist für viele die einzige medizinische Anlaufstelle in der Region. Rund um die Uhr wird hier operiert, behandelt und gerettet. Mit enormem Einsatz ringen die Mitarbeitenden nicht nur um die Leben der Patientinnen und Patienten, sondern auch um das Bestehen ihrer Klinik. Der "37°"-Zweiteiler begleitet ein Jahr lang den Klinikalltag und erzählt große Themen im kleinen Kosmos. Die Personalnot ist groß am schlecht angebundenen Wriezener Krankenhaus in Brandenburg, die Finanzen knapp, das Einzugsgebiet riesig, die Bevölkerung alt. Dazu sorgen steigende Kosten und die bundesweite Krankenhausreform für einen massiven Spar- und Umstrukturierungsdruck. Medizin auf dem Land folgt eigenen Regeln. Manche Patientinnen und Patienten müssen für ihre Behandlung bis zu 30 Minuten fahren, um medizinische Hilfe zu erhalten. Dasselbe gilt für das Notarztteam und den Rettungsdienst: Die Anfahrtswege sind lang und längst schon sind in Wriezen nicht mehr alle Eingriffe möglich. Die schweren Fälle versorgt Notarzt Kai Wilke (42) häufig nur notfallmäßig - und lässt sie dann, so schnell es geht, in größere Häuser verlegen. Der Orthopäde und Unfallchirurg fährt mehrmals im Monat Notarzteinsätze - neben den stressigen 24-Stunden-Diensten auf der Station, im OP und in der Notaufnahme. Er ist selbst hier geboren, verheiratet, hat zwei Kinder - und er hat sich bewusst für die Arbeit in der Provinz entschieden. Die leitende Anästhesie-Schwester Birgit Matthes (61) ist die dienstälteste Mitarbeiterin und so etwas wie die gute Seele des Hauses. Ihre Ausbildung machte sie noch zu DDR-Zeiten. Birgit hat den Wandel des Gesundheitswesens miterlebt: von überschaubaren Abläufen hin zu einem von immer mehr Effizienz und Kostendruck geprägten Alltag. Julia Kraushaar (35) ist im vierten Jahr ihrer Facharztausbildung zur Viszeralchirurgin, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Seit eineinhalb Jahren fährt sie außerdem als Notärztin Rettungseinsätze - und muss 24-Stunden-Dienste übernehmen. Ohne internationales Personal, wie die indischen Assistenzärzte Anoop Puritipati (35) und Meghana Kurapati (30) würde der Klinikbetrieb nicht funktionieren. - Wird das Ehepaar nach der Ausbildung in der Region sesshaft? Die 24-jährige Janina Buhe machte direkt nach der Schule ihre Ausbildung im Krankenhaus und arbeitet jetzt in der Rettungsstelle. Während es viele andere junge Menschen aus der Region in die Großstadt zieht, war das für sie nie eine Option. Geschäftsführerin Katja Thielemann (49) steht vor der gigantischen Herausforderung, die beschlossene Krankenhausreform umzusetzen und kämpft mit aller Kraft darum, die Klinik zukunftssicher zu machen. Kann sie diese Aufgabe bewältigen? Der erste Teil "Retter in der Provinz" der zweiteiligen "37°"- Reportage zeigt eine Klinik, die funktioniert, weil Menschen bereit sind, über ihre Grenzen zu gehen. Er erzählt von Teamgeist, Nähe und Verantwortungsgefühl - in dramatischen Zeiten. "Die Landklinik - Patient Krankenhaus" wird Dienstag, 10. März 2026, 22.15 Uhr gesendet.
22:45
Der Klimawandel ist längst Realität: Extremwetter verwüsten Länder, zerreißen Gemeinschaften und treiben unzählige Menschen in die Flucht. Harald Lesch beleuchtet die Herausforderungen, die zwischen Anpassung, Verantwortung und technologischer Innovation liegen, und stellt die entscheidende Frage unserer Zeit: Wie lange wollen wir noch diskutieren, während andere schon ums Überleben kämpfen? Der Klimawandel schreitet Jahr für Jahr immer weiter voran. Bereits jetzt hat sich die Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund 1,5 Grad erhöht. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind zum einen schleichende Veränderungen wie schmelzende Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels oder die langsame Verschiebung von Klimazonen. Zum anderen verursacht die Erderwärmung Wetterextreme: Hitzewellen, Stürme oder Überschwemmungen. In Bangladesch, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, sind Überflutungen und der steigende Meeresspiegel längst Teil des Alltags. Millionen Menschen sind innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht - Klimaflüchtlinge ohne Alternative. Besonders bedroht sind marginalisierte Gruppen wie die "Manta People", nomadische Fischer ohne Rechte und ohne sichere Zuflucht. Ähnliche Probleme, aber andere finanzielle Möglichkeiten: Die Niederländer leben seit jeher mit dem Wasser. Das Meer ist Teil ihrer Identität und ihr größter Gegner zugleich. Knapp ein Drittel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel, fast zwei Drittel sind überflutungsgefährdet. Der Klimawandel verstärkt das Problem. Unsere Nachbarn setzen auf Wasserschutzprogramme. Über 18.000 km Deiche und Anlagen sichern das Land. Um sicherzugehen, dass die Deiche dem Druck der Meere standhalten, werden sie einem Stresstest ausgesetzt. In einer speziellen Testanlage können die höchsten künstlichen Wellen der Welt erzeugt werden. Harald Lesch nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise rund um die Welt. Wie stemmen sich die einzelnen Regionen gegen die drohenden Katastrophen und was können wir alle gemeinsam tun?
23:15
- Dunja Neukam, Reservistin Für die Bundeswehr war sie als Sanitäterin und psychologische Beraterin in Afghanistan. Sie spricht über die Bedeutung gesellschaftlicher Wertschätzung für Soldaten und Veteranen. - Andreas Rückewoldt, Veteran "Ich habe die schlimmsten Gräueltaten der 1990er-Jahre gesehen", berichtet der ehemalige Hauptfeldwebel über die Einsätze, die sich tief in seine Psyche eingebrannt haben. - Marc Hinzmann, Feldjäger 2021 war er in Kabul an der dramatischen Evakuierungsaktion beteiligt und stand dabei vor der Aufgabe, Menschen zu retten oder abzuweisen. Er erinnert sich an den schwierigen Einsatz. - Marcel Bohnert, Offizier Er hat am "Operationsplan Deutschland" mitgearbeitet, der die Verteidigung der Bundesrepublik im Ernstfall regelt. Zudem berichtet er von seinem jüngsten Aufenthalt in Litauen.
00:30
Die aktualisierte Spätausgabe des "heute journal" rundet den Nachrichtentag im ZDF ab - mit den neuesten Nachrichten, Hintergrundberichten, Schaltgesprächen und Interviews.
00:45
Nachdem Alexander in den Polizeidienst zurückgekehrt ist, muss er sich mit einem rätselhaften Angriff befassen. Der Bootshändler Bruno wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Bruno soll von einem früheren Geschäftspartner wegen angeblicher Schulden bedroht worden sein. Zudem nehmen die Ermittler Nikki, eine Jugendfreundin von Brunos Frau Evelina, ins Visier. Sie hatte seltsame Scherze über einen möglichen Mord gemacht. Alexander (Nicolai Cleve Broch) kehrt in den Polizeidienst zurück. Allerdings hat er das traumatische Erlebnis seiner Entführung und des nur knapp überlebten Bombenanschlags noch nicht wirklich verarbeitet. An einer Gesprächsrunde mit der Polizeipsychologin, die ihm sein Chef Stenmark (Gustaf Hammarsten) verordnet hat, nimmt Alexander nur widerwillig teil. Auch gegenüber Nora (Alexandra Rapaport), die ihm angeboten hatte, bei ihr einzuziehen, öffnet er sich nicht wirklich. Immerhin kann sich Alexander schon bald mit einem neuen Fall ablenken. Der Luxus-Bootshändler Bruno (Ramtin Parvaneh) wird lebensgefährlich verletzt aufgefunden. Offenbar hat jemand mit einem schweren Gegenstand auf ihn eingeschlagen. Brunos Frau Evelina (Tindra Monsen) berichtet, dass ihr Mann von seinem früheren Geschäftspartner Ronny (Peter Gröning) bedroht worden sei, weil er ihm angeblich Geld schuldete. Eine weitere Verdächtige ist Nikki (Sannah Nedergård), eine Jugendfreundin von Evelina, die sie unlängst zufällig auf einer Fähre wieder getroffen hatte. Damals hatte Nikki angeboten, Bruno umzubringen, falls er sich gemein gegenüber Evelina verhalten sollte. Das war natürlich scherzhaft gemeint. Oder doch nicht? Nikki ist auf jeden Fall eine Frau, die sich oft seltsam verhält. Das stellt auch Noras Tochter Anna (Ping Monn Enge) fest, die mit ihr zusammen in einem Restaurant auf Sandhamn arbeitet. Die Situation spitzt sich zu, als Bruno im Krankenhaus plötzlich stirbt, obwohl er eigentlich schon auf dem Weg der Besserung war. Das Klinikpersonal versucht noch, eine verdächtige Frau aufzuhalten. Doch sie kann unerkannt entkommen. War es Nikki?
02:15
Für die Pariser Studentin Marguerite steht Mathe über allem, doch nach einem herben Rückschlag bei ihrem Forschungsprojekt schmeißt sie alles hin und wagt einen radikalen Neuanfang. Zwischen ihrem ersten Mal WG-Leben und illegalen Mahjong-Turnieren, die ihre Miete finanzieren, findet Marguerite ihre Liebe fürs Rechnen wieder und kommt dabei auch ihrem einstigen Konkurrenten Lucas näher. Feel-Good-Drama mit Ella Rumpf
04:00
Eine junge Frau verschwindet beim Joggen spurlos. Ihre Schwester beauftragt Harry und Fergus mit der Suche nach ihr. Steckt eine Gruppe von Teufelsanbetern hinter der Tat? Seit einiger Zeit schon habe sich die verschwundene Alice beobachtet gefühlt, so ihre Schwester. Außerdem lagen wohl auch einige Dinge auf ihrer Terrasse, wie blutige Federn und ein Rattenschwanz. Außerdem arbeitete sie an einem Buch über den Okkultismus im Ort. Harry (Jane Seymour) und Fergus (Rohan Nedd) ermitteln im Dorf der Verschollenen und geraten prompt an den widerborstigen Pfarrer Lucas Brady (Barrington Cullen), dem Literaturprofessorin Harry erst einmal ein paar Bibelzitate um die Ohren hauen muss, um klarzustellen, wer hier das Weihrauchfässchen schwingt. Glenn (Paul Tylak) findet derweil ein Skelett im Wald, das einen seltsamen Ring am Finger trägt. Diese Art von Ring, so weiß Harrys Freund und Ex-Kollege, Professor Graham Gray (Morgan C. Jones), zu berichten, wurde 80 Jahre zuvor von einem gewissen Maurice Lehane hergestellt, einem Kämpfer im Unabhängigkeitskrieg. Ein Gerücht ging damals im Dorf um, dass eine Gruppe Männer um Maurice sich nachts traf, um den Teufel anzubeten. Harry, Graham, Fergus und Harrys Enkelin Lola (Rose O'Neill) suchen auf dem örtlichen Friedhof nach dem Grab von Maurice und werden fündig. Und allem Anschein nach wurde das Grab geschändet. Zum Entsetzen aller will Harry in den Sarg schauen, schließlich sei das Grab ja ohnehin schon geschändet. Alle wissen dabei längst, dass jeder Widerspruch zwecklos ist. Der Sarg wird also ausgegraben und geöffnet. Darin befindet sich eine Leiche, und es ist ganz sicher nicht Maurice Lehane. Nun führt kein Weg daran vorbei, Harrys Sohn hinzuzuziehen. Am Friedhof eingetroffen, ist Polizist Charlie (Kevin J. Ryan) erwartungsgemäß ebenso entsetzt über die tote Alice im fremden Grab wie auch über die erneuten detektivischen Umtriebe seiner Mutter. Es entbrennt ein unerbittlicher Wettlauf zwischen Mutter und Sohn, wer Täter und Mordmotiv zuerst herausfindet. Wird Harry auch dieses Mal die Nase vorn haben?
04:45
- Zoll kontrolliert Luftfracht Nachtschicht am Leipziger Airport Moderation: Tim Niedernolte