18:05
Als die Hundeführerin Ute Westermann den Vierbeiner von Oskar Friedrichs abholen möchte, findet sie den Rentner tot im Wohnzimmer und den Hund eingesperrt im Nebenraum. Das ist mehr als merkwürdig, durfte sich Ahab doch frei im Haus bewegen. Außerdem hat der Tote Hämatome am Arm. Rechtsmedizinerin Dr. Helene Sturbeck vermutet deshalb, dass jemand den Mann gestoßen haben muss, bevor er mit dem Kopf an die Tischkante schlug. Ute Westermann war schon seit langer Zeit mit Oskar Friedrichs befreundet. Sie ging nicht nur Gassi mit seinem Hund, sondern erledigte auch die Einkäufe, da der Rentner zuletzt ausschließlich am Gehstock laufen konnte. Doch gerade ihre Hilfsbereitschaft macht Hauptkommissar Lars Pöhlmann stutzig. Ist Frau Westermann wirklich so selbstlos, wie sie sich gibt? Oder hat sie seine Einsamkeit ausgenutzt, um an sein Erspartes zu kommen? Denn Friedrichs ist ziemlich allein. Seine Ehefrau starb wenige Jahre zuvor, ebenso wie seine Tochter. Und seine Enkelin Mia Tahler spricht kaum mit ihm. Es sei denn, es geht um Geld. Und das benötigt sie dringend, denn sie steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten. Die SOKO Wismar nimmt die beiden Frauen ins Visier. Doch hätte einen von ihnen es übers Herz gebracht, den liebenswerten Rentner zu töten?
18:54
19:00
- Kabinett bringt Pflegereform voran Mehrbelastungen für Kinderlose - Dramatische Minuten an Bord Notlandung auf dem Weg nach Israel - DFB-Team unter Druck Gegen Serbien soll ein Sieg her
19:20
Ob Sonne, Hagel oder Schnee - die Sendung versorgt die Zuschauer immer mit den wichtigsten Wettertrends der nächsten Tage.
19:25
"Die Lebensretter von Murnau - Einsatz am Limit" - hautnah im Kampf gegen die Zeit: Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten meistern Notfälle im Alpenvorland und geben Patienten eine zweite Chance. Ein Waldarbeiter wird von einem Baumstamm getroffen - im Schockraum zeigt sich das ganze Ausmaß. Ein Pfarrer verbrennt sich an heißem Kerzenwachs. Und für einen erfahrenen Notarzt wird der letzte Arbeitstag zu einem unerwarteten Einsatz. Bei Waldarbeiten wird ein junger Mann von einem herabstürzenden Baumstamm getroffen und schwer verletzt. Im Schockraum wird schnell klar: Sein Leben wird nach dieser Verletzung nicht mehr dasselbe sein. Für den Teamleiter wird der Umgang mit dem Patienten zu einer besonderen emotionalen Herausforderung. Ein Mann verbrennt sich mit heißem Kerzenwachs die Hand. Die Ärzte müssen klären, wie tief die Verbrennung reicht und ob eine OP nötig wird. Nach einem Sturz über 20 Treppenstufen wird eine ältere Dame im Schockraum behandelt. Das Team beweist dabei viel Fingerspitzengefühl. Am letzten Arbeitstag von Dr. Erichsen wird aus der Abschiedsfeier unerwartet ein Einsatz: Eine vermisste Person wurde von einem Zug erfasst. Wie der erfahrene Notarzt seinen letzten Flug erlebt, wird zu einem bewegenden Abschied.
20:15
Eine Mordserie versetzt den Südwesten Deutschlands Mitte der 1980er-Jahre in Angst und Schrecken. Die Jagd nach dem "Hammermörder" stellt die Ermittler vor große Rätsel. Er tötet Autofahrer und nutzt ihre Wagen als Fluchtfahrzeuge bei Banküberfällen. Trotz vieler Spuren scheint der Täter den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein. Doch die verwendete Munition erregt einen Verdacht: Ist der Täter einer von ihnen? Weil der Täter bei seinen Banküberfällen einen Vorschlaghammer einsetzt, tauft ihn die Presse den "Hammermörder". Die Sonderkommission "Hammer" steht vor einem Rätsel. Mehr als 100 Ermittler verfolgen über 4000 Spuren. Trotzdem bleibt der Täter lange ein Phantom. Erst als neue kriminaltechnische Untersuchungen den Kreis der Verdächtigen einengen, gerät Polizeiobermeister Norbert Poehlke ins Visier der Ermittler. Doch bevor er festgenommen werden kann, eskaliert die Situation. "XY history" rekonstruiert einen der spektakulärsten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte. Moderator Sven Voss spricht mit Zeitzeugen wie dem damaligen Ermittler und letzten Leiter der Soko "Hammer" Gerd Bornschein, der Lokaljournalistin Elke Evert, die den Fall hautnah begleitet hat, und mit der forensischen Psychologin Dr. Gilda Giebel. "XY history" zeichnet nach, wie der Täter - tatsächlich ein Polizist - seine berufliche Stellung für seine Verbrechen nutzen konnte. Gleichzeitig beleuchtet die Dokumentation die intensive Ermittlungsarbeit, aber auch die folgenschweren Fehleinschätzungen einzelner Beteiligter, die dazu beitrugen, dass Norbert Poehlke lange unentdeckt blieb. Originaldokumente und aufwendig inszenierte Spielszenen gewähren Einblick in einen Fall, der am Ende weitere Menschenleben fordert und bis heute Fragen aufwirft.
21:00
Im Mai 1969 verschwinden zwei Jungen in Eberswalde. Als sie wenige Wochen später tot aufgefunden werden, beginnt in der DDR eine bis dahin beispiellose Fahndung nach dem Täter. Volkspolizei und Stasi ermitteln auf Hochtouren. Erstmals lässt die Polizei ein psychologisches Täterprofil erstellen. Dafür beschafft die Stasi sogar Unterlagen zum westdeutschen Kindermörder Bartsch. Doch die entscheidende Spur fehlt und die Angst wächst. Aus politischen Gründen wird der Fall weitgehend unter Verschluss gehalten, schließlich stellt die Polizei die Fahndung ein. Doch mehr als zwei Jahre später schlägt der Täter erneut zu. Am "Tag der Republik" verschwindet ein zwölfjähriger Junge. Wenig später wird auch er tot aufgefunden. Eberswalde ist im Ausnahmezustand: Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr allein auf die Straße, ein ganzer Stadtteil steht unter Polizeibewachung. Der Druck auf die Ermittler steigt von Tag zu Tag. Dann bringt die Aussage eines Jungen die entscheidende Wende. "XY history" rekonstruiert einen Fall, der die Menschen weit über Eberswalde hinaus erschüttert. Moderator Sven Voss trifft Zeitzeugen wie den damaligen Ermittler Wolfgang Mücke und enge Schulfreunde der Opfer. Mit Experten wie der forensischen Psychologin Dr. Gilda Giebel und Kriminalautor Marko Kregel zeichnet die Dokumentation die jahrelange Suche nach dem Serienmörder nach. Und sie zeigt, wie die Ermittlungen selbst einen Überwachungsstaat wie die DDR an die Grenzen seiner Möglichkeiten brachten. Originaldokumente und aufwendig inszenierte Spielszenen zeichnen einen Fall nach, der als früher Meilenstein moderner Fallanalyse in Deutschland gilt.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
- Die Bären sind los Tödliche Gefahr in US-Nationalparks - Alltag im Bombenhagel Neue Front Kiew? - Lula oder Bolsonaro Brasilien hat die Wahl
22:45
Brandanschläge, Sabotage und Einflusskampagnen. Nach Einschätzung von Behörden versucht Russland das westliche Europa zu schwächen und damit auch die Unterstützung für die Ukraine. Die Angriffe aus Russland treffen verstärkt auch Deutschland. Vermehrt werden dabei von den Geheimdiensten unausgebildete "Low-Level-Agents" eingesetzt, verächtlich auch "Wegwerfagenten" genannt. Sie werden häufig nur für eine Aktion angeheuert. Angeworben werden sie über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste. Sie erhalten einfache Aufträge und fungieren als austauschbare Werkzeuge eines verdeckten Krieges. Der Autor Rainer Fromm zeichnet anhand konkreter Ermittlungsfälle nach, wie diese neue Form der Rekrutierung funktioniert und welche Rolle digitale Plattformen dabei spielen. Internationale Experten, Nachrichtendienstler und Ermittler erläutern die Strategien hinter den Angriffen und warnen vor der zunehmenden Nutzung sozialer Netzwerke und Messengerdienste zur Anwerbung und Steuerung der "Low-Level-Agenten". "Während Russland (...) einen konventionellen Krieg in der Ukraine führt, führt es gleichzeitig einen unkonventionellen Krieg gegen Europa" - fasst der britische Sicherheitsexperte Charlie Edwards vom International Institute for Strategic Studies (IISS) die Attacken auf die Infrastruktur und die europäischen Demokratien zusammen. Aus militärischer Sicht wolle Russland die logistischen Lieferketten in die Ukraine unterbrechen, was die Angriffe gegen Eisenbahnlinien und Lagerhäuser erkläre. Das zweite Ziel sei, "Zwietracht und Unsicherheit in der europäischen Bevölkerung zu säen".
23:15
- Thorsten Frei, Unionsfraktionschef Der CDU-Politiker äußert sich zu den Reformplänen bei Rente und Pflege, zur Führungskrise in der Union und zum Beschaffungsprogramm der Bundeswehr. - Christine Dankbar, Journalistin Die Politikchefin der "Frankfurter Rundschau" analysiert den Umgang der CDU mit den jüngsten Wahlschlappen und den Rückzug Jens Spahns aus dem Haushaltsausschuss. - Christian Schweppe, Journalist Der investigative Reporter erhielt mit der Redaktion des ZDF-Magazins "frontal" exklusive Einblicke in bislang kaum bekannte Klauseln der Waffendeals zwischen Deutschland und der US-Regierung.