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TV Programm für ZDF am 28.07.2026

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Das Gold ihres Lebens - Kugelstoßerin Yemisi 22:15

Das Gold ihres Lebens - Kugelstoßerin Yemisi

Porträt

"Ich bin eine Überwinderin", sagt Yemisi. Ein Satz, der durch diesen Film führt - in ein Leben zwischen Triumph und tiefem Zweifel, zwischen Stadionlärm und innerer Stille. Als die Kugelstoßerin am 9. August 2024 in Paris den Ring betritt, ist sie dort den Blicken von 80.000 Menschen ausgesetzt. Yemisi ist Außenseiterin - und doch steht sie dort mit einer Gewissheit. Und gewinnt olympisches Gold für Deutschland. Doch schon vor ihrer Sportkarriere musste sie Hürden überwinden. Yemisis Mutter ist Deutsche, ihr Vater stammt aus Nigeria. Yemisi wird in Deutschland geboren und wächst in der Pfalz auf. Sie fühlt sich dennoch fremd: Mobbing, Ausgrenzung und rassistische Sticheleien prägen ihre Schulzeit. Sätze wie "Du bist zu groß!", "Deine Haare sind hässlich!", "Du gehörst nicht dazu!" graben sich tief in das Selbstbild des jungen Mädchens ein. Die Traurigkeit hatte sie in eine Folie des Schweigens gepackt. Die damals 12-Jährige zieht sich zurück, überlegt sogar, ob es nicht einfacher wäre, wenn sie gar nicht mehr da ist. Sie will nur, dass sich etwas ändert. Es ändert sich erst etwas als Yemisi auf Abigail trifft, die Jugendleiterin in der Kirchengemeinde. Und sie ist es, die das Seelengift neutralisiert und Yemisi im Glauben einen Halt finden lässt. Seitdem gibt ihr der Glaube Halt und Sicherheit: "Gott liebt Dich mit Höhen und Tiefen. Seine Liebe ist bedingungslos", so Yemisi. Am Höhepunkt ihrer Karriere fängt Yemisi auf der Pressekonferenz spontan an zu singen: "I almost let go" heißt der Soundtrack. "Ich hätte fast aufgegeben, aber Gott half mir." Es ist der Soundtrack des Moments, ihrer Olympischen Spiele in Paris. Denn zunächst - beim 1. Stoß im Finale - stürzt Yemisi: "Ich bin gefallen. Das bin ich oft in meinem Leben. Wieder aufzustehen ist die Kunst." Aus dem Sturz wächst Kraft, aus Angst und Konzentration, aus Schmerz und Bewegung. Im entscheidenden sechsten Versuch fliegt die Vier-Kilo-Kugel auf magische 20 Meter. Gold! So wird aus der Geschichte einer Olympiasiegerin ein universeller Film über Zugehörigkeit, seelische und körperliche Kraft, über die Kunst, immer wieder aufzustehen, über die Freude am Sport und dem Leben. Ein poetisches Porträt über das Aufstehen, über Würde, Glaube und über die Kraft, sich immer wieder selbst neu zu erschaffen. Und vielleicht ist genau das das eigentliche Gold ihres Lebens. Yemisi hat nach den Dreharbeiten geheiratet. Aus Yemisi Ogunleye wird Yemisi Mabry: ein neuer Name für ein Leben, das sich immer wieder neu erfindet.

Danach

Terra X Harald Lesch 22:45

Terra X Harald Lesch: Der Wald - Wunderwelt im Wandel

Infomagazin

Zwischen einer bewegten Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft: Unser Wald versprüht eine nahezu magische Atmosphäre. Wie lange noch? Seine Bedeutung für uns wurde lange unterschätzt. Doch leider ist der Wald in Deutschland in keinem guten Zustand. Hitze, Stürme, Borkenkäfer - die Probleme häufen sich. Harald Lesch trifft auf Menschen, die den Wald in Deutschland fit für die Zukunft machen wollen. Ein Vogel ist sinnbildlich für die Probleme des deutschen Waldes: der Eichelhäher. Er sammelt im Herbst Eicheln und versteckt sie für den Winter. In der Vergangenheit, als Deutschland im großen Stil Fichtenmonokulturen angepflanzt wurden, hat er sich damit bei den Förstern unbeliebt gemacht. Heute ist das ganz anders. Die Fichtenmonokulturen zeigen große Probleme mit dem Klimawandel und die Förster sind aktiv dabei, den Wälder wieder in Mischwälder zu verwandeln. Der Eichelhäher erlebt sein Comeback. Im Ebersberger Forst östlich von München trifft Harald Lesch den Forstamtsleiter Joachim Keßler, der ihm zeigt, wie Waldumbau aktiv vorangetrieben werden kann. Im Ebersberger Forst gibt es Versuchsflächen, auf denen wissenschaftlich getestet wird, welche Kombinationen an Baumarten in der Zukunft sinnvoll sein könnten. Es kommt auf die richtige Mischung an. Einen völlig anderen Ansatz lernt Harald Lesch im Nationalpark Bayerischer Wald kennen. Deutschlands erster Nationalpark wurde 1970 gegründet und hier gilt das Prinzip "Natur Natur sein lassen". Ein menschlicher Eingriff wird möglichst vermieden - selbst wenn die Natur sich mit Stürmen und Borkenkäferplagen von ihrer schlimmsten Seite zeigt. Harald Lesch begleitet Jörg Müller, den Forschungsleiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Gemeinsam erkunden sie den Lebensraum von Auerhuhn und Urwaldkäfer und diskutieren über die Bedeutung von Totholz für die Artenvielfalt und die Klimabilanz des deutschen Waldes. "Terra X" mit Harald Lesch zeigt eindrucksvoll, warum der Wald nicht nur ein Ort der Erholung ist, sondern eine Schlüsselrolle für Klima- und Artenschutz spielt - und wie entscheidend es ist, ihn jetzt für die Zukunft zu bewahren.

Kabul - Flucht aus der Hölle 23:15

Kabul - Flucht aus der Hölle: Verhandlungssache

Drama

Die Lage in Kabul eskaliert: Evakuierungspläne geraten ins Wanken, Verhandlungen mit den Taliban laufen, und die Hoffnung auf Rettung wird zum Wettlauf gegen die Zeit. Während Baqir Evakuierungen organisiert, verhandelt Gilles mit den Taliban. Amina kämpft um ihre Flucht, Giovanni besetzt die Startbahn - doch nicht alle schaffen es raus. Spannung bis zur letzten Sekunde. In der französischen Botschaft spitzt sich die Situation zu. Baqir (Vassilis Koukalani) versucht, die Afghanen sicher zum Flughafen zu bringen, doch unbegleitete Frauen stellen ein diplomatisches Problem dar. Gilles (Jonathan Zaccaï) ringt mit dem Taliban-Kommandanten um eine Lösung - und erlebt eine überraschende Wendung. Amina (Hannah Abdoh) trifft eine Entscheidung: Gemeinsam mit ihrer kleinen Patientin Nooria (Sara Taheri) will sie zu ihren Eltern in die französische Botschaft fliehen. Wird sie rechtzeitig dort ankommen, bevor die Busse zum Flughafen fahren - und ohne von den Taliban aufgegriffen zu werden? Parallel verschwinden wichtige IS-Figuren, und Giovanni (Gianmarco Saurino) muss improvisieren, um ein Flugzeug zur Landung zu zwingen.