20:15
Elena Fuchs, Marktleiterin eines Gartencenters, wird bei der Arbeit aus dem Hinterhalt erstochen. Auf einem Überwachungsvideo ist ihr Ehemann Peter Fuchs deutlich als Täter zu erkennen. Doch er leugnet die Tat. Caspar Bergmann und sein Team erkennen, dass das Video ein Fake ist. Dabei hätte Peter Fuchs ein Mordmotiv, denn Elena wollte sich scheiden lassen und Tochter Leni zu sich nehmen. Kurz nachdem er seine Ehefrau Elena leblos und blutüberströmt gefunden hat, ereilt den Elektriker Peter Fuchs ein zweiter Schock: Das Video einer Überwachungskamera in dem Gartencenter, in dem Elena als Marktleiterin arbeitete, zeigt ihn eindeutig bei der Tat. Zwar bestreitet Fuchs die Vorwürfe, und tatsächlich klärt sich schnell, dass es sich um ein mit KI erstelltes Deepfake-Video handelt. Die Tatperson scheint das Ehepaar Fuchs auslöschen zu wollen. Aber warum? Leni kann kurzzeitig bei ihrer leiblichen Mutter unterkommen, bis sie endlich zu ihrem Vater zurückkehren darf. Doch die Freude währt nur kurz. Das vermeintliche Mordvideo gelangt an die Öffentlichkeit und der Anblick lässt Leni skeptisch werden. Hat ihr Vater Elena doch getötet, so oft wie sich die Eheleute stritten? Elena Fuchs wurde allerdings nicht nur in ihrer Ehe als streitsüchtig wahrgenommen; auch ihr Angestellter Andreas Settengruber, den sie vor den anderen Mitarbeitenden bloßgestellt hatte, fühlte sich von ihr gemobbt. Wollte er sich auf diese planvolle Art rächen? Settengruber weiß mehr als er zugibt. Als Bergmann ihn überwacht, nimmt der Fall eine entscheidende Wende. Er erkennt, wer hinter dem Plan steckt und dass die Person keine Ruhe geben wird, bis sie ihr Ziel erreicht ist. Plötzlich befinden sich Bergmann und Lorenz in einem Wettlauf um Leben und Tod.
21:15
Karl Benz wird in seiner eigenen Fleischerei tot aufgefunden. Die Spuren am Tatort liefern Hinweise auf die Tierschutzorganisation LOA, die seit einiger Zeit Anschläge verübt. Als Adrian Pollak, Leiter der Organisation, behauptet, mit dem Anschlag nichts zu tun zu haben, fällt der Verdacht auf Restaurantbesitzer Uwe Kirchgatter. Dieser steht kurz vor der Insolvenz, nachdem ihm Karl Benz Gammelfleisch verkauft hatte. Im Zuge der Ermittlungen wird die Liebesbeziehung von Adrian Pollak und Fleischermeister-Tochter Sally öffentlich. Eine Liebe, die Karl Benz ein Dorn im Auge war und die er um jeden Preis verhindern wollte.
22:00
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:30
Oliver Welke bilanziert ein Jahr Regierung Merz und berichtet über transatlantische Spannungen und die Debatte um den Einsatz von Palantir-Software zur Verbrechensbekämpfung. Diesmal in Welkes Team: Dörte Hausten, Lou Strenger, Matthias Matschke und Till Reiners. Diese Sendung wird im Web und in der App mit Gebärdensprache angeboten.
23:00
Das "ZDF Magazin Royale" hebt seinen Vorhang. Jan Böhmermann begrüßt die Zuschauer zu seiner Late-Night-Satire. Gesellschaftlich relevante Themen gepaart mit Witz und Ironie. Jan Böhmermann stößt Debatten an, begrüßt streitbare Gäste und musiziert mit dem Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld. Unterhaltung, Überraschung und Erkenntnisgewinn - willkommen zum "ZDF Magazin Royale!"
23:30
Die Biennale von Venedig ist in diesem Jahr zum Kampfplatz für die ungelösten politischen Konflikte unserer Zeit geworden: "aspekte" unterwegs auf der wichtigsten Kunstausstellung der Welt. Katty Salié besucht den umstrittenen russischen Pavillon, fragt, wie die rechte Meloni-Regierung die Ausstellung verändert hat, erkundet den deutschen Pavillon und den österreichischen Beitrag: die radikale Nackt-Performance von Florentina Holzinger. Die Hauptausstellung "Minor Keys"- in Moll-Tonart - will eigentlich einen Kontrapunkt zu den politischen Konflikten der Gegenwart und einen Ort des kollektiven Aufatmens schaffen. Das ist das Motto, das die im vergangenen Mai überraschend verstorbene Kuratorin Koyo Kouoh ihrem Team mit auf den Weg gab. Kunst soll in Zeiten multipler Krisen zur Oase der Ruhe und des Nachdenkens werden. Doch die geopolitischen Konflikte holen die Biennale ein. Um die Teilnahme Russlands und um den Standort des israelischen Pavillons sind heftige Diskussionen entbrannt. Jetzt hat die Jury sogar beschlossen, Russland und Israel bei der Preisvergabe nicht zu berücksichtigen. Selten schien das "Geschäftsmodell" der Biennale so fragwürdig wie bei dieser 61. Ausgabe: Der friedliche Streit der Nationen auf dem Feld der Kunst. Während die teilnehmenden Staaten sich zeitgleich bombardieren oder mit Drohnen und Raketen beschießen? Was sollte Kunst da bewirken? Von einer Diplomatie der Schönheit spricht Pietrangelo Buttafuoco, der von der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eingesetzte Präsident der Biennale. Meloni arbeitet seit ihrem Amtsantritt 2022 an einem konsequenten Umbau der italienischen Kulturlandschaft: Kritische Stimmen werden marginalisiert, öffentliche Medien wie die RAI werden zunehmend auf Regierungslinie gebracht und zentrale Kulturpositionen politisch neu besetzt. Wie wirkt sich das auf den italienischen Pavillon und die Hauptausstellung aus? Katty Salié wird darüber mit Chiara Camoni, Künstlerin des italienischen Pavillons, der Schriftstellerin Beatrice Salvioni, dem Kunsthistoriker Tomaso Montanari und der Musikerin Gianna Nannini sprechen. Dass Kunst die Betrachter verändern kann, hat die gefeierte Performerin Florentine Holzinger schon oft unter Beweis gestellt. Sie bespielt den österreichischen Pavillon mit einer radikal performativen Live-Installation "Seaworld Venice", die mit Aktionen in Stadt und Lagune erweitert wird, wobei Wasser als zentraler Schauplatz körperlicher Grenzerfahrungen fungiert. Typisch für Holzinger, es verbinden sich extreme Körperlichkeit und feministische Selbstermächtigung zu einem vielschichtigen Erlebnis zwischen Theater, Tanz und Bildender Kunst. Im Deutschen Pavillon erwartet die Besucher die Ausstellung "Ruin" von den beiden ostdeutschen Künstlerinnen Henrike Naumann und Sung Tieu, die sich mit Brüchen deutscher Geschichte, insbesondere der DDR, Wiedervereinigung und der belasteten Architektur des Pavillons, auseinandersetzt. Überschattet wird der Beitrag vom Tod Henrike Naumanns wenige Wochen vor der Eröffnung - ihre konzeptuell abgeschlossene Arbeit wird dennoch posthum realisiert und prägt den Pavillon als künstlerisches Vermächtnis.