19:25
Knoppers, Toffifee und nimm2 gehören alle zu einem deutschen Milliardenkonzern: Storck. Sebastian Lege zeigt, wie aus einer kleinen Bonbonmanufaktur ein Süßigkeitengigant wurde. Storck macht viel Umsatz mit etablierten und bekannten Marken. Aber auch günstige Eigenmarken werden von dem Unternehmen produziert. Sebastian Lege zeigt, was in den Produkten steckt. Storck zählt zu den dominierenden Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie. Aus einer kleinen Bonbonmanufaktur, gegründet 1903 im nordrheinwestfälischen Werther, entsteht innerhalb von Jahrzehnten ein internationaler Konzern mit Milliardenumsatz und 22 Standorten weltweit. Der frühe Erfolg basiert auf einer einfachen, aber damals innovativen Idee: einzeln verpackte Karamellbonbons. Der Ein-Pfennig-Riese legt den Grundstein für den Aufstieg des Unternehmens. Aus diesen wurden später die Riesen, die auch heute noch als reine Karamellversion oder mit Schokolade erfolgreich sind. Das Sortiment erweitert sich stetig, neben Knoppers, Toffifee, Merci und nimm2 stammen auch die bekannten Marken Werther's Original, Mamba und Dickmanns aus der Produktfamilie von Storck. Emotionale Werbung und verheißungsvolle Werbeversprechen bilden einen großen Teil des Erfolgs von Storck: Knoppers ist das "kleine Frühstück für zwischendurch", bei dem die meisten wohl den Werbeslogan "Morgens um halb zehn in Deutschland" im Kopf haben. Die Werbung verspricht ein gesundes Frühstück für die perfekte Pause. Doch wie viel gesunde Haselnüsse und Milch stecken wirklich in der Haselnussschnitte? nimm2 und die bekannten Lachgummis suggerieren gesundes Naschen durch zugesetzte Vitamine und Fruchtsaft. In den 1960er Jahren war dies eine Neuheit und Besonderheit. Doch steckt dahinter mehr als ein reiner Marketingtrick? Toffifee steht für gemeinsamen Genuss der ganzen Familie. Mit Toffifee hat Storck ein Produkt im Sortiment, das nur schwer nachzumachen ist und deswegen wenig direkte Konkurrenz erfährt. Ein zentraler Erfolgsfaktor von Storck ist die enge Zusammenarbeit mit dem Discounter Aldi. Über die Tochterfirma WIHA produziert Storck seit Jahren zahlreiche Eigenmarken und No-Name-Produkte. Diese langfristige Partnerschaft sichert hohe Produktionsmengen, niedrige Kosten und wirtschaftliche Stabilität. Mit der Marke Moser Roth bedient Storck zudem das Discounter-Premiumsegment bei Schokoladen. Ein Chocolatier nimmt die Discounter-Schokolade unter die Lupe und macht den Direkt-Vergleich mit teurer Markenschokolade. Letzte Folge "besseresser"
20:15
Karneval 1988 in Köln: Die 24-jährige Mutter Petra Nohl feiert mit Freundinnen in der Altstadt. Auf dem Heimweg wird sie brutal angegriffen und erwürgt. Der Täter entkommt unerkannt. 34 Jahre später rollt die Kripo den Fall neu auf. Sven Voss zeigt, wie moderne DNA-Technik und ein Hinweis aus "Aktenzeichen XY ... ungelöst" schließlich zum Täter führen. Außerdem schildert die Tochter von Petra Nohl, wie der Mord ihr Leben geprägt hat.
21:00
Köln 2007: Eine 24-Jährige führt mit ihrem Bruder ein Bistro. Spätabends erledigt sie noch Abrechnungen. Am nächsten Morgen entdeckt ihr Bruder sie tot im Kühlraum. Die Kasse ist unberührt und das Motiv unklar. Der Täter hat zwar DNA hinterlassen, doch es gibt keine Übereinstimmung. Erst acht Jahre später bringt ein Anruf wieder Bewegung in den Fall. Sven Voss rekonstruiert die tragischen Ereignisse jener Nacht.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:15
Ermittler sind fassungslos: Der Fall eines Hamburger Jugendlichen führt zum Online-Netzwerk 764, in dem Minderjährige weltweit zu Selbstverletzungen, Gewalt und Mord drängen. Die Dokumentation rekonstruiert, wie Täter in sozialen Medien, Messengerdiensten und Onlinespielen Minderjährige ansprechen und sich als verständnisvolle Freunde ausgeben. Was vertraut beginnt, kann in psychischer Abhängigkeit, Erpressung und Gewalt enden. Im Online-Netzwerk 764 werden die Opfer dazu gedrängt, weitere Opfer zu rekrutieren, sich und andere massiv selbst zu schädigen, im schlimmsten Fall sogar Suizidversuche oder schwere Gewalttaten zu begehen. Das ist weit mehr als Cybergrooming. Die Gefahr ist oft nur einen Klick entfernt und lauert sowohl in speziell für Kinder entwickelten Spielen als auch auf Social-Media-Plattformen. Roblox, TikTok, Instagram und Co. können zur tödlichen Falle werden - ein vermeintlich harmloser Chat mit einer fremden Person kann Tätern die Tür ins Kinderzimmer öffnen. Gerade Heranwachsende sind anfällig für Manipulation und Erpressung. "Täter und Täterinnen gehen immer dorthin, wo sich Kinder und Jugendliche bewegen. Das liegt in der Natur der Sache", sagt Kinderschutzexpertin Julia von Weiler. "Das Smartphone ist das ultimative Tatmittel. Ein Grund, warum viele Eltern die Bedrohung ihrer Kinder oft lange nicht bemerken." Die Recherche von "Die Spur" zeigt, wie sadistische Netzwerke funktionieren: ein loses digitales Geflecht aus Tätern, Mitläufern und Nachahmern, das sich international ausdehnt und ständig neue Ableger bildet. Die Täter und Täterinnen wissen dabei genau, wie sie sich vernetzen und Spuren im digitalen Raum schnell wieder verwischen können. Weltweit ist das eine Herausforderung für Ermittlungsbehörden: "Der Grad der Verrohung, den wir da erlebt haben, der ist einfach wirklich unbeschreiblich", berichtet der Hamburger LKA-Chef Jan Hieber. Die Dokumentation erzählt die Geschichten von Kindern und Familien, die in die Fänge von 764 geraten sind und zeigt die ganze Dimension eines Abgrunds, der Fragen für Politiker, Plattformbetreiber und Eltern aufwirft. Mehr unter https://diespur.zdf.de
23:00
Nach dem Sieg gegen Real Madrid im Viertelfinale der UEFA Champions League steht für den FC Bayern München im Halbfinale das nächste Duell gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain an. Im zweiten Halbfinale kommt es zu einem Wiedersehen zwischen dem FC Arsenal und Atlético Madrid, die sich bereits in der Ligaphase gegenüberstanden. Die Partie konnte der FC Arsenal im vergangenen Oktober zu Hause mit 4:0 für sich entscheiden. Sehen Sie alle Highlights der Halbfinalspiele, mit allen Toren, mit Analysen und Interviews. Nutzen Sie gerne außerdem das umfassende Angebot mit den Zusammenfassungen aller Partien auf ZDFheute.de, in der ZDFheute-App und auf sportstudio.de. Moderation: Katrin Müller-Hohenstein Experte: René Adler Zusammenfassungen der Spiele: Paris Saint-Germain - FC Bayern München Atlético Madrid - FC Arsenal
23:45
- Matthias Miersch, SPD-Fraktionschef Gesundheitspolitik, Rente, Steuern: Der Sozialdemokrat bezieht Stellung zu den schwarz-roten Reformplänen und zu den zunehmenden Dissonanzen zwischen den Koalitionären. - Eva Quadbeck, Journalistin Die Chefredakteurin des "Redaktionsnetzwerk Deutschland" analysiert die Beschlüsse zum Haushalt 2027 - und ihre politische Sprengkraft. - Rüdiger von Fritsch, Ex-Botschafter Mit Blick auf seine Familiengeschichte und die nationalsozialistische Gesinnung seines Vaters spricht er über die historische Verantwortung als Grundlage einer lebendigen Demokratie.