17:35
Sabri Aydin war einer der ersten türkischen Gastarbeiter, die 1961 nach Deutschland kamen. Seine Geschichte ist typisch für die vielen Einwanderer, die das Ruhrgebiet bis heute prägen. Das Anwerbeabkommen mit der Türkei gilt als Meilenstein deutscher Migrationsgeschichte. Am 30. Oktober 2026 jährt es sich zum 65. Mal. Der Film erzählt die stille Heldengeschichte eines Mannes, der mit viel Fleiß für seine Familie ein neues, besseres Leben aufbaute. Sabri Aydin ist mit 91 Jahren einer der letzten noch lebenden Gastarbeiter der ersten Generation. Sein Leben, das ist Duisburg, wo Söhne, Enkel und Urenkel Tür an Tür in kleinen Reihenhäusern mit Gartenzwergen wohnen. Nebenan die Firma Thyssen - das Synonym für Kohle und Stahl im Ruhrgebiet. Das Wirtschaftswunder verlangte nach dem Krieg nach günstigen Arbeitskräften. Ein Foto der Deutschen Presse-Agentur zeigt Sabri damals mit anderen Bergleuten, als sie in Düsseldorf aus dem Flugzeug steigen. Er fängt an, für Thyssen in einer Kohlemine zu schuften. Altes Filmmaterial zeigt, wie schwer die Arbeitsbedingungen damals unter Tage waren. Viele aus der Familie Aydin arbeiten oder arbeiteten in der Stahlindustrie - alle bei Thyssen. Sie haben noch die goldenen Zeiten erlebt und sind, wie alle im Ruhrgebiet, stolz auf die Firma. Sabri erzählt in gebrochenem Deutsch von seinen Anfängen im Duisburger Wohnheim. Er lernt Deutsch, so sagt er, "wie ein Papagei" mit dem Fernsehen und den Filmen von Inge Meisel. Später holt er seine Frau und zwei Söhne nach. Die Familie lebt zu sechst auf 50 Quadratmetern. Die Söhne sind in Duisburg in der Schule noch Exoten, nur wenige hatten Anfang der Sechzigerjahre türkischen Migrationshintergrund. Zur Rückkehr in die Heimat kommt es nie. Sabri ist geblieben und sagt heute, Duisburg sei seine Heimat. Bei den Enkeln und Urenkeln ist das anders. Einige sagen selbstbewusst: "Wir sind Türken." Die Sabris führen ein enges, fröhliches, humorvolles Familienleben Tür an Tür zwischen Deutsch- und Türkischsein. Sie treffen sich jede Woche bei Käsekuchen und türkischen Weinblättern. In Deutschland leben heute etwa 2,6 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte. Sie sind längst ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft.
18:05
Hector Minz, renommierter Krimiautor, wird an einem Münchener See tot aufgefunden. Die SOKO beginnt mit den Ermittlungen. In seinem autobiografischen Roman mit dem Titel "Tod eines Autors" beschreibt Hector Minz das Komplott seiner Familie, die ihn angeblich umbringen und seinen Tod als Suizid ausgeben will. Seine Ehefrau Daniela und Tochter Marlen sehen das allerdings anders. Sie glauben, dass Hector psychisch krank war und anstatt sich helfen zu lassen seine eigene Familie als Feind imaginiert hatte. Damian, der Sohn, beschuldigt seinen Vater sogar, sich nur umgebracht zu haben, um seiner Familie zu schaden. Die Kommissare müssen lernen, zwischen Wahn, Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden. Sie decken schließlich Hectors Kindheitstrauma auf.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:20
Ob Sonne, Hagel oder Schnee - die Sendung versorgt die Zuschauer immer mit den wichtigsten Wettertrends der nächsten Tage.
19:25
Hebamme Lena Lorenz findet allmählich wieder in den Alltag zurück. Doch die hochschwangere Lilly Waldhauser lehnt ihre Unterstützung ab - obwohl ihr Kind in einer gefährlichen Querlage liegt. Lilly lebt in einer Gemeinschaft, die sich rund um die charismatische Marthe Gerber zusammengefunden hat. Marthe propagiert eine natürliche Geburt und lehnt jegliche schulmedizinische "Einmischung" ab. Doch damit bringt sie Lilly und das Baby in Lebensgefahr. Lena versucht, Lilly vom Ernst der Lage zu überzeugen. Sie ist sicher die Letzte, die anderen vorschreiben möchte, wie sie zu leben haben. Wenn es aber um das Wohl des Kindes und der Mutter geht, kennt Lena kein Pardon. Marthe hingegen behauptet, das Kind würde sich schon zur rechten Zeit drehen. Eher läge es an Lilly selbst, die noch nicht bereit sei für die Geburt und ein Kind. Lena horcht auf: Offenbar steckt hinter Marthes Propagieren einer naturnahen Lebensweise eine klare Absicht, die Mitglieder der Gemeinschaft in ihrem Sinne gefügig zu machen. Aber mit ihrer Skepsis stößt Lena bei Lilly auf Widerstand. Sie fühlt sich in der Gemeinschaft gut aufgehoben. Währenddessen gerät auch Lenas beste Freundin Julia in einen Konflikt, denn ihr Freund Marlon gesteht ihr seinen Kinderwunsch. Doch Lena hat ihren Kopf woanders. Eher zufällig lernt sie Dr. Aaron Kolberg, Tierarzt aus Brandenburg, mit viel Lernbedarf in Bezug auf die bayerische Alltagskultur kennen. 18 Folgen "Lena Lorenz" werden samstags um 19.25 Uhr ausgestrahlt. "Lena Lorenz - Freiheit (2)" wird am Samstag, 24. Oktober 2026, um 19.25 Uhr gezeigt.
20:15
Im ostfriesischen Leer sorgt ein mumifiziertes Skelett auf einer Schafweide für Aufsehen. Die Polizisten Süher Özlügül und Henk Cassens wittern einen Kriminalfall. Neben der Polizei ruft der Fund noch weitere Personen auf den Plan: einen Archäologen, der eine historische Entdeckung wittert, den Grundstückserben, der die Weide verkaufen will, sowie die Projektleiterin eines Solarparks, der auf dem Gelände entstehen soll. Und dann ist da noch eine Bibliothekarin, die behauptet, eine Verwandte des entdeckten angeblichen friesischen Adeligen zu sein. Schafzüchter Tamme Renke, der die Weide bewirtschaftet und bei der Suche nach Bodenschätzen auf das Skelett gestoßen sein will, kann sich keinen Reim auf die Geschehnisse machen. Die Lage eskaliert, als das Skelett plötzlich aus dem Bestattungsinstitut verschwindet und Bestatter Wolfgang Habedank dabei niedergeschlagen wird. Auch Sühers Bruder Yunus und Apothekerin Melanie Harms werden bald in bedrohliche Vorfälle verwickelt. Kriminalhauptkommissar Jan Brockhorst, Süher Özlügül und Henk Cassens sehen sich dieses Mal mit einem ungewöhnlich gruseligen Fall konfrontiert.
21:45
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
22:00
Der Chef einer Consultingfirma wird in seinem Wiesbadener Anwesen ermordet. Oberstaatsanwalt Bernd Reuther muss herausfinden, wer ein Interesse an Dr. Rönschs Tod gehabt haben könnte. Rechtsmedizinerin Dr. Judith Engel geht von einem Tod durch Ersticken aus. Gefunden wurde der Tote kurz nach Mitternacht von seinem Sohn Mario. Um das Verhältnis von Vater und Sohn stand es nicht zum Besten. Reuther gegenüber kann sich Mario jedoch keinen Reim auf die Geschehnisse machen. Auch seine Mutter Viola zeigt sich entsetzt über den gewaltsamen Tod ihres Mannes, obgleich ihm etliche Affären nachgesagt werden. Während sich Oberkommissar Alexander Witte in der Firma des Opfers umhört, schaut sich Hauptkommissarin Julia Schröder in dem Museum um, in dem Viola Rönsch als Kuratorin arbeitet. Am Tatabend war dort eine Veranstaltung, an der Dr. Rönsch eigentlich teilnehmen wollte, jedoch kurzfristig absagen musste. Von Rainer Thierse, dem Assistenten von Frau Rönsch, lässt sie sich den Ablauf der Veranstaltung skizzieren. Reuther stößt derweil auf eine Firma für Solarmodule, die von Dr. Rönsch beraten wurde. Kann Geschäftsführer Ralf Blume entscheidende Details zur Lösung des Falles beitragen? Auch Stefan Schiller beschäftigt das Thema erneuerbare Energien, denn er will die Stromkosten seines Foodtrucks senken. Doch Reuther bleibt kaum Zeit für ein Gespräch mit dem befreundeten Imbissbetreiber, denn schon bald überschlagen sich die Ereignisse.
23:00
- Fußball-Bundesliga, 6. Spieltag Abendspiel: Bayern München - RB Leipzig Union Berlin - Bor. Dortmund Hamburger SV - VfB Stuttgart Werder Bremen - SC Paderborn FC Schalke 04 - 1. FSV Mainz 05 SV Elversberg - FC Augsburg - Fußball: Zweite Liga, 8. Spieltag Abendspiel: Hannover 96 - FC St. Pauli VfL Wolfsburg - 1. FC Heidenheim 1.FC K'lautern - VfL Bochum Greuther Fürth - Braunschweig - Gast: Jule Behrens Triathletin - Gast: Hennes Behrens FC Augsburg, Fußballnationalspieler