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- Syriens schwieriger Neuanfang Trümmer und Touristen - Zurück an die Front Ukraine: Umgang mit Deserteuren - Kinderarbeit in der Ziegelei Pakistans moderne Sklaven - Schufa auf Chinesisch Wie Peking seine Bürger überwacht
22:45
Rund 1,9 Millionen Wohnungen stehen in Deutschland leer - trotz akuter Wohnungsnot. Warum vermieten manche Eigentümer ihre Immobilien nicht? Ein Haus in einem zentralen Frankfurter Viertel steht seit über zehn Jahren leer. Die Spur führt von hier über Luxemburg zu einem Investor in London - und zu einem Geschäftsmodell, bei dem Wohnraum Wertanlage wird. Kann Leerstand profitabler sein als Vermietung? Die Journalistinnen Lisa Plank und Hannah Waltersberger stoßen bei ihrer Recherche auf ein überraschendes Muster: Leerstand gibt es nicht nur dort, wo keiner wohnen will. Auch dort, wo Wohnraum knapp und Mieten hoch sind, stehen Wohnungen leer. "Leerstand ist kein Fehler im System, sondern es ist System", sagt die Architektin und Stadtplanerin Gabu Heindl von der Universität Kassel. Um zu verstehen, wie die Branche über Leerstand denkt, recherchiert Lisa Plank verdeckt auf einem Immobilienkongress. Was sie dort hört, ist eindeutig: Mieter gelten vielen Investoren hier vor allem als Hindernis. "Biete jedem Mieter 10.000 Euro an, damit er auszieht", rät ihr ein Teilnehmer unverblümt. Leere Objekte lassen sich leichter und teurer verkaufen. Aber warum stehen Wohnungen dauerhaft, teilweise über viele Jahre leer? In Frankfurt trifft Lisa Plank den letzten Mieter einer leerstehenden Immobilie, der ihr erzählt, wie ihm das Wohnen immer madiger gemacht wurde. Gemeinsam mit Hannah Waltersberger spürt sie weitere Objekte aus dem Portfolio des Investors auf und folgt der Spur des Eigentümers bis nach Luxemburg und London. Ein Blick nach London zeigt, wohin diese Entwicklung führen kann: Der langfristige Leerstand ist in England in weniger als zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen, in London sogar um 140 Prozent, wie Chris Bailey von "Action on Empty Homes" berichtet. "Diese Häuser sind nicht als Wohnungen gedacht, sondern als Anlageobjekte", sagt er. Eine Entwicklung, die auch für den deutschen Wohnungsmarkt befürchtet wird, wenn die Politik nicht bald entgegensteuert. Die Dokumentation zeigt, wie sich Investoren Gebäude als Renditeobjekte unter den Nagel reißen und wie Menschen sich dagegen wehren. Mehr unter https://diespur.zdf.de
23:15
- Matthias Miersch, SPD-Fraktionschef Er äußert sich zur Krise seiner Partei und zur Wählerwanderung zur AfD. Und er spricht über die Debatte um die Rente mit 63 und über die Stimmung in der Koalition nach dem Kabinettsumbau. - Dagmar Rosenfeld, Journalistin Die Podcasterin ("Machtwechsel") analysiert das schwarz-rote Ringen um das große Reformpaket und spricht zudem über mögliche personelle Veränderungen bei der SPD. - Olaf Sundermeyer, Autor Der Brandenburger "rbb"-Reporter beobachtet im Osten Deutschlands eine Normalisierung rechtsextremer Einstellungen im Alltag und erläutert, wie die AfD auch im Westen weiterwachsen will.