20:15
In der Seemannsmission im Hamburger Hafen, dem kurzen "Zuhause" für die Matrosen aus aller Welt, führt der Äthiopier Tayé ein aufgeregtes Videotelefonat mit seiner Mutter Yeshi. Kurze Zeit später verlässt ein riesiges Containerschiff unter der Aufsicht eines Elblotsen den Hamburger Hafen. Da sieht der Lotse eine Gestalt vom Freibord des Vorschiffs fallen, doch das Schiff setzt unbeirrt seinen Weg fort. Der Lotse an Bord blickt irritiert auf die endlosen Container vor ihm auf dem Vorschiff. Der erste Offizier des Containerriesen winkt ab. Alles in Ordnung. Sie müssen den Zeitplan einhalten. Der Lotse protestiert, doch als ein weiterer Mann zu ihm kommt und beschwichtigend den Arm um die Schulter des Lotsen legt, verstummen seine Proteste sofort. Ein lebloser Körper treibt durch eine der Schleusen von der Elbe in die Alster. Es ist der Äthiopier Tayé. Helen vermutet schnell eine Verbindung zum Hamburger Hafen, aber seltsamerweise wird auf keinem der Schiffe ein Besatzungsmitglied vermisst. Doch auf Überwachungskameras des Hafens wird der junge Mann eindeutig identifiziert, wie er nachts über das Gelände zu einem der Schiffe läuft. Sie wendet sich an die Lotsen, die die Schiffe über die Elbe begleiten. Sie hat das Gefühl, dass einer der Lotsen mit ihr sprechen will - der Lotse, der glaubte, etwas Merkwürdiges auf dem Containerschiff gesehen zu haben. Als sie den Mann auf das Revier lädt, verunglückt dieser auf dem Weg dorthin. Helen findet heraus, dass die meisten der Besatzungsmitglieder des Schiffes vor einem Jahr einen schrecklichen Unfall auf einem anderen Schiff derselben Reederei überlebt haben. Das Unglück wird von allen als tragisches Ereignis abgetan, nur eine Person berichtet Helen von ihren Zweifeln.
21:45
Andi wurde von Ufos entführt und gefoltert, da ist sich Theo ganz sicher. Während er sich immer mehr auf diese Erzählung einschwört, glaubt Tracy nicht an die Story ihres Mannes. Allerdings merkt sie schnell, dass man mit dem von roten Pusteln übersäten Andi gut Geld machen kann. Auch Mari scheint die Ufo-Theorie ganz recht zu sein, allerdings stört sie sich an Roccos und Zoes unbedingtem Aufklärungswillen.
22:25
Zoe will bald nach Berlin ziehen und nur ein Führerschein garantiert regelmäßige Besuche zuhause, da sind sich Mari und Theo einig. Als Zoe sich endlich breitschlagen lässt, findet sie sich beim Theorieunterricht in der Fahrschule neben Andi wieder. Der wurde vom Arbeitsamt hergeschickt, hat aber extreme Prüfungsangst, die auf einem Trauma aus der Vergangenheit beruht. Die beiden konkurrieren um den Erfolg bei der Prüfung, haben aber eigentlich mit ganz anderen Dämonen zu kämpfen. Nur gut, dass es für solche Fälle gute Nachbarn gibt.
23:00
Drei ungleiche Schwestern ringen mit unausgesprochenen Konflikten, tief sitzenden Gefühlen und einem kranken Vater, der sie näher zusammenbringt - Familienchaos ist vorprogrammiert. Georgia jagt dem Erfolg nach, Maddy ist mit sich selbst beschäftigt - nur Eve kümmert sich um die Pflege ihres eigensinnigen Vaters Lou. Als alte Verletzungen und neue Zumutungen aufeinandertreffen, spitzen sich die Ereignisse zu und die Familie gerät an ihre Grenzen. Inszeniert von Diane Keaton, legt diese feinfühlige Tragikomödie zwischen bissigem Humor und leiser Melancholie einen berührenden Blick auf familiäre Belastungsproben - getragen von starken Darstellerinnen. Darunter Meg Ryan, Diane Keaton und Lisa Kudrow, die als ungleiche Schwestern zwischen Alltag, Verantwortung und verpassten Chancen einen neuen Zugang zueinander suchen. An ihrer Seite: Walter Matthau als eigensinniger Vater - in einem zugleich leichtfüßigen und melancholischen Film über Nähe, Abschied und das, was unausgesprochen bleibt.