16:40
Im Tierreich gibt es sie zuhauf: Poser, Angeber und Selbstdarsteller. Wenn ein Gorillamännchen Eindruck schinden will, reckt es seine Brust und trommelt, was das Zeug hält. Und bei den Menschen? Manchmal zieht man unwillkürlich Parallelen zur Tierwelt, wenn man das Gebaren eines Götz von Berlichingen, Heinrich VIII. oder Casanovas Revue passieren lässt. Klotzen statt Kleckern - damit wurde die Weltgeschichte von Alphamännchen seit jeher in Gang gehalten. Wichtig ist in jedem Fall, dass man sich seine eigene Vita kräftig schönt. Das funktionierte in Vor-Internet-Zeiten ziemlich leicht: So schrieb sich Katharina die Große ihre Biografie selbst - erst viel später kamen Historiker auf den Gedanken, dass da manches nicht stimmt. Karl May wäre man zu Lebzeiten auch fast auf die Schliche gekommen. Die abenteuerlichen Länder, von denen er schrieb, hatte er selbst nie betreten. Nur schwer konnte er sich noch rausreden. Doch Angeberei ist nicht nur ein Phänomen alter Zeiten. Reichen die Namen Berlusconi und Tebartz-van Elst? Und was alle Angeber in der Geschichte eint, ist die Grundeinstellung, dass es ihnen meist herzlich egal war, wer die Poserei auszubaden hatte. Ja gut, der Riesenangeber und vermeintliche Zeus-Sohn Alexander der Große hatte wirklich Riesenerfolg. Aber wer spricht eigentlich von den Tausenden Soldaten, die für sein Riesenreich ihr Leben lassen mussten? Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden. Die Dokumentationsreihe fragt nach den größten Sonderlingen, den größten Rätseln oder den größten Heldinnen der Geschichte. Zur Aufnahme in die mal mehr, mal weniger ehrenwerte Gruppe der "Glorreichen 10" führen erstaunliche Fakten und neue Zusammenhänge. Die Sendung rollt spannende Aspekte der Geschichte neu auf und präsentiert sie auf humorvolle Art mit viel Witz und Ironie.
17:20
Die Dokureihe "Die glorreichen 10" präsentiert kuriose Zusammenhänge geschichtsträchtiger Personen, Momente und Orte und kürt "die allerkrassesten Abstürze der Geschichte". Es geht um Computerabstürze, Fensterstürze und Imperien, die von der Bildfläche verschwinden. Das Ranking wird kommentiert von Hannes Jaenicke. Beim Jahreswechsel 1999/2000 hielten alle den Atem an. Würde die Welt untergehen? Eine Prophezeiung von Nostradamus uns einholen? Oder - noch viel schlimmer - würden alle Computer abstürzen? Schließlich war der Code im 19er-Jahrhundert entwickelt worden, und niemand hatte so weit in die Zukunft gedacht, dass ein Jahrtausendwechsel anstand. Da gab es viele, die sich sorgten, unsere wichtigsten Helfer würden den Sprung von 99 auf 00 nicht schaffen. Doch der große Absturz blieb aus. Ein Systemabsturz kann schlimme Folgen haben. So auch am 19. Juli 2024. Niemand hielt an diesem Freitag den Atem an, als plötzlich reihenweise Computersysteme abstürzten. Flughäfen und Krankenhäuser stellten den Betrieb ein, Geschäfte schlossen ihre Türen, Bankkunden konnten kein Geld mehr abheben. Ein profaner Fehler im Update für Windows-Rechner verursachte den Groß-Absturz. Der Teufel steckt im Detail. Too big to fail. Der Spruch mag für Banken gelten, die von Regierungen vor dem Absturz gerettet werden, für Staaten und Weltreiche gilt er nicht. Die Geschichte hat viele Imperien gesehen, deren scheinbar unaufhaltsamer Aufstieg dann doch ins Stocken geriet und sich ins Gegenteil verkehrte. Die Ägypter halten immerhin grob 2000 Jahre durch. Das dürfte Rekord sein. Das Reich Alexanders des Großen, das zwischenzeitlich fast die gesamte bekannte Welt umfasste, stürzte nach seinem Tod in Streitigkeiten zwischen seinen Nachfolgern in nur wenigen Jahren ab. Auch die Römer werden irgendwann von den Barbaren (also uns) überrannt, obwohl sie ihr Reich verwaltungstechnisch und logistisch auf ziemlich solide Füße gestellt hatten. Doch wie es so ist. Mit dem Imperium wachsen auch die Probleme, und irgendwann wachsen sie einem über den Kopf. Das geht auch der Sowjetunion so. Nach 80 Jahren sind die Fliehkräfte der "Sozialistischen Sowjetrepubliken" zu groß, und die Union bricht auseinander. Die Habsburger halten ihr Reich zumindest über 500 Jahre zusammen, dann kann Sisis Charme die Ungarn, Serben und Italiener nicht mehr bezirzen. Die Gründe und Dynamiken sind bei allen Imperien ähnlich, aber die Geschwindigkeit der Abstürze variiert stark. Während Osmanen und Ägypter über Jahrzehnte auf dem absteigenden Ast sitzen, geht es bei Maya, Azteken und Inka ganz plötzlich. Der Expansionsdrang anderer Imperien lässt sie von der Bildfläche verschwinden. Des einen Absturz ist des anderen Aufstieg. Am 28. Januar 1986 hängen Eiszapfen am "Challenger"-Spaceshuttle. Es ist ungewöhnlich kalt in Cape Canaveral, Florida. Sieben Frauen und Männer machen sich an diesem Januarmorgen auf in den Orbit. Um die Popularität der US-Raumfahrt zu erhöhen, fährt die Lehrerin Christa McAuliffe mit. Als "Teacher in Space" soll sie in den Tagen darauf amerikanische Schüler aus dem All unterrichten. Eine PR-Maßnahme, die die Sternenfahrt wie einen ganz normalen Linienflug wirken lassen. Selbst der NASA-Sprecher im Kontrollzentrum ist so in der Routine gefangen, dass er noch Höhenangaben und Flugzeiten runterrattert, während sich das Spaceshuttle auf den Bildschirmen schon in einen Feuerball verwandelt hat. Erst einige Sekunden später stellt er fest: "Obviously a major Malfunction". Aus 16 Kilometern Höhe stürzt die "Challenger" mit mehr als 320 Stundenkilometern in den Atlantik und zerbirst. US-Präsident Ronald Reagan, der dem Space Program neues Leben einhauchen wollte, muss zerknirscht feststellen, dass das glorreiche Image der amerikanischen Raumfahrt Kratzer bekommen hat. Der Prager Fenstersturz ist nur wenige Meter tief, reißt aber gleich ganz Europa mit sich in den Abgrund. 30 Jahre lang ziehen Armeen danach durch Mitteleuropa und bekriegen sich. Und das alles nur, weil aufgebrachte Protestanten drei Vertreter des katholischen Habsburgerkaisers von der Prager Burg aus dem Fenster werfen. Auch Napoleon, DIE LINKE und Drogenabstürze bewerben sich um einen Platz auf dem Siegertreppchen. Auf Platz 1 zu warten, ist eine amüsante Bereicherung des eigenen Wissens. Hannes Jaenicke kommentiert auch in dieser Staffel "Die glorreichen 10" auf humorvolle Art, mit einer Mischung aus Emotion, Witz und Ironie. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich, ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
18:05
Die "Sketch History" zeigt opulent und bildgewaltig die großen und kleinen Ereignisse der Weltgeschichte aus völlig neuer Perspektive. Satirisch, humorvoll und richtig schön absurd. Die Weltgeschichte ist eine verlässliche Aneinanderreihung von peinlichen Missverständnissen, diplomatischen Fehlentscheidungen und grotesken Szenen sinnlosen Blutvergießens. Genügend Stoff als Steilvorlagen für die zweite Staffel. Diesmal erfahren die Zuschauer, wie die von der Geschichtsschreibung verzerrten Ereignisse wirklich abgelaufen sind. Mit brandheißen Enthüllungen rund um die Keilschrift der Pharaonen, TV-Perlen aus der DDR und vieles mehr - und natürlich weiteren cholerischen Vorfahren Klaus Kinskis. Wie schon in der ersten Staffel entstehen opulente Sketche in beeindruckenden Kulissen mit unglaublich detailreicher und liebevoller Ausstattung, verbunden durch aufwendige, äußerst lustige Animationen. Max Giermann, Matthias Matschke, Valerie Niehaus, Isabell Polak, Judith Richter, Alexander Schubert, Paul Sedlmeir, Holger Stockhaus und Carsten Strauch bilden das hochkarätige Ensemble. Darüber hinaus wird der wunderbare Geschichtenerzähler Bastian Pastewka mit seinen bissigen Kommentaren aus dem Off auch diesmal zu sehen sein.
18:30
Die Angestellten eines Online-Reisebüros sind zur Teambildung auf Sainte Marie. In einer stürmischen Nacht wird die Chefin des Unternehmens ermordet. Und zwar gleich zwei Mal. Bald gesteht der angebliche Mörder, doch Humphrey findet heraus, dass dies der zweite Mordanschlag auf Annette war. Und da war sie bereits tot.
19:20
Kurz vor seinem Prozess wird der Mordverdächtige Jack Harmer von einem Unbekannten erschossen. Wie konnte das passieren? Schließlich befand sich Harmer in Haft unter ständiger Beobachtung. Während der Detective Inspector Goodman noch verzweifelt nach dem entscheidenden Hinweis sucht, ist Besuch im Anmarsch. Humphreys Vater will seinen Sohn davon überzeugen, nach England zurückzukommen.
20:15
Dass ein Häftling nicht vom Freigang zurückkehrt, ist nichts Ungewöhnliches. Wenn mit ihm aber auch sein JVA-Beamter verschwindet, ist das ein Fall für die Vermisstenstelle. Zumal, wenn der Häftling, Carsten Rielke, kurz danach tot aus dem Plötzensee gezogen wird. Sein Begleiter Murat Töplin aber bleibt verschwunden - war er vielleicht doch nicht der unbescholtene Vorzeigebeamte, als den ihn seine Frau und Kollegin beschreibt? Die Ermittler finden heraus, dass Töplin Drogen ins Gefängnis geschmuggelt hat, um seine finanziellen Probleme zu lösen. Außerdem scheint es eine weitere Verbindung zwischen ihm und dem ermordeten Rielke zu geben. Dieser saß wegen der Veruntreuung von Millionenbeträgen im Gefängnis. Es liegt nahe, dass die Nutznießer der Millionen auf freiem Fuß und für den Mord an Rielke verantwortlich sind. Damit könnte Töplin als nächster auf der Todesliste zu finden sein.
21:00
Radek darf Sanna Wositzke nicht sagen, wo ihr Sohn Claas sich aufhält, da er keinen Kontakt mehr zu seiner Familie möchte. Dann aber verschwindet auch noch Sannas 14-jährige Tochter Micky. Zunächst sieht es so aus, als ob Micky wegen eines Streits mit ihrer Freundin Alina abgehauen ist. Dann aber deutet immer mehr darauf hin, dass ihr Stiefvater Mario Klarhöfer etwas damit zu tun hat. Deshalb will Mina auch Claas in die Suche einbeziehen. Radek aber ist strikt dagegen, weil er glaubt, dass mehr hinter Claas' Flucht aus der Familie steckt und er deshalb bei dem Jungen einen Rückfall in die Drogensucht riskiert, wenn er ihn über Mickys Verschwinden informiert. Ein Dilemma, aus dem Claas einen einfachen, aber auch sehr gefährlichen Ausweg findet.
21:45
Die USA werden 250 Jahre alt. Anlass genug, dass "Sketch History" dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Unmöglichkeiten ein Spezial schenkt. Zum feierlichen Anlass zeigt die "Sketch History" einige der Höhepunkte aus vier Staffeln Sendungsgeschichte mit einem ganz besonderen Blickwinkel. Vom Gründungsmythos bis in die wilden Siebziger, von den genialen Erfindungen bis zu den verhinderten Helden der "Hottest Country in the World" (Donald Trump) blicken wir zurück auf die "Greatest Sketches in History" ("Sketch History" über "Sketch History"). Endlich werden die ganz großen Fragen geklärt, die die USA seit dem Unterschreiben der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 umtreiben: Wie hoch war die Maklerprovision bei den ersten Siedlern für ein Grundstück mit büffelfreiem Vorgarten? Wie liefen die Verhandlungen zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow nach der Kuba-Krise wirklich ab und war der Kalte Krieg überhaupt kalt? Wie diskutiert ein waschechter amerikanischer Patriot zielführend Probleme im Cockpit der "Enola Gay", kurz vor dem Abwurf der Atombombe? Außerdem enthüllt "Sketch History" exklusiv, wie ein deutsches Touristenpärchen die berühmt berüchtigte "Factory" von Andy Warhol aufgemischt hat. Von Siedlern mit großen Träumen und noch größeren Egos über legendäre und lüsterne Präsidenten, abstruse Kriegsbegründungen bis hin zu popkulturellen Phänomenen und Erfindungen, die die ganze Welt geprägt haben - das Ensemble bestehend aus (in alphabetischer Reihenfolge): Benito Bause, Tom Böttcher, Max Giermann, Nora Islei, Matthias Matschke, Isabel Polak, Judith Richter, Alexander Schubert, Paul Sedlmeir, Holger Stockhaus, Carsten Strauch, Lou Strenger und Jan van Weyde zeigt mit bekanntem feinen Gespür für Absurditäten und überraschendem Humor die Geschichte hinter der Geschichte von Amerika.
22:15
Fußballer halten für den Sieg den Kopf hin - und riskieren dafür ihre Gesundheit. Wieso neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von Kopfbällen und Demenz den Fußball verändern sollten. Wissenschaftlich belegt: Fußball schadet der Gesundheit. Weil Kopfbälle die Gefahr für Demenz erhöhen, sind sie im englischen Jugendfußball mittlerweile verboten. Doch der DFB stellt sich bei einer Regeländerung noch quer. Wieso eigentlich?
22:45
Der Zustand von Trumps Amerika kurz vor dem Start der Fußball-WM, Debatte um Kanzlerwechsel und weiterer Koalitionszwist, sowie der Neustart der FDP - Oliver Welke fasst die Woche zusammen. In Welkes Team: Mandy Hausten, Lutz van der Horst, Martin Klempnow und Holger Stockhaus. Diese Sendung wird im Web und in der App mit Gebärdensprache angeboten.
23:20
Gemeinsam mit prominenten Gästen steht Jan Böhmermann am Herd und brutzelt - ohne Starköche, Spiele oder Bewertung. Eine Küche. Zwei Menschen. Und am Ende sind hoffentlich zwei leckere Gerichte fertig. Welches Rezept sein Gast mitbringt, erfährt Böhmermann erst zu Beginn jeder Folge. Auch der Gastgeber selbst wird in jeder Ausgabe etwas brutzeln. Von der Vorbereitung über die Zubereitung bis zum Verzehr - es geht ums Wesentliche und um das persönliche Verhältnis der Gäste zum Kochen und Essen. Welches Gericht Böhmermann selbst brutzeln wird? Die Antwort bleibt ein Geheimnis - aber nicht mehr lange. Ohne Umwege aus dem Italienurlaub eingeflogen, landet Nationalfußballerin und Eintracht Frankfurt Vize-Kapitänin Laura Freigang direkt in Böhmis Küche - den Parmesankäse bringt sie einfach im Handgepäck mit. Die gebürtige Kielerin und der Bremer beweisen: Wo zwei Nordlichter aufeinandertreffen, kann es nur herzlich werden. Zum ersten Mal kocht Freigang Lachs-Spinat-Lasagne "alla Mamma" und überzeugt Jan Böhmermann auf ganzer Linie. Auch der Gastgeber kann mit seinem nicht ganz vegetarischen Tikka Masala beeindrucken. Die Liebe zum Genuss verbindet die Beiden mindestens so, wie die Liebe zum Wasser, denn "Wasser ist Leben". Man kann eben auch mit Lauras Lieblingsdrink "Virgin Water" Spaß haben - Prost!
23:50
Fußballer halten für den Sieg den Kopf hin - und riskieren dafür ihre Gesundheit. Wieso neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von Kopfbällen und Demenz den Fußball verändern sollten. Wissenschaftlich belegt: Fußball schadet der Gesundheit. Weil Kopfbälle die Gefahr für Demenz erhöhen, sind sie im englischen Jugendfußball mittlerweile verboten. Doch der DFB stellt sich bei einer Regeländerung noch quer. Wieso eigentlich?