20:15
Die Vermisstenstelle ist mit dem Internet-Phänomen "Blue Whale Challenge" konfrontiert, das zum Ziel hat, jeden "Spieler", besonders labile Teenagermädchen, in den Selbstmord zu treiben. Im Morgengrauen verlässt die 16-jährige Lena mit Handy, einem Zelt und ein paar Lebensmitteln ihr Zuhause. Zur gleichen Zeit stürzt sich ihre Freundin Anka von einem Dach in den Tod. Anka hatte zuvor drei Tage in einem Zelt auf dem Dach campiert - hat Lena Ähnliches vor? Oder ist sie weggelaufen, weil sie die Trennung ihrer Eltern nicht verkraftet? Und was hat es mit den SMS auf sich, die beide vor ihrem Verschwinden empfangen haben? Für die Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, als ihnen klar wird, dass auch Lena Opfer eines perfiden Spiels zu werden droht. Und gerade da hält ihre jüngere Schwester Meike eine wichtige Information zurück.
21:00
Nicole Machnik hat Angst, weil sie die Steiners, Adoptiveltern ihrer Tochter, öffentlich als Kindsdiebe beschuldigt hat. Nach einem abrupt abgebrochenen Telefonat fehlt von ihr jede Spur. Für Frau Scheer, die Leiterin der Adoptionsstelle, scheint klar, dass Nicole die Adoption der kleinen Luisa durch die Steiners nicht verkraftet hat. Oder will ihr linksradikaler Freund Jan Derchow sie dazu benutzen, den Immobilienhai Steiner unter Druck zu setzen? Radek und sein Team finden schließlich Hinweise darauf, dass bei der Adoption von Luisa nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Sind sie damit aber wirklich auf der richtigen Spur und vor allem: Können sie Nicole retten?
21:45
Im Jahr 814 nach Christi ist Johanna zu einem Leben als Frau verdammt. Ihr Lebensweg scheint vorbestimmt: arbeiten, Kinder kriegen und früh sterben. Doch Johanna lehnt sich dagegen auf. Gegen den strengen Vater, gegen die Regeln der Kirche, für ihre Überzeugung und ihren Glauben. Denn sie spürt, dass ihre Bestimmung eine andere ist, dass Gott ihr einen anderen Weg weist. Aber der Preis dafür ist hoch. In Dorstadt besucht Johanna die Domschule und begegnet Graf Gerold, einem Edelmann am Hofe des Bischofs. Aus ihrer Freundschaft wird Liebe. Als Gerold in den Krieg zieht, erinnert sich Johanna ihrer Bestimmung. Ihr Ziel aber kann sie als Frau nicht erreichen. Johanna trifft eine folgenreiche Entscheidung: Unter dem Namen "Bruder Johannes" tritt sie als Mann verkleidet ins Benediktinerkloster Fulda ein und lebt dort als heilkundiger und geachteter Arzt. Als ihre wahre Identität aufgedeckt zu werden droht, flieht sie nach Rom. Dort trifft sie Gerold wieder und bemerkt, dass sie eines nicht länger verleugnen kann: ihre Liebe. Immer weiter steigt Johanna in der kirchlichen Hierarchie auf, immer größer wird die Gefahr der Entdeckung, und immer stärker spürt sie, dass sie sich entscheiden muss: Will sie ihr Herz Gott schenken - oder einem Mann? Doch ihr bleibt keine Wahl. Als Papst Sergius stirbt, wird Johanna zu seinem Nachfolger gewählt. Ihre Gefühle für Gerold sind jedoch stärker als ihre Angst, durchschaut zu werden. Johannas Feinde aber warten nur auf eine Gelegenheit, um sie vom Thron zu stürzen.