21:45
Es war nur ein kleiner Schubser. Doch nach Claras Sturz auf der Skipiste ist die Welt für ihre Schwester Emilia nicht mehr dieselbe. Clara liegt im Koma, und Emilia gibt sich die Schuld. Zwei Jahre später nimmt Emilia an einer Studie der Nanobot-Forscherin Dr. Hevi Abdel teil, die zu Angsttherapien forscht. Statt Emilias Angstzentrum neu zu programmieren, geschieht Unvorhergesehenes: Hevis Bewusstsein wandert für kurze Zeit in Emilias Körper. Emilia landet jedoch während des Experiments mit ihrem Bewusstsein auf der Skipiste, dem alptraumhaften Ort von Claras Unfall. Als sie wieder zurückkehrt, will sie nur noch weg aus dem Labor. Sie verweigert sich Hevi, die Emilia für weitere Versuche gewinnen will. Getriggert durch die Erfahrung ihres Alptraums besucht Emilia seit langer Zeit wieder ihre Schwester im Pflegeheim. Als sie an ihrem Bett sitzt, kollabiert Clara. Ihre medizinischen Überwachungsgeräte schrillen laut. Sechs Folgen "WAKE UP" werden mittwochs um 21.45 Uhr in Doppelfolgen ausgestrahlt.
22:25
Claras Zustand hat sich dramatisch verschlechtert. Emilia sieht in Hevis Experimenten die einzige Chance, Clara zu retten. Doch ausgerechnet jetzt wird Hevis Forschung eingestellt. Für Emilia ist Hevis Entdeckung ihre letzte Hoffnung. Sie will ihren Körper für Claras Bewusstsein zur Verfügung stellen. Hevi schüttelt nur frustriert den Kopf: Ein Versuch mit einer Koma-Patientin wäre lebensgefährlich. Außerdem gibt es keine Studie mehr. Hevi fühlt sich von ihrer Schwiegermutter und Firmenchefin Josephine Nansen verraten. Josephines Mann, Abteilungsleiter Lars Nansen, handelt für Hevi noch eine Gnadenfrist von einer Woche heraus. Eine Woche, um Josephine irgendetwas zu präsentieren. Hevi wendet sich erneut an Emilia. Sie kann für nichts garantieren, aber sie braucht Emilia für weitere Versuche. Daher erfüllt sie Emilias Bedingung und startet den Versuch, Claras Bewusstsein aus dem Koma in Emilias Körper zu übertragen.
23:05
Ein Reservat der indigenen Bevölkerung im tief verschneiten Wyoming. Im Schnee findet der Jäger Cory Lambert die Leiche einer jungen Frau. Sie trägt keine Schuhe. Jane Banner vom FBI ermittelt. Doch in der unwirtlichen Landschaft ist sie auf Corys Hilfe angewiesen. Eine Spur führt in das Camp einer Firma, die auf dem Land der Indigenen nach Öl bohrt. - Regisseur und Autor Taylor Sheridan führt die Zuschauer in eine ebenso mystische wie grausame Natur. Im tief verschneiten Wyoming, im Reservat "Wind River", findet der Jäger und Fährtensucher Cory Lambert (Jeremy Renner) im Schnee, weitab von jedem Haus, die Leiche der jungen Natalie (Kelsey Asbille). Sie trägt keine Schuhe und ist wegen der gefrierenden Temperaturen quasi in ihrem eigenen Blut ertrunken. Cory holt die Vergangenheit ein. Einige Jahre zuvor hat er seine 15-jährige Tochter Emily verloren. Ihre Leiche lag ebenfalls im Schnee. Kojoten hatten sich über den Körper hergemacht, sodass die Obduktion keinen Aufschluss über die Todesursache liefern konnte. Cory lebt mittlerweile von seiner Frau Wilma (Julia Jones) getrennt. Sie haben noch einen Sohn namens Casey (Teo Briones), für den sie sich das Sorgerecht teilen. Ben (Graham Greene) gehört zur indigenen Reservatspolizei. Diese erhält Unterstützung vom FBI. Aus dem heißen Las Vegas schickt die Bundesbehörde Jane Banner (Elizabeth Olsen) ins eiskalte Wyoming. Jane ist in keinerlei Hinsicht auf die Tragödie vorbereitet, die sich unter ihren Augen entfaltet. Natalies Eltern sind völlig verstört, die Mutter, Alice (Tantoo Cardinal), verletzt sich selbst, der Bruder ist schon lange von zu Hause weg und handelt mit Drogen. Das Reservat ist in Teilen von grausamer Schönheit, doch den wenigen Menschen, die dort leben, bietet es kaum Abwechslung, Auskommen und Schutz. Jane merkt, dass sie auf Corys Unterstützung angewiesen ist, wenn sie sich in "Wind River" behaupten will. Außerdem ist er ein hervorragender Fährtenleser. In der Natur sind alle seine Sinne geweckt, er erahnt Gefahren früh. Und er hat Natalies Vater Martin (Gil Birmingham) ein Versprechen biblischen Ausmaßes gegeben: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die Obduktion ergab, dass Natalie vor ihrem Tod vergewaltigt wurde. Die Eltern wissen wenig von ihrer Tochter, können nicht sagen, ob sie einen Freund hatte. Doch als Jane und Ben Natalies Bruder verhaften, ergibt sich eine Spur. Laut Ben traf Natalie sich mit einem Mann namens Matt (Jon Bernthal). Matt gehört zum Sicherheitsteam, das die Ölfirma beschäftigt, die im Reservat Bohrungen durchführt. Er lebt, wie seine Kollegen, in einem Wohnwagen auf dem Land der Firma. Als Jane, Ben und ihr Team die Männer dort aufsuchen, kommt es zu einer wilden Schießerei. Das Reservat "Wind River" gibt es tatsächlich. Es wurde 1868 eingerichtet und liegt im US-Bundesstaat Wyoming. Seine Bewohner sind die Östlichen Shoshonen und die Nördlichen Arapaho sowie weiße Amerikaner, die seit 1906 zuziehen durften. Das Reservat liegt im Wind River Basin und ist umgeben von hohen Bergen, der Wind River Range, den Owl Creek Mountains und den Absaroka Mountains. Im Südwesten grenzt die Reservation an den Bridger-Teton National Forest, im Westen an die Fitzpatrick Wilderness. Es gibt über 365 Seen und andere Wasserflächen. Der Film ist dennoch eine kleine Mogelpackung, denn die grandiosen Außenaufnahmen entstanden nicht im Bundesstaat Wyoming, sondern in Utah.