13:40
Seit der Sesshaftwerdung haben wir unseren Planeten so stark verändert, dass Wissenschaftler ein neues Erdzeitalter benennen wollen, das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen. Ohne die Erdatmosphäre wäre das Leben auf unserem Planeten unmöglich. Doch wir Menschen greifen selbst in die Kreisläufe der Luft ein und beschleunigen durch den Ausstoß diverser Gase den Klimawandel. Nie zuvor hatte eine Spezies so viel Einfluss auf der Erde. Nichts hatte für unseren Planeten größere Folgen als die Nutzung des Feuers durch den Menschen. Es wird zum Motor der Zivilisation und zu einem der wichtigsten Merkmale des Anthropozäns. Denn bei jeder Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Erdgas entsteht Kohlendioxid. Es ist ein natürlicher Bestandteil des Kohlenstoffkreislaufes unserer Erde, aber das Gas besitzt eine Eigenschaft, die mehr und mehr zur Bedrohung wird. Weil es die von der Erde abgestrahlte Wärme reflektiert, erzeugt es den sogenannten Treibhauseffekt. Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist heute höher als während der vergangenen drei Millionen Jahre. Das Ergebnis einer jahrhundertelangen Nutzung fossiler Brennstoffe durch uns Menschen. Als wir das Feuer entdeckten, ahnten wir nicht, welche Entwicklung wir damit anstoßen würden. Es ermöglichte uns, Nahrung zu kochen, Erze zu schmelzen, Maschinen zu bauen und letztendlich auch Menschen auf den Mond zu schicken. Rauchende Schlote wurden zum Sinnbild des Industriezeitalters, das Teilen der Welt enormen Wohlstand brachte und das Leben komfortabler machte. Allerdings zu einem hohen Preis, wie die zunehmende Erderwärmung zeigt. Auf Island wurde vor Kurzem ein Gletscher offiziell für tot erklärt. Er ist dem Klimawandel zum Opfer gefallen. Schlechte Luft gibt es nicht erst, seit Fabrikschornsteine in den Himmel ragen. Bereits in der Antike führte die Verhüttung von Erzen zu lokalen Problemen und Klagen, wie aus vielen Texten überliefert ist. "Gravoris Caeli", ein schwerer Himmel, hängt ständig über dem kaiserzeitlichen Rom, verursacht durch die Werkstätten der Glasbläser. Doch das war nur ein schwacher Vorgeschmack auf das, was ab dem Mittelalter und dann vor allem im 19. Jahrhundert kommen sollte: die Verwendung von Kohle. Das "Schwarze Gold" machte das Industriezeitalter überhaupt erst möglich und wurde schon früh zum Problem: Der hauptsächlich im Winter auftretende Smog, ein Kunstwort aus "smoke" und "fog" für Rauch und Nebel, entwickelte sich vielerorts zur Dauerplage für die städtische Bevölkerung. Im Dezember 1952 verdichteten sich die Abgase aus Kohleheizungen und Autos in London zu einer tödlichen Wolke. Bilanz der Katastrophe: mindestens 4000 Tote. Aber noch heute werden rund 40 Prozent des elektrischen Stroms, den die Weltbevölkerung verbraucht, aus Kohle gewonnen. Ein anderer Klimakiller ist die Massentierhaltung. Mehr als 15 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase stammen heute hauptsächlich aus gigantischen Rinderfarmen. Bei der Verdauung produzieren die Tiere Methan, dessen klimaschädliche Wirkung um ein Vielfaches höher ist als die von Kohlendioxid. In den USA und Europa arbeiten deshalb Unternehmen inzwischen an schmackhaftem Fleischersatz aus pflanzlichen Produkten. Denn die einzige Möglichkeit, die Massentierhaltung zu reduzieren, ist ein verändertes Konsumverhalten. Zurzeit werden weltweit rund eine Milliarde Rinder gehalten. Das entspricht in etwa auch der Anzahl der Autos, die sich über die Straßen wälzen. Rund 18 Prozent der globalen Emissionen von Kohlenstoffdioxid gehen heutzutage auf das Konto des Straßenverkehrs. Der Siegeszug des Autos verlief parallel zur Erschließung einer neuen Energiequelle: Erdöl. Seit der Amerikaner Edwin Drake 1859 in Titusville, Pennsylvania, die erste ergiebige Ölquelle erschloss, wurde der Treibstoff zum Lebenselixier der Moderne. Der weltweite Verbrauch liegt gegenwärtig bei 15 Milliarden Litern - pro Tag. Ihre Verbrennungsprodukte gelangen in die Luft und tragen nicht nur zur Erderwärmung bei. Forscher führen weltweit rund acht Millionen Todesfälle pro Jahr direkt auf die Luftverschmutzung vor allem durch fossile Brennstoffe zurück. Saubere und billige Energie - ein Menschheitstraum. Mitte des vergangenen Jahrhunderts schien er in Erfüllung zu gehen - durch Atomenergie. Seit 1954 wird die Kernspaltung zur Herstellung von Strom eingesetzt. Im Januar 2019 waren in 31 Ländern 453 Reaktorblöcke in Betrieb. Doch seit den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima ist die Euphorie verflogen. Auch die enormen Kosten für die Lagerung der nuklearen Abfälle macht die Nutzung der Kernenergie zunehmend fragwürdig. Weltweit wird deshalb an Alternativen gearbeitet. Denn der größte Energielieferant der Erde ist und bleibt - die Sonne. In Marokko entsteht derzeit das größte Solarkraftwerk der Erde, eines unter vielen weltweit. Es zeigt, dass zukunftsweisende Technologien auf dem Vormarsch sind.
14:25
Die Lebensräume auf der Erde könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf den ersten Blick scheinen sie wie verschiedene Welten. Doch es gibt Verbindungen: Keine existiert ohne die anderen. Dirk Steffens zeigt überraschende Abhängigkeiten zwischen extremen Welten und entdeckt, dass ein unscheinbarer Organismus auf seiner Reise um den Globus Einfluss auf das Schicksal des ganzen Planeten nimmt. Ohne ihn sähe unsere Welt völlig anders aus. Die Erde ist geprägt durch Regionen mit extrem unterschiedlichen Bedingungen: staubtrockene Wüsten, eisige Polarregionen, tropische Regenwälder. Auf den ersten Blick besteht zwischen ihnen keine Verbindung. Doch allmählich enthüllt die Wissenschaft, wie alles mit allem verbunden ist: Unser Planet funktioniert wie ein Super-Organismus. Veränderungen an einer Stelle haben Folgen für ein ganzes Netzwerk, das den Globus umspannt. Im ersten Teil der Faszination Erde Herbststaffel zeigt Dirk Steffens, was man von den Abhängigkeiten weiß und stößt dabei auf manche Überraschung. Die Entdeckungsreise beginnt in der Arktis. In den Gletschern auf Spitzbergen steckt jede Menge Dreck. Und der löst einen wahren Boom aus: Kleinstlebewesen, wie Kieselalgen, vermehren sich im Polarmeer unglaublich schnell und dienen vielen Tieren als Nahrung. Die Bedeutung der Kieselalge wurde lange unterschätzt. Dabei stehen Kieselalgen nicht nur als Bestandteil des Planktons am Beginn der Nahrungskette, sie zählen darüber hinaus zu den wichtigsten Sauerstoffproduzenten, sie sind für einen erheblichen Anteil des Sauerstoffs in der Atmosphäre verantwortlich. Seit Jahrmillionen sammeln sich die Bestandteile der Kieselalgen-Skelette in Form von sogenanntem "Marinen Schnee" in Massen auf dem Meeresgrund. Tektonische Veränderungen bringen diese Überreste schließlich an die Oberfläche. Gewaltigen Umwälzungen ist es zu verdanken, dass mineralische Bestandteile der Kieselalgen sich heute im Sand der Sahara finden, der dadurch reich an Nährstoffen ist. Doch ohne Wasser kann der Dünger keine Wirkung entfalten. Das Leben in extrem trockenen Wüstenregionen ist für seine Bewohner ein ständiger Kampf. Mit den harschen Bedingungen kommt eine Pflanze in der Namib-Wüste, der ältesten Wüste der Welt, besonders gut zurecht. Die Welwitschie ist eine wahre Wunderpflanze. Dirk Steffens entdeckt, welch verblüffende Technik die Pflanze zum Überleben entwickelt hat, und wie sie bis zu 1500 Jahre alt werden kann. Wüstenelefanten sind ebenfalls wahre Überlebenskünstler in einer kargen, fast wasserlosen Öde. Die Dickhäuter haben die Fähigkeit entwickelt, mit ihren Füßen Wasser selbst noch in fünf bis zehn Metern Tiefe im Untergrund aufzuspüren. In diesem schier endlosen Sand-Meer der Namib gerät Dirk Steffens in einen Sandsturm. Dabei erfährt er am eigenen Leib, wie gewaltig die Kräfte in der Atmosphäre sein können. Stürme können den feinen Sand in hohe atmosphärische Schichten und bis in den Dschungel Südamerikas verfrachten. Dort ist er - mit seiner mineralischen Fracht - das Lebenselixier üppiger tropischer Wälder. Wer den Wegen der Kieselalge folgt, erfährt, wie eisige Welten, staubtrockene Wüsten und regenreiche Wälder durch ein unsichtbares Netzwerk verbunden sind, und wie die eine Welt ihr Gesicht dem Einfluss der anderen verdankt.
15:10
Unsere Erde wandelt stetig ihr Gesicht. Damit stellt sie das Leben vor besondere Herausforderungen. Dirk Steffens zeigt, mit welch erstaunlichen Strategien Tiere auf den Wandel reagieren. Das Leben hat besondere Fähigkeiten entwickelt, diesen Veränderungen zu begegnen: Mobilität. Damit konnten Tiere den gesamten Planeten erobern. Und nicht nur das - das Leben auf der Erde bildet ein komplexes Netzwerk, nichts bleibt darin ohne Wirkung. Die größte Tierwanderung der Welt: Alljährlich begeben sich in Ostafrikas Serengeti mehr als 1,5 Millionen Gnus auf eine unglaubliche Reise. Sie entfliehen der Trockenheit, die regelmäßig im Lauf der Jahreszeiten die Serengeti heimsucht. Doch wenn ein Landstrich ausdörrt, regnet es in einem anderen. Die Gnus haben sich diesem Wandel angepasst. Mit den Wanderungen gelingt es ihnen, dem Hungertod zu entgehen. Doch die Route ist gefährlich, der reißende Mara-Fluss ist voller hungriger Krokodile. Jenseits des Flusses wartet auf die Wanderer das Paradies - bis auch hier die Trockenheit die Gnus zum Weiterziehen zwingt. Dirk Steffens zeigt, dass die Tiermigration auch selbst ihren Teil zum Gedeihen der Graslandschaften beiträgt. Die Gnus und Zebras hinterlassen in der Serengeti mehr als 400 Tonnen Dung am Tag. Dadurch entsteht ein wunderbarer Nährstoffkreislauf, von dem alle Savannenbewohner profitieren: Insekten, Elefanten, Raub- und Weidetiere. Netzwerke des Lebens, angetrieben durch Tierwanderungen über Tausende von Kilometern, gibt es auch in den Meeren: Wale ziehen mit den Strömungen, den Autobahnen der Ozeane. Sie pendeln so zwischen warmen Gewässern, in denen sie ihre Jungen aufziehen, und den Polarmeeren. In der Arktis findet Dirk Steffens den Grund für ihre Reise in die eisigen Gebiete: Krill. Nirgendwo auf der Welt ist er so zahlreich und fett wie hier. Fünf Monate lang frisst beispielsweise der Buckelwal in den nährstoffreichen Jagdgründen bis zu 1,5 Tonnen Krill täglich. Das kann für ein ganzes Jahr reichen. Und gleichzeitig tragen die Wale zum Futterreichtum der Meere bei: Ihre Ausscheidungen sind Dünger für die Unterwasserwelt. Die Rentiere Kanadas gehören zu den "Marathonläufern" im Tierreich - immer auf den Spuren der besten Überlebensbedingungen. Auf der norwegischen Insel Spitzbergen leben Verwandte der kanadischen Rentiere, allerdings sehen sie völlig anders aus: Sie sind erheblich kleiner und werden nur halb so alt wie ihre ziehenden Artgenossen. Vor langer Zeit haben erdgeschichtliche Veränderungen eine Gruppe auf der Insel isoliert, die Brücke zum ursprünglichen, weiten Lebensraum wurde abgeschnitten. Die Gruppe musste sich allmählich an die Bedingungen in der Isolation anpassen, das beschränkte Nahrungsangebot führte im Lauf der Evolution zur sogenannten Inselverzwergung. Veränderungen, die dem Leben Zeit für Anpassungen lassen, führen zu erstaunlichen Entwicklungen. Doch der Mensch hat mancherorts Lebensräume in kurzer Zeit derart umgestaltet, dass Tieren keine Zeit blieb, Anpassungen zu entwickeln. Forschende sind dabei, Fehler der Vergangenheit zu erkennen und Tieren wieder den Raum zurückzugeben, den sie für ihre Mobilität brauchen. Dirk Steffens geht der Frage nach, wie wir die Zukunft der Arten sichern können. Je besser wir das Zusammenspiel der Natur und ihrer Bewohner verstehen, je mehr wir darüber wissen, wie viel Lebensraum zum Überleben notwendig ist, desto besser können wir unsere Mitbewohner schützen.
15:55
ZDFneo stellt Einfälle zusammen, die Alltag und Lebensweise revolutioniert haben. Dabei erscheinen die revolutionärsten Ideen heute meist völlig selbstverständlich. Erst bei der Überlegung, wie die Welt ohne sie aussähe, wird ihre Bedeutung klar. Bestes Beispiel: das Toilettenpapier. Andere revolutionäre Ideen, wie die Evolutionstheorie von Charles Darwin, verändern den Lauf der Welt. Und manchmal ist es wichtig, revolutionären Ideen Durchsetzungskraft zu verleihen. Darin ist Alexander von Humboldt unschlagbar. Sein Netzwerk reicht bis ins Weiße Haus. König Krösus von Lydien muss sich vor 2600 Jahren damit rumärgern, dass Goldmünzen nicht standardisiert sind. Seine revolutionäre Idee: Mit seiner Signatur garantiert er für das geeichte Gewicht und den Goldgehalt der staatlich geprägten Münzen. "Die glorreichen 10" ist ein Geschichtsformat der anderen Art. Schnell, überraschend und manchmal laut - aber immer dazu geeignet, die Neugierigen schlau und die Wissenden noch schlauer zu machen. Und auf Platz eins zu warten, ist eine amüsante Bereicherung des eigenen Wissens. "Die glorreichen 10" erzählt auf humorvolle Art in einer Mischung aus Emotion, Witz und Ironie. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich, ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
16:40
Immer wieder führen Irrsinn oder Grausamkeit zu tragischen Mordfällen. In der Folge "Die unglaublichsten Morde der Geschichte" stellt ZDFneo ein feuriges Ranking zusammen. In der frühen Neuzeit kommt es besonders in Mitteleuropa zu einer beispiellosen Mordserie. Der Grund: eine Anklagewelle wegen Hexerei. Der römische Kaiser Nero wird Opfer eines Rufmords - dank der Geschichtsschreiber Sueton, Tacitus und Cassius Dio. Nero ist bis heute als skrupelloser Diktator verschrien, der Rom niederbrennt. Aber war er wirklich so ein Tyrann? Zu Napoleons Ableben gibt es gleich mehrere Theorien: Die Briten sollen Napoleon vergiftet haben, damit er nicht erneut zurückkehrt und einen weiteren Feldzug anzettelt. Vielleicht war auch die Farbe "Schweinfurter Grün" seines Arbeitszimmers verantwortlich, die Arsen enthält? Hat er das Gift vielleicht eingeatmet? Alles Quatsch, denn nach neuen Erkenntnissen gilt als gesichert, dass Napoleon nicht durch einen Mord, sondern an Darmkrebs starb. "Die glorreichen 10" ist ein Geschichtsformat der anderen Art. Schnell, überraschend und manchmal laut - aber immer dazu geeignet, die Neugierigen schlau und die Wissenden noch schlauer zu machen. Und auf Platz eins zu warten, ist eine amüsante Bereicherung des eigenen Wissens. "Die glorreichen 10" erzählt auf humorvolle Art in einer Mischung aus Emotion, Witz und Ironie. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich, ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
17:20
Die Doku-Reihe "Die glorreichen 10" präsentiert kuriose Zusammenhänge zwischen Personen, Momenten und Orten der Geschichte und kürt die glorreichsten zehn. Was hat Karl der Große mit Odysseus und einem Einhorn zu tun? Auch Martin Luther und die Guillotine haben etwas gemeinsam. Das alles und mehr klärt sich in "Die glorreichen 10". "Die glorreichen 10" schlägt in der vierten Staffel wieder den ganz großen Bogen und setzt erneut auf Rankings mit ungewöhnlichem Zugang. In sieben Folgen der Dokumentationsreihe wird auf die "sagenumwobensten Gestalten", die "größten Rivalitäten" und die "größten Spalter", "die unwiderstehlichsten Städte", die "unglaublichsten Morde" und die "revolutionärsten Ideen" der Geschichte geblickt. Pünktlich zum zehnten Senderjubiläum von ZDFneo geht es in der Geburtstagsfolge um die bedeutendsten Geschichten rund um die Zahl Zehn. Neben dem Sendergeburtstag werden auch "Die glorreichen 10" gefeiert und die Frage beantwortet, wer es in 30 Folgen am häufigsten in die Rankings geschafft hat: Hitler, Jesus oder Luther? Die Zehn ist in unserer Gesellschaft eine der zentralen Zahlen. Sie ist die Basis des Dezimalsystems, welches das Standard-Zahlensystem weltweit ist. Aber warum eigentlich? Es liegt ja fast schon auf der Hand, dass dieses System wohl irgendwie mit unseren Fingern zu tun hat. Wer die Zehn in einer Fußballmannschaft bekommt, der ist kreatives Superbrain und Schaltzentrale. Günter Netzer, Zinédine Zidane oder Lionel Messi belegen den Mythos. Steuern sind schon immer kompliziert und nervig gewesen. Und in ihren Anfängen hießen sie noch "Zehnt". Der sogenannte Zehnt stammt ursprünglich aus der Bibel und ist zunächst eine freiwillige Abgabe, wie es heißt. Erst ab dem 5. Jahrhundert nach Christus ist der Zehnt gesetzlich festgeschrieben. Er dient dazu, den örtlichen Klerus zu versorgen. Dabei wird der Zehnt oft gedrittelt. Einen Teil bekommt der Bischof, den zweiten der Pfarrer, und der dritte wird an Arme und Fremde verteilt. Zunächst wird der Zehnt in Naturalien abgegeben und ist wörtlich gemeint. Das heißt, man gibt zehn Prozent von dem, was der eigene Hof erwirtschaftet hat. "Die glorreichen 10" ist ein Geschichtsformat der anderen Art. Schnell, überraschend und manchmal laut, aber immer dazu geeignet, die Neugierigen schlau und die Wissenden noch schlauer zu machen. Und auf Platz eins zu warten, ist eine amüsante Bereicherung des eigenen Wissens. "Die glorreichen 10" erzählt auf humorvolle Art in einer Mischung aus Emotion, Witz und Ironie. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
18:05
Die "Sketch History" zeigt opulent und bildgewaltig die großen und kleinen Ereignisse der Weltgeschichte aus völlig neuer Perspektive. Satirisch, humorvoll und richtig schön absurd. Die Weltgeschichte ist eine verlässliche Aneinanderreihung von peinlichen Missverständnissen, diplomatischen Fehlentscheidungen und grotesken Szenen sinnlosen Blutvergießens. Genügend Stoff als Steilvorlagen für die dritte Staffel. Max Giermann, Matthias Matschke, Valerie Niehaus, Isabell Polak, Judith Richter, Alexander Schubert, Paul Sedlmeir, Holger Stockhaus und Carsten Strauch bilden das hochkarätige Ensemble. Max Giermann kehrt noch einmal als Klaus Kinski zurück und ist in seiner neuen Rolle als Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt zu sehen.
18:30
Auf der Karibikinsel Sainte Marie geschieht ein Mord. Der Buchautor Frank O'Toole, der am frühen Morgen schwimmen ging, wird mit einem Messer in der Brust am Strand aufgefunden. DI Jack Mooney und Florence Cassell ermitteln. Am Abend zuvor feierte Frank mit seiner Frau Valerie, seinem Agenten Larry und seinem Schützling Gilly sein 40. Autoren-Jubiläum. Es floss viel Alkohol, und es kam zu hitzigen Diskussionen. Es scheint, als stünden die Verdächtigen fest. Nun gilt es jedoch zu klären, wer ein Motiv für solch einen perfekt geplanten Mord hatte.
19:20
Der Wunderheiler Reverend Steadman King kehrt in seine Heimat Sainte Marie zurück. Während einer seiner Heilungszeremonien kommt es zu einem Todesfall. Die kranke Fabienne Jordan sackt zusammen und stirbt, nachdem sie von dem Wunderwasser des Reverends getrunken hat. Es ist schnell klar, dass Fabienne vergiftet wurde. Doch außer dem Reverend hatte niemand Zugang zu dem Wasser. Für DI Mooney gilt es nun, einen mysteriösen Fall zu lösen. Denn es scheint alles andere als logisch, dass ein Wunderheiler vor Augenzeugen seine Patientin vergiftet.
20:15
Ben Droste entzieht sich seiner schwangeren Verlobten Eva, als überraschend deren Mutter Charlotte auf seiner Geburtstagsparty auftaucht. Kurz danach fehlt von Ben jede Spur. Eva hat keine Erklärung, sie und Ben sind glücklich. Auch hat Ben gerade mit seinem besten Freund Manuel ein kleines Lokal eröffnet. Bei der Sichtung seines Laptops kommt jedoch ein schrecklicher Verdacht auf: Ben hat im Darknet nach Bildern eines kleinen Jungen gesucht. Nicht weniger irritierend ist, dass Ben das Geld für das Lokal nicht, wie er behauptete, beim Pokern gewonnen, sondern von Charlotte bekommen hat. Sie wollte, dass er sich dafür von Eva trennt. Er aber hat das Geld genommen und ist geblieben. Auch das ist jedoch nicht der eigentliche Grund für sein Verschwinden. Dem kommen die Ermittler der Vermisstenstelle auf die Spur, als sie mit Manuel über seine und Bens gemeinsame Kindheit in einem Kinderheim reden und erkennen, dass Ben nicht freiwillig verschwunden ist. Derweil gibt es auch Spannungen zwischen den Ermittlern. Radek glaubt Jessicas Darstellung ihres Alleingangs nicht und zweifelt an ihrer Eignung als Polizistin, weil sie nicht zu ihrem Fehler steht. Er verlangt von ihr einen wahrheitsgetreuen Bericht. Bis der nicht vorliegt, ist sie beurlaubt.
21:00
Obwohl die junge Polin Agata Kowalczyk Taufpatin ihres Neffen werden soll, lässt sie ihre Schwester Eliza kurz vor der Taufe einfach in der Kirche stehen, als ihr Freund Hannes dort auftaucht. Mit ihm engagiert Agata sich für Frauen aus Polen, die in Berlin legal abtreiben wollen. Immer wieder kam es deshalb zu Konflikten mit dem militanten Abtreibungsgegner Martin Lipp, dem Vater von Hannes. Agatas Schwester Eliza gibt vor, von all dem nichts zu wissen. Als die Ermittler der Vermisstenstelle ihr auf den Zahn fühlen, muss sie allerdings eingestehen, dass ihr Verhältnis zu ihrer Schwester sehr viel angespannter ist, als sie anfangs behauptet hatte. Als Mitarbeiterin der polnischen Botschaft fürchtete Eliza um ihren Job, wenn etwas von Agatas Engagement herauskäme. Damit wurde sie außerdem von Martin Lipp unter Druck gesetzt, der die Beziehung zwischen Agata und seinem Sohn unterbinden will. Eliza beteuert aber auch, wie wichtig Agata ihr ist und dass sie sich große Sorgen um sie macht. Denn Agata hatte noch in Polen eine Totgeburt - und ist jetzt erneut schwanger. Agata steckt tatsächlich in einem Gefühlschaos, vor allem jedoch, weil sie ein sehr schmerzhaftes Geheimnis aufgedeckt hat. Während Radek und sein Team versuchen, die junge Frau zu retten, hat sich Jessica zu Hause verkrochen, um einer Konfrontation mit Radek zu entgehen. Mina versucht, auf sie einzuwirken, damit sie ihren Fehler Radek gegenüber eingesteht - einen Alleingang, bei dem sie sich selbst und ein vermisste Person gefährdet hat.
21:45
Was gibt es Schöneres, als nach jahrelanger Entbehrung endlich wieder zu sehen, wie sich das komplette Chaos entfesselt? Mai Thi, Lutz und Fabian freuen sich darauf. Hosts Mai Thi Nguyen-Kim, Lutz van der Horst und Fabian Köster gehen neue Wege bei der Fleckenentfernung und stellen fest, dass es keine gute Idee ist, selbstgebaute Pool-Badekugeln mit Natrium zu füllen. Die neuen "Nicht nachmachen!" - Hosts Mai Thi Nguyen-Kim, Lutz van der Horst und Fabian Köster freuen sich tierisch darauf, ein Einfamilienhaus mal so richtig schön in Schutt und Asche zerlegen zu können. Ist schließlich ihr Job. Mit dem, was sie im beschaulichen Sauerland erwartet, haben sie allerdings nicht gerechnet. "Nicht nachmachen!" Staffel 3 wird ihrem Titel in jeder Minute gerecht! Ach ja, einen ganz besonderen Lifehack gibt es auch noch zu sehen: Was kann man tun, wenn der Wohnwagen nicht unter den Carport passt?
22:15
Zur Pharmaindustrie kursieren viele dunkle Geschichten über Geldgier, die über Leichen geht. Manches davon sind ausgedachte Verschwörungserzählungen, anderes beruht auf echten, dokumentierten und belegten Fällen. "MAITHINK X" trennt Fake News von Fakten und zeigt, wo die echten Gefahren liegen.
22:45
Das "ZDF Magazin Royale" präsentiert: die ganze Glorie des Live-Fernsehens - sorgfältig geskriptet. Mit Caro Worbs und Chris Sommer. Erstmals in ihrer Geschichte schaut die ganze Nation auf sie: die Vulkaneifel. Seismische Aktivitäten stellen die sonst so friedlich quirlige Region auf den Kopf. Das Team von "ZDF Magazin vor Ort" bringt Klarheit in die diffuse Lage.
23:15
Gemeinsam mit prominenten Gästen steht Jan Böhmermann am Herd und brutzelt. In dieser Folge zu Gast ist TV-Koch Tim Mälzer. Star-Koch und Hobby-Moderator Jan Böhmermann freut sich mehr denn je, wieder zurück am Herd zu sein: "Ich liebe diese Show!" "Ich liebe es mit meinen Gästen zu kochen und zu quatschen und am Herd neue Menschen kennenzulernen." Doch natürlich wird Jan auch in dieser Staffel nicht allein in der Küche stehen. Insgesamt acht Gäste aus verschiedenen künstlerischen Bereichen buhlen um die größte Auszeichnung im deutschen Fernsehen: ein "Mmmmh, lecker" von Jan Böhmermann.
23:45
Zur Pharmaindustrie kursieren viele dunkle Geschichten über Geldgier, die über Leichen geht. Manches davon sind ausgedachte Verschwörungserzählungen, anderes beruht auf echten, dokumentierten und belegten Fällen. "MAITHINK X" trennt Fake News von Fakten und zeigt, wo die echten Gefahren liegen.