23:45
Der Kosmetikmarkt boomt. Aber woran liegt es, dass wir uns ohne Deo, Mascara und Co. unwohl fühlen? Dr. Mai Thi Nguyen-Kim hinterfragt die dreisten Werbemaschen der Beauty-Industrie. 100 Prozent mehr Volumen, "dermatologisch getestet" und "hypoallergen"? Wie viel Wissenschaft steckt wirklich in der Kosmetikindustrie? Dr. Mai Thi Nguyen-Kim hinterfragt die Werbekniffe der Beauty-Industrie und gibt Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung.
00:15
Emma, eine Schriftstellerin, beschließt, ein Buch über Prostitution zu schreiben - und lernt dabei am eigenen Leib unterschiedlichste Seiten der Arbeit in einem Bordell kennen. Als Emma dem jungen Ian begegnet und von ihrer Sexarbeit erzählt, stehen beide vor einer kniffeligen Entscheidung. - "La Maison" ist die Verfilmung des aufsehenerregenden Bestsellers der Französin Emma Becker, die in ihrem Buch eigene Erfahrungen beschreibt. Die französische Schriftstellerin Emma (Ana Girardot) ist 27 und lebt mit ihrer jüngeren Schwester Madeleine (Gina Jimenez) in Berlin. Sie führt eine Gelegenheits- und Fernbeziehung mit dem verheirateten Stéphane (Yannick Renier), der sie ab und zu in Berlin besucht. Als sie ihm erzählt, dass sie ein Buch über Prostitution schreiben und sich deshalb als Prostituierte versuchen möchte, ist er fassungslos. Ihre Schwester nicht weniger. Doch Emma lässt sich nicht abbringen. Das erste Bordell, in dem sie es versucht, ist allerdings kein guter Ort, und schon bald macht sie unliebsame Erfahrungen mit einem unkontrollierbaren Freier. Doch im "La Maison" hat sie mehr Glück: Dort führt Inge (Hildegard Schroedter) wie eine Mutter Regie und passt auf. Auch ihre Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Ländern und Milieus gefallen Emma. Eine große Bandbreite von Männern begegnet ihr: alte, junge, Machos, sexgierige und Genießer, aber auch verklemmte und schüchterne Anfänger. Aus wenigen Monaten werden zwei Jahre, in denen sie Material für ihr Buch sammelt - möglichst unauffällig. Sie erlebt gefährliche Situationen, Geheimnistuerei und Isolation, aber sie erlebt sich auch als stark und selbstbestimmt. Doch dann lernt sie Ian (Lucas Englander) kennen, verliebt sich in ihn - und steht vor einer kniffeligen Entscheidung. "La Maison - Haus der Lust" entstand nach dem 2020 auch in Deutschland erschienenen gleichnamigen Bestseller von Emma Becker, der in Frankreich mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Die 1988 im Großraum Paris geborene Becker verarbeitete in ihrem dritten Roman eigene Erfahrungen während ihrer Zeit in Berlin. Im "Stern", aber nicht nur dort, wurde der Roman begeistert aufgenommen: "So zwingt Emma Becker ihr Publikum - manchmal frech, manchmal lüstern, immer nachdenklich und literarisch eindrucksvoll - letztlich mit über die Grenze und eröffnet eine Welt jenseits der bekannten Klischees." Die Filmemacherin Annissa Bonnefont war zunächst mit Dokumentarfilmen bekannt geworden, unter anderem über den Modedesigner Olivier Rousteing vom Pariser Modehaus Balmain. Fast wäre sie zu spät auf das Projekt aufmerksam geworden und kam erst durch den Rückzug eines anderen Regisseurs zum Zug. Gemeinsam mit Emma Becker und der Hauptdarstellerin Ana Girardot ("Der Wein und der Wind", "Einsam Zweisam") entwickelte sie das Drehbuch und die Hauptfigur, wobei es nicht zuletzt um die Arbeit und die Umstände beim Dreh der zahlreichen Nacktszenen ging: "Schon ab den Kamera-Tests arbeiteten wir am Thema Nacktheit, Anas Auftreten, damit sie von Anfang an natürlich rüberkommt. Im Drehbuch ist Nacktheit nie spekulativ, jede Sex-Szene soll etwas sagen und die Geschichte voranbringen." Ana Girardot gelingt es tatsächlich, die komplexen Motive Emmas zum Ausdruck zu bringen, auch ihre Zerrissenheit im Umgang mit dem Buchprojekt und seinen ganz besonderen Herausforderungen. Neben Girardot ist mit der Deutschen Hildegard Schroedter ("Deutsches Haus") als Bordell-Leiterin sowie Aure Atika ("The Night Manager", "Ein Sommer in der Provence") und der Almodóvar-Ikone Rossy de Palma weitere namhafte und internationale Frauenpower vertreten.
01:40
Die in Amerika ausgebildete Forensikerin Emma kommt zum 75. Geburtstag ihres Vaters Peter, dem örtlichen Leichenbeschauer, zu Besuch in ihre Heimatstadt Mittenwalde in Brandenburg. Zu Hause angekommen, trifft sie ihren Vater nicht an. Sie findet ihn im örtlichen Fitnessstudio, wo die Studiobesitzerin Verena medizinisch versorgt wird. Es gab einen mysteriösen Unfall: Scheinbar wurde ein Laufband manipuliert. Später entdeckt Emma Knochen von einem Fuß in Peters Kühlschrank. Seine Erklärungen, wie es dazu kommt, dass herrenlose Leichenteile bei ihm zu Hause herumliegen, wirken auf Emma nicht überzeugend. Ebenso wenig das Ergebnis seiner Untersuchungen, dass der Tote offenbar bei einem Brand ums Leben kam. Emma macht ihren Vater auf ein Indiz aufmerksam, das er wohl übersehen hat: Der Landstreicher, dem der Knochen gehört, muss schon tot gewesen sein, bevor die Flammen ihn erwischt haben. Wie konnte Peter das übersehen? Emmas Vater hat darauf keine Antwort. Emma schaut sich Peters Unterlagen zum verbrannten Obdachlosen an und macht ihm unmissverständlich klar, dass er Fehler bei der Untersuchung des Falls gemacht hat. Zähneknirschend räumt er ein, Offensichtliches übersehen und sogar noch mehr Knochen des Toten gelagert zu haben.
02:20
Die Polizistin Betti entdeckt, dass ihre Mutter versucht, sich mit Tabletten das Leben zu nehmen. Sie kann das Schlimmste verhindern, die Ungewissheit eines weiteren Versuchs bleibt. Im Altersheim Mittenwalde gibt es währenddessen einen Todesfall. Die Verstorbene, Herta Schütte, wurde an diesem Tag 100 Jahre alt. Die Ärztin, Dr. Diestelfink, attestiert "natürliches Herzversagen" und stellt den Totenschein aus. Für Peter und Dr. Diestelfink ist der Fall damit erledigt, doch Emma kommen Zweifel, und sie besteht darauf, die Leiche mit in die Pathologie zu nehmen. Emma ist überzeugt, dass Herta Schütte vor Mitternacht gestorben ist und jemand ihren Todeszeitpunkt manipuliert hat, um der alten Dame den Wunsch zu erfüllen, 100 zu werden.
03:05
Emma und Peter machen beim Wandern einen ungewöhnlichen Fund: In einem Baum hängt, verheddert in einen Gleitschirm, ein toter Mann. Als Emma vom Auto zurückkommt, ist der Tote weg. Während Peter sich das alles nicht erklären kann, können sich Betti und Schubert nur wundern: Wie kann man eine Leiche verlieren? Emma ist sich sicher, dass sie geklaut wurde. Aber wer sollte so etwas tun? Dann ein Anruf: Die verschwundene Leiche ist wieder da. An einem Feldweg sitzt der Tote auf einer Bank, sein Gesicht wurde gesäubert. Ist das ein Hinweis? Wohin blickt die Leiche? Warum wurde der Mann genau hierher gebracht? Und: Niemand wurde bislang als vermisst gemeldet. In der Pathologie stellen Emma und Peter fest, dass die Wunden im Gesicht des Toten überschminkt wurden. Außerdem riecht er auffällig. Und er hat einen Ring bei sich, der am Morgen, beim ersten Fund, noch nicht da war. Die Füße weisen Schürfwunden auf - post mortem! Dem Toten wurden die Schuhe ausgezogen, sein Körper geschleift und ihm die Schuhe wieder angezogen. Wieso? Am Polizeirevier trifft Emma auf Bürgermeister Herbst. Der ist außer sich: der dritte Tote, seit Emma da ist. Was kann er tun, damit Emma endlich wieder abreist?
03:45
Emma wird unangenehm überrascht: Kevin ist ihr aus Amerika nachgereist. Peter befragt sie zur Beziehung mit Kevin. Was ist los, was steht zwischen ihnen? Emma schweigt. Emma begleitet ihren Vater bei dessen nächstem Einsatz: Auf einem Feldweg liegt ein nackter, toter Mann. Ein Armband weist ihn als Patient einer Klinik aus. Die Kleidung des Verstorbenen wird in der Nähe gefunden, ordentlich zusammengelegt. Dr. Kleemann, der Arzt des verstorbenen Bernhardt Schmidt, behandelte ihn in seiner Privatklink wegen seiner Alkoholsucht mit einem ganzheitlichen, homöopathischen Ansatz. Schmidts Verschwinden wurde erst am Morgen bemerkt. Frau Schmidt nimmt die Nachricht über den Tod ihres Mannes ausgesprochen gefasst entgegen. Es stellt sich heraus, dass sie schon seit Längerem getrennt waren. Wieder zu Hause, wartet Kevin auf Emma. Sie läuft vor ihm davon. Doch er lässt einfach nicht locker und besteht darauf, mit ihr zu sprechen. Sie könne vor den Problemen nicht weglaufen, sie stecke in ernsthaften Schwierigkeiten.
04:30
Bei einer Vorstellung der örtlichen Theatergruppe bekommt die Darstellerin des Schneewittchens einen schlimmen Hustenanfall, der so heftig ist, dass sie auf der Bühne stirbt. Die Polizisten Betti und Schubert sind auch schon am Tatort. Aber wo ist der siebte Zwerg? Für Peter ist der Fall schnell klar: Herztod. Emma widerspricht: Was ist mit den Rötungen, den Quaddeln? Todesursache allergischer Schock? Die Tote hatte keine Familie, lebte bei Konarski, dem Leiter der Theatergruppe. Sie war ausgesprochen talentiert, wie er betont. Peter und Emma finden bei der Obduktion heraus: Schneewittchen starb durch einen allergischen Schock. Aber der Magen ist leer. Dann taucht ein Video von Schneewittchens Todeskampf im Netz auf. Bürgermeister Herbst ist außer sich, ausgerechnet heute! Da ist doch die Investorenparty für die geplante Seniorenresidenz. Außerdem ist der Schminkkoffer der Theatergruppe verschwunden. Mimi, Schuberts Tochter, wird verdächtigt, sie war fürs Schminken zuständig.