16:25
Die Erde war und ist schon immer ein wilder Ort. Das Leben muss seit jeher mit den wechselnden Bedingungen zurechtkommen. Doch die Herausforderungen sind heute größer als je zuvor. Dirk Steffens stellt sich eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie wird der Mensch die wachsende Dynamik des Planeten meistern? Bisher hat das Leben immer einen Weg gefunden, vor großen Veränderungen, sogar Katastrophen in der Vergangenheit zu bestehen. Unsere Erde, so ruhig sie auch von außen erscheinen mag, ist ein wilder Ort. Angetrieben von inneren und äußeren Kräften, ist sie dynamisch und ständig in Bewegung. Die Gewalten aus der Tiefe brechen sich in Form von Naturkatastrophen immer wieder Bahn. Landschaften haben sich über Jahrmillionen geformt, Stoff - und Energiekreisläufe entwickelt. Ihr heutiges Gesicht und ihre Bewohner sind das Produkt ihrer wilden Natur. In dieser Folge geht Dirk Steffens der Frage nach, mit welchen Strategien das Leben gelernt hat, auf die seit Anbeginn natürlichen dynamischen Herausforderungen unseres Planeten zu reagieren. Der Blick ins Tierreich zeigt, dass eine besondere Strategie immer erfolgreich war: Dem Leben gelingt es, sich selbst stabile Verhältnisse und Lebensräume zu schaffen, und die wilden, sich stetig wandelnden Bedingungen des Organismus Erde zu überwinden. Pflanzen haben verblüffende Techniken entwickelt, um sich an extreme Bedingungen anzupassen. Dirk Steffens entdeckt, wie es ein Wüstengewächs wie die Nara schafft, nicht nur an einem der trockensten Orte der Welt zu überleben, sondern auch noch saftige Melonen zu produzieren. Waldelefanten als "Architekten des Dschungels" haben die Fähigkeit entwickelt, ihren undurchdringlichen Lebensraum ständig zu bearbeiten. In Gruppen durchpflügen sie regelrecht ihren Lebensraum und machen das Dickicht nicht nur für sich selbst bewohnbar. Damit sichern die Dickhäuter dem Wald selbst das Überleben. Termiten sind grandiose Baumeister. Sie errichten mannshohe Wohntürme, die im Verhältnis für die Tiere so groß sind wie die Zugspitze für einen Menschen. Dirk Steffens erforscht, wie sich die Verwandten der Schaben mit ihren Städten aus Erde, Speichel und Kot von den widrigen Bedingungen ihrer Umgebung weitgehend unabhängig gemacht haben. Neben der biologischen Anpassung wurde schließlich die Fähigkeit, Erfahrungen von Generation zu Generation weiterzugeben, zu einer Erfolgsstrategie. Dirk Steffens beobachtet, zu welchen Fertigkeiten es unsere nahen Verwandten, die Schimpansen, gebracht haben. Die Strategie, sich weitgehend von den natürlichen Kreisläufen unseres Planeten zu entkoppeln, hat der moderne Mensch zur Perfektion getrieben. Er hat es als einziges Tier geschafft, alle Lebensräume zu zähmen, sich alle Welten der Erde eigen zu machen, auch die kältesten und heißesten Regionen zu besiedeln. Er verändert und gestaltet sie; Städte und Zivilisation sind Resultate der Anstrengungen, den wilden Planeten zu bändigen. Doch das hat nun Konsequenzen für den Organismus Erde: Der Energiehunger kann uns jetzt zum Verhängnis werden. Es droht ein Zustand von zunehmender Instabilität. Die Berichte aus der Klimaforschung sind unmissverständlich: Die Ergebnisse einer großen Arktis-Expedition, der "Polarstern"-Mission, sind alarmierend. Dirk Steffens begibt sich auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, was wir der neuen Dimension des Wandels entgegenstellen können. Denn ganz hoffnungslos scheint es nicht: Als einzige Art auf der Welt sind wir in der Lage, unsere Zukunft selbst zu bestimmen. Wie wird der Mensch seine besonderen Fähigkeiten nutzen?
17:10
Unsere Erde wandelt stetig ihr Gesicht. Damit stellt sie das Leben vor besondere Herausforderungen. Dirk Steffens zeigt, mit welch erstaunlichen Strategien Tiere auf den Wandel reagieren. Das Leben hat besondere Fähigkeiten entwickelt, diesen Veränderungen zu begegnen: Mobilität. Damit konnten Tiere den gesamten Planeten erobern. Und nicht nur das - das Leben auf der Erde bildet ein komplexes Netzwerk, nichts bleibt darin ohne Wirkung. Die größte Tierwanderung der Welt: Alljährlich begeben sich in Ostafrikas Serengeti mehr als 1,5 Millionen Gnus auf eine unglaubliche Reise. Sie entfliehen der Trockenheit, die regelmäßig im Lauf der Jahreszeiten die Serengeti heimsucht. Doch wenn ein Landstrich ausdörrt, regnet es in einem anderen. Die Gnus haben sich diesem Wandel angepasst. Mit den Wanderungen gelingt es ihnen, dem Hungertod zu entgehen. Doch die Route ist gefährlich, der reißende Mara-Fluss ist voller hungriger Krokodile. Jenseits des Flusses wartet auf die Wanderer das Paradies - bis auch hier die Trockenheit die Gnus zum Weiterziehen zwingt. Dirk Steffens zeigt, dass die Tiermigration auch selbst ihren Teil zum Gedeihen der Graslandschaften beiträgt. Die Gnus und Zebras hinterlassen in der Serengeti mehr als 400 Tonnen Dung am Tag. Dadurch entsteht ein wunderbarer Nährstoffkreislauf, von dem alle Savannenbewohner profitieren: Insekten, Elefanten, Raub- und Weidetiere. Netzwerke des Lebens, angetrieben durch Tierwanderungen über Tausende von Kilometern, gibt es auch in den Meeren: Wale ziehen mit den Strömungen, den Autobahnen der Ozeane. Sie pendeln so zwischen warmen Gewässern, in denen sie ihre Jungen aufziehen, und den Polarmeeren. In der Arktis findet Dirk Steffens den Grund für ihre Reise in die eisigen Gebiete: Krill. Nirgendwo auf der Welt ist er so zahlreich und fett wie hier. Fünf Monate lang frisst beispielsweise der Buckelwal in den nährstoffreichen Jagdgründen bis zu 1,5 Tonnen Krill täglich. Das kann für ein ganzes Jahr reichen. Und gleichzeitig tragen die Wale zum Futterreichtum der Meere bei: Ihre Ausscheidungen sind Dünger für die Unterwasserwelt. Die Rentiere Kanadas gehören zu den "Marathonläufern" im Tierreich - immer auf den Spuren der besten Überlebensbedingungen. Auf der norwegischen Insel Spitzbergen leben Verwandte der kanadischen Rentiere, allerdings sehen sie völlig anders aus: Sie sind erheblich kleiner und werden nur halb so alt wie ihre ziehenden Artgenossen. Vor langer Zeit haben erdgeschichtliche Veränderungen eine Gruppe auf der Insel isoliert, die Brücke zum ursprünglichen, weiten Lebensraum wurde abgeschnitten. Die Gruppe musste sich allmählich an die Bedingungen in der Isolation anpassen, das beschränkte Nahrungsangebot führte im Lauf der Evolution zur sogenannten Inselverzwergung. Veränderungen, die dem Leben Zeit für Anpassungen lassen, führen zu erstaunlichen Entwicklungen. Doch der Mensch hat mancherorts Lebensräume in kurzer Zeit derart umgestaltet, dass Tieren keine Zeit blieb, Anpassungen zu entwickeln. Forschende sind dabei, Fehler der Vergangenheit zu erkennen und Tieren wieder den Raum zurückzugeben, den sie für ihre Mobilität brauchen. Dirk Steffens geht der Frage nach, wie wir die Zukunft der Arten sichern können. Je besser wir das Zusammenspiel der Natur und ihrer Bewohner verstehen, je mehr wir darüber wissen, wie viel Lebensraum zum Überleben notwendig ist, desto besser können wir unsere Mitbewohner schützen.
17:50
Immer wieder wird über Kosten und Finanzierung von Psychotherapie diskutiert. Wie wirksam ist Psychotherapie - und wie gut ist die Versorgung mit Therapieplätzen in Deutschland? "MAITHINK X" beleuchtet den wissenschaftlich belegten Nutzen psychotherapeutischer Verfahren und klärt, wie es um die aktuelle Versorgungslage steht.
18:20
Die Dokumentationsreihe "Die Glorreichen 10" präsentiert kuriose Zusammenhänge geschichtsträchtiger Orte und kürt in dieser Folge die lässigsten Lagen der Geschichte. Es geht um Immobilien-Coups, Insel-Träume und schiefe Türme in dieser Folge. Das Ranking wird gewohnt humorvoll kommentiert von Hannes Jaenicke für ZDFneo. "Die Glorreichen 10" setzt auch in der neunten Staffel auf Rankings mit ungewöhnlichem Zugang. ZDFneo stellt in der Dokumentationsreihe Themen wie "Die zauberhaftesten Zahlen", "Die famoseste Femmes Fatales" oder "Die größten Abschiede der Geschichte" zusammen. In der Folge "Die lässigsten Lagen der Geschichte" öffnet ZDFneo das Portfolio der Weltgeschichte. Die wohl begehrteste Immobilie im Ranking: Das Paradies. Ein Ort mit bester Infrastruktur, zentral, aber ruhig. Doch wer hier nach dem Ableben einziehen will, braucht eine Art moralischen Bausparvertrag: Nur wer sich im Leben tadellos verhält, wird vom Concierge an der Himmelspforte eingelassen. Während Christen auf Erholung im Garten Eden setzen, verspricht Walhalla den tapferen Wikingern ein ewiges Gelage mit Odin, dem Lässigsten unter den Lässigen. Dass eine vermeintliche Fehlplanung zum Welterfolg führen kann, beweist der schiefe Turm von Pisa. Ohne seine Schieflage wäre der Ort wohl kaum weltberühmt geworden. Der Gelehrte Galileo Galilei nutzte die physikalischen Gegebenheiten des Turms sogar für seine genialen Fallversuche und bewies, dass Gewicht die Fallgeschwindigkeit nicht beeinflusst. Ein wissenschaftlicher Durchbruch, ermöglicht durch eine absolute Bestlage. Auch moderne Immobilienmakler wie Donald Trump wissen: Lage ist alles. Sein privates Juwel Mar-a-Lago in Florida sicherte er sich mit smarten Verhandlungstaktiken und machte es während seiner Amtszeit zum "Winter White House". Ob das glitzernde Las Vegas in der Wüste oder die strategische Meisterleistung Istanbuls zwischen den Kontinenten - Dokumentationsreihe zeigt, wo die Weltgeschichte ihren Platz gefunden hat. Hannes Jaenicke kommentiert auch in dieser Staffel "Die glorreichen 10" auf humorvolle Art, mit einer Mischung aus Emotion, Witz und Ironie. Für die Dokumentationsreihe wurde keine Abstimmung durchgeführt. Die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich ohne Anspruch auf Repräsentativität für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
19:05
Was wäre, wenn sich nie ein Mensch etwas getraut hätte? Tatsächlich verfügen 20 Prozent der Menschen über ein Gen, das sie neugieriger und risikobereiter macht als andere. Vielleicht waren es genau diejenigen, die oftmals den Lauf der Dinge verändert haben. Wie die Mutigen, die die Flucht aus der DDR wagten und dafür Kopf und Kragen riskierten. Oder diejenigen, die neue Länder entdeckten, wie James Cook oder Mary Kingsley. Besonderen Heldenstatus genießen zu Recht diejenigen, denen es gar nicht um sich selbst ging, sondern die die Geschichte hin zum Guten verändern wollten. Wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg, dessen Bombe Hitler töten sollte. Oder die Revolutionäre von 1848, die für die Freiheit auf die Barrikaden gingen. Und auch Martin Luther, der nur seinem Gewissen folgte und dafür die Reichsacht in Kauf nahm. Was sie alle gemeinsam hatten? Die Überzeugung, etwas Richtiges zu tun. Das ist zumindest das, was wir wissen. Angst und Verzweiflung kann man aus der Überlieferung nicht herauslesen, obwohl es sie sicherlich gegeben hat. Die Dokumentationsreihe fragt nach den größten Sonderlingen, den größten Rätseln oder den größten Heldinnen der Geschichte. Zur Aufnahme in die mal mehr, mal weniger ehrenwerte Gruppe der "Glorreichen 10" führen erstaunliche Fakten und neue Zusammenhänge. Die Sendung rollt spannende Aspekte der Geschichte neu auf und präsentiert sie auf humorvolle Art mit viel Witz und Ironie. Es wurde keine Abstimmung durchgeführt, sondern die Redaktion hat eine subjektive Auswahl getroffen und sich bewusst, und ohne Anspruch auf Repräsentativität, für eine bestimmte Reihenfolge entschieden.
19:50
Endlich wird der "Geschi-Unterricht" lustig. Die Sketchcomedy zeigt die großen und kleinen Ereignisse der Weltgeschichte aus neuem Blickwinkel. Satirisch, humorvoll und herrlich absurd. Die Reise geht von den Urzeitmenschen über die Renaissance, die wilden 70er bis hin zum Mauerfall. Die letzten Minuten im Bunker 1945 werden genauso beleuchtet wie die Hintergründe des Kennedy-Attentats oder die Umstände, die zur Meuterei auf der Bounty führten. Matthias Matschke, Max Giermann, Alexander Schubert, Antoine Monot, Valerie Niehaus, Isabell Polak, Judith Richter, Holger Stockhaus und Carsten Strauch bilden das hochkarätige Ensemble und sind bei "Sketch History" als Shakespeare, Kolumbus, Hannibal, Cäsar, Johanna von Orleans, Kleopatra und in unzähligen weiteren Rollen zu sehen. Mittels CGI entstehen bildgewaltige Sketche, die von vergangenen Zeitaltern, Ereignissen und Locations erzählen, verbunden werden sie durch witzige Animationen. Sprecher Bastian Pastewka präsentiert und kommentiert das hochvergnügliche Weltgeschehen als "Geschichten-Erzähler" aus dem Off.
20:15
Zwei erfolgreiche New Yorker, Paul und Meryl, wissen nicht mehr, wie sie ihre zerrüttete Ehe noch retten sollen. Da gibt ein völlig unerwartetes Ereignis ihrer Beziehung eine neue Richtung. Als Paul und Meryl Zeugen eines brutalen Mordes werden, bringt sie die Polizei im tiefsten Wyoming unter - gemeinsam. Dort müssen die beiden Großstädter mit Bären, dem Wetter und der unfreiwilligen gemeinsamen Zeit zurechtkommen, wenn sie überleben wollen. Hugh Grant und Sarah Jessica Parker spielen die Hauptrollen in dieser reizenden Komödie darüber, wie sich Liebe auch an den überraschendsten Orten finden lässt.
21:50
22:00
In den futuristischen 2000ern ist ganz L.A. zu einem Gefängnis geworden. Snake Plissken soll dort Utopia, die Tochter des despotischen Präsidenten, die mit Terroristen sympathisiert, rausholen. Snake hat aber nur zehn Stunden Zeit, denn der Präsident hat ihm ein tödliches Virus injizieren lassen, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen. Mithilfe eines kleinen U-Boots verschafft sich Snake (Kurt Russell) Zugang zur gigantischen Gefängnis-Insel und fängt an, sich mit Gewalt und List zum terroristischen Anführer Cuervo Jones (George Corraface) vorzuarbeiten. Jones ist der Liebhaber von Utopia (A.J. Langer) und plant, die amerikanische Regierung mit dem EMP-Satelliten anzugreifen und zu übernehmen. Snake muss sich beeilen, denn seine Zeit läuft ab.
23:30
Der Sohn eines chinesischen Triadenbosses wird von einem Polizisten getötet, woraufhin der Killer John Lee auf den Sohn des Detectives angesetzt wird, aber die Tat nicht begeht. John Lee bringt es nicht übers Herz, den kleinen Jungen zu töten, und steht fortan auf der Abschussliste. Ein ganzes Heer von "Ersatzkillern" macht nun Jagd auf ihn, während John Lee gemeinsam mit einer gerissenen Passfälscherin flieht. Auftragskiller John Lee (Chow Yun-Fat) steht in der Schuld des Drogenbosses Mr. Wei (Kenneth Tsang). Durch einen letzten Auftrag wäre er wieder ein freier Mann, doch ausgerechnet dieser Auftrag wird ihm zum Verhängnis: Er soll den Tod von Weis Sohn rächen, indem er den kleinen Sohn des Mörders, des Polizisten Zedkov (Michael Rooker), liquidiert. Doch der kinderliebe Lee bringt es nicht übers Herz, den Jungen zu töten, und hat nun einen mächtigen Feind. Mr. Wei droht sogar, nicht nur ihm, sondern auch seiner Familie etwas anzutun. Nun braucht Lee auf dem schnellsten Weg gefälschte Papiere, die er sich bei der Passfälscherin Meg (Mira Sorvino) besorgen will, da er in Shanghai seine Familie beschützen möchte. Mittlerweile haben Mr. Wei und sein Bodyguard Michael Kogan (Jürgen Prochnow) einige "Ersatzkiller" - allen voran Ryker (Til Schweiger) und Collins (Danny Trejo) - auf Lee und den Polizistensohn angesetzt. Lee kann gemeinsam mit Meg Zedkovs Sohn vor einem Anschlag retten, und beide wachsen zu einem schlagkräftigen Team zusammen. Doch ihre geballte Kraft ist auch vonnöten, denn Mr. Weis Killer sind ihnen auf den Fersen. Gemeinsam mit Kameramann Peter Lyons Collister gelingt Regisseur Antoine Fuqua in seinem Debütwerk eine "Hochglanzversion eines Hongkong-Actionfilms" (Roger Ebert), die mit Chow Yun-Fat einen fulminanten Helden gefunden hat. Aber auch Oscarpreisträgerin Mira Sorvino steht ihrem Filmpartner in nichts nach und hat neben ihrer Attraktivität eine eigenständige Persönlichkeit und viele kluge Tricks und Finten zu bieten. Den Zuschauer erwartet Action pur, optische und akustische Reize und ein Arrangement der Kampfeinlagen, das an John Woo erinnert. In seinem ersten Hollywoodfilm macht Til Schweiger seinem Namen alle Ehre: Er spricht kein einziges Wort.