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TV Programm für ZDFinfo am 22.09.2026

Jetzt

Krieg der Zukunft 16:30

Krieg der Zukunft: Kampf im Weltall

Dokumentation

Was einst reine Science-Fiction war, rückt zunehmend in den Fokus globaler Machtpolitik: ein möglicher Krieg im Weltall. Wie gut ist die Bundeswehr auf solch ein Szenario vorbereitet? Anti-Satelliten-Tests, Cyberangriffe und die Militarisierung des Weltraums zeigen: Der nächste Krieg könnte weit über unseren Köpfen stattfinden. Die großen Mächte investieren schon jetzt Milliarden Dollar in die Aufrüstung des Orbits. Im Weltall hat ein neuer Machtkampf der Supermächte begonnen, der die moderne Kriegsführung verändern wird. Denn unser aller Alltag ist bereits jetzt von Satelliten abhängig - für Navigation, Kommunikation, Militär, aber auch für das Bankwesen und den Katastrophenschutz. Die Dokumentation zeigt, wie GPS-Störungen an Satellitenverbindungen im Ostseeraum bereits jetzt nahezu täglich erfolgen und dadurch den Schiffsverkehr behindern. Das All ist längst nicht mehr nur Schauplatz gemeinschaftlicher Forschung der Menschheit. Schon zahlreiche Raumfahrtvorhaben der Vergangenheit verfolgten militärische Ziele. Im Erdorbit kommen sich die Satelliten der Großmächte immer wieder gefährlich nahe. Auch Satelliten der Bundeswehr müssen Ausweichmanöver fliegen. Militärische Aufklärungssatelliten liefern in Echtzeit Bilder von Truppenbewegungen, während im Ukrainekrieg kommerzielle Satellitenbilder für Informationshoheit und Gefechtsführung schon jetzt entscheidende Bedeutung haben. Großmächte testen Anti-Satelliten-Raketen - mit gefährlichem Weltraumschrott als Nebenwirkung. Cyberattacken auf Bodenstationen sind an der Tagesordnung. Start-ups in Europa entwickeln neue Trägerraketen und Kleinsatelliten, um unabhängiger von Elon Musks Unternehmen SpaceX zu werden. Steuern wir auch hoch über den Wolken in einen neuen Rüstungswettlauf? Die ZDFinfo-Dokumentation "Krieg der Zukunft: Kampf im Weltall" von Andreas Orth zeigt neue Waffentechniken, die die Kriegsführung maßgeblich verändern.

Danach

Krieg der Zukunft 17:15

Krieg der Zukunft: Drohnen - Kampf der Maschinen

Dokumentation

Sie schweben nahezu lautlos über Städte, Landschaften und Grenzen hinweg: Drohnen. Sie stellen eine ganz neue Gefahr dar. Sie können aufklären, aber auch bewaffnet sein. Im Ukrainekrieg zeigt sich die tödliche Gefahr, die von Drohnen ausgeht. Seitdem sind auch die Militärs im Westen alarmiert. Jetzt wird nachgerüstet. Drohnen jeder Art stehen nun auch auf dem Einkaufszettel der Bundeswehr. Die Zeit drängt. Drohnenschwärme am Himmel über Westeuropa sind keine Dystopie mehr. In der Ukraine wandelte sich die Front vom Stellungskampf zum Drohnenkrieg. Drohnen unbekannter Herkunft überfliegen immer wieder deutsche Flughäfen und militärische Anlagen. Auf den Schlachtfeldern in der Ukraine jagen die Drohnen nicht mehr nur Panzer, sondern auch Menschen - unterstützt von künstlicher Intelligenz. Die deutschen Sicherheitskräfte rüsten auf: Welche technischen Möglichkeiten gibt es mittlerweile? Und können Jägerdrohnen ein Ausweg sein? Die ZDFinfo-Dokumentation "Krieg der Zukunft: Drohnen - Kampf der Maschinen" von Andreas Orth befasst sich mit einer neuen Technologie, die die Kriegsschauplätze der Zukunft bestimmen wird.

Killerroboter - Wie Maschinen töten lernen 18:00

Killerroboter - Wie Maschinen töten lernen

Dokumentation

Drohnen jagen ihre Ziele selbstständig, Algorithmen analysieren das Schlachtfeld in Sekunden - und immer häufiger entscheiden Maschinen über Leben und Tod. Was wie Science-Fiction klingt, ist längst Realität. Der Krieg wird digital, automatisiert und unberechenbar. Neue Technologien verschieben das Kräfteverhältnis - und treiben ein globales Wettrüsten um militärische KI voran. An der Front in der Ukraine zeigt sich, wie radikal sich Kriege verändern: Drohnen orten Ziele in Echtzeit, greifen autonom an und zerstören selbst schwer gepanzerte Fahrzeuge. Oft genügen wenige, günstige Systeme, um millionenteure Waffen außer Gefecht zu setzen. Gleichzeitig tobt ein unsichtbarer Kampf im elektromagnetischen Spektrum. Spezialisierte Einheiten orten feindliche Signale, stören Verbindungen und reißen Drohnen aus der Kontrolle ihrer Piloten. Wer die Frequenzen beherrscht, gewinnt entscheidende Vorteile - oft innerhalb von Sekunden. Improvisation wird zur Strategie: In Werkstätten und Garagen werden Waffen umgebaut, Munition angepasst und neue Einsatzmöglichkeiten entwickelt. Die Innovationszyklen sind extrem kurz, technologische Überlegenheit ist oft nur von kurzer Dauer. Während an der Front mit einfachen Mitteln experimentiert wird, investieren Staaten und Rüstungsunternehmen Milliarden in KI-gestützte, vernetzte Waffensysteme - zu Land, zu Wasser, in der Luft und im All. Der Krieg in der Ukraine wird so zur Blaupause für eine neue Art der Kriegsführung: datengetrieben, automatisiert und zunehmend autonom. Was kommt als Nächstes? Noch intelligentere Systeme, größere Drohnenschwärme, Entscheidungen in Echtzeit, ohne menschliches Eingreifen? Und wer übernimmt die Verantwortung, wenn Maschinen über Leben und Tod entscheiden?

Überleben! 18:45

Überleben!: Unser Erbe

Dokumentarserie

Warum hat sich ausgerechnet der Homo sapiens durchgesetzt? In der "Terra X"-Reihe "Überleben!" untersucht die Systemforscherin Antje Boetius das Geheimnis unserer Erfolgsgeschichte. Sie analysiert, mit welchen Strategien es unseren Vorfahren gelang, in allen Naturräumen des Planeten heimisch zu werden. Auf der abgelegensten Forschungsstation Grönlands erforscht sie die Klimageschichte unseres Planeten. Denn: Am Anfang unserer Überlebensgeschichte steht die Anpassung unseres genetischen Erbes an die Entwicklung des globalen Klimas. In Eiskernen sind klimatische Umschwünge und geologische Katastrophen wie Vulkanausbrüche festgehalten. Harte Bedingungen für die vielen Menschenarten, die es einst gab. Wie diese jahrtausendelange Anpassungsgeschichte zu einem Gen-Booster in unserer Frühgeschichte wurde, belegt ein Durchbruch der Paläoarchäologie. In einer sibirischen Höhle wurde eine bis dahin unbekannte Menschenart gefunden. Ihre Gene tragen wir immer noch in uns. "Terra X - Überleben" verfolgt auch die Überlebensstrategien des Homo sapiens in den extremen Naturräumen. Neueste Arbeiten zeigen auf, wie weitreichend die Mensch-Tier-Kooperation wirklich war. In den Wüsten hingegen haben Menschen ganz andere Methoden entwickelt, um in Hitze und Dürre zu bestehen. Erfolgreiches Beispiel: das System Oase. Alle Oasen sind künstliche, von Menschen geschaffene Überlebensorte. Antje Boetius folgt dem Weg des Wassers im ältesten, durchgehend bewohnten Ort Arabiens, der Oase Balad Sayt im Oman. Der letzte Naturraum, den Menschen besiedelten, war der gigantische Pazifik. In den endlosen Weiten Inseln und Atolle zu finden, erforderte eine nautische Meisterleistung. Wie das Wissen der Seefahrt mit den Überlebensstrategien auf winzigen Atollen zusammenhängt, erforscht Antje Boetius auf den Cookinseln. In den Regenwäldern der Erde bringen neueste bildgebende Verfahren die wahren Dimensionen vergangener Metropolen zum Vorschein. Über Jahrhunderte haben diese urbanen Zentren mitten in Wäldern existiert, Hunderttausende Menschen lebten dort. Die Dokumentation zeigt auf, wie unsere Vorfahren sich einen beeindruckenden Schatz an Überlebenswissen erarbeitet haben, der uns heute noch helfen könnte.

Die Erben der Dinos 19:30

Die Erben der Dinos: Aufstieg der Vögel

Dokumentation

Vögel sind die vielfältigste Gruppe der Landwirbeltiere und direkte Nachfahren der Dinosaurier. Ihre genaue Entwicklung zu modernen Vögeln ist lange ein Rätsel, das nun entschlüsselt wird. Die Suche nach Vogel-Fossilien gestaltet sich als besonders schwierig, da ihre dünnen, zerbrechlichen Knochen selten erhalten bleiben. Doch seit den 1990er-Jahren ermöglichen außergewöhnliche Funde die Rekonstruktion der Evolution und der Flugfähigkeit der Vögel. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass viele Merkmale, die wir heute bei Vögeln beobachten, bereits bei ihren Dinosaurier-Vorfahren vorhanden waren. Schon der etwa rabengroße Archaeopteryx, der vor rund 150 Millionen Jahren lebte, vereinte Merkmale von Dinosauriern und modernen Vögeln. Er besaß gut entwickelte Zähne und einen langen knöchernen Schwanz, aber auch Federn und Flügel. Aufgrund seines Körperbaus glitt er vermutlich nur von erhöhten Positionen hinab - flugfähig wie heutige Vögel war er nicht. Das einzige vollständig erhaltene Exemplar wird in Solnhofen in Bayern entdeckt. Funde kompletter Vogel-Fossilien sind selten. Doch moderne 3-D-Scanverfahren ermöglichen es, selbst eingeschlossene und vollständig versteinerte Fossilien zu analysieren. Diese Funde geben Aufschluss über das frühe Flugverhalten der Urvögel und ihre Anpassung an eine sich wandelnde Umwelt. Der älteste bekannte moderne Vogel ist Asteriornis. Diese Gattung lebte vor etwa 67 Millionen Jahren und überlebte den Asteroideneinschlag, der das Aussterben der Dinosaurier verursachte. Eine Analyse seiner Fossilien zeigt: Asteriornis hatte keine Zähne und ernährte sich vermutlich ähnlich wie heutige Vögel. Wahrscheinlich überlebte er das Massenaussterben dank seiner geringen Größe und seiner vielseitigen Ernährungsmöglichkeiten. Die Geschichte der modernen Vögel beginnt bei den Dinosauriern. Mit aufwendigen Animationen lassen Expertinnen und Experten die Evolution der Vögel lebendig werden - von den ersten gefiederten Dinosauriern bis zu den vielfältigen Arten, die heute unseren Himmel bevölkern. Die zweiteilige Dokumentation präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse und lüftet die Geheimnisse hinter der Entwicklung der Vögel.

Die Erben der Dinos 20:15

Die Erben der Dinos: Herrscher der Lüfte

Dokumentation

Vor 66 Millionen Jahren beendete ein Asteroideneinschlag das Zeitalter der Dinosaurier. Vögel überlebten dank ihrer Anpassungsfähigkeit und entwickelten schnell eine große Artenvielfalt. Heute haben ihre 11.000 Arten fast alle Lebensräume erobert, auch die Lüfte. Dafür entwickelten sie Flügel und ein angepasstes Gehirn zur Navigation in drei Dimensionen. Ihre Intelligenz erweist sich als ein weiterer Erfolgsschlüssel. Auf der ganzen Welt gibt es Fundorte von Fossilien prähistorischer Vögel. Sie helfen der Wissenschaft, zu verstehen, was einen Tyrannosaurus Rex mit einem modernen Huhn verbindet - aber auch, was sie trennt. Die Forschung an modernen flugunfähigen Vögeln, wie beispielsweise Pinguinen, hilft, die evolutionären Schritte zu verstehen, die für den Flug erforderlich sind. Dafür gibt es zwei klassische Theorien: der Start vom Boden oder von Bäumen aus. Eindeutig geklärt ist die Entstehung des Vogelflugs bis heute nicht. Trotz offener Fragen bleibt eines klar: Die Geschichte der Vögel ist eine evolutionäre Erfolgsgeschichte. Sie meistern große Herausforderungen durch Umweltveränderungen und entwickeln sich stetig weiter. Nicht alle Vogelarten setzen sich durch - viele, wie etwa der flugunfähige, mannshohe Gastornis, der im Zeitraum vor 62 bis 43 Millionen Jahren lebte, verschwinden wieder. Doch die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit der Vögel bleibt ein eindrucksvoller Beweis für die Resilienz des Lebens auf der Erde. Die Geschichte moderner Vögel beginnt bei den Dinosauriern. Mit aufwendigen Animationen lassen Expertinnen und Experten die Evolution der Vögel lebendig werden - von den ersten gefiederten Dinosauriern bis zu den vielfältigen Arten, die heute unseren Himmel bevölkern. Die zweiteilige Dokumentation präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse und lüftet die Geheimnisse hinter der Entwicklung der Vögel.

Im Schatten der Dinos - Die ersten Säugetiere 21:00

Im Schatten der Dinos - Die ersten Säugetiere: Spurensuche in der Urzeit

Dokumentation

In der Karoo-Wüste in Südafrika geben Fossilien Einblick in eine vergessene Welt. Der Ausgangspunkt einer Spurensuche nach den Urahnen der Säugetiere und den frühen Schritten ihrer Evolution. Therapsiden, die Vorfahren aller Säugetiere, treten in großer Vielfalt auf und besetzen nahezu jeden Lebensraum. Mit der Zeit verändert sich ihr Aussehen, ihr Verhalten wird komplexer. Fürsorge und Jagdverhalten deuten auf Merkmale der heutigen Säugetiere hin. Paläontologinnen und Paläontologen wie Bruce Rubidge, Julien Benoit und Mike Day verfolgen diese Entwicklung anhand Tausender Fossilien nach. Sie zeichnen ein einzigartiges Bild der frühen Erdgeschichte. Das Forschungsteam birgt Funde aus der Perm-Zeit, rund 260 Millionen Jahre alt. Mit modernster Bildgebung machen die Wissenschaftler uralte Geschichte sichtbar. Hochauflösende Scans und 3D-Rekonstruktionen legen innere Strukturen frei und zeigen, wie sich Schädel, Innenohr, Gebiss und Gehirn Schritt für Schritt verändern. Sie geben Hinweise darauf, wie bereits in der Urzeit Sinnesleistung, Bewegung und Verhalten zusammenhängen. Die Forschungen führen zu einem besseren Verständnis der evolutionären Mechanismen hinter der Diversifizierung der Säugetiere. Die Karoo-Wüste ist ein unvergleichliches natürliches Labor für die Erforschung unserer Ursprünge. Stille Zeugin einer Hunderte Millionen Jahre alten geologischen und biologischen Geschichte. Lange vor den Dinosauriern herrschen unsere Vorfahren über die Erde. Sie überleben Massenaussterben und Klimakatastrophen - und legen den Grundstein für die Entstehung von Säugetieren und Menschen.

Im Schatten der Dinos - Die ersten Säugetiere 21:40

Im Schatten der Dinos - Die ersten Säugetiere: Überlebenskünstler

Dokumentation

Klimawandel, Massenaussterben und neue Konkurrenz stellen die Vorläufer der Säugetiere vor existentielle Herausforderungen. Nicht alle überleben diesen evolutionären Kampf. Nach weiteren Umbrüchen bleibt am Ende nur eine Linie der Therapsiden übrig - widerstandsfähig, vor allem aber außergewöhnlich anpassungsfähig. Diese Tiere entwickeln neue äußere Merkmale, etwa Fell, und neue Verhaltensweisen wie Fürsorge für den Nachwuchs. Damit legen sie die biologischen Grundlagen der ersten Säugetiere - und jener Linie, aus der später auch der Mensch hervorgeht. Die Forschung unterscheidet sechs große Therapsiden-Familien: Biarmosuchier, Dinocephalen, Dicynodonten, Gorgonopsier, Therocephalen und Cynodonten. Im Verlauf ihrer Entwicklung entstehen entscheidende Neuerungen, darunter ein zunehmend aufrechter Gang und ein differenziertes Gebiss. Neue Fossilfunde zeigen, wie unterschiedlich diese Gruppen auf Klimawandel und Massenaussterben am Übergang von Perm zur Trias vor rund 252 Millionen Jahren reagieren. Moderne Rekonstruktionen zeigen, welche Überlebensstrategien sie unter dem evolutiven Druck entwickeln. Sie erklären, warum sich am Ende die Cynodonten durchsetzen und welche Veränderungen sich in Schädelbau, Gebiss, Atmung, Stoffwechsel und Verhalten vollziehen. Aus der Vielfalt der Urzeit geht jene Linie hervor, die den Ursprung der Säugetiere bildet. Diese Reise in die Vergangenheit hinterfragt unser Verhältnis zur Evolution und unseren Platz im Stammbaum des Lebens. Denn auch wenn diese Kreaturen lange ausgestorben sind: Sie haben tiefe Spuren in uns hinterlassen. So wird die Karoo-Wüste zur Bühne für ein packendes Evolutionsdrama. Die Therapsiden erinnern uns daran, dass die Menschheit das Ergebnis eines sehr alten Erbes ist. Ihre Geschichte ist auch unsere eigene. Lange vor den Dinosauriern herrschen unsere Vorfahren über die Erde. Sie überleben Massenaussterben und Klimakatastrophen - und legen den Grundstein für die Entstehung von Säugetieren und Menschen.

Rückkehr der Mammuts? 22:30

Rückkehr der Mammuts?: Die Wiederbelebung ausgestorbener Arten

Dokumentation

Mit Gentechnik Artenschutz revolutionieren: Weltweit arbeiten Forscher daran, die Urzeit-Giganten wieder zum Leben zu erwecken und das Auswildern ausgestorbener Tierarten zu ermöglichen. Auch bedrohte Arten sollen davon profitieren: Mit der Genschere werden die Baupläne ausgestorbener Arten aus Museumsexemplaren rekonstruiert und die wichtigsten Merkmale in das Erbgut noch lebender Verwandter integriert. Chance oder Gefahr? In den USA arbeiten Forscherinnen und Forscher bereits daran, asiatischen Elefanten Genbausteine der Mammuts für eine stärkere Kälteresistenz einzupflanzen. Damit sollen die in Südostasien bedrohten Dickhäuter auch in den Steppen Sibiriens überleben können. Auch in Australien ist es gelungen, Teile des Erbguts von Beutelwölfen aus konservierten Embryos zu gewinnen. Die Gene dieser Art werden im Labor erzeugt und der verwandten Beutelmaus eingepflanzt, um sich dem Beutelwolf genetisch immer mehr anzunähern. Die Vision: Das 1936 ausgerottete Raubtier soll auf Tasmanien für gesündere Wildbestände sorgen, indem es kranke und schwache Tiere ausmerzt. Eine Revolution im Naturschutz? Die Hoffnung: Moderne Biotechnologie soll auch bei der Rettung noch lebender, aber bedrohter Arten helfen. Wissenschaftler aus Berlin befruchten Eizellen der letzten beiden lebenden Weibchen des Nördlichen Breitmaulnashorns mit Samen verstorbener Männchen, die jahrzehntelang tiefgekühlt konserviert wurden. Die Embryonen werden dann von Leihmüttern einer verwandten Art in Kenia ausgetragen. Während die einen die sogenannten De-Extinction-Projekte als Chance sehen, stoßen sie bei den anderen auf Kritik: Biologen und Ethiker sind skeptisch, ob diese wiederbelebten Arten dem Ökosystem wirklich nützen. Sie befürchten, dass die Folgen einer solchen Wiederansiedlung unabsehbar sind und die dafür eingesetzten Ressourcen dem klassischen Naturschutz entzogen werden. Sowohl Forscherinnen und Forscher als auch die kritischen Stimmen aus der Wissenschaft kommen in dieser Dokumentation zu Wort und fragen: Wie kann und soll der Artenschutz der Zukunft aussehen?

Faszination Urzeit - Verlorene Welten 23:15

Faszination Urzeit - Verlorene Welten

Dokumentation

Fünf Mal erlebt die Erde eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes. Und jedes Mal geht eine ganze Welt verloren. Wie sah unser Planet früher aus? Welche tierischen Bewohner gab es? Anhand fossiler Funde rekonstruieren internationale Wissenschaftler die untergegangenen Urzeit-Welten. Nach der letzten erdgeschichtlichen Katastrophe verschwanden zum Beispiel die Dinosaurier. Jedes Mal blieb von der biologischen Vielfalt nur ein Bruchteil übrig. Die meisten Tier- und Pflanzenarten, die es jemals auf der Erde gab, sind längst ausgestorben. Forscher sprechen von drei Viertel aller Arten. Andere haben überlebt und sich zu neuen Spezies entwickelt. Schon fünf Mal hat die Erde Katastrophen riesigen Ausmaßes erlebt, die fast zur kompletten Auslöschung einer Welt geführt hätten. Vor allem Vulkanausbrüche und drastische Veränderungen des Klimas zerstörten Lebensräume und Nahrungsketten. Das bekannteste Massenaussterben betraf vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier. Und doch haben Flora und Fauna immer wieder Wege gefunden, frei gewordene Nischen zu besetzen, sich zu entwickeln und die Erde neu zu bevölkern. Alle Arten, die heute auf unserem Planeten leben, sind Ergebnis der Evolution nach fünf Massenaussterben - auch der Mensch. Einige Wissenschaftler befürchten, dass der Mensch bereits ein weiteres Massenaussterben in Gang gesetzt hat.